AT392318B - Schliesszylinder - Google Patents
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Description
ΛΤ 392 318 Β
Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder für ein Zylinderschloß mit mindestens einem einen Schlüsselkanal auf weisenden Zylinderkem, der in einem Zylindergehäuse drehbar gelagert ist, und mit radialen, in den Schlüsselkanal hineingreifenden, Bohrungen, die im Zylindergehäuse weitergeführt sind und in welchen jeweils durch eine Feder gegen den Zylinderkem vagespannte hintereinanderliegende und radial verschiebbare 5 Kern- und Gehäusestifte vorgesehen sind, deren gegenseitige Berührungsflächen durch einen in den Schlüsselkanal einsteckbaren zugeordneten Schlüssel in die die Drehlagerfläche bildende Kreiszylinderfläche des Zylinderkemes bzw. der Bohrung des Zylindergehäuses schiebbar sind.
Seit es derartige Schließzylinder gibt, wurde von Unbefugten versucht, die Kern- und Gehäusestifte in Ermangelung eines zugeordneten Schlüssels durch andere Mittel in die Freigabestellung zu schieben und so den 10 Schließzylinder zu öffnen. Eine der Abtastmethoden ist als Hopp'sche Methode bekannt Dabei wird versucht, die einzelnen Stiftleihen mittels dünner Haken nacheinander so zu verschieben, daß Teilung erreicht ist, also die Berührungsflächen der Kernstifte mit den Gehäusestiften in der Kreiszylinderfläche (Mantelfläche) des Zylinderkemes zu liegen kommen. Ist dieser Zustand bei allen Stiftreihen eines Schließzylinders erreicht, dann kann der Zylinderkem im Zylindergehäuse gedreht und damit das Schloß gespart werden. Um beim Niederdrücken 15 eines Kemstiftes die Teilungsfläche, also die einhüllende Kreiszylinderfläche zu ertasten, wird der gesperrte Zylinderkem im Gehäuse innerhalb der technisch bedingten Toleranzen etwas in Sperrichtung verdreht, sodaß die Kembohrungen mit den Gehäusebohrungen nicht mehr ganz exakt fluchten. An der Fuge der Teilungsfläche entsteht eine kleine Abstufung, die beim Einschieben eines Kemstiftes tatsächlich fühlbar ist. Sobald diese Lage erreicht ist, geht der Einbrecher davon aus, daß sich diese Stiftreihe in Freigabestellung befindet Er wendet sich 20 der nächsten Stiftreihe zu, muß jedoch vorerst sicherstellen, daß die vorgenannte Freigabestellung nicht verlorengeht, wenn er etwa die auf den Zylinderkem aufgebrachte Umfangskraft reduziert Mit viel Geschick und unter großem Zeitaufwand kann es auf diese Weise nach dem Hppp'schen Abtastprinzip gelingen, einen Schließzylinder ohne zugeordneten Schlüssel zu öffnen. Durch engere Toleranzbereiche bei der Fertigung und durch konstruktive Maßnahme, wie etwa abgesetzte Stifte od. dgl. wurde dieser Einbruchsmethode, die kaum 25 Spuren hinterläßt, begegnet
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Konstruktion eines Schließzylinders zu schaffen, die das Abtasten wesentlich erschwert bzw. verhindert Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht daß der Zylinderkem mindestens eine senkrecht zur Drehachse verlaufende und in seine Oberfläche eingeschnittene Nut auf weist die im Querschnitt vorzugsweise einem Kreissegment entspricht und mindestens eine der radialen Bohrungen des 30 Zylinderkemes durchsetzt und daß in da1 Nut ein Schieber vorgesehen ist der eine Bohrung in Fortsetzung der Bohrung im Zylinderkem auf weist und da in da Nut in tangentialer Richtung zum Zylindetkon verschiebbar ist Bei einem Abtastvosuch wird die Gleitfläche des Schiebos auf dem Zylinderkem, beispielsweise eine Ebene, als Teilungsfläche ertatstet und die Stifte somit in einer Positioi fixiert die nicht der Freigabestellung entspricht Der Einbrecha wendet sich in da Überzeugung, bezüglich dieser Stifte erfolgreich gewesen zu sein, den nächsten 35 Stiften zu und muß nach Einordnen aller Stifte etwa eines Schließzylinder mit fünf Stiftreihen feststellen, daß da
Abtastversuch mißlungen ist Es ist zweckmäßig, wenn der Schieba in seina Breite etwa mit der Nutbreite übereinstimmt und wenn der Querschnitt des Schiebers einem Kreissegment entspricht, dessen Radius geringfügig kleina als der Radius des Zylinderkemes ist Der Schieba füllt somit die Nut annähernd aus, wobei jedoch zwischen Schieba und Nut Abmessungsunterschiede bestehen, die eine geringfügige Verschiebung des 40 Schiebers in da Nut zur Vortäuschung da toleranzbedingt ertastbaren Teilung zulassen. Nut und Schieber können im Quaschnitt bezüglich der Zylinderachse durch zwei Kreisbogen unterschiedlicher Krümmung begrenzt und somit sichelförmig ausgebildet sein. Es ist ferner zweckmäßig, wenn die Höhe des Kreissegmentes im wesentlichen der Tiefe der Nut entspricht Dadurch liegt die Gleitfläche des Schiebers an da Grundfläche (Ebene oder Zylindofläche) der Nut an, wobei die bewußt vorgesehenen Toleranzen bezüglich der Höhe des 45 Schiebos von dem gewünschten Spiel des Schiebeis in Längsrichtung der Nut führen.
Ein Ausführungsbeispiel des eifindungsgemäßen Schließzylinders ist in den Zeichnungen dargestellt Fig, 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Schließzylinder in der Sperrsteilung, Fig. 2 den Zylinder nach Fig. 1 bei einem Abtastversuch im Schnitt gemäß da Linie (Π·Π) in Fig. 3 und Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie (ΙΠ-ΠΙ) in Fig. 2 durch einen Teil eines Doppelzylindos gemäß Fig. 2. 50 In einem Zylindergehäuse (1) ist ein Zylinderkem (2) drehbar gelagert In axiala Richtung des Zylinderkans läuft ein profilierter Schlüsselkanal (3), in welchen radiale Bohrungen (4), (5), (6), (7), (8) hineinragen, die auch im Zylindergehäuse (1) weitergeführt sind. In allen Bohrungen befinden sich Kemstifte (9) und Gehäusestifte (10) sowie Federn (11), die die genannten Stifte in die Sperrstellung drücken (Fig. 1). Wird ein zugeordneter Schlüssel in den Schlüsselkanal (3) eingeschoben, dann verschiebt dessen Zahnung den Kemstift 55 (9) sowie den anliegenden Gehäusestift (10) entgegen da Kraft der Feder (11) nach unten. Diese Verschiebung erfolgt durch den Schlüssel mit Speirberechtigung so weit daß die Berührungsflächen (12) zwischen Kon- und Gehäusestiften (9), (10) in der Kreiszylinderfläche des Zylinderkemes (2) (Teilungsfläche (13) zwischen Kon (2) und Gehäuse (1)) liegt Ist dieses Kriterium für alle Stiftreihen in den Bohrungen (4), (5), (6), (7) und (8) erfüllt dann läßt sich der Zylindakem (2) im Gehäuse (1) drehen und das Zylinderschloß somit sperren. 60 Im Zylindeikem (2) (Fig. 3) ist eine tangential in den Kern eingeschnittene Nut (14) vorgesehen, die im Quaschnitt des Zylinderkemes (2) gesehen, die Form eines Kreissegmentes hat In diesa Nut (14) ist ein Schieber (15) tangential gleitend vorgesehen. Der Schieber (15) trägt eine Bohrung (8*) in Fortsetzung der -2-
Claims (3)
- AT 392 318 B Kern- und Gehäusebohrung (8). Sein Querschnitt ist ebenfalls kreissegmentförmig, jedoch weist die Zylinderfläche eine etwas kleinere Krümmung auf als die Kreiszylinderfläche (13) des Zylindeikemes (2). Die Höhe des Schiebers (15) ist geringfügig kleiner als die Tiefe der Nut (14). Der Schieber (15) kann daher in tangentialer Richtung längs der Gleitfläche (16) geringfügig verschoben werden. Die als Abtastsicherung arbeitende Konstruktion wird nachfolgend in ihrer Wirkung beschrieben: Ein Einbrecher, der beabsichtigt, das Zylinderschloß durch Abtasten und Verschieben d» als Zuhaltungen eingebauten federbelasteten Kern- und Gehäusestifte (9), (10) zu öffnen, beaufschlagt den Zylinderkem (2) mit einem Drehmoment, indem er etwa mit einem kleinen Schraubenzieher am Schlüsselkanal (3) angreift. Mit einem Haken aus Draht drückt er gleichzeitig mit dem Vorspannen des Zylindeikemes (2) den Stift (9) und damit (10) gegen die Kraft der Feder (11) hinunter. Der Einbrecher geht davon aus, daß infolge der notwendigen Toleranzen und des Spiels der gegeneinander beweglichen Bauteile eines Zylinderschlosses der Zylinderkem (2) gegenüber dem Zylindergehäuse (1) geringfügig verdrehbar ist, sodaß eine Stufe in der Bohrung (8) entsteht, die die Teilungsfläche zwischen Zylinderkem (2) und Gehäuse (1) signalisiert Beim Verschieben des Kemstiftes (8) bleibt dieser an der Stufe hängen und wenn dieses Verfahren auch bei allen anderen Stiftreihen in den Bohrungen (4), (5), (6), (7) und (8) angewendet wird, kann das Schloß tatsächlich geöffnet werden. Infolge der Ausbildung des Schiebers (15) in der Nut (14) ergibt sich bei Anwendung obigen Verfahrens jedoch eine Stufe (17) in der Gleitfläche (16) des Schiebeis (15), die keineswegs die gewünschte Teilungsfläche anzeigt Es bleibt der Stift (8) in der in Fig. 2 dargestellten Position hängen, die vom Einbrecher aufgrund des Abtastverfahrens als Sperrposition interpretiert wird. Der Einbrecher wendet sich sodann den anderen Stiftreihen zu und bringt diese auf Teilung. Dennoch gelingt ihm die Öffnung nicht, weil die Berührungsfläche (12) der Stifte (9), (10) in einer falschen Ebene (16) liegt Der in der Bohrung (8') des Schiebers (15) und in der Gehäusebohrung (8) liegende Stift (10) verriegelt den Zylinderkem (2) gegen das Gehäuse (1). Obwohl das Abtastverfahren feinfühlig angewendet wurde, bleibt zumindest diese Zuhaltungsreihe gesperrt. Der Schieb» (15) kann jeder der Stiftzuhaltungen (Bohrungen (4) bis (8)) zugeordnet sein. Er kann auch mehrfach vorhanden sein (z. B. bei Bohrung (6) und (8)) und es kann ein Schieber auch mehrere Bohrungen (4', 5', 6', 7', 8') enthalten. PATENTANSPRÜCHE 1. Schließzylinder für ein Zylinderschloß mit mindestens einem einen Schlüsselkanal aufweisenden Zylinderkem, der in einem Zylindergehäuse drehbar gelagert ist und mit radialen in den Schlüsselkanal hineingreifenden Bohrungen, die im Zylindergehäuse weitergeführt sind und in welchen jeweils durch eine Feder gegen den Zylinderkem vorgespannte hintereinanderliegende und radial verschiebbare Kern- und Gehäusestifte vorgesehen sind, deren gegenseitige Berührungsflächen durch einen in den Schlüsselkanal einsteckbaren zugeordneten Schlüssel in die die Drehlagerfläche bildende Kreiszylinderfläche des Zylindeikemes bzw. der Bohrung des Zylindergehäuses schiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderkem (2) mindestens eine senkrecht zur Drehachse verlaufende und in seine Oberfläche eingeschnittene Nut (14) aufweist die im Querschnitt vorzugsweise einem Kreissegment entspricht und mindestens eine der radialen Bohrungen (4, 5,6,7,8) des Zylinderkemes (2) durchsetzt ist und daß in der Nut (14) ein Schieber (15) vorgesehen ist der eine Bohrung (8') in Fortsetzung der Bohrung (8) im Zylindeikem (2) aufweist und der in der Nut (14) in tangential» Richtung zum Zylind»kem (2) verschiebbar ist
- 2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieb» (15) in seiner Breite etwa mit der Nutbreite übereinstimmt und daß der Querschnitt des Schiebers (15) einem Kreissegment entspricht dessen Radius g»ingfügig kleiner als der Radius des Zylindeikemes (2) ist
- 3. Schließzylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Kreissegmentes im wesentlichen der Tiefe der Nut (15) entspricht Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT197489A AT392318B (de) | 1989-08-21 | 1989-08-21 | Schliesszylinder |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT197489A AT392318B (de) | 1989-08-21 | 1989-08-21 | Schliesszylinder |
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| ATA197489A ATA197489A (de) | 1990-08-15 |
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Family Applications (1)
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| AT197489A AT392318B (de) | 1989-08-21 | 1989-08-21 | Schliesszylinder |
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| AT (1) | AT392318B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH704610A1 (de) * | 2011-03-01 | 2012-09-14 | Ernst Keller | Drehschliesszylinder. |
-
1989
- 1989-08-21 AT AT197489A patent/AT392318B/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH704610A1 (de) * | 2011-03-01 | 2012-09-14 | Ernst Keller | Drehschliesszylinder. |
| WO2012116455A3 (de) * | 2011-03-01 | 2013-01-17 | Ernst Keller | Drehschliesszylinder |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA197489A (de) | 1990-08-15 |
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