AT393319B - Halterung fuer sprengmittelzuender - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
AT 393 319 B
Die für die Zündung von Sprengladungen im militärischen Bereich (Pionierwesen) verwendeten Sprengmittelzünder werden in der Regel direkt an der Sprengladung angebracht. Hiezu werden gewöhnlich in der Sprengladung (im Sprengstoffpaket) Ausnehmungen (z. B. Bohrungen) mit Gewindebuchsen vorgesehen, sodaß der Zünder mit fingerartig vorstehender, koaxial zum Befestigungsgewinde angeordneter Sprengkapsel auf die 5 Sprengladung aufgeschraubt werden kann- Die Sprengkapsel kommt dabei in der erwähnten Ausnehmung im Sprengstoffpaket zu liegen.
Bei der Verwendung mechanisch (z. B. durch Zug, Druck oder Verdrehung) auszulösender Sprengmittelzünder kann es notwendig oder zweckmäßig sein, den Zünder (Auslösemechanismus) getrennt von der eigentlichen Sprengladung anzuordnen. Die Verbindung mit der Sprengladung erfolgt dann über eine detonierende Zündschnur. 10 Die Befestigung des Zünders an der Einsatzstelle, insbesondere aber die Verbindung desselben mit der zur Sprengladung führenden Zündschnur, erfolgt dabei behelfsmäßig, etwa mit Schnüren, Draht, Klebebändern und dergleichen mehr. Damit verbunden sind ein relativ hoher Zeitbedarf zum Aufbau des Zünders am Einsatzort und zur Herstellung der Verbindung mit der Zündschnur, eine geringe Funktionssicherheit insbesondere bei Feuchtigkeitseinwirkung und ein erhöhtes Risiko durch "bastlermäßigen" und zeitaufwendigen Umgang mit den IS Zündmitteln.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein kostengünstig herstellbares Befestigungs- und Verbindungsmittel zu gestalten, welches eine einfache und rasche Befestigung - in welcher Form auch immer -des Zünders an der Einsatzstelle ermöglicht, eine funktionssichere und insbesondere auch wasserdichte Verbindung mit der Zündschnur gewährleistet und nicht zuletzt auch das Handhabungsrisiko drastisch reduziert. 20 Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe durch eine Haltevorrichtung gelöst, deren Kernstück als "Zündmittel-Verbindungselement" zu bezeichnen ist Es wird durch einen Bauteil mit Ausnehmungen für die Sprengkapsel des Zünders einerseits und des Zündschnurendes andererseits gebildet
Der Zünder samt Sprengkapsel wird auf diesem Element in gleicher Weise wie sonst auf der Sprengladung befestigt (z. B. aufgeschraubt). Die Sprengkapsel ragt nach Montage des Zünders in die entsprechende 25 Ausnehmung hinein. Dementsprechend ist die Anschlußstelle für den Zünder zu gestalten (z. B. Gewinde). Das Zündschnurende wird in die hiefür vorgesehene zweite Ausnehmung hineingesteckt. Das erfindungsgegenständliche Element umschließt die Sprengkapsel und das Zündschnurende nach Befestigung der Zündmittel allseitig. Der damit erreichte Schutz gegen Witterungseinflüsse, ebenso aber die damit bewirkte Verdämmung, gewährleistet eine hohe Funktionssicherheit. 30 Die äußere Form des Verbindungselementes wie auch die Form der Ausnehmungen in demselben sind in weiten Grenzen veränderbar. Die im weiteren vorgestellte und schließlich anhand ein»' Zeichnung erläuterte konkrete Ausführung der Halterung stellt daher nur ein Ausführungsbeispiel mit weiteren in den Patentanspruch einbezogenen Merkmalen dar. Insbesondere kann das schon beschriebene Element eifindungsgemäß auch für den Anschluß mehrerer Zündschnüre in der Weise eingerichtet sein, daß mehrere Ausnehmungen hiefür vorgesehen 35 sind. Bedarfsweise kann es auch als Zündschnurkupplung (Verbindung zweier Zündschnurenden) verwendet werden.
Die »wähnten Ausnehmungen werd»i zweckmäßigerweise in Form paralleler, im Inneren des Körpers sich berührender Sackbohrungen ausgeführt Ein eventuell verbleibender sehr dünn» Steg zwischen den Bohrungen tut der Funktion bei Verwendung nachgiebigen Materials keinen Abbruch. Die Ausnehmungen können jedoch ohne 40 weiteres auch in anderer Form gestaltet sein und insbesondere miteinander im Inneren in Verbindung stehen.
Eine zugfeste und wasserdichte Verbindung mit der Zündschnur wird erfindungsgemäß durch eine stopfbuchsenartig ausgebildete Verschraubung samt Dicht- oder Klemmring »reicht Die Zündschnur kann damit ähnlich wie ein Rohr bei technischen Geräten angeschlossen werden.
Zur Befestigung des beschriebenen Elementes an der Einsatzstelle (z. B. im Gelände) ist dieses mit einem 45 Befestigungsteil versehen, welcher eifindungsgemäß als ein, einem Zelthering ähnlichen Bodenspieß aus gelochtem Winkelprofil ausgeführt ist Dieser Spieß mit seinen Bohrungen ermöglicht eine Befestigung auf verschiedenste Art und Weise, z. B. durch Schrauben, Nageln, Binden mit Draht, Schnur oder Klebeband, Kleben, Klemmen, Festschießen mit Hilti-Nägeln, in den Boden schlagen als Hering, Schlagen in vorhandene Spalten oder Bohrungen, Verkeilen in denselben usw. 50 Der Bodenspieß wird nicht in allen Anwendungsfällen notwendig od» zweckmäßig sein. Er ist dadurch leicht entfembar, daß das vorzugsweise aus Kunststoff hergestellte V»bindungselement erfindungsgemäß durch teils thermisch gestauchte Kunststoffnasen mit dem z. B. aus Blech od» Strangpreßprofil h»gestellten Bodenspieß verbunden ist Falls die Halterung ohne den Spieß verwendet weiden soll, können die Kunststoffnasen mit einem Mess» äbgeschnitten werden. Ist der v»bleibende Teil z. B. mit einer K»be am Umfang versehen, so ist eine 55 sichere und direkte Befestigung d» Halterung auch ohne den Bodenspieß (z. B. mit Bändern, Schnüren oder Drähten) leicht möglich.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Figur 1 zeigt einen Längsschnitt, Figur 2 einen Querschnitt durch die komplette Halterung. Sie besteht aus zwei Hauptteilen, dem Verbindungselement (1) und dem Bodenspieß (2). 60 Das Verbindungselement besitzt im wesentlichen die Grundform eines Quaders mit abgerundeten Längskanten und am Umfang v»laufender breiter Kerbe. Das damit insgesamt spulenartig gestaltete Element weist an beiden Stirnflächen in der Nähe der Längsachse liegende, zueinander parallel verlaufende und im Inneren sich b»ührende -2-
Claims (3)
- AT393 319B Sackbohrungen (9) auf mit Gewindeansätzen zum Aufschiauben des Zünders (3) mit der Sprengkapsel (4) einerseits und für die Herstellung der Verbindung mit der Zündschnur (5) andererseits. Der zugfeste und wasserdichte Anschluß der Zündschnur erfolgt mit der Klemmschraube (6) und dem O-Ring (7). Dct Bodenspieß ist aus Winkelprofil hergestellt. Er kann wie ein Zelthering in den Boden geschlagen werden. Die in diesem Profil angeordneten zahlreichen Löcher bieten die Möglichkeit der sicheren Befestigung durch bekannte, im gegebenen Anwendungsfall zur Verfügung stehende und jeweils geeignete Befestigungsmittel. Das aus Kunststoff hergestellte Verbindungselement ist mittels Kunststoffnasen mit dem Bodenspieß fix verbunden. Die Nasen (8) greifen in Löcher des Winkelprofils ein und werden nach Zusammenbau der beiden Hauptbauteile thermisch gestaucht, sodaß ein formschlüssiger Zusammenhalt gewährleistet ist Mittels der Kunststoffhasen ist nicht nur ein sehr einfacher Zusammenbau der beiden Hauptbauteile sondern auch eine Trennung ohne besondere Hilfsmittel wieder möglich, z. B. durch Abschneiden der Nasen mit einem Messer. Die am Umfang vorgesehene schon erwähnte Kerbe am verbleibenden Verbindungselement dient der Befestigung in allen jenen Fällen, bei denen der Bodenspieß nicht verwendet werden kann. PATENTANSPRÜCHE 1. Befestigungsvonichtung für getrennt von der Sprengladung anzuordnende, mit dieser durch eine detonierende Zündschnur zu verbindende Sprengmittelzünder, dadurch gekennzeichnet, daß ein Befestigungsspieß (2) mit einem Träger-, Verbindungs- und Anschlußelement (1) ausgestattet ist, das für die geschützte Aufnahme der Sprengkapsel (4) des Zünders einerseits und des anzuschließenden Zündschnurendes (5) oder der anzuschließenden Zündschnurenden andererseits bestimmte Ausnehmungen aufweist, die vorzugsweise als im Inneren des Körpers sich berührende oder in Verbindung stehende Bohrungen (9) mit Gewindeansätzen zur Befestigung der Zündmittel ausgebildet sind.
- 2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungsspieß (2) aus gelochtem Winkelprofil hergestellt ist.
- 3. Befestigungsvorrichtung nach Anbruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Träger-, Verbindungs- und Anschlußelement (1) mit thermisch gestauchten Kunststoffnasen (8) formschlüssig mit dem Befestigungsspieß verbunden ist Hiezu 1 Blatt Zeichnung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT295089A AT393319B (de) | 1989-12-28 | 1989-12-28 | Halterung fuer sprengmittelzuender |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT295089A AT393319B (de) | 1989-12-28 | 1989-12-28 | Halterung fuer sprengmittelzuender |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA295089A ATA295089A (de) | 1991-02-15 |
| AT393319B true AT393319B (de) | 1991-09-25 |
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ID=3542934
Family Applications (1)
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| AT295089A AT393319B (de) | 1989-12-28 | 1989-12-28 | Halterung fuer sprengmittelzuender |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT393319B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1253124B (de) * | 1965-05-08 | 1967-10-26 | Rinker Fa R | Schraubverbindung zum wasserdichten Anbringen einer Zuendschnur an eine Sprengkapsel |
| DE2517803B2 (de) * | 1974-04-22 | 1977-01-13 | Verfahren zum verbinden von zwei oder mehreren stuecken einer knallzuendschnur | |
| DE2845140A1 (de) * | 1978-10-17 | 1980-04-30 | Sobbe Friedrich Wilhelm | Verbindungselement fuer die verbindung verschiedener koerper untereinander, insbesondere fuer die verbindung der zuendeinheit von pioniersprengmitteln mit der zuendschnur |
-
1989
- 1989-12-28 AT AT295089A patent/AT393319B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1253124B (de) * | 1965-05-08 | 1967-10-26 | Rinker Fa R | Schraubverbindung zum wasserdichten Anbringen einer Zuendschnur an eine Sprengkapsel |
| DE2517803B2 (de) * | 1974-04-22 | 1977-01-13 | Verfahren zum verbinden von zwei oder mehreren stuecken einer knallzuendschnur | |
| DE2845140A1 (de) * | 1978-10-17 | 1980-04-30 | Sobbe Friedrich Wilhelm | Verbindungselement fuer die verbindung verschiedener koerper untereinander, insbesondere fuer die verbindung der zuendeinheit von pioniersprengmitteln mit der zuendschnur |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA295089A (de) | 1991-02-15 |
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