AT392766B - Anlage zum abstellen der fahrbetriebsmittel einer kuppelbaren umlaufseilbahn - Google Patents
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Description
AT 392 766 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zum Abstellen der Fahrbetriebsmittel einer kuppelbaren Umlaufseilbahn auf parallelen Hängeschienen mit einer Fördereinrichtung für das Zu- und Abfördem der Fahrbetriebsmittel zu und von den Hängeschienen.
Um bei einer kuppelbaren Umlaufseilbahn den Raumbedarf zum Abstellen der Fahrbetriebsmittel gering halten zu können, ist es bekannt (AT-PS 366 328), die Fahrbetriebsmittel auf mehreren parallelen Hängeschienen abzustellen, die mit einem von der Breite der Fahlbetriebsmittel abhängigen Abstand voneinander angeordnet sind. Die Zu- und Abförderung der Fahlbetriebsmittel zu und von den Hängeschienen erfolgt dabei über eine quer zu den parallelen Hängeschienen verlaufende Fördereinrichtung, die mehrere, in einer endlosen Reihe hintereinander geführte Aufnahmen für die Fahrbetriebsmittel aufweist, so daß die von den in den Seilbereich führenden Laufschienen übernommenen Fahrbetriebsmittel an die einzelnen Hängeschienen abgegeben bzw. von den Hangeschienen übernommen werden können, wenn rieh die Aufnahmen in der jeweiligen Übergabestellung für die einzelnen, ortsfesten Hängeschienen befinden. Dies bedeutet, daß die Fördereinrichtung nur schrittweise betrieben werden kann. Abgesehen davon bringt die Anordnung der Hängeschienen in einem von der Breite der Fahrbetriebsmittel abhängigen Abstand den Nachteil mit sich, daß entweder die Zugänglichkeit zu den abgestellten Fahrbetriebsmitteln beeinträchtigt oder das Raumangebot nicht vorteilhaft für das Abstellen der Fahrbetriebsmittel ausgenützt wird. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, daß ein bestimmter Mindestabstand für die aneinander vorbeizubewegenden Fahrbetriebsmittel benachbarter Hängeschienen vorzusehen ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum Abstellen der Fahrbetriebsmittel einer kuppelbaren Umlaufseilbahn der eingangs geschilderten Art mit einfachen Mitteln so zu verbessern, daß den einander an sich widersprechenden Anforderungen hinsichtlich der Zugänglichkeit zu den abgestellten Fahrbetriebsmitteln und der Ausnützung des Raumangebotes vorteilhaft entsprochen werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Hängeschienen auf Querträgern querverschiebbar gelagert und nacheinander in eine vorgegebene Anschlußstellung für die Fördereinrichtung verschiebbar sind.
Durch die querverschiebbare Lagerung der Hängeschienen wird es zunächst möglich, die Fahrbetriebsmittel benachbarter Hängeschienen ohne den sonst notwendigen Zwischenraum für ihre Bewegung entlang der Hängeschienen nebeneinanderzureihen, weil ja die Längsverschiebung der Fahrbetriebsmittel entlang der Hängeschienen nur in einer vorgegebenen Anschlußstellung für die Fördereinrichtung erfolgt und in dieser Anschlußstellung für einen ausreichenden Seitenabstand gesorgt ist. Wegen der Möglichkeit, die Fahrbetriebsmittel benachbarter Hängeschienen über eine Querverstellung der Hängeschienen unmittelbar aneinanderstoßen zu lassen, kann das Raumangebot am besten ausgenützt werden. Trotz einer solchen abstandslosen Nebeneinandeneihung der Fahrbetriebsmittel benachbarter Hangeschienen bleibt die Zugänglichkeit zu den einzelnen Fahrbetriebsmitteln aufgrund der Verschiebbarkeit der Hängeschienen erhalten. Es können ja stets die Hängeschienen so in Querrichtung verstellt werden, daß zwischen den Reihen der Fahrbetriebsmittel bestimmter Hängeschienen ein für die Zugänglichkeit ausreichender Abstand entsteht.
Die vorgegebene Anschlußstellung der quer verschiebbaren Hängeschienen an die Fördereinrichtung schafft außerdem eine vorteilhafte Voraussetzung für eine einfache Zwangsförderung der von der Fördereinrichtung durch eine Hängeschiene übernommenen Fahrbetriebsmittel, weil lediglich ein zu den Hängeschienen paralleler Mitnahmeförderer für die Fahrbetriebsmittel der jeweils in der Anschlußstellung befindlichen Hängeschiene vorgesehen werden muß. Dieser Mitnahmeförderer erfaßt die von der Fördereinrichtung zugeförderten Fahrbetriebsmittel und reiht sie hintereinander auf der jeweils in der Anschlußstellung befindlichen Hängeschiene auf, bis diese Hängeschiene voll ist und mit den Fahrbetriebsmitteln verschoben wird, um einer leeren Hängeschiene Platz zu machen. Über diesen Mitnahmeförderer können selbstverständlich auch die Fahrbetriebsmittel von einer Hängeschiene der Fördereinrichtung zugeführt werden, die dann für die Zuförderung der Fahrbetriebsmittel zu der in den Seübereich führenden Laufschiene sorgt.
Obwohl dieser Mitnahmeförderer unterschiedlich aufgebaut sein kann, ergeben sich besonders vorteilhafte Konstruktionsbedingungen, wenn er aus einem endlos um Umlenkrollen geführten Zugmittel mit Mitnehmern für das Gehänge der Fahrbetriebsmittel besteht. In diesem Fall wird die Förderung der Fahrbetriebsmittel durch die an das Gehänge anschlagenden Mitnehmer sichergestellt, ohne aufwendigere Kupplungseinrichtungen vorsehen zu müssen.
Um die Hängeschienen mit und ohne Fahrbetriebsmittel jeweils für sich verschieben zu können, können sie schließlich mit Hilfe von Laufwagen auf den Querträgern gelagert sein und jeweils für sich angetrieben werden, beispielsweise über einen entsprechenden Lauf wagenantrieb.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Anlage zum Abstellen der Fahrbetriebsmittel einer kuppelbaren Umlaufseilbahn in einer schematischen Draufsicht und
Fig. 2 diese Anlage in einem vereinfachten Vertikalschnitt quer zu den Hängeschienen.
Die dargestellte Anlage gemäß dem Ausführungsbeispiel weist mehrere parallele Hängeschienen (1) zur Aufnahme der abzustellenden Fahrbetriebsmittel auf, die über eine Fördereinrichtung (2) zu- und abgefördert werden. Diese Fördereinrichtung (2) kann über eine Weiche (3) an eine Laufschiene (4) angeschlossen werden, die unter einer Umgehung der Seilumlenkung für eine Führung der Fahrbetriebsmittel zwischen dem zulaufenden und dem auslaufenden Trum des Förderseiles der Umlaufseilbahn sorgt -2-
Claims (3)
- AT 392 766 B Zum Unterschied von bekannten Abstellanlagen für die Fahrbetriebsmittel sind die Hängeschienen (1) nicht ortsfest, sondern querverschiebbar auf Querträgern (5) gelagert, und zwar mit Hilfe von Laufwagen (6), von denen wenigstens einer je Hängeschiene (1) einen gesonderten Antrieb (7) aufweist. Die Hängeschienen (1) können somit über die Fahrantriebe (7) entlang der Querträger (5) einzeln verschoben werden, um in einer 5 vorgegebenen Anschlußstellung an die Fördereinrichtung (2) entweder Fahrbetriebsmittel von der Fördereinrichtung (2) zu übernehmen oder an sie weiterzugeben. Zu diesem Zweck müssen die Hängeschienen (1) eine vorgegebene Anschlußstellung einnehmen, in der ihnen ein Mitnahmeförderer (8) zugeordnet ist, der parallel zu den Hängeschienen verläuft und vorzugsweise aus einem endlos um Umlenkrollen (9) geführten Zugmittel (10) besteht, das mit Mitnehmern (11) für das Gehänge (12) der Fahrbetriebsmittel bestückt ist, wie 10 dies in Fig. 2 angedeutet wird. Wird demnach eine Hängeschiene in die Anschlußstellung verfahren, die beispielsweise über Positionsschalter festgelegt sein kann, so können die über die Fördereinrichtung (2) angeförderten Fahrbetriebsmittel auf diese Hängeschiene (1) aufgeschoben und mit Hilfe des Mitnahmeförderers (8) entlang dieser Hängeschiene (1) aneinandergereiht werden, bis die Hängeschiene voll ist. Die vollen Hängeschienen werden dann in den von der Laufschiene (4) abgekehrten Bereich der Querträger (5) verschoben, 15 um Platz für die noch leeren Hängeschienen zu schaffen, die aus dem der Laufschiene (4) zugekehrten Abschnitt der Querträger (5) in die Anschlußstellung verfahren werden. Diese Aufteilung der vollen und der leeren Hängeschienen beidseits der Anschlußstellung hat den Vorteil, daß sich die Querträger (5) zur Aufnahme der leeren, in den Fig. 1 und 2 strichpunktiert angedeuteten Hängeschienen (1) quer über den Bahnsteigbereich erstrecken können, was eine Ausnützung dieses sonst ungenützten Bereiches erlaubt. Diese Anordnung der 20 Querträger (5) bzw. der Hängeschienen (1) erfordert allerdings eine Kurvenführung der Fördereinrichtung (2). Diese Kurvenführung bringt jedoch keine konstruktiven Schwierigkeiten mit sich, weil ja die Förderung der Fahrbetriebsmittel in Längsrichtung erfolgen kann. Die Kurvenführung der Fördereinrichtung (2) kann sogar vorteilhaft für den Anschluß einer Montageschiene (13) über eine Weiche (14) ausgenützt werden, um einzelne Fahrbetriebsmittel zur Wartung einer Montagebühne (15) zufördem zu können, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist 25 Zum Entleeren der vollen Hängeschienen (1) brauchen diese wiederum nur nacheinander in die Anschlußstellung verschoben zu werden, um die von den Hängeschienen aufgenommenen Fahrbetriebsmittel mit Hilfe des Mitnahmeförderers (8) von den Hängeschienen an die Fördereinrichtung (2) weiterzugeben. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So könnte beispielsweise der Mitnahmeförderer (8) entfallen, wenn die Hängeschienen (1) ein entsprechendes Gefälle 30 aufweisen, so daß die Fahrbetriebsmittel in Richtung des Gefälles von der Hängeschiene ablaufen können. Dabei ergeben sich für die Zu- und Abförderung der Fahrbetriebsmittel besonders einfache Verhältnisse, wenn die Zuförderung ebenfalls in Richtung des Gefälles erfolgt, wobei die Fahrbetriebsmittel über eine entsprechende Fördereinrichtung den Hängeschienen von der einen Seite zugeführt und von der anderen Seite entnommen werden, was nicht zwangsläufig in einer für das Zufuhren und das Abfördem gemeinsamen Anschlußstellung 35 erfolgen muß, da für das Zuführen und das Abfördem gesonderte, örtlich getrennte Anschlußstellungen möglich sind. Beim Querverschieben der Hängeschienen ist durch eine Ablaufsperre lediglich darauf zu achten, daß die Fahrbetriebsmittel nicht ungewollt von den Hängeschienen gleiten können. 40 PATENTANSPRÜCHE 45 1. Anlage zum Abstellen der Fahrbetriebsmittel einer kuppelbaren Umlaufseilbahn auf parallelen Hängeschienen mit einer Fördereinrichtung für das Zu- und Abfördem der Fahrbetriebsmittel zu und von den Hängeschienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hängeschienen (1) auf Querträgern (5) querverschiebbar gelagert und 50 nacheinander in eine vorgegebene Anschlußstellung für die Fördereinrichtung (2) verschiebbar sind.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Fördereinrichtung (2) ein zu den Hängeschienen (1) paralleler Mitnahmeförderer (8) für die Fahrbetriebsmittel der jeweils in der Anschlußstellung befindlichen Hängeschiene (1) anschließt. 55
- 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hängeschienen (1) mittels Laufwagen (6) auf den Querträgern (5) gelagert und jeweils für sich antreibbar sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -3- 60
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