AT393104B - Verfahren und vorrichtung zur passgerechten zufuehrung von bogen an bogenverarbeitenden maschinen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur passgerechten zufuehrung von bogen an bogenverarbeitenden maschinen Download PDFInfo
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Description
AT 393 104 B
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur paßgerechten Zuführung von Bogen an bogenverarbeitenden Maschinen, bei denen der Bogen senkrecht zu der auszurichtenden Bogenkante mit Hilfe einer optoelektronischen Abtasteinrichtung und einer Ausrichtevorrichtung bewegt wird.
Die Bogen nach der Bogenvorderkante und/oder nach der Bogenseitenkante bei sehr hohen Maschinengeschwindigkeiten exakt auszurichten, ist bei Maschinen herkömmlicher Bauart nur schwerlich möglich, denn die Bogen werden jeweils gegen mechanische Anschläge, z. B. Vorder· und Seitenmarken gefühlt Die Ausrichtung der Bogen erfolgt durch Schieben oder Ziehen. Dadurch treten bei extremen Geschwindigkeiten in erhöhtem Maße Paßungenauigkeiten bei den Druckerzeugnissen auf.
Aus der DE-AS 20 46 602 ist bekannt, daß nach dem Ausrichten des Bogens an den Vordermarken ein der Seitenlage jedes Bogens entsprechender Meßwert mit Hilfe eines Meßkopfes ermittelt wird. Dies» Meßwert wird automatisch mit einem Sollwert verglichen, womit sich ein Maß für die notwendige Seitenverschiebung des Bogens ergibt
Nachteilig bei dies» Vorrichtung ist, daß »st die Lage jedes Bogens vermessen wird, und danach das Maß der Verschiebung berechnet werden muß. Die Seitenverschiebung der Bogen ist also bei jedem Bogen eine andere. Diese individuelle Korrekturwegberechnung ist sehr zeitaufwendig und verlangsamt den Anlageprozeß erheblich.
In der DE-AS 1195 330 ist eine Vorrichtung, die die in einem Stapel bereitliegenden Bogen erfaßt und in genauer Lage der Druckmaschine zuführt, beschrieben. Das Maß d» Verschiebung sowohl in Bogenförderrichtung als auch quer dazu wird durch lichtelektrische Steuerungen bestimmt Auch hier wird jeweils ein individueller Korrekturweg für jeden Bogen ermittelt Mit dies» Vorrichtung ist zwar eine genaue Zufuhr der Bogen zum Anlagetisch gewährleistet aber eine exakte Ausrichtung an den Voidermaiken oder Seitenmarken ist dadurch noch nicht gegeben.
Die zur Verfügung stehende Zeit zur Ausrichtung eines Bogens ist auch von der Schuppung der Bogen, die zur Anlage gebracht werden sollen, abhängig. Die Seitenausrichtung eines Bogens muß immer so schnell und rechtzeitig erfolgt sein, daß mit dem nachfolgenden Bogen der Schuppe ebenso verfahren werden kann. Der seitliche Ziehvorgang kann erst dann erfolgen, wenn die Bogenhinterkante des abzuziehenden Bogens den Wirkungsbereich der Seitenmarke verlassen hat Durch eine Minimierung d» einzelnen Bogenabstände in der Schuppe kann die Bogengeschwindigkeit auf dem Anlegetisch in Grenzen verringert weiden, was bei gleichgut» Ausrichtung theoretisch höhere Maschinengeschwindigkeiten ermöglicht
In der DE-OS 25 20 232 wird eine Vorrichtung zur Bogenübergäbe mit einem beweglichen Tisch beschrieben. Die Bogen werden während der Ausrichtung am Tisch festgehalten und mit diesem zusammen seitlich verschoben. Unabhängig von der jeweiligen Lage des am Tisch festgehaltenen Bogens wird der Tisch so weit verschoben, bis der Bogen exakt an die Greifer übergeben wird. Mit Hilfe von photoelektrischen Sensoren wird die Lage des Bogens ermittelt und in Abhängigkeit davon der Tisch gesteuert Nachteilig ist daß jede Lageabweichung der Bogen von der Soll-Stellung eine meßtechnische Erfassung und eine davon abhängige Verstellung des mit großen Massen behafteten Tisches notwendig macht
Die DE-OS 25 47 778 beschreibt eine Vorrichtung für Bogenanleg» zur Korrektur der Seitenlage von mit Versatz geförderten Bogen. Für die Seitenkantensteuerung sind zwei zueinander versetzt angeordnete Sensoren vorgesehen. Mittels der beiden Sensoren wird das Maß des Versatzes ermittelt, und im Anschluß daran wird ein von dem ermittelten Wert abhängiges Verstellkommando an einen Stellmotor, der eine Führungsschiene in Bewegung setzt, weitergegeben. Auch bei dieser Schrift wird der Bogen um ein jeweils erst zu berechnendes Maß versetzt und dann auf den Anlagetisch weitertransportiert
Somit stellt sich die Aufgabe, ein Ausrichteverfahren für Bogen zu entwickeln, das die Bogenkanten schont, indem es ohne Anschläge und Seitenmarken auskommt Ferner sollen zeitsparende und einfache elektronische Mittel verwendet werden können. Beim Ausrichten die zu bewegenden Massen zu verringern, ist ein weiteres Anliegen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der zugeführte Bogen eine Meßzone der Abtasteinrichtung passiert und diese überdeckt, wobei der Bogen von der Ausrichtevorrichtung erfaßt wird und diese eine Ausrichtebewegung derart einleitet daß der die Meßzone überdeckende Bogen diese Meßzone wieder freigibt und daß durch diese Freigabe nunmehr die Abtasteinrichtung ein Signal erzeugt, das die Ausrichtevorrichtung veranlaßt den Bogen um eine vorgegebene konstant bleibende Strecke in die paßgenaue Position zu bewegen.
Da die Ausrichtung des Bogens nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in der Bewegung stattfindet d. h. es werden keine ortsfesten Anschläge benötigt läßt sich somit die Bogenfördergeschwindigkeit beträchtlich erhöhen. Eine zeitraubende und aufwendige Ermittlung der Lage des nichtausgerichteten Bogens und somit die Berechnung eines für jeden Bogen individuellen Korrekturweges entfällt Dadurch ist das erfmdungsgemäße Verfahren für eine fließende Bogenanlage besonders geeignet Durch die Freigabe der Abtasteinrichtung läßt sich in einfacher Weise das erfmdungsgemäße Verfahren auf Schuppenanleger anwenden, weil die Abtasteinrichtung für den nächsten Ausrichtevorgang wied» bereitsteht bevor der vorher ausgerichtete Bogen abgezogen sein muß.
Daher besteht eine besond»s günstige Ausführungsform der Erfindung darin, daß bei schuppenförmiger Bogenförderung zum Druckwerk hin die Ausrichtebewegung der Bogen qu» zur Förderrichtung in die paßgenaue Seitenziehendlage erfolgt. Wegen des fließenden Ausrichtevorganges und der Freigabe d» Abtasteinrichtung durch die Ausrichtebewegung läßt sich der Bogenabstand in der Schuppe sehr klein halten, was zur Erhöhung der -2-
AT 393 104 B Förderleistung beiträgt
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich insofern weiteibilden, daß die Meßzone der Abtasteinrichtung von der Vorderkante des schuppenförmig zugeführten Bogens passiert wird, und durch diese Abdeckung gleichzeitig eine Vorderkantenkontrolle erfolgt In einfacher Weise läßt sich auf diese Art sowohl eine Vorder- als auch Seitenkantenausrichtung erzielen.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß der Bogen eine zunächst in Richtung der Abtasteinrichtung und danach eine von dieser weggerichtete Bewegung ausführt Folglich passiert der Bogen mit der Kante zweimal die Meßzone der Abtasteinrichtung. Bei dieser Ausführungsform ist es nicht notwendig, den Stapel seitlich zu versetzen. Die Toleranzbreite der Bogenlagen in der Schuppe quer zur Förderrichtung bei möglichst kurzer Ausrichtstrecke läßt sich dann erweitern, wenn man zuläßt, daß die Bogen der Schuppe vor der Einleitung der in Richtung der Abtasteinrichtung geführten Ausrichtebewegung die Meßzone sowohl äbdecken als auch nicht abdecken. Auch hierbei ist es nicht notwendig, den Stapel seitlich zu versetzen. Dabei kann die vorgegebene Strecke zur Bewegung des Bogens in die paßgenaue Position veränderbar sein, wodurch auf die jeweils zu fördernden Bögen genau Bedacht genommen werden kann.
Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Abtasteinrichtung aus mindestens einem die Meßzone festlegenden Sensor besteht, daß eine digitale Steuerelektronik zur Verarbeitung der erzeugten Signale diese triggert, und daß zur Ausführung der Ausrichtebewegung entsprechend den getriggerten Signalen, eine Ausrichtevonichtung, die mit der digitalen Steuerelektronik gekoppelt ist und die Bogen in die vorgegebene paßgenaue Position bewegt, vorgesehen ist.
Vorteilhaft ist es, wenn ein oder mehrere Sensoren vorgesehen sind, durch die die Vorderkante des jeweils vordersten Bogens der Schuppe kontrolliert und ausgerichtet wird. Dadurch erübrigen sich die Vordermarken herkömmlicher Art.
Die folgende Beschreibung eines Ausführungsbeispieles dient im Zusammenhang mit den Zeichnungen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Anlegevonichtung mit einer Abtasteinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Fig. 2 gibt schematisch eine Seitenausrichtung schuppenförmig zugeführter Bogen nach der Erfindung wieder. Fig. 3 ist eine Abwandlung von Fig. 2 insofern, als an Stelle der Vordermarken ein Sensor angeordnet ist Fig. 4 veranschaulicht eine Abwandlung von Fig. 2 insofern, als die Abtasteinrichtung von dem auszurichtenden Bogen abgedeckt wird. Fig. 5 gibt ein Blockschaltbild der elektronischen Abtasteinrichtung wieder, und Fig. 6 zeigt den Spannungsverlauf des erzeugten Signals.
In Figur 1 ist schematisch der Bogentransport zu einem ersten nicht näher dargestellten Druckwerk einer bogenverarbeitenden Maschine hin dargestellt Der Anlegetisch (1), über den die Bogen (2) zum Anlegezylinder (3) transportiert werden, ist derart ausgebildet, daß er zum Anlegezylinder (3) hin geneigt ist In dem Anlegetisch (1) befinden sich die Austrittsöffnungen (4) für die Saugluft einer Ausrichtevonichtung, die in Form eines seitlich verschiebbaren Saugkastens (5) ausgebildet ist. Der Saugkasten (5) ist über einen Rohrstutzen (6) mit einem Schlauch (7), der zu einer nicht dargestellten Saugvorrichtung führt, gekoppelt Diesem Saugkasten (5) ist im Anlegetisch (2) ein Meßschlitz (8) nachgeordnet Oberhalb des Anlegetisches (2), genau gegenüber dem Meßschlitz (8), befindet sich ein oder mehrere Sensoren (9) mit einer hier nicht näher dargestellten Auswerteelektronik (10). Am Ende des schräg ausgebildeten Anlegetisches (2) sind nach unten wegldappbare Vordermarken (11) angeordnet.
Die jeweils obersten Bogen (2) eines nicht dargestellten Bogenstapels laufen geschuppt über den schräg ausgebildeten Anlegetisch (1) und werden nach Ausrichtung vom Anlegezylinder (3) übernommen. Während des Bogentransportes wird die Vorderkante des jeweiligen Bogens (2) an die Vordermarken (11) angelegt und ausgerichtet. Danach erfolgt eine seitliche Bewegung mittels des Saugkastens (5), wobei die Seitenkante des bewegten Bogens an der Meßlinie (12), gebildet von dem Sensor (9) in Verbindung mit dem Meßschlitz (8), vorbeigefuhrt wird.
In Figur 2 ist die Seitenausrichtung für einen Schuppenstrom zugeführter Bogen (13), bei der die Sensoren (9) durch den Ausrichtevorgang freigelegt werden, abgebildet.
Die in Fig. 2 dargestellte Schuppe besteht aus einer Reihe von Bogen (13), die eine geringfügig voneinander abweichende Lage haben können. Alle Bogen der Schuppe müssen jedoch, wenn sie gegen die Vordermarke (11) stoßen, die Sensoren (9) abdecken, beispielsweise wie durch die strichpunktierte Linie (15) dargestellt. In dieser Lage stieß der Bogen (14) gegen die Vordermarke (11). Danach ist der Bogen (14) entsprechend dem Bewegungspfeil (18) von dem Saugkasten (5) quer zur Bogenförderrichtung bewegt worden. Dabei hat die linke Seitenkante des Bogens (14) die Meßlinie (12) der beiden Sensoren (9) überschritten, wodurch Signale erzeugt wurden, die den Saugkasten (5) veranlassen, den Bogen nur um die festgelegte Strecke (20) zu bewegen. Die ausgezogen dargestellte Position des Bogens (14) zeigt folglich dessen paßgenau ausgerichtete Lage. Während der Bogen (14) von dem Anlegezylinder (3) dem nicht dargestellten Druckwerk zugeführt wird, deckt der nachfolgende Bogen (13) bereits die Sensoren (9) wieder ab. Dabei stößt seine Vorderkante gegen die Vordermarke (11). Danach bewegt der Saugkasten (5) den in Ausrichteposition gebrachten Bogen in Richtung des Pfeils (18). Auch dessen linke Seitenkante passiert nun die Meßlinie (12) der Sensoren (9), woraufhin der Saugkasten (5) den Bogen (13) nur noch um die festliegende Strecke (20) transportiert, so daß dieser auch ebenfalls in die paßgerechte Lage gelangt, die in Fig. 2 der Bogen (14) einnimmt. Auf dieselbe Art wird mit -3-
Claims (7)
- AT 393 104 B jedem nachfolgenden Bogen der Schuppe verfahren. Bedingung für eine korrekte Seitenausrichtung ist, daß der jeweils ankommende Bogen die Sensoren (9) abdeckt. Die spezielle Lage des Bogens braucht nicht mehr ermittelt zu werden, weil nach Passieren der Meßlinie (12) jeder Bogen um die vorgegebene Strecke (20) in Richtung des Pfeils (18) transportiert wird. Im Falle einer fließenden Bogenzuführung kann unter Verzicht fester Vordermarken (11) mit Hilfe eines zusätzlichen Sensors (16) die Vorderkantenausrichtung vorgenommen werden, wie in Figur 3 gezeigt. Dieser Sensor (16) ist im rechten Bereich der Vorderkante des auszurichtenden Bogens (14) angedeutet. Sobald die Vorderkante des in Ausrichteposition gelangenden Bogens beide Sensoren (9) und den zusätzlichen Sensor (16) überschritten hat, kann unter Heranziehung derer Signale mittels besonderer Steuerung des Saugkastens (5) eine Ausrichtung sowohl hinsichtlich der Seitenkante, als auch der Vorderkante des Bogens vorgenommen werden. Die Zuführung der Bogen der Schuppe erfolgt in der Form, daß sie entweder die Sensoren (9) abdecken oder seitlich an diesen vorbeigeführt werden. Im Falle, daß der jeweils vordere Bogen der Schuppe im Ausrichtebereich die Sensoren (9) nicht abdeckt, muß zur Signalerzeugung eine Ausrichtebewegung in Richtung der Sensoren (9) erfolgen. Die Ausführungsform der Abbildung in Fig. 4 weicht von der nach Hg. 2 insofern ab, als alle Bogen (13) der Schuppe in Richtung des Pfeils (17) gesehen, rechts an den Sensoren (9) vorbeigeführt werden. Nach Anlegen des jeweils obersten Bogens (14) der Schuppe an die Vordermarke (11) hatte dessen linke Seitenkante die strichpunktierte Linie (21) eingenommen. Ist die Vorderkantenausrichtung erfolgt, bewegt der Saugkasten (5) den angelegten Bogen (14) gemäß dem Doppelpfeil (24) über die Sensoren (9) hinweg und wieder zurück in die ausgezogene Lage. Dabei werden in den beiden Sensoren (9) zusammen vier Signale erzeugt, die gemittelt werden, so daß der gemittelte Wert aller vier Signale den Transport des Bogens um die vorgegebene Strecke (20) auslöst Alle nachfolgenden Bogen (13) werden gleichfalls nach der Vorderkantenausrichtung zunächst seitlich über die Sensoren (9) hinweggeführt und danach zurück in die paßgenaue Lage des Bogens (14) befördert Die Meßlinie (12) und damit die Stellung der Sensoren (9) kann mittels einer nicht dargestellten Einrichtung veränderbar sein. Durch diese Justiermöglichkeit läßt sich beispielsweise die Abtasteinrichtung auf verschiedene Bogenformate einstellen. Auch können Registerfehler mittels dieser Einrichtung korrigiert werden. In Figur 5 ist ein Blockschaltbild der Abtasteinrichtung (25) zur Bogenüberwachung abgebildet. Diese Abtasteinrichtung (25) besteht aus mindestens einem Sensor (9) und einer mit diesem Sensor (9) verbundenen getriggerten, digitalen Steuerelektronik. Wird die Strahlung (26) durch einen ankommenden Bogen unterbrochen, d. h. es befindet sich ein Bogen zwischen dem Sensor (9) und dem Meßschlitz (8), dann erfolgt die Verarbeitung des Signals. Der Signalverlauf ist in Figur 6 dargestellt. Auf der Abszisse ist die Zeit (t) aufgetragen, und auf der Ordinate ist die Spannung (U) aufgetragen. Der Spannungsverlauf sieht nun folgendermaßen aus: Zum Ausgangszeitpunkt (tg) die Meßlinie (12) ist frei, beträgt die Spannung (Uj). Sie behält ihren Wert bis zum Zeitpunkt (tj), da die Meßlinie (12) in diesem Augenblick vom Bogen abgedeckt wird. Innerhalb der kurzen Zeitdauer (tj bis t2) fällt die Spannung auf den Wert (Uq). Der untere Spannungswert (Uq) bleibt solange erhalten, bis der Bogen durch die Ausrichtebewegung die Meßlinie (12) wieder freigeben wird, was zum Zeitpunkt (t-j) erfolgt. Danach steigt die Spannung erneut wieder auf den Wert (Uj) an. Diese Perioden wiederholen sich bei jedem Passieren einer Bogenkante. Diese Spannungsflanke in der Zeitspanne (tj bis t2) wird nun von der digitalen, getriggerten Steuerelektronik ausgenutzt. Der Spannungsabfall von (U2 auf Uq) wird von der, die Strahlung (26) passierenden, Bogenkante im Sensor (9) erzeugt Die dadurch erzeugten Signale werden nun weiterverarbeitet indem das Signal vom Operationsverstärker (27), der auch als Komparator dient verstärkt wird. Das verstärkte Signal gelangt über einen Bandpaßfilter (28) zu einem Gleichrichter (29). Das gleichgerichtete Nutzsignal wird nun mit Hilfe des Triggers (30) getriggert und über ein Gatter (31) dem Saugkasten (5) zur Ausführung der Bewegung des Bogens zugeführt PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur paßgerechten Zuführung von Bogen an bogenverarbeitenden Maschinen, bei denen der Bogen senkrecht zu der auszurichtenden Bogenkante mit Hilfe einer optoelektronischen Abtasteinrichtung und einer Ausrichtevorrichtung bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zugeführte Bogen (13) eine Meßzone -4- AT 393 104 B (8) der Abtasteinrichtung (25) passiert und diese überdeckt, wobei der Bogen (13) von der Ausrichtevorrichtung (5) erfaßt wird und diese eine Ausrichtebewegung derart einleitet, daß der die Meßzone (8) überdeckende Bogen (13) diese Meßzone (8) wieder freigibt, und daß durch diese Freigabe nunmehr die Abtasteinrichtung (25) ein Signal erzeugt, das die Ausrichtevorrichtung (5) veranlaßt, den Bogen (13) um eine vorgegebene konstant bleibende Strecke in die paßgenaue Position zu bewegen.
- 2. Verfahren zur paßgerechten Zuführung von Bogen an bogenverarbeitenden Maschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zu einem Druckwerk schuppenförmig zugeführte Bogen eine quer zur Bogenförderrichtung (17) gerichtete Ausrichtebewegung (18,24) in die paßgenaue Seitenziehendlage erfahren.
- 3. Verfahren zur paßgerechten Zuführung von Bogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßzone (8) der Abtasteinrichtung (25) von der Vorderkante des schuppenförmig zugeführten Bogens passiert wird, und durch die Abdeckung der Meßzone (8) durch den Bogen (13) zusätzlich eine Vorderkantenkontrolle mit Hilfe dieser Abtasteinrichtung (25) erfolgt.
- 4. Verfahren zur paßgerechten Zuführung von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogen eine zunächst in Richtung der Meßzone (8) der Abtasteinrichtung (25) und dann eine von dieser weggerichtete Bewegung ausführt und folglich mit der Kante zweimal die Meßzone (8) der Abtasteinrichtung (25) passiert.
- 5. Verfahren zur paßgerechten Zuführung von Bogen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgegebene Strecke (20) zur Bewegung des Bogens (13) in die paßgenaue Position veränderbar ist.
- 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur paßgerechten Zuführung von Bogen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abtasteinrichtung (25) aus mindestens einem die Meßzone (8) festlegenden Sensor (9) besteht, daß eine digitale Steuerelektronik (10) zur Verarbeitung der erzeugten Signale diese triggert, und daß zur Ausführung der Ausrichtebewegung entsprechend den getriggerten Signalen, eine Ausrichtevorrichtung (4,5), die mit der digitalen Steuerelektronik (10) gekoppelt ist und die Bogen (2) in die vorgegebene paßgenaue Position bewegt, vorgesehen ist.
- 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur paßgerechten Zuführung von Bogen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Sensoren (9,16) zur Vorderkantenkontrolle und/oder zur Seitenkantenausrichtung vorgesehen sind. Hiezu 5 Blatt Zeichnungen -5-
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