AT392652B - Anlage zur kontinuierlichen trennung einer fluessigen von einer festen phase und zur auslaugung der festen phase, vorzugsweise von biertreber - Google Patents

Anlage zur kontinuierlichen trennung einer fluessigen von einer festen phase und zur auslaugung der festen phase, vorzugsweise von biertreber Download PDF

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Description

AT 392 652 B
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur kontinuierlichen Trennung einer flüssigen von einer festen Phase und zur Auslegung der festen Phase, vorzugsweise von Biertreber, bestehend aus einer entlang einer vertikalen Symmetrieachse angeordneten Extraktionskolonne und einer an diese angeschlossenen Filtervorrichtung, wobei die Extraktionskolonne für die zu extrahierenden bzw. extrahierten Flfissigkeitskomponenten zu- bzw. abführende S Öffnungen aufweist und unterhalb der Extraktionskolonne eine die feste Phase austragende Förderschnecke mit veränderlicher Gewindesteigung und eine an die Förderschnecke angeschlossene Regelungsvorrichtung für die feste Phase angeordnet sind.
Es ist bekannt, daß die Bierherstellung in drei Hauptphasen erfolgt; diese sind die Malzfertigung, die Würzeerzeugung und Fermentierung und die Gärung. 10 Die Realisierung der Bierherstellung nach der traditionellen Technik bringt einen hohen Aufwand an Arbeit und Investitionskosten mit sich. Aus diesem Grunde wird immer mehr nach der Kontinuität der Teilprozesse gestrebt
Von diesen stellt die kontinuierliche Erzeugung der Bierwürze die schwierigste Aufgabe dar. In der Zeitschrift "Die Brauerei" 1963/No S sind zahlreiche Technologien beschrieben, die aber mehrere Nachteile aufweisen und für 15 die Realisierung im Großbetrieb überhaupt nicht geeignet sind. Bei der Erzeugung der Bierwürze stellt die Kontinuierliche Trennung der flüssigen von der festen Phase und die Auslaugung der festen Phase, d. h. das Filtrieren der Bierwürze, sowie die kontinuierliche Trennung der reinen Würze und des Trebers und die kontinuierliche Auslangung des Trebers die schwierigste Aufgabe dar.
Eine aus der Fachliteratur bekannte, zu diesem Zweck entwickelte Laboratoriumsvorrichtung der Gattung 20 "Davis Pollock" war zwar geeignet, die technologischen Forderungen zu befriedigen, aber diese Lösung war zur Herstellung einer größeren Versuchsvorrichtung ungeeignet. Das wesentliche Element dieser Laboratoriumsvorrichtung wurde nämlich durch eine im Unterteil eines Zylinders mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 450 U/Minute rotierende Scheibe gebildet, wobei über eine 0,025 mm Spalte zwischen der Scheibe und dem Zylindermantel filtriert wird. Eine geplante Vorrichtung mit einer Kapazität von 25 4 100 hl/Woche und mit einer dazu erforderlichen Scheibe mit dem Durchmesser von 60 mm konte aber nicht verfertigt werden (siehe die Fachzeitschrift "Brauerei", Heft 5, Ausgabe September-Oktober, Jahrgang 1963, Ungarn).
Ferner ist eine Vorrichtung bekannt, die eine halbkontinuierlich arbeitende, experimentelle Rundlaufvorrichtung darstellt. Das wesendiche Merkmal dieser Vorrichtung bildet eine mit radialen Platten, die 30 auf einer den Mittelpunkt der Wanne durchquerenden Achse befestigt sind, in mehrere Teile unterteilte Wanne, in welcher je ein Teilprozeß der Würzebereitung und des Filtrierens stattfindet. Auch diese Version ist zur Realisierung einer betriebsmäßigen Herstellung ungeeignet, teilweise wegen struktureller Schwierigkeiten (Dichtung usw.), teilweise weil ein befriedigendes Filtrieren über die auf dem Boden der Wanne gleitenden Treberschichten nicht erreicht werden kann. ("Brauerei", 1963, Heft 5). 35 Von den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen hatte "Davis Pollok Dummet" die beschriebene Rundlaufvorrichtung insoweit abgeändert, als anstatt einer großen, in mehrere Teile unterteilten Wanne mehrere karussellartig angeordnete Miniaturwannen eingesetzt wurden. Im Lauf der Inbetriebsetzung der Versuchsvorrichtung stellte sich aber heraus, daß die Miniaturwannen nicht gleichmäßig funktionierten. Außer der erwähnten Versuchsvorrichtung sind keine Daten über die Inbetriebsetzung weiterer, insbesondere 40 großbetrieblicher Vorrichtungen in der Fachliteratur aufzufmden.
Weiterhin ist eine Vorrichtung bekannt, bei der zur Trennung des Trebers und der reinen Würze Zentrifugen verwendet werden. Auch diese Lösung war für großbetriebliche Zwecke, teilweise infolge der Überdimensionierung, teilweise wegen Unwirtschaftlichkeit der Zentrifugen ungeeignet
Desweiteren ist eine Anlage mit einem Vibrosieb zur Trennung der Würze und des Trebers bekannt 45 Eine weitere Vorrichtung ist aus der HU-PS 154 691 bekannt Bei dieser Vorrichtung wird die reine Bierwürze aus der Maische, die etwa in der halben Höhe eines stehenden Zylinders eingeführt wird, mit Anschwänzwasser, das im Unterteil des zylindrischen Raums in Gegenstrom zu dem durch sein Eigengewicht sinkenden Treber eingeführt wird, eluiert und über dem Zufuhrpegel, in etwa 2/3-Höhe des Zylinders, über eine sogenannte "falsche" Filterplatte, die den Zylinder in einen Oberteil und einen Unterteil unterteilt, in die schlammäbtrennende 50 Zentrifuge eingeleitet Die Filterplatte wird mit einem starken Bierwürzestrahl gereinigt, während der in dem Unterteil sinkende ausgelaugte Biertreber mit einer Schnecke ausgetragen wird.
Die geschilderte Anlage erwies sich als Versuchsanlage mit einer Leistung von 25 1/h zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und zur kontinuierlichen Auslaugung des Biertrebers im Gegenstrom geeignet; zur großbetrieblichen Verwendung war die Anlage jedoch ungeeignet, weil die Fläche der Filterplatte mit einem D/H 55 -Verhältnis (D = Durchmesser und H = Höhe der zylindrischen Gefäße) zum Erreichen der technologischen Forderungen bei großbetrieblichen Anlagen zu gering war.
So z. B. konnte bei einer Versuchsanlage mit einer Leistung von 15 hl etwa 16 % der erforderlichen Filterfläche von 2,4 m^, bei einer Anlage mit der Leistung 75 hl/h bloß 9 % erreicht werden, bei höheren Leistungen war das Verhältnis noch ungünstiger. 60 Darüber hinaus hatte sich die auf die beschriebene Weise stattfindende Reinigung der Filterplatte mit einem starken Bierwürzestrahl nicht bewährt, weil der Bierwürzestrahl die sich in der Bierwürze befindenden Schlammteile in die Filterplatte drückte und diese binnen kurzer Zeit verstopfte, was zum Stillstand des Betriebs -2-
AT 392 652 B führte. Obiges zusammenfassend, bewährten sich die bisher bekannten Verfahren bzw. die zur Durchführung geeigneten Vorrichtungen aus dem Standpunkt der Technologie nicht, oder es bestanden Mängel in Hinsicht auf die großbetriebliche Anwendung.
Die Erfindung verfolgt das Ziel, die erwähnten Mängel zu beheben bzw. die in der Einleitung geschilderte 5 Anlage weiterzuentwickeln und so eine Lösung zu schaffen, die - mit den bekannten Lösungen verglichen · mit einem viel besseren Wirkungsgrad arbeitet
Eine weitere Zielsetzung besteht darin, eine Anlage zur Trennung des Biertrebers und der Bierwürze zu schaffen, bei der die Auslaugung des Biertrebers stufenlos im Gegenstrom in einem einzigen Arbeitsgang auch großbetrieblich realisiert werden kann. 10 Ausgehend von einer Anlage der eingangs genannten Art, besteht das Wesentliche dieser Anlage nach der Erfindung darin, daß die Filtervorrichtung oberhalb der Extraktionskolonne koaxial mit der vertikalen Symmetrieachse angeordnet ist, wobei sie einen Filterzylinder aufweist, an dessen Innenfläche eine mit Drehschaufeln versehene und sich mit diesen an die Innenfläche anschmiegende Reinigungsvorrichtung vorgesehen ist, und daß der Filterzylinder mit einem Zylindermantel unter Bildung eines kreisförmigen, mit 15 einem Abflußstutzen versehenen Abströmkanal umschlossen ist.
Demgemäß besteht die erfindungsgemäße Anlage aus drei Aggregaten und zwar aus der eigentlichen Extraktionskolonne zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und Auslaugung des letzteren, aus der mit dem Oberteil der Kolonne lösbar zusammengebauten Vorrichtung zum Filtrieren der Biawürze und der mit dem Unterteil ebenfalls lösbar zusammengebauten Austragkonstruktion für den Biertreber. Die die Biawürze und die 20 Biertreber trennende und den letzteren auslaugende Extraktionskolonne ist ein auf Füßen stehendes zylindrisches Gefäß mit gewölbtem oder ebenem Boden, auf dessen Mantel etwa in da halben Höhe und auf dem Unterteil je ein Zuflußstutzen vorhanden und im Inneren ein mit Schaufeln vosehener Rührer angeordnet ist, dessen unterste Schaufel den Boden des Gefäßes streift; in dem Boden des Gefäßes ist ein rechteckiger Ausschnitt ausgestaltet, da in einen an dem Boden angeschweißten Flansch mündet; auf dem Boden des zylindrischen Gefäßes ist ein Lager 25 für die durchgehende Rührwelle vorgesehen, der obere Teil des Zylinders ist mit einem Flansch versehen; auf dem Mantel sind ein oder mehrere mit der Achse des Zylinders parallele Schaufenster vorgesehen.
Die eine selbständige Einheit bildende, zum Filtrieren der Bierwürze dienende Vorrichtung besteht aus dem zylindrischen Filtersieb, das mit dem Innenteil der geflanschten Ränder des Zylindermantels mit Schrauben oder auf andere auf an sich bekannte Weise lösbar zusammengebaut ist und das mit dem Zylindermantel zusammen 30 einen ringförmigen Raum, einen Strömungskanal, bildet.
Auf dem Zylindermantel befindet sich ein mit der Zylinderachse paralleles längliches Schauglas, unten ist ein sich an den Mantel tangential anschließender Zuflußstutzen vorhanden, wogegen an dem Oberteil ein Ausflußstutzen vorgesehen ist; dem letzteren schließt sich ein T-Rohrprofil an, an dessen einem Schenkel sich ein Regelventil befindet, das über eine Rohrleitung, unter Zwischenschaltung einer Zentrifugalpumpe, mit dem 35 auf dem Zylindermantel unten sich befindendoi Zuflußstutzen verbunden ist. Im Inneren des Filterzylinders ist ein bürstenartiges, mit Drehschaufeln oder Gummiwischem versehenes Reinigungsorgan angeordnet, dessen Schaufeln auf Speichen montiert sind, wobei die Speichen auf dem oberen Ende der Welle des Rührwerks des die Bierwürze und den Biertreber trennenden zylindrischen Gefäßes (Behälters) bzw. der Extraktionskolonne befestigt sind; in die Speichen sind federnde Zwischenstücke (Federplatten) eingefügt, wogegen da Gummiwischa oda das 40 bürstenartige Reinigungsorgan mit Schrauben oder anderen zweckdienlichen Verbindungselementen auf den Schaufeln austauschbar befestigt ist. Das Filtersieb wird mit einem an dem oberen Flansch des zylindrischen Mantels mit Schrauben oder auf sonstige Weise montierten geflanschten Deckel mit Speichen und Flanschen abgedeckt, der gleichzeitig die Achslager der beschaufeiten Reinigungskonstruktion aufnimmt; nachdem der Deckel entfernt worden ist, kann die Filtervorrichtung leicht einer Überprüfung unterworfen werden. Der 45 komplette Bierwürzefilter ist an den geflanschten Rand des Oberteils des Behälters - der zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und zur Auslaugung des letzeren dient - lösbar montiert
Als Austragkonstruktion für den Biertreber ist eine Förderschnecke eingesetzt, die mit dem Boden des zylindrischen Behälters für die Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und Auslaugung des letzteren bzw. mit dem Boden der Extraktionskolonne lösbar verbunden ist 50 Die Förderschnecke, deren Umdrehungszahl im Bereich zwischen 30 und 60 U/min stufenlos geregelt werden kann, kann in dem Schneckenhaus axial verschoben und befestigt werden, die Schneckenflügel sind gegen das Ende des Schneckenhauses in immer größerer Zahl angeordnet und am Ende der Schneckenwelle, außerhalb des Schneckengehäuses, ist ein axial verschiebbares und befestigbares Regelelement vorhanden.
Bei einer anderen Ausführungsform ist der zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers dienende Behälter 55 bzw. die Extraktionskolonne so ausgestaltet, daß diese aus einem höheren Zylinderteil mit kleinerem Durchmesser und einem niedrigeren Zylinderteil mit größerem Durchmesser besteht, die mit einem Flansch - da dicker ist, als die Wanddicke der Zylindermäntel - zusammengeschweißt sind, wobei der Oberteil des Zylinders mit dem größeren Durchmesser mit einem geflanschten Rand ausgebildet ist. In der halben Höhe und in dem Unterteil des Zylinders mit dem kleineren Durchmesser sind je ein Zuflußstutzen angeordnet, wobei in dem 60 Innenteil ein Rührwerk mit Schaufeln enthalten ist, dessen unterste Schaufel den Boden des Behälters streift; der Boden weist einen rechteckigen Ausschnitt aus, der in ein an dem Boden angeschweißtes geflanschtes Element mündet. In dem Behälterboden ist ein die Rührwelle aufnehmendes Lager vorgesehen. Auf dem Unterteil des -3- *
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Mantels des oberen Zylinders mit dem größeren Durchmesser, auf dem ein mit der Zylinderachse paralleles Schaufenster vorgesehen ist, ist ein sich dem Mantel tangential anschließender Zuflußstutzen und oben ein Ausflußstutzen angeordnet, dem ein T-Rohrprofil angeschlossen ist; an dem einen Schenkel des T-Profils ist ein Regelventil installiert, das über eine Rohrleitung und durch Zwischenschaltung einer Zentrifugalpumpe mit dem sich im Unterteil des Zylindermantels befindenden, sich dem Mantel tangential anschließenden Zuflußstutzen verbunden ist.
Nach einer weiteren Version des Bierwürzefilters ist der Filteizylinder mit Schrauben oder auf andere, an sich bekannte, austauschbare Weise im Inneren von zwei dickeren Flanschen befestigt, der in dem oberen Teil mit dem größeren Durchmesser des Behälters zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und zur Auslaugung des letzteren, bzw. an der Extraktionskolonne - unter Zwischenschaltung eines Gummidichtringes · angeordnet werden kann.
Der Filterzylinder und der umschließende Zylindermantel mit dem größeren Durchmesser bilden zusammen einen kreisringförmigen Raum, den Strömungskanal. Die Flanschringe sind mit ausgespreizten Verfestigungsstangen miteinander verbunden.
In dem Inneren des Filterzylinders ist ein Reinigungsorgan, mit Drehschaufeln oder einem Gummiwischer oder mit irgendeiner Bürste versehen, angeordnet, dessen Schaufeln auf Speichen montiert sind. Die Speichen sind auf dem Ende der Welle des Rührwerks des Behälters (für die Trennung der Bierwürze und des Biertrebers) montiert, zwischen den Speichen sind federbelastete Zwischenstücke (Federplatten) eingefügt; der Gummiwischer oder das bürstenartige Reinigungsmittel ist mit Schrauben oder auf andere, an sich bekannte Weise auf den Schaufeln austauschbar montiert Die Filtervorrichtung ist mit einem Flansch mit Speichen und einem geflanschten Deckel abgeschlossen, der das Lager der Welle des beschaufeiten Reinigungsmittels aufnimmt und zu dem Flansch auf dem zylindrischen Teü mit größerem Durchmesser des Behälters (Zylinders) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. der Extraktionskolonne mit Schrauben oder auf sonstige an sich bekannte Weise lösbar befestigt ist. Nach erfolgter Entfernung des Deckels kann die Wartung leicht vorgenommen werden. Bei dieser Ausführungsform ist die den Biertreber austragende Konstruktion mit jener der erstbeschriebenen Version völlig übereinstimmend.
Die erfindungsgemäße Anlage und deren Wirkungsweise werden nachstehend anhand konkreter Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 die komplette Anlage mit dem Längsschnitt des Behälters zur Trennung der Biawürze und des Biertrebers und Auslaugung des letzteren, sowie der Filtervorrichtung; ferner die schematische Vorderansicht der den Biertreber austragenden Bauteile. Fig. 1/a eine weitere Ausführungsform der Anordnung nach Fig. 1; Fig. 2 den Längsschnitt der kompletten Filtervorrichtung, sowie eine Draufsicht ohne den angeflanschten Deckel. Fig. 3 den schematischen Längsschnitt des Bodenteils des Behälters zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und Auslaugung des letzteren bzw. eine weitere Form einer Filtervorrichtung. Fig. 4 die schematische Darstellung des den Biertreber austragenden Anlagenteiles im Längsschnitt.
Gemäß der Lösung nach Fig. 1 wird aus dem Biertreber, der über den in etwa halber Höhe des Behälters (1) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und Auslaugung des letzteren angeordneten Stutzen (2) eingeführt worden ist, die reine Bierwürze, mit gegenüber dem durch sein Eigengewicht absinkenden Biertreber über den Stutzen (3) im Gegenstrom zugeführten Anschwänzwasser durch Anschwänzen ausgewaschen.
Zwecks Sicherstellung einer gleichmäßigen Elution dient das mit Schaufeln versehene Biertreberrührwerk (4). Die aus dem Biertreber eluierte Bierwürze gelangt - nach oben steigend - in die Bierwürzefiltervorrichtung, die mit Schrauben oder auf andere an sich bekannte Weise mit dem Flansch (21) des Behälters zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers und zur Auslaugung des letzteren zusammengebaut ist (Fig. 2); die Filtervorrichtung besteht im wesentlichen aus dem Filterzylinder (5), der an dem Innenteil der Flansche (22) des Zylindermantels (6) angeschraubt ist. Der Zylindermantel (6) bildet gemeinsam mit dem Filterzylinder (5) einen kreisringförmigen Strömungskanal (8).
Zur Reinigung des Filterzylinders (5) dient ein mit den Drehschaufeln versehenes Reinigungsorgan (24), das mit Speichen (16) an dem Oberteil der Welle (17) des beschaufeiten Biertreberrührwerks (4) der Extraktionskolonne (1) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers montiert ist. Zur eigentlichen Reinigung sind an den Enden der Speichen (16) Schaufeln (18) sowie an diesen lösbar befestigte Reinigungsgummiplatten (19) oder sonstige bürstenartige Reinigungselemente vorgesehen. In den Speichen (16) der Reinigungskonstruktion sind ferner federnde Einlagen (Federplatten) eingefügt, so daß sich die reinigenden Gummiplatten (19) oder die bürstenartigen Reinigungselemente lückenfrei und mit nur geringem Widerstand an dem Filterzylinder (5) anschmiegen können. Der mit Speichen ausgestaltete Flansch (22a) zur Lagerung des Rührwerks (4) und gleichzeitig der Achse (17) der Filtervorrichtung ist an dem oberen Flansch (22) der Filtervorrichtung befestigt und der die ganze Anlage abschließende Flanschdeckel (22b) ist mit dem Flansch (22a) verschraubt. Auf diese Weise kann die komplette Filtervorrichtung zwecks Wartung auf einfache Weise demontiert weiden.
Aus der Filtervorrichtung fließt die Bierwürze durch den kreisförmigen Strömungskanal (8) über den Zweig (11) eines T-Rohrprofils (10) des sich auf dem Oberteil des Zylindermantels (6) befindenden Abflußstutzens (9) (siehe HU-PS 154 691) in eine den Eiweißschlamm abscheidende Zentrifuge. Es ist zweckmäßig, den derart gewonnenen Eiweißschlamm vermischt mit 55 °C warmen Wasser in eine weitere Reinigungszentrifuge zu leiten -4-
AT 392 652 B und die so gewonnene Maische in den Maischkocher und/oder als Auslaugewasser in den Zylinder (1) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. Auslaugung des letzteren einzuleiten.
Die über den Abflußstutzen (9) austretende Bierwürze fließt teilweise über die Abzweigung (12) des T-Rohrprofils (10), das Regelventil (13) und mittels einer Zentrifugalpumpe (14) sowie durch den auf dem 3 Unterteil des Zylindermantels (6) montierten und gegenüber dem Zylindermantel (6) tangential angeordneten Einflußstutzen (15) in den kreisringförmigen Strömungskanal (8) zurück, sodaß die durchfließende Bierwürze in Zirkulation versetzt wird, wodurch der in der Bierwürze enthaltene Feinweißschlamm sich nicht absetzen kann, wodurch eine Verstopfung des Filterzylinders verhindert wird.
Der in dem die Bierwürze und den Biertreber trennenden Zylinder (1) bzw. in der Extraktionskolonne 10 herabsinkende ausgelaugte Biertreber wird von der untersten Schaufel (4a) des Rührwerks (4) über den im Unterteil des Zylinders vorhandenen angeflanschten Entleerungsansatz (38) in ein damit zusammengebautes Schneckengehäuse (39) eingebracht (Fig. 1,3 und 4), wonach eine darin installierte Förderschnecke (40) den Biertreber auspreßt. Die Förderschnecke (40) ist mit Flanschen (30) an den Flanschen (32) des Schneckengehäuses (39), in Lagern (34) von Tragbügelhaltem (33) - die an den Flanschen (32) montiert sind 15 - befestigt, und mit einer Dichtung (35), die sich in dem dem angetriebenen Wellenende zugewandten Tragbügel (33) befindet, abgedichtet, und kann axial verschoben und mit einem Stellring (41) bzw. Gewindering (26) fixiert werden. An dem Förderende der Schneckenwelle (50), außerhalb des Schneckengehäuses (39) ist ein Regelelement (29) vorgesehen, das mit einem Stellring (27) und einem Gewindering (28) sowie mit einer Stellschraube (37) befestigt werden kann. 20 Die Umdrehungszahl der den Biertreber fördernden Förderschnecke (40) kann im Bereich zwischen 30 und 60 U/min stufenlos oder wenigstens in kleineren Stufen geregelt werden, wobei gegen das Ende des Schneckengehäuses mehr Schneckenflügel angeordnet sind, sodaß sich der Biertreber verdichtet und die übrige aus dem Behälter (1) bzw. aus der Extraktionskolonne ausfließende Maische zurückhält.
Der von der Schnecke (40) ausgepreßte Biertreber verläßt die den Biertreber austragende Konstruktion über die 25 Spalte zwischen dem Regelelement (29) und der angeflanschten Scheibe (32). Abhängig davon, ob das Regelelement (29) näher oder weiter gegenüber der angeflanschten Scheibe (32) eingestellt wird, kann die Ausflußöffnung verringert oder vergrößert werden, so daß die Feuchte des austretenden Biertrebers nach Wunsch geregelt werden kann. Der in die angeflanschte Scheibe (32) eingefügte Gummiring (36) und das angepreßte Regelelement (29) ermöglichen einen völligen Abschluß des Schneckengehäuses, was insbesondere beim Beginn 30 des technologischen Prozesses von äußerster Wichtigkeit ist, wenn in dem Zylinder (1) und in dem angeflanschten Schneckengehäuse (39) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. in der Extraktionskolonne nur Auslaugwasser enthalten ist. Auch während des Betriebs kann ein völliger Verschluß wünschenswert sein, der durch die Gestaltung des Regelements (29) auch dann ermöglicht wird, wenn die Schnecke aus dem Schneckengehäuse hervorragt. Die Vorrichtung (50) ist mit einer Austrageinrichtung für die 35 feste Phase ausgerüstet.
Dadurch, daß die Förderschnecke (40) in dem angeflanschten Schneckengehäuse (39) axial verstellt und die Umdrehungszahl der Schnecke zweckdienlich gewählt werden kann, besteht die Möglichkeit, die Menge des zum Austrag gelangenden Biertrebers regeln zu können, wodurch das Gleichgewicht zwischen dem über den Stutzen (2) in den Behälter (1) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. der in die Extraktionskolonne 40 einströmenden Maische und dem ins Freie austietenden Biertreber kontinuierlich aufrechterhalten werden kann. Desweiteren besteht die Möglichkeit zur Aufrechterhaltung der Höhe der Biertreberschicht in dem Zylinder zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. in der Extraktionskolonne (1). Auch das Niveau kann ständig aufirechterhalten werden, was zwecks vollkommener Auslaugung unerläßlich ist
Bei der in Fig. la dargestellten Ausführungsform wird aus der Maische - die in etwa halber Höhe des Behälters 45 (1') bzw. der Extraktionskolonne über den dort angeordneten Stutzen (2') eingeführt wird - die reine Bierwürze mit dem gegenüber dem durch sein Eigengewicht sinkenden Biertreber in Gegenstrom eingeleiteten Anschwänzwasser ausgewaschen. Das Rohrwerk (4') mit den Schaufeln gewährleistet ein gleichmäßiges Eluieren.
Die aus dem Biertreber eluierte und - im Behälter (1') aufwärts steigende Bierwürze gelangt in die 50 Bierwürzefiltervorrichtung, die unter Zwischenschaltung eines Gummidichtringes (25) in einen Teil mit größerem Durchmesser des Behälters (1*) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. zur Auslaugung des letzteren bzw. der Extraktionskolonne angeordnet ist, die, wie aus Fig. 3 ersichtlich, aus dem an dem Innenteil vor zwei dickeren Flanschen (22') mit Schrauben oder auf andere, an sich bekannte Weise befestigten Filterzylinder (5') besteht, der von dem oberen Teil mit größerem Durchmesser des Behälters (Γ) so 55 umschlossen ist, daß diese zusammen einen kreisförmigen Raum, den Strömungskanal (8') bilden.
Die beiden Manschen (22') sind mittels ausspreizender Verfestigungsstangen miteinander verbunden. Das mit den Drehschaufeln versehene Reinigungsorgan (24') reinigt den Filterzylinder (Fig. 3) und stimmt mit der erstbeschriebenen Version vollkommen überein.
Aus der Filtervorrichtung fließt die Bierwürze durch den kreisringförmigen Strömungskanal (8') sowie über 60 den Zweig (11') des T-Rohrprofils (10'), das mit dem Ausflußstutzen (9') - der auf dem oberen Teil des Behälters (I1) zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers, bzw. zur Auslaugung des letzteren bzw. der Extraktionskolonne angeordnet ist - zusammengebaut ist, auf an sich bekannte Weise (siehe HU-PS 154 691) in -5-

Claims (1)

  1. AT 392 652 B die den Eiweißschlamm abscheidende Zentrifuge hinein. Es ist zweckmäßig, den auf diese Weise gewonnenen Eiweißschlamm mit 55 °C Wasser vermischt in eine weitere Reinigungszentrifuge einzuleiten und die so erhaltene Maische, in den Maischekocher und/oder als Auslaugewasser in den Behälter (Γ) bzw. in die Extraktionskolonne einzuführen. Ein Teil der den Auslaßstutzen (9') verlassenden Bierwürze fließt über eine Abzweigung (12') des T-Rohrprofils (10'), das Regelventil (13') und mit Hilfe der Zentrifugalpumpe (14') und den Zuflußstutzen (15'), der tangential an dem Zylindermantel des Behälters (1') bzw. der Extraktionskolonne montiert ist, zurück in den Strömungskanal (8), wonach die austretende Bierwürze in Zirkulation gesetzt wird. Auf diese Weise wird einerseits ein Absetzen des feinen Eiweißschlammes, anderseits die Verstopfung des Filterzylinders verhindert. Die Entfernung bzw, Abnahme des in dem Behälter (1') zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. zur Auslaugung des letzteren bzw. in der Extraktionskolonne abwärts sinkenden ausgelaugten Biertrebers erfolgt ähnlich wie bei der vorherbeschriebenen ersten Version des Verfahrens. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Anlage, die entweder in der einen oder da* anderen Ausführungsvariante -ausgeführt werden kann, besteht gegenüber dem bekannten Bierwürzefilter gemäß HU-PS 154 891 darin, daß bei einem alle technologischen Forderungen befriedigenden H/D Verhältnis (wobei H die Höhe und D den Durchmesser des zylindrischen Behälters zur Trennung der Bierwürze und des Biertrebers bzw. der Extraktionskolonne bezeichnen) die Filterfläche in jeder großbetrieblichen Anlage mit jeder Kapazität realisiert werden kann. Das mit Drehschaufeln versehene, den Filterzylinder reinigende Organ sichert mit der im Strömungskanal vorhandenen Zirkulation zusammen eine vollkommene Reinigung des Filterzylinders und ermöglicht dadurch einen langfristigen, strömungsfieien Betrieb; darüber hinaus kann der Filterzylinder für die übliche periodische Wartung einfach aus der kompletten Anlage ausgebaut werden. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anlage besteht darin, daß die Menge und der Feuchtigkeitsgehalt des austretenden Biertrebers mit voller Sicherheit geregelt werden können. Die kontinuierliche Aufrechterhaltung des Feuchtigkeitsgehalts des austretenden Biertrebers kann auf einem Wert von 40 - 50 % eingestellt werden, wodurch - gegenüber der traditionellen Lösung - die gelagerte und transportierte Menge des Biertrebers gleicherweise kontrolliert werden kann, was zu einer wirtschaftlicheren Verwertung führt. PATENTANSPRUCH Anlage zur kontinuierlichen Trennung einer flüssigen von einer festen Phase und zur Auslaugung der festen Phase, vorzugsweise von Biertreber, bestehend aus einer entlang einer vertikalen Symmetrieachse angeordneten Extraktionskolonne und einer an diese angeschlossenen Filtervorrichtung, wobei die Extraktionskolonne für die zu extrahierenden bzw. extrahierten Flüssigkeitskomponenten zu· bzw. abführende Öffnungen aufweist und unterhalb der Extraktionskolonne eine die feste Phase austragende Förderschnecke mit veränderlicher Gewindesteigung und eine an die Förderschnecke angeschlossene Regelungsvorrichtung für die feste Phase angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtervorrichtung oberhalb der Extraktionskolonne (1) koaxial mit der vertikalen Symmetrieachse angeordnet ist, wobei sie einen Filterzylinder (5) aufweist, an dessen Innenfläche eine mit Drehschaufeln (18,19) versehene und sich mit diesen an die Innenfläche anschmiegende Reinigungsvorrichtung (24) vorgesehen ist, und daß der Filterzylinder mit einem Zylindermantel (6) unter Bildung eines kreisringförmigen, mit einem Abflußstutzen (9) versehenen Abströmkanals (8) umschloss«! ist Hiezu 5 Blatt Zeichnungen -6-
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