AT392566B - Bewaesserungsventileinrichtung fuer topfpflanzen und bewaesserungssystem fuer topfpflanzen unter verwendung solcher bewaesserungsventileinrichtungen - Google Patents

Bewaesserungsventileinrichtung fuer topfpflanzen und bewaesserungssystem fuer topfpflanzen unter verwendung solcher bewaesserungsventileinrichtungen Download PDF

Info

Publication number
AT392566B
AT392566B AT71283A AT71283A AT392566B AT 392566 B AT392566 B AT 392566B AT 71283 A AT71283 A AT 71283A AT 71283 A AT71283 A AT 71283A AT 392566 B AT392566 B AT 392566B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
irrigation
valve
coaster
swelling
Prior art date
Application number
AT71283A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA71283A (de
Original Assignee
Beckmann Gerhard
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beckmann Gerhard filed Critical Beckmann Gerhard
Publication of ATA71283A publication Critical patent/ATA71283A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT392566B publication Critical patent/AT392566B/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G27/00Self-acting watering devices, e.g. for flower-pots
    • A01G27/003Control of self-acting watering devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)

Description

AT 392 566 B
Die Erfindung betrifft eine Bewässerungsventileinrichtung für Topfpflanzen, mit einem länglichen Quellkörper, der ein Ventil in Abhängigkeit von seinem Feuchtigkeitsgehalt steuert, unter dem Einfluß des durch das Ventil hindurchgetretenen Wassers steht und von einem Ventilkörper gehaltert ist.
Bei einer bekannten, v. a. für die Bewässerung größerer Pflanzflächen gedachten Bewässerungs-5 ventileinrichtung (s. DE-OS 27 39 6S0) ist ein Ventilkörper vorgesehen, der an seinem unteren Ende eine Einsteckspitze besitzt und derart in die Erde einsteckbar ist, daß der Quellkörper in Abhängigkeit von der Einstecktiefe mehr oder weniger weit direkt mit der Erde in Berührung tritt Der Quellkörper ist damit der Erdfeuchtigkeit ausgesetzt so daß er beim Austrocknen der Erde schrumpft und das Ventil öffnet wodurch eine Bewässerung erfolgt Das in die Erde eindringende Wasser gelangt zum Teil wiederum an den Quellköiper, so daß 10 dies» quillt und das Ventil wieder schließt Durch Variation der Einstecktiefe kann das Maß der Beeinflussung des
Bewässerungszyklus durch die atmosphärischen Bedingungen verändert und damit eine Bewässerung erreicht werden, die dem Wasserbedarf der Pfanzen optimal angepaßt ist
Bei nicht korrekter Justierung der bekannten Bewässerungsventileinrichtung und bei extremer Sonneneinstrahlung kann der Fall eintreten, daß die Erde derart austrocknet, daß das durch die 15 Bewässerungsventileinrichtung zugeführte Wasser zwar nach unten dringt, sich in der Erde jedoch nicht seitlich ausbreitet und aus diesem Grund den ins Erdreich eingesteckten Quellkörper zunächst nicht erreicht Dies beruht darauf, daß sehr trockene Erde nur langsam Wasser aufnimmt, so daß sich das zugeführte Wasser nicht von der einen bestimmten Abstand an der Bewässerungsventileinrichtung aufweisenden Tropfstelle über das Erdreich direkt zum Quellkörper ausbreitet, sondern zunächst nach unten strömt 20 Aus der US-PS 4 121 608 ist ferner eine Bewässerungsventileinrichtung der eingangs angegebenen Art bekannt, bei der ein in der Topferde steckender Quellkörper abhängig vom Feuchtigkeitsgehalt der Erde im Blumentopf ein Ventil öffnet und schließt und somit die Wasserzufuhr zur Topfpflanze regelt Dabei ergibt sich ebenfalls das vorstehend erläuterte Problem, daß bei zu stark ausgetrockneter Erde das zugeführte Wasser in erster Linie nach unten strömt und sich, was hier besonders nachteilig ist, im Untersetzer des Pflanzentopfes aufstaut. 25 Dann kann der Fall eintreten, daß zuviel Wasser in den Untersetzer gelangt und aus demselben austreten kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bewässerungsventileinrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die in wirkungsvoller Weise und problemlos zur Bewässerung von Topfpflanzen eingesetzt werden kann, ohne daß die Gefahr eines Austretens von Wasser aus dem Tqpfuntersetz» besteht
Diese Aufgabe wird »findungsgemäß dadurch gelöst daß die Bewässerungsv»itileinrichtung dem Untersetzer 30 des Pflanzentopfes zum Regulieren der Wassereinspeisung in den Untersetzer zugeordnet ist und zur höhenverstellbaren Festlegung des einen Endes des Quellkörpers in Bodennähe des Untersetzers eine Halteeinrichtung auf weist
Erfindungsgemäß ist das Ventil also zum Einspeisen von Wasser in den Untersetz» eines Pflanzentopfes ausgebildet wobei der Ventükörper mittels einer Halteeinrichtung höhenverstellbar derart in dem Untersetzer 35 festlegbar ist daß das eine Ende des Quellkörpers einstellbar in Bodennähe des Untersetzers reicht Damit ist das Prinzip, das Wasser der Erde direkt zuzuführen und die Erdfeuchigkeit direkt durch den Quellkörper zu erfassen, aufgegeben und durch das Prinzip ersetzt unter Ausnützung der Saugspannung in d» Erde Wasser aus dem Untersetzer anzusaugen und die Wasserzufuhr in den Untersetzer zu regeln. Auf diese Weise wird ein»seits erreicht daß der Wass»spiegel im Untersetzer stets so niedrig gehalten werden kann, daß die Gefahr eines 40 Auslaufens von zugeführtem Wasser aus dem Untersetzer sicher auszuschließen ist Andererseits läßt sich die Bewässerungsventileinrichtung ohne weiteres so justieren, daß die Erde nicht stets vollständig mit Wasser gesättigt ist was dazu führen würde, daß die Pflanzen an Sauerstoffmangel leiden, sondern daß das Austrocknen des Quellkörpers bis zur erneuten Wasserzufuhr läng» andauert als die Aufnahme der beim Schließen des Ventils im Untersetzer angesaugten Wassermenge, so daß eine Saugspannung in der Topferde entsteht die bei erneutem 45 Öffnen des Ventils Wasser aus dem Untersetzer ansaugt Vorzugsweise wird durch Justieren des Ventils eine Saugspannung bis zu 2 mWS aufrechterhalten, was sich äußerst günstig auf die Sauerstofiversorgung d» Erde auswiikt
Ein besonders einfacher Aufbau wird ermöglicht wenn die Halteeinrichtung eine Klemmöse ausbildet die den von dem Ventilkörper gehaltenen Quellköiper in vertikaler oder leicht geneigter Stellung höhenverstellbar 50 aufnimmt
Weiters ist es vorteilhaft, wenn die Halteeinrichtung einen Fuß aufweist der eine Standfläche der Bewässerungsventileinrichtung ausbildet und zu deren Festlegung zwischen d» Pflanzentopfunterseite und den Untersetzeiboden einklemmbar ist Der Pflanzentopf wird bei dieser Ausgestaltung der Halteeinrichtung auf deren Fuß gestellt so daß die Bewässerungsventileinrichtung sicher festgelegt ist und unter keinen Umständen aus dem 55 Untersetzer herausrutschen kann. Es muß lediglich darauf geachtet w»den, daß d» Durchmesser des Untersetz»s um soviel größer ist als der untere Topfdurchmesser, daß der Bewässerungsventileinrichtung neben dem Topf genügend Platz im Untersetz» bleibt
Eine einfach herzustellende und zu montierende Ausbildung kann weiters erzielt werden, wenn die Halteeinrichtung durch einen aus Federmaterial bestehenden Ständer gebildet ist, dessen zentraler Abschnitt die 60 Klemmöse bildet und über zwei nach unten führende Abschnitte in zwei, Füße bildende Endabschnitte übergeht -2-
AT 392 566 B
Ein Einklemmen eines Fußes der Haltereinrichtung kann bei großen Topfpflanzen umständlich und schwierig sein, und es ist hier im Hinblick auf eine problemlose Fixierung des Quellkörpers von Vorteil, wenn die Halteeinrichtung zu ihrer Fesdegbarkeit am Rand des Untersetzers eine Klemmvorrichtung aufweist.
Andererseits kann eine in ihrer Herstellung und Handhabung günstige Halteeinrichtung für den Quellkörper dadurch erreicht weiden, daß die Halteeinrichtung eine aus Flachmatmal bestehende Haltelasche auf weist, die am unteren Ende des Ventilkörpers über eine variable Biegestelle einseitig auskragt und zur Fesdegbarkeit der Halteeinrichtung zwischen da Pflanzentopfunterseite und dem Untersetzerboden eiiddemmbar ist.
Bei einer Ausbildung der Bewässerungsventileinrichtung, bei da der Ventilkörper eine Längsbohrung des Quellkörpers durchdringt, einen unteren Flansch zum Aufsitzen des Quellkörpers besitzt und am oberen Ende des Quellkörpcrs eine Querausnehmung zur Aufnahme eines Quetschchlauches aufweist, dessen Quetschzustand durch den Quellzustand des Quellkörpers bestimmt ist, hat es sich auch als günstig erwiesen, wenn in an sich bekannter Weise auf der dem Quellkörper gegenüberliegenden Seite des Quetschschlauchs ein Widerlager in Form einer vostellbar auf dem Ventilköiper sitzenden Buchse vorgesehen ist. Mit einer daartigen Widalagerausbildung, mit der verstellbaren Buchse, wie an sich aus der eingangs genannten DE-OS 27 39 650 - allerdings in Zusammenhang mit Bewässerungsventileinrichtungen für größere Pflanzflächen, wie Blumenbeete - bekannt, wird eine gerade für die Wasserzuführung in den Untersetzer bedeutsame, besonders vorteilhafte Feinjustioung der Ventileinrichtung ermöglicht. Mit eina solchen Feinjustierung läßt sich der Zeitpunkt, wann die Bewässerung einsetzt, veizögan bis zum Abstellen. Der frühestmögliche Bewässerungszeitpunkt ist da, wo die Buchse gerade so weit verstellt wird, daß kein Wasser mehr austritt. Ein weiteres Verstellen unter Quetschen des Quetschschlauches verzögert den Zeitpunkt der Bewässerung und vermindert auch die Wassermenge, die je Bewässerung zugeführt wird; die Bewässerung setzt nicht nur später ein, sie hört auch früher wieder auf. Für bestimmte Pflanzenarten, nicht nur Kakteen, kann es dabei erwünscht sein, den Bewässerungszeitpunkt zu verzögern und die Wassermenge zu begrenzen. Im übrigen kann mit der Buchse die Bewässerung durch ansprechend weites Verstellen auch abgestellt werden.
Die Erfindung betrifft auch ein Bewässerungssystem für Topfpflanzen unter Verwendung von erfindungsgemäßen Bewässerungsventileinrichtungen, um so mehrere Topfpflanzen, in mehreren Pflanzentöpfen, auf einfache und zuverlässige Weise mit der jeweils richtigen Wassermenge zu versorgen, und dieses Bewässerungssystem ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß jedem Pflanzentopf eine eigene Bewässerungsventileinrichtung zugeordnet ist, die über einen Schlauch direkt oder unter Zwischenschaltung eines Verteilerschlauchs mit einem Wasservorrat in Verbindung steht.
Dabei wird eine individuelle Regelung der Wasserzufuhr zu den einzelnen Topfuntersetzem erreicht, im Gegensatz etwa zu der Bewässerungssteuerung gemäß der DE-OS 25 32 315, wo Ventile vagesehen sind, die von einem zeitgesteuerten Mechanismus betätigt werden und die einzeln auf unterschiedliche Öffnungszyklen einstellbar sind. Die Ventile sind mit den einzelnen Bewässerungsobjekten, also z. B. Pflanzentöpfen, über Schläuche verbunden, an deren Wasseraustrittsenden Miniaturventile befestigt sind. Diese sollen eine genaue Dosierung der Wassermenge ermöglichen, die von den einzelnen Bewässerungsobjekten benötigt wird. Eine Berücksichtigung des tatsächlichen Wassabedarfs der Pflanzen läßt sich auf diese Weise aber naturgemäß nicht erreichen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen noch weita erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Bewässerungsventileinrichtung; Fig. 2 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht der Einrichtung gemäß Fig. 1; Fig. 3 einen Querschnitt gemäß der Linie (ΠΙ-ΙΙΙ) in Fig. 1; Fig. 4 ein Bewässerungssystem für drei Topfpflanzen unter Verwendung von erfindungsgemäßen Bewässerungsventileinrichtungen; Fig. 5 ein Diagramm über die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Bewässerungsventileinrichtung; und die Fig. 6 bis 8 ein weitoes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bewässoungsventileinrichtung mit einer abbiegbaren Haltelasche, die in den Fig. 6 und 7 in nicht abgebogenem Zustand gezeigt ist, wobei die Darstellung in Fig. 8 jener gonäß Fig. 1 entspricht.
Die in der Zeichnung dargestellte Bewässerungsventileinrichtung (1) besitzt allgemein einen Ventilkörper (2), der einen Quellkörper (3) und einen Quetschschlauch (4) haltert, Der Quellkörper (3) hat die Form eines Holzzylinders bzw. eines Röhrchens und ist auf den stiftartigoi Ventilkörper (2) aufgesteckt, so daß er diesen mit Spiel umschließt und seine zylindrische Außenfläche freiliegt. Er ist auf einem Flansch (8) des Ventilkörpers (2) abgestützt. Am gemäß der Zeichnung oberen Ende des Quellkörpers (3) ist eine Druckscheibe (5) auf denselben aufgesetzt, die ein Laga für den Quetschschlauch (4) darstellt. Dieser ist durch ein den Ventilkörper (2) in Quorichtung durchdringendes Langloch (9) hindurchgefühlt und liegt somit zwischen der Druckscheibe (5) und einer oberhalb des Quetschschlauchs (4) auf den Ventilkörper (2) aufgesetzten Buchse (6). Diese Buchse wirkt als Widerlager und läßt sich mit Hilfe einer auf das oboe, als Gewindeende ausgebildete Ende des Ventilkörpers (2) aufgeschraubten Gewindekappe (7) in Längsrichtung des Ventilkörpers (2) verschieben, so daß da Quetschschlauch (4) mehr oder weniger stark gequetscht wird.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen ferner eine Halteeinrichtung in Form eines Ständers (10) aus Federmaterial wie Metall- oder Kunststoffdraht mit einer oben liegenden Klemmöse (11) und zwei einseitig auskragenden Füßen (13), mit denoi der Stända in dem Untasetzer (12) steht. Auf den Füßen (13) steht der Pflanzentopf (14) und fixiert die Bewässerungsventileinrichtung. Die Klemmöse (11) umschließt den Quellkörper (3) höhenverstellbar, so daß sich der untere Rand des Quellkörpers auf einen gewünschten, der Größe des -3-
AT 392 566 B
Pflanzentopfs angepaßten Abstand (B) zum Boden des Untersetzers einstellen läßt. Der Abstand (B) bestimmt die Wassermenge, die im Untersetzer angestaut wird und die noch kapillar von der Erde der Topfpflanzen aufgenommen wird, nachdem das Ventil die Wasserzufuhr unterbrochen hat.
Der Quellkörper (3), der vorteilhaft aus Holz, insbesondere Fichtenholz, besteht und dessen Längsachse zweckmäßig tangential zu den Jahresringen verläuft, wird zunächst gewässert, so daß er seine maximale Länge annimmt. Sodann wird der Quetschschlauch (4) an einen Wasserbehälter angeschlossen und die Gewindekappe (7) soweit auf· bzw. zugedreht, daß gerade kein Wasser mehr aus dem Tropfende (4') des Quetschschlauchs tropft. Diese Einstellung ist optimal, weil die Einrichtung so auf den geringsten Wasserbedarf anspricht.
Ein Beispiel für ein mit mehreren der beschriebenen Bewässerungsventileinrichtungen (1) arbeitendes Bewässerungssystem ist in Fig. 4 gezeigt. Ein Wassergefäß (16) dient der Bewässerung dreier Topfpflanzen (17). Die Pflanzentöpfe (14) sind jeweils in einem eigenen Untersetzer (12) untergebracht, wobei jeder Untersetzer (12) mit einer der beschriebenen Bewässerungsventileinrichtungen (1) bestückt ist, und zwar in der Weise, daß der Pflanzentopf (14) auf die auf den Boden des Untersetzers (12) aufgelegten Füße (13) des Ständers (10) aufgesetzt wird, so daß die Bewässerungsventileinrichtung (1) sicher derart festgelegt ist, daß die Außenfläche des Quellkörpers (3) freiliegt und dessen unteres Ende einige Millimeter über dem Boden des Untersetzers (12) steht. Während das freie kurze Tropfende (4') des Quetschschlauchs (4) in das Innere des Untersetzers (12) weist, führt das andere Ende des Quetschschlauchs (4) direkt über den Zuleitungsschlauch (18) in das Wassergefäß (16) (Fig. 4 links) oder in einen Verteilerschlauch (19), der seinerseits in das Wassergefäß (16) hineinreicht (Fig. 4 rechts).
Nachdem jede der Bewässerungsventileinrichtungen in der vorstehend beschriebenen Weise justiert und der Abstand (B) und entsprechend der Topf- und der Untersetzergröße jeweils eingestellt worden ist, bewirkt das Austrocknen des Quellkörpers unter dem Einfluß der Umgebungsluft ein Schrumpfen desselben, wodurch das Ventil öffnet und Wasser in den Untersetzer (12) eingespeist wird. Der Wasserspiegel im Untersetzer steigt solange an, bis er das untere Ende des Quellkörpers erreicht, so daß dieser wieder durchfeuchtet wird und durch Quellung den Quetschschlauch (4), d. h. das Ventil schließt, so daß die Wasserzufuhr unterbunden wird. Das im Untersetzer (12) befindliche Wasser wird von der Erde (15) im Pflanzentopf (14) wie von einem Schwamm aufgesaugt und von der Pflanze verbraucht, so daß der Wasserspiegel das untere Ende des Quellkörpers (3) wieder freigibt und dieser auszutrocknen beginnt. Nach einiger Zeit öffnet dann das Ventil wieder für einen weiteren Bewässerungszyklus. Während der Trocknungszeit des Qellköipers begründet der Wasserverbrauch der Topfpflanze einen Saugdruck von bis zu 2 mWS innerhalb der Erde, der sich vorteilhaft auf die Sauerstoffversorgung der Erde und somit auf das Wachstum der Pflanze auswirkt. Da nach dem Öffnen des Ventils das aus dem Tropfende des Quetschschlauchs austretende Wasser zunächst von der Erde aufgenommen wird und dann einige Millimeter Wasser im Untersetzer (12) aufgestaut werden, die von der Erde anschließend bis zur Sättigung derselben aufgesaugt werden, spendet die Bewässerungsventileinrichtung (1) das Wasser genau in dem Maße, wie die Pflanze Wasser verbraucht hat
Als Material für den Ventilkörper eignet sich Kunststoff. Selbstverständlich kann die Konstruktion des Ventilköipers von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel abweichen. Beispielsweise kann der Quellkörper ohne zentrale Bohrung ausgeführt sein, wobei der Ventilkörper mit Rippen ausgeführt ist die den Quellkörper von außen haltern, ohne ihn abzudecken. Anstatt auf einen Quetschschlauch kann der Quellkörper auch auf ein Tellerventil einwirken, das der Ventilköiper oberhalb des Quellkörpers ausbildet Als Halteeinrichtung kann jedes Gebilde dienen, welches zwischen dem Untersetzerboden und der Unterseite des Pflanzentopfs angeordnet oder am Untersetzerrand befestigt werden kann. Insbesondere kann es sich um eine aus Flachmaterial bestehende Haltelasche (20) handeln, die am unteren Ende des Ventilkörpers angespritzt und an einer variablen Biegestelle (21) entsprechend dem gewünschten Abstand (B) abgebogen ist, so daß sie zwischen Pflanzentopf und Untersetzer fixierbar ist (Fig. 6 bis 8).
Das Wasser wird der Erde durch Öffnungen im Boden der Pflanzentöpfe (14) zugeführt. Im allgemeinen ist der Abstand zwischen Pflanzentopfboden und Untersetzer so gering, daß die Adhäsion des Wassers genügt, diesen Spalt zu überbrücken und bis zur Erde zu gelangen. Bei größeren Zwischenräumen genügt es, etwas Erde zwischen Pflanzentopfboden und Untersetzer zu geben, um den Kontakt zwischen dem Wasser und der Erde des Pflanzentopfes herzustellen, oder den Abstand (B) größer einzustellen als den Abstand zwischen dem Untersetzeiboden und der Topferde.
Die Bewässerung setzt dann ein, wenn der Quellkörper der Bewässerungsventileinrichtung so weit getrocknet ist, daß er sich verkürzt.
Aus dem Diagramm der Fig. 5 der Bewässerung einer Topfpflanze mit der beschriebenen Bewässerungsventileinrichtung ist das Verhältnis der Wassermenge zur Bewässerungszeit bzw. die Zeitdauer der kapillaren Wasseraufnahme zu erkennen: Die Bewässerung erstreckt sich hier auf etwa 1,5 Stunden und beträgt 130 cm^ Wasser. Die langsam einsetzende Bewässerung wird zunächst vollkommen kapillar von der Topfpflanze aufgenommen. Nach etwa 80 Minuten ist jedoch die Tropfinenge je Minute größer, als die Wassermenge, die von der Topfpflanze je Minute aufgesaugt werden kann, d. h. nun beginnt sich Wasser im Untersetzer anzustauen. Nach weiteren 10 Minuten erreicht das Wasser den unteren Rand des Quellkörpers, so daß dieser zu quellen -4-

Claims (8)

  1. AT 392 566 B beginnt und nach etwa einer Minute die Wasserzufuhr beendet. Die im Untersetzer angestaute Wassermenge von 30 cm^ wird noch kapillar nach einer weiteren halben Stunde aufgesaugt Aus dem Diagramm ist zu eikennen, daß die kapillare Wasseraufnahme ein»: Topfpflanze länger dauert als die Bewässerungszeit beträgt Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, im Untersetzer eine Wassermenge anzustauen, die erst nach Abschluß der Wasserspende durch die Bewässerungsventileinrichtung aufgesaugt wird. Die Wassermenge, die anzustauen ist, ist für große Töpfe größer als für kleine, weshalb die Bewässerungsventileinrichtung in der Höhe verstellbar anzuordnen ist, da bei gegebenem Untersetzerdurchmesser sich die anzustauende Wasermenge nur mit der Höhe des Wassers im Untersetzer regeln läßt PATENTANSPRÜCHE 1. Bewässerungsventileinrichtung für Topfpflanzen, mit einem länglichen Quellkörper, der ein Ventil in Abhängigkeit von seinem Feuchtigkeitsgehalt steuert, unter dem Einfluß des durch das Ventil hindurchgetretenen Wassers steht und von einem Ventilkörper gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewässerungsventileinrichtung (1) dem Untersetzer (12) des Pflanzentopfes (14) zum Regulieren der Wassereinspeisung in den Untersetzer (12) zugeordnet ist und zur höhenverstellbaren Festlegung des einen Endes des Quellkörpers (3) in Bodennähe (Abstand (B)) des Untersetzers eine Halteeinrichtung aufweist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (10) eine Klemmöse (11) ausbildet, die den von dem Ventilkörper (2) gehaltenen Quellkörper (3) in vertikaler oder leicht geneigter Stellung höhenverstellbar aufnimmt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (10) einen Fuß (13) aufweist, der eine Standfläche der Bewässerungsventileinrichtung (1) ausbildet und zu deren Festlegung zwischen der Pflanzentopfunterseite und den Untersetzerboden einklemmbar ist
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung (10) durch einen aus Federmaterial bestehenden Ständer gebildet ist, dessen zentraler Abschnitt die Klemmöse (11) bildet und über zwei nach unten führende Abschnitte in zwei, Füße (13) bildende Endabschnitte übergeht
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung zu ihrer Festlegbarkeit am Rand des Untersetzers eine Klemmvorrichtung aufweist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung eine aus Flachmaterial bestehende Haltelasche (20) aufweist die am unteren Ende des Ventilkörpers über eine variable Biegestelle (21) einseitig auskragt und zur Festlegbarkeit der Halteeinrichtung zwischen der Pflanzentopfunterseite und dem Untersetzerboden einklemmbar ist
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Ventilköiper eine Längsbohrung des Quellkörpers durchdringt, einen unteren Flansch zum Aufsitzen des Quellkörpers besitzt und am oberen Ende des Quellkörpers eine Querausnehmung zur Aufnahme eines Quetschschlauchs aufweist, dessen Quetschzustand durch den Quellzustand des Quellkörpers bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise auf der dem Quellkörper (3) gegenüberliegenden Seite des Quetschschlauchs (4) ein Widerlager in Form einer verstellbar auf dem Ventilkörper (2) sitzenden Buchse (6) vorgesehen ist
  8. 8. Bewässerungssystem für Topfpflanzen unter Verwendung von Bewässerungsventileinrichtungen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Pflanzentopf (14) eine eigene Bewässerungsventileinrichtung (1) zugeordnet ist, die über einen Schlauch (18) direkt oder unter Zwischenschaltung eines Verteilerschlauchs (19) mit einem Wasservorrat (16) in Verbindung steht Hiezu 4 Blatt Zeichnungen -5-
AT71283A 1982-03-05 1983-03-01 Bewaesserungsventileinrichtung fuer topfpflanzen und bewaesserungssystem fuer topfpflanzen unter verwendung solcher bewaesserungsventileinrichtungen AT392566B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19823207992 DE3207992C1 (de) 1982-03-05 1982-03-05 Verwendung einer Bewässerungsventileinrichtung für Topfpflanzen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA71283A ATA71283A (de) 1990-10-15
AT392566B true AT392566B (de) 1991-04-25

Family

ID=6157441

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT71283A AT392566B (de) 1982-03-05 1983-03-01 Bewaesserungsventileinrichtung fuer topfpflanzen und bewaesserungssystem fuer topfpflanzen unter verwendung solcher bewaesserungsventileinrichtungen

Country Status (4)

Country Link
AT (1) AT392566B (de)
DE (1) DE3207992C1 (de)
DK (1) DK97183A (de)
ES (1) ES520303A0 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0676133A1 (de) * 1994-04-07 1995-10-11 Flow-Rite Controls, Ltd. Selbsttätiger Flüssigkeitsspender
DE4441521A1 (de) * 1994-11-22 1996-05-30 Richard Kerscher Automatisch arbeitende Anlage zur optimalen dauerhaften Bewässerung von Zimmerpflanzen in Hydro- und Erdkultur und jeder anderen Art

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5848494A (en) * 1996-01-31 1998-12-15 Spelt; Jacob Self-watering apparatus for plant
IT1316254B1 (it) * 2000-12-06 2003-04-03 Giuseppe Moscetta Dispositivo regolatore di flusso ed associato sistema per irrigazione.
ES2925046T3 (es) * 2017-09-06 2022-10-13 Solidrip Ltd Sistema de riego autónomo

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962656C (de) * 1955-08-28 1957-04-25 Hans Locher Pflanzenhalter fuer Blumentoepfe
DE1191163B (de) * 1963-11-09 1965-04-15 Eduard Hub Den Wasserzulauf fuer auf einem Untersatz ruhenden Pflanzbehaelter durch Klemmwirkung steuernde Vorrichtung
DE7004683U (de) * 1970-02-11 1970-05-14 Gross & Froelich Vorrichtung zum selbstaetigen giessen von pflanzen.
DE2632540A1 (de) * 1976-07-20 1978-01-26 Mallach Martin Dipl Landw Dipl Automatisch arbeitende vorrichtung zur optimalen bewaesserung von zimmerpflanzen jeder art
US4121608A (en) * 1977-02-14 1978-10-24 Macleod Edward Liquid metering device
DE2739650C2 (de) * 1977-09-02 1979-11-08 Gerhard 7988 Wangen Beckmann Bewässerungsventileinrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0676133A1 (de) * 1994-04-07 1995-10-11 Flow-Rite Controls, Ltd. Selbsttätiger Flüssigkeitsspender
DE4441521A1 (de) * 1994-11-22 1996-05-30 Richard Kerscher Automatisch arbeitende Anlage zur optimalen dauerhaften Bewässerung von Zimmerpflanzen in Hydro- und Erdkultur und jeder anderen Art

Also Published As

Publication number Publication date
ES8400846A1 (es) 1983-12-01
DK97183D0 (da) 1983-02-28
ATA71283A (de) 1990-10-15
DK97183A (da) 1983-09-06
ES520303A0 (es) 1983-12-01
DE3207992C1 (de) 1983-10-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH632393A5 (de) Bewaesserungseinrichtung.
DE2207324B2 (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen bewaessern von rankenden, in pflanzentoepfen gehaltenen pflanzen
DE837332C (de) Vorrichtung zur selbsttqaetigen Bewaesserung von in Toepfen, Kaesten oder Schalen eingesetzten Pflanzen
DE2704414A1 (de) Uebereinanderliegende pflanzbehaelter mit integriertem wasserbevorratungs- und befeuchtungssystem
DE2241215C2 (de) Vorrichtung zum Regeln der Wasserzufuhr für Einrichtungen zur selbsttätigen Pflanzenbewässerung
DE3718112C2 (de) Gartenbauvorrichtung fuer das aufziehen von pflanzen
DE2645431A1 (de) Blumenkasten mit wasservorrat und einstellbarer bewaesserung
DE2447230A1 (de) Bewaesserungssonde fuer pflanzgefaesse, insbesondere blumentoepfe und damit ausgeruesteter bewaesserungsbehaelter
DE3207992C1 (de) Verwendung einer Bewässerungsventileinrichtung für Topfpflanzen
DE2655656A1 (de) Einrichtung zur versorgung von kulturpflanzen
DE2539552A1 (de) Hydro-pflanzgefaess
DE2739650C2 (de) Bewässerungsventileinrichtung
DE19610241C2 (de) Vorrichtung zur Langzeitbefeuchtung des Wurzelballens von Topfpflanzen
DE1030096B (de) Bewaesserungsvorrichtung fuer Topfpflanzen
DE3304800C2 (de) Hohlspieß für eine Anordnung zum Gießen von Kulturen in Gartenbaubetrieben, Gewächshäusern oder dgl.
EP0052601A1 (de) Vorrichtung zur dauernden zuführung von wasser zu wasserverbrauchern in form von kulturpflanzen.
DE2714115C2 (de)
DE2846370A1 (de) Vorrichtung zur automatischen dosierten zugabe von wasser in pflanzbehaelter o.dgl.
DE2628392A1 (de) Bewaesserungsvorrichtung fuer topfpflanzen
DE956277C (de) Vorrichtung zum laengeren Frischhalten und zum Wiederauffrischen von Schnittblumen
DE7727275U1 (de) Bewaesserungsventileinrichtung
CH563708A5 (en) Potted plant watering arrangement - has water container forming under-part for plant pot with top opening for wick
DE2364868C3 (de) Pflanzentopf bzw. -gefäß mit Eigenbewässerung
DE1023623B (de) Bewaesserungseinrichtung fuer Blumentoepfe
DE1582828C (de) Vorrichtung zum selbsttätigen Be wassern von Kulturflachen mit einem feuch ügkeit und temperaturabhängig gesteuer ten Ventil

Legal Events

Date Code Title Description
RER Ceased as to paragraph 5 lit. 3 law introducing patent treaties
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee