AT392535B - Aus einem rohr mit hilfe einer treibladung abschiessbare granate - Google Patents

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AT392535B
AT392535B AT57088A AT57088A AT392535B AT 392535 B AT392535 B AT 392535B AT 57088 A AT57088 A AT 57088A AT 57088 A AT57088 A AT 57088A AT 392535 B AT392535 B AT 392535B
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C9/00Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
    • F42C9/10Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by combustion

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Description

AT 392 535 B
Die Erfindung betrifft eine aus einem Rohr mit Hilfe einer Treibladung abschießbare Granate, insbesondere Kampfstoffgranate, mit einem pyrotechnischen Zünder, der ein unter der Wirkung der Treibladungsgase zündbares Zündhütchen auf weist.
Eine derartige Granate vor allem mit Sprengstoffüllung ist beispielsweise der AT-PS 371S96 zu entnehmen. S Dal ist im Granatboden eine abgedichtete Membran vorgesehen, die an der Innenseite das Zündhütchen oder einen Zündbolzen trägt, wobei sich die Membran unter dar Wirkung der Treibladungsgase in die Aufnahmeöffnung hinein deformiert, sodaß über das im Inneren angeordnete Gegenstück, also den Zündbolzen oder das Zündhütchen die Verzögerungsladung gezündet wird. Die Verzögerungsladung brennt dadurch in einem geschlossenen System ab, sodaß sie geringeren zeitlichen Schwankungen im Abbrand unterliegt. Des weiteren verhindert die äbdichtcnde 10 nicht zerstörbare Membran das Eindringen von Treibladungsgasen ins Innere, was zu einer vorzeitigen Zündung der Füllung führen könnte. Diese Abdichtung ist bei einer Sprengstoffüllung von höchster Bedeutung, um eine Detonation beim Abschuß zu verhindern, sie ist aber auch bei einer Kampfstoffüllung, also bei einer Füllung mit Materialien wie Rauch, Nebel, Gas, Leuchtsätzen, usw. wichtig.
Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Granate der eingangs genannten Art mit einem 15 vereinfachten und einfach herzustellenden pyrotechnischen Zünder zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Zündhütchen eine bodenseitige Eintrittsöffnung der Granate dichtend verschließt, und eine von außen durch Hitze und/oder mechanische Verformung zündbare Zündmasse enthält.
Die Verwendung einer durch Hitze und/oder mechanische Verformung zündbare Zündmasse erübrigt im 20 Vergleich zum oben angeführten Stand der Technik einerseits den Einbau eines Zündbolzens und andererseits auch die Anbringung einer Membran, sodaß durch den Wegfall der beiden Bauteile eine weniger aufwendige, einfachere Herstellung erreicht wird.
Als im Inneren der Granate angeordnete Füllung kann außer Sprengstoff vor allem eine sogenannte Wirkladung, etwa Nebelstoff, roter Phosphor, Rauchstoff, usw. vorgesehen sein, wobei je nach Art der 25 Wirkladung auch eine eigene Übertragungsladung oder Verzögerungsladung sich erübrigen kann. Hier wird also ausschließlich das Zündhütchen in die bodenseitige Öffnung eingesetzt
Insbesondere in einer Ausführung, in der eine Übertragungs- bzw. Verzögerungsladung in einem zur Füllung hin durch eine zerstörbare Abdeckung verschlossenen Röhrchen angeordnet ist, ist bevorzugt vorgesehen, daß das Zündhütchen in das bodenseitige Ende des Röhrchens eingesetzt, und das Röhrchen durch einen das Zündhütchen 30 freilagemden Bodenteil fixiert ist Die Verwendung eines Röhrchens als Träger der Übertragungsladung und des Zündhütchens erlaubt eine rationelle Vorfertigung gefüllter Röhrchen zum einfachen Einbau in die mit der Füllung versehenen Granate. Für den erleichterten Einbau und die verbesserte Fixierung des Röhrchens in der Aufhahmeöffnung ist es auch denkbar, daß das Röhrchen einen Einsatzteil durchragt und einen Ringbund aufweist der in einer Abstufung der 35 Aufhahmeöffnung des Einsatzteiles angeordnet ist wobei der Einsatzteil und der Ringbund durch den das Zündhütchen freilassenden Bodenteil in der Granate fixiert sind.
In einer weiteren Ausführung kann dabei vorgesehen sein, daß am Bodenteil der Granate der Treibladungsbehälter befestigt ist Dadurch gelingt es, die Treibladung dem durch Hitze und/oder Druck zündenden Zündhütchen maximal anzunähem, ohne die Verdämmung der Treibladung durch die umgebenden Behälterwände 40 zu schwächen.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Zeichnung näher beschrieben ohne darauf beschränkt zu sein. Beide Figuren zeigen einen Längsschnitt durch ein AusführungsbeispieL
Eine Granate (2) entsprechend Fig. 1 oder 2 ist zum Abschuß einer mit einer Zündpille (15) versehenen Kartusche (1) vorgesehen, und weist einen eine Füllung (4) insbesondere aus Kampfstoff, wie Nebel, Rauch, 45 Leuchtsatz, Brandsatz, usw. aufnehmenden Oberteil (3) und einen einen Einsatz (16) aufnehmenden Unterteil (5) auf, der durch einen insbesondere einschraubbaren Bodenteil (6) verschließbar ist Ln Einsatz (16) ist eine mit einer Abstufung versehene Aufnahmeöffnung für einen pyrotechnischen Zünder (7) angeordnet, wobei der Bodenteil (6) eine mit da1 Aufhahmeöffnung koaxiale Bohrung aufweist Der Zünder (7) weist ein Röhrchen (8) auf, das an der zur Füllung (4) weisenden Seite durch ein zerstörbares Blättchen (10), beispielsweise aus Blei, an 50 der zur Kartusche (1) weisenden Seite durch ein Zündhütchen (11) verschlossen ist. Das Röhrchen (8) ist weiters mit einem Ringbund (12) versehen, der in die Abstufung der Aufhahmeöffnung des Einsatzteiles (16) eingreift sodaß das Röhrchen (8) durch den Bodenteil (6) im Einsatz (16) fixiert ist Durch das Zündhütchen (11) ist die Eintrittsöffhung (17) und die im Röhrchen (8) angeordnete Übertragungsladung oder Verzögerungsladung (9) nach außen gegen sich aus der Treibladung (14) entwickelnde Gase abgeschlossen. 55 Weiters wird dadurch aber auch ein geschlossenes System für die Übertragungs- oder Verzögerungsladung (9) erreicht deren Abbrand damit nur geringen zeitlichen Schwankungen unterliegt, da er von außen nicht beeinflußt wird.
In der Ausführung nach Fig. 1 ist die Treibladungspatrone (13) in den Boden der Kartusche (1) eingesetzt und der Bodenteil (6) der Granate (2) wird durch eine Gewindescheibe gebildet in der mittig das Zündhütchen 60 (11) des Verzögerungszünders (7) freiliegt
In der Ausführung nach Fig. 2 trägt der Bodenteil (6) noch einen Gewindestutzen, in den die Treibladungspatrone (13) eingesetzt ist die zur Zündpille (15) zum Kartuschenboden hin eine Zünd- und -2-

Claims (4)

  1. AT 392 535 B Gasaustrittsöffnung aufweist. Die Treibladung (14) ist damit an das Zündhütchen (11) weitestmöglich angenähert, wobei aber die Verdämmung durch die Behälterwände gewahrt bleibt In beiden Fällen enthält das Zündhütchen (11) des pyrotechnischen Zünders (7) eine Zündmasse, die durch jene Hitze und/oder mechanische Verformung zündbar ist, die von den sich entwickelnden Treibgasen der Treibladung (14) erzeugt wird. Das Zündhütchen (11) zündet dann die an die Eintrittsöffnung (17) anschließende Übertragungs- oder Verzögerungsladung (9) bzw. Wirkladung im Inneren der Granate (2). PATENTANSPRÜCHE 1. Aus einem Rohr mit Hilfe einer Treibladung abschießbare Granate, insbesondere Kampfstoffgranate, deren Füllung nach außen abgedichtet ist, mit einem pyrotechnischen Zünder, der ein unter der Wirkung der Treibladungsgase zündbares Zündhütchen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Zündhütchen (11) eine bodenseitige Eintrittsöffnung der Granate (2) dichtend verschließt, und eine von außen durch Hitze und/oder mechanische Verformung zündbare Zündmasse enthält
  2. 2. Granate nach Anspruch 1, mit einer in einem Röhrchen angeordneten Übertragungsladung, dadurch gekennzeichnet, daß das Zündhütchen (11) in das bodenseitige Ende des Röhrchens (8) eingesetzt, und das Röhrchen (8) durch einen das Zündhütchen (11) freilassenden Bodenteil (6) fixiert ist.
  3. 3. Granate nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Röhrchen (8) einen Einsatzteil (16) durchragt und einen Ringbund (12) aufweist, der in einer Abstufung dar Aufnahmeöffnung des Einsatzteiles (1<Q angeordnet ist, wobei der Einsatzteil (16) und der Ringbund (12) durch den das Zündhütchen (11) freilassenden Bodenteil (6) in der Granate (2) fixiert sind.
  4. 4. Granate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Bodenteil (6) der Granate (2) der Treibladungsbehälter (13) befestigt ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
AT57088A 1988-03-04 1988-03-04 Aus einem rohr mit hilfe einer treibladung abschiessbare granate AT392535B (de)

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