AT393668B - Mehrschichtiger poroeser koerper - Google Patents

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Description

AT 393 668 B
Die Erfindung bezieht sich auf einen mehrschichtigen porösen Körper, bestehend aus mindestens einer Trägerschicht und mindestens ein», eine kleinere Porengröße als die Trägerschicht auf weisenden aktiven Schicht, wobei zumindest die aktive Schicht aus chemisch inaktiven, anorganischen körnigen Stoffen - vorzugsweise auf Silikatbasis -, z. B. aus Basalt-, Zeolith-, A^Og-Kömchen und Bindemittel(n) besteht Diese porösen Körper, die insbesondere als Filter dienen, sind zum Trennen von flüssigen und festen Stoffen bspw. zum Filtern von Abwässern und Abwässerschlämmen oder zum Dispergieren von Gasen oder Flüssigkeiten vorgesehen.
Die erfindungsgemäße Konstruktion eignet sich in gleicher Weise zur Trennung von festen und flüssigen Phasen sowie zum Dispergieren von Gasen in Flüssigkeiten oder Flüssigkeiten in anderen Flüssigkeiten bzw. Gasen und kann mit Vorteil auf dem Gebiet der Abwasserreinigung bzw. im allgemeinen der Wasseraufbereitung eingesetzt werden.
Im Verlaufe der Wasserreinigung werden unter anderem Filtrierarbeitsgänge durchgeführt Es erfolgt ein biologischer Abbau der organischen Stoffe; fallweise erfolgt ein Austreiben der aggressiven Gase aus den Flüssigkeiten bzw. eine Zuführung von Gasen in diese, weiterhin eine Entwässerung (Austrocknung) von Abwasserschlamm. Mit Hilfe der Erfindung können diese Aufgaben bewältigt werden. In einem Teil der Falle wird feste Phase enthaltende Flüssigkeit auf die Filtrierkonstruktion geführt welche die feste Phase aussiebt In dem anderen Teil der Fälle wird ein Gas im Verlaufe der Dispergierung in Form von feinen Bläschen durch den Körper der Flüssigkeit zugeführt
Zur Lösung der Filtrier- und (Schlamm-) Entwässerungsaufgäben sind unterschiedliche Methoden bekannt z. B. Sandfiltrieren; durch stane Filterplatten erfolgendes Filtrieren; durch geklebte Kiesfilter oder Textil- bzw. Metallsiebe vorgenommenes Filtrieren sowie auf maschinellem Wege erfolgendes Filtrieren (Zentrifugal- und Vakuumfiltrieren, Schlammpressen usw.). Die klassische Methode der Schlammentwässerung ist das Austrocknen.
Der Wirkungsgrad der bekannten maschinellen Filtrier- und Entwässerungsmethoden ist günstig, ihre filtriertechnologische Einsetzbarkeit aber verhältnismäßig eng, wobei ihr Einsatz in den Entwässerungstechnologien durch ihre spezifisch hohen Investitions- und Betriebskosten beschränkt wird.
Aus diesem Grund werden in der Abwasserreinigung überwiegend auf der Verwendung von natürlichen Stoffen beruhende Filtriertechnologien angewandt, von denen das Sandfiltrieren die am meisten verbreitete ist
In Sandfiltem nimmt die Materialkomgröße in Richtung der Flüssigkeitsdurchströmung zu. Aus dem durch das Sandfilter strömenden Abwasser lagert sich die feste Phase in der Sandschicht ab. Daraus folgt, daß sich die Filterschicht verstopft und nur dadurch wieder betriebsfähig gemacht werden kann, daß man die ausgefilterte feste Phase durch eine Gegenstromspülung entfernt oder die verstopften Schichten abbaut und durch neue ersetzt.
Aus den US-PS 4 452 698 und 4 381 998 sind starre, aus mehrschichtigen Filterplatten bestehende Filterkonstruktionen erkennbar. Diese aus körnigem Material durch Verkleben gefertigten Filterkonstruktionen bestehen aus einer Trägerschicht und einer Filterschicht. Die Trägerschicht selbst ist natürlich ebenfalls flüssigkeitsdurchlässig, jedoch sind ihre Poren größer als die Poren der Filterplatten. Die Körnchen bestehen aus anorganischen Stoffen, es werden z. B. A^Og-, Korund, Siliziumkarbid, Borkarbid und ähnliche Kömehen zur
Herstellung der Filter verwendet. Diese Filter weisen eine verhältnismäßig kostenaufwendige Konstruktion auf.
Die US-PS 4 382 863 bezieht sich auf eine ähnliche Konstruktion, enthält aber drei Schichten und ist in ihrer Herstellung ebenfalls kostenaufwendig. Den Konstruktionen nach den drei genannten US-PS ist gemeinsam, daß eine Silikon-Zusammensetzung vorliegt, deren hydrophobe Eigenschaften nicht zufriedenstellend sind.
Die DE-OS 30 21377 beschreibt kein hydrophobes Oberflächenfilter, sondern ein Adsorptionsgranulat, das einerseits ein hohes Adsorptionsvermögen für Geruchstoffe, Wasser etc. hat und das andererseits auch in wassergesättigtem Zustand eine lockere, nicht klebende Masse ist Das verwendete Bindemittel beruht auf einer Silikatoder Sulfatbasis. Dieses Granulat ist vor allem zur Verwendung in Kleintierkäfigen bestimmt
Auch die DE-OS 31 32 369 offenbart ein Adsorptionsfilter mit einer Gaszuführungs- und einer Gasauslaßleitung sowie mit einer Desotptionseinrichtung.
Die US-PS 4 554 261 bezieht sich auf das Extrahieren von in Flüssigkeiten gelösten Stoffen, nicht jedoch auf die Trennung von festen und flüssigen Phasen.
Gemäß der veröffentlichten ungarischen Patentanmeldung 216/83 werden zur Verminderung des Grundwasserdruckes, z. B. zur Entwässerung von Kellerräumen, ein homogenes Gefüge aufweisende (einschichtige) geklebte Kiesfilter verwendet.
Das Austrocknen des Schlammes ist eine der am meisten problematischen Phasen der Abwasserbehandlung. Die Schlammaustrocknungsanlagen haben einen großen Rächenbedarf und ihre Arbeitsweise ist weitgehend von den klimatischen Umständen abhängig, sodaß die Entwässerung des Schlammes eine geraume Zeit beansprucht und das Herausgewinnen des Trockenschlammes erfordert - wegen der Notwendigkeit eines entsprechenden Schutzes des Dränagesystems - manuelle Arbeit. Die weitere Verwendung des manuell herausgewonnenen Schlammes wird durch dessen Kiesgehalt verhindert
Im Verlaufe der (Ab-) Wasserbehandlung treten Gas-Rüssigkeitssysteme, einerseits bei dem Entfernen der in der Rüssigkeit befindlichen Gase mit Hilfe von anderen, in die Rüssigkeit zugeleiteten Gasen, andererseits bei der biologischen Reinigung im Verlaufe des Einsatzes von Gasen in Erscheinung. Ein Beispiel für den -2-
AT 393 668 B erstgenannten Anwendungsfall ist das Austreiben des aggressiven C02-Gases durch Lufteinblasen, für den letztgenannten Fall das Dispergieren von Luft oder Sauerstoff in die Flüssigkeitsmasse zur Sicherung der Lebensbedingungen der in der Flüssigkeitsphase befindlichen Mikroorganismen. Von den zur Lösung dieser Aufgabe angewandten Technologien kann das mit Hilfe von Düsen vorgenommene Tiefeinblasen von Luft als die wirksamste angesehen werden, bei der jedoch der Umstand ein Problem bedeutet, daß die gleichmäßige Gaszuführung nicht gewährleistet werden kann. Eine Schwierigkeit verursacht weiterhin auch der Umstand, daß meistens eine diskontinuierliche Gaszuleitung erforderlich ist und während der Betriebspausen die in der Flüssigkeit befindliche Festphase ein Verstopfen der Düsen verursachen kann.
Aufgabe der Erfindung ist, einen porösen Körper als Filter- und/oder Dispergierkonstruktion zu schaffen, die die Filtrierung mit maximaler Effektivität vomimmt, deren Betrieb nur einen minimalen Kosten- und Energieaufwand erfordert, die gegen Verstopfen unempfindlich ist und die in der Lage ist, das Gas gleichmäßig verteilt in die Flüssigkeit einzuführen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß, falls die Filterkömehen mit einem hydrophoben Klebemittel zu einer Filterschicht vereint werden, die auf der Oberfläche der Filterkonstruktion die dort befindlichen Körnchen überziehende Klebemittelhaut im Verlaufe des Filtriervorganges eine mit der elektrischen Ladung der im zu filternden Material befindlichen Festkörachen gleiches Vorzeichen aufweisende elektrische Ladung erhält, wodurch sie die in dem zu filtrierenden Gut befindlichen Materialteilchen abstößt. Auf diese Weise kann in dem Bereich der den hydrophoben Klebemittelüberzug enthaltenden, auf der Oberfläche befindlichen Füterkömchen-schicht ein wirksames Kraftfeld entstehen, das ein Festhaften der im zu filtrierenden Gut befindlichen Körnchen auf der Oberfläche der Filterkonstruktion verhindert. Stattdessen entwickelt sich aus diesen Körnchen oberhalb der Filterkonstruktion ein natürlicher Filterkuchen, der mit der Filterkonstruktion in keiner unmittelbaren Berührung steht. Demzufolge erfordert die Reinigung des Filters nur eine Oberflächenabspülung, da die Festkürperverunreinigung nicht in das Innere des Filters eindringen und dessen Poren verstopfen kann.
Grundlage der Erfindung ist weiterhin die Erkenntnis, daß der auf der Oberfläche befindliche Kunstharzüberzug auch verhindert, daß sich Feststoffe und/oder Mikroorganismen im Verlaufe der biologischen Reinigung oder nach der zum Austreiben der schädlichen Gase angewandten Belüftung auf der mit der Flüssigkeit in Berührung befindlichen Fläche absetzen und die düsenähnlich funktionierenden Poren verstopfen. Auf diese Weise wird eine effektivere biologische Reinigung bzw. Gaseinblasung möglich.
Die Aufgabe wird mit einer mehrschichtigen porösen Gefügekonstruktion der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher erfindungsgemäß zumindest auf der Oberfläche der die aktive Schicht bildenden Körnchen ein hydrophobes Bindemittel aus Silikonharz und/oder aus Epoxydharz auf Bisphenol-A-Basis vorgesehen ist, wobei das Silikonharz ein aus Siloxaneinheiten der Funktionalität 1...4 aufgebautes Harz und/oder ein durch die Kondensation von Monomeren der Funktionalität 1...3 hergestelltes, eine verzweigte Struktur aufweisende Phenyl-methyl-polysiloxan und/oder Phenyl-methylpolysiloxan-polyester und/oder mit H202 polymerisierte
Phenyl-methyl-vinyl-siloxan-Harz ist, und das hydrophobe Eigenschaften aufweisende Bindemittel Epoxyharz ist, das ein aus 4,4'-Dihydroxy-diphenyl-propan und Epichlorhydrin hergestelltes Kunstharz auf Bisphenol-A-Basis ist, dessen Molekulargewicht 380-3800, Epoxyäquivalent 175-4000, Esteräquivalent 80-200 ist, eine 4-17 OH-Funktionsgruppe aufweist, seine Molekularviskosität 5-150 P (bei 20 °C) und sein spezifisches Gewicht 1,14-1,2 beträgt.
Es wird im folgenden von einer "im allgemeinen" oberen und einer "im allgemeinen" unteren Schicht gesprochen, da die Filterkonstruktion nicht nur in waagerechter Lage (z. B. zur Gravitationsfiltrierung) eingebaut, sondern auch in senkrechter Lage angeordnet werden kann.
Die Formel des obgenannten Harzes lautet CH2-CH-CH2-(-aR-0-CH2-CH-CH2-0-R-)n-0-CH2-CH-CH2 \ / I \ /
O OH O
Der poröse Körper wird zweckdienlicherweise so ausgebildet, daß die Stärke der aktiven Schicht/Schichten 5 bis 15 mm, die der Trägerschicht/Trägerschichten 50 bis 150 mm beträgt Während auf der mit Flüssigkeit in Berührung kommenden Oberfläche des porösen Körpers zum Aufbau eines effektiveren Kraftfeldes die Anordnung von verhältnismäßig kleinen Poren zweckdienlich erscheint ist es vorteilhaft den Filterwiderstand in der entgegengesetzten Richtung zu vermindern und so auf der Seite, die der mit der Flüssigkeit in Berührung kommenden Oberfläche entgegengesetzt ist größere Poren vorzusehen, wobei sogar eine, zweckdienlicherweise perforierte, Stahlplatte oder sonstige Metallkonstruktion, eventuell eine Kunststoffkonstruktion, z. B. ein Aluminium- oder Kunststoffgitter, die Rolle des Trägers einnehmen kann.
Das hydrophobe und das elektrische Kraftfeld herstellende Harz klebt gleichzeitig auch die Filterkörnchen zusammen und gewährleistet auf diese Weise eine konstante Porengröße.
Den vorstehenden Ausführungen entsprechend weisen nach einem weiteren Erfindungsmerkmal die die aktive -3-
AT 393 668 B
Schicht/Schichten bildenden Körnchen eine Korngröße von 0,2 bis 1 mm und die Poren dar Schicht/Schichten eine Größe von 0,1 bis 1 mm auf.
Vorteilhaft ist weiterhin, wenn, worauf bereits vorstehend hingewiesen wurde, die Trägerschicht des erfindungsgemäßen porösen Körpers durch perforierte Stahlplatte(n) bzw. eine aus anorganischen Körnchen und Bindmittel bestehende Schicht gebildet wird, in der die Größe der Körnchen zwischen 1 bis 5 mm und die Porengröße zwischen 0,8 bis 1,2 mm liegt
Da1 poröse Kieper kann auch aus mehr als zwei Schichten aufgebaut werden, z. B. so, daß die beiden oberen Schichten aus anorganischen Filterkömehen und Bindemittel bestehen, die untere hingegen aus einer perforierten Stahlplatte oder einer sonstigen aus Metall oder Kunststoff gefertigten durchbrochenen Platte, z. B. einem Aluminium- oder Kunststoffgitter. Die Filterkonstruktion kann jedoch auch so ausgestaltet werden, daß sie eine die mechanische Festigkeit der Trägerschicht erhöhende Bewehrung, vorteilhafterweise Stahleinlagen, enthält.
Sowohl die Oberfläche der aktiven Schicht und/oder der Trägerschicht kann eine Zylinder-, Kegel· oder Halbkugelform auf weisen.
Bei ein»' mit dem porösen Körper nach der Erfindung durchgeführten Filtrierung wird in deren Verlaufe auf der Oberfläche der aktiven Schicht, die als Filterfläche funktioniert, eine stärkere Feststoffphase (z. B. Schlamm) entstehen, die jedoch auf dieser nicht festhaftet. Eben aus diesem Grunde kann der Schlamm mechanisch entfernt und der Filter durch Abspülen seiner Oberfläche regeneriert werden.
Der erfindungsgemäße mehrschichtige poröse Körper eignet sich jedoch nicht nur zum Filtrieren, sondern auch zum Dispergieren von Gasen in Flüssigkeiten. In diesem Fall wird das gewünschte Gas von der Trägerschicht her zugeleitet und die frühere Filterfläche wird als aktives Dispergiermittel (Zerstäuber) funktionieren. Es ist insbesondere in diesem Falle zweckmäßig, dieser Fläche eine von der Ebene abweichende Geometrie zu geben. Durch die feinen Poren der aktiven Fläche kann übrigens eine feine Verteilung des eingeblasenen Gases sichergestellt werden außerdem verhindert das auf der flüssigkeitsseitigen Oberfläche befindliche, hydrophobe Eigenschaften aufweisende Bindemittel, daß z. B. im Falle eines diskontinuierlichen Betriebes sich die Mikroorganismen z. B. Phyto- und Monoplanktonoiganismen (etwa Algen) ansiedeln und die Poren verstopfen. Auf diese Weise ist die Konstruktion dauerhaft betriebsfähig.
Die Erfindung wird im weiteren anhand von Beispielen detailliert beschrieben:
Beispiel 1
Zum Filtrieren von kommunalem Abwasserschlamm wird auf eine Fläche von 1 mm^ berechnet der erfindungsgemäße poröse Körper wie folgt hergestellt: aktive Filterschicht - Werkstoff (Aluminiumoxyd AI2O3) - Komstruktur
Größe (FEPA-Norm) Menge (kg) 22 10,4 36 0,60 70 0,60 Bindemittel: Epoxydharzkleber (TIPOXIHS) 1,22 kg Schichtstärke: 5 mm
Durchlässigkeitskoeffizient der aktiven Filterplatte K = 2,1.10'^ cm/s; Hohlraumgehalt n = 32 %
Trägerschicht - Material: Perlkies - Korngröße: 3 bis 7 mm - Bindemittel: Expoxydharzkleber (TIPOXIHS) 2,25 kg - Stärke: 45 mm - Masse: 90,0 kg
Die Filterplatten werden in Stahlschablonen hergestellt, deren Oberflächen sorgfältig gereinigt und mit Kunststoffolie verkleidet werden. Bei der Herstellung liegen drei Hauptschritte vor, nämlich -4-
AT 393 668 B a) .Herstellung der Trägerschicht (Stärke z. B. 45 mm) b) Herstellung der Filterschicht (Stärke z. B. 5 mm) c) Entnehmen des Filterkörpers, Reinigung der Schablonen.
Bei Schritt a) werden klassifizierter Kies und Harz in einem genauen Verhältnis in einem Betonmischer gemischt und das Gemisch wird in der gewünschten Stärke in die Schablonen eingebracht, gegebenenfalls unter Einlage von Verstärkungen und unter Verdichten.
Zur Herstellung der Filterschicht nach Schritt b) werden zunächst die einzelnen Fraktionen der Kommenge in einem Betonmischer trocken vermischt und hierauf wird die entsprechende Harzmenge zugemischt. Das Gemisch wird auf die nach Schritt a) hergestellte Trägerschicht aufgebracht und gleichmäßig verteilt. Die Oberfläche wird mit einer Glasplatte geglättet, die sorgfältig von trockenem Harz gereinigt wird.
Im Schritt c) werden die Filterkörper, z. B. durch Herausklopfen, aus den Schablonen entfernt, und zwar nicht früher, als 24 Stunden nach den Schritten a) und b), um dem Harz Zeit zum Aushärten zu geben. Die entnommenen Filterkörper können z. B. unter Zwischenlage von Wellpappe gestapelt werden.
Wenngleich es zweckmäßig ist, muß die Trägerschicht nicht unbedingt unter Verwendung eines hydrophoben Bindemittels hergestellt werden.
Der Ausgangstrockengehalt des kommunalen Abwasserschlammes betrug 2,0 % (sein Feuchtigkeitsgehalt demgemäß 98,0 %). Als Konditioniermittel wurde eine 4%-ige Lösung des Präparates "Zetag 57" benutzt Der Trockengehalt des entwässerten Schlammes betrug 38 %. Es wurde ein reines schwebstofffreies Filtrat erhalten. FEPA ist eine für Korngrößen geltende internationale Norm, der die ungarische Norm MSZ 6506-84 entspricht
Die eine Komponente des Epoxydharzklebers "TIPOX IHS" ist ein mit einem reaktiven Verdünner modifiziertes Bisphenol-Alpha-Diglyzidyl-Aether-Epoxydharz, die andere Komponente ein aliphatisches Polyamingemisch (Herstellen "Tiszamenti Vegyimüvek” Tiszaszederkdny, Ungarn). Das Präparat "Zetag 57" ist ein Polyelektrolyt auf Polyacrylamidbasis, ein Erzeugnis der Allied Colloid GmbH, Hamburg, BRD.
Befegiel2
Abwasserschlamm aus einer Lederfabrik wurde mit dem erfindungsgemäßen porösen Körper filtriert der für eine Fläche von 1 wie folgt zusammengestellt wurde: aktive Filterschicht - Material: Siliziumkarbid (SiC) - Komstruktur
Größe (FEPA-Norm) Menge (kg) 22 10,40 36 0,60 70 0,60 - Bindemittel: Silikonharzkleber (VP2261) 1,35 kg - Stärke: 5 mm
Die aktive Filterplatte wurde über 3 Stunden auf einer Temperatur von 150 °C wärmebehandelt. Der Durchlässigkeitskoeffizient und das Hohlraumvolumen waren jenen in Beispiel 1 gleich; - Tragschicht: gleich der in Beispiel 1 beschriebenen.
Der Ausgangstrockengehalt des Abwasserschlammes der Lederfabrik betrug 1,5 % (der Feuchtigkeitsgehalt demgemäß 98,5 %). Als Konditioniermittel wurde auch in diesem Falle eine 4 %-ige Lösung des Präparates "Zetag 57" verwendet. Der Chromgehalt des Abwassers betrug 100 mg/Liter. Als Ergebnis des Filtrierens wurde ein entwässerter Schlamm mit einem Trockengehalt von 30 % und ein schwebestofffreies Filtrat mit einem Chromgehalt von 0,05 mg/Liter erhalten.
Der Silikonharzldeber "VP 2261" ist ein Produkt der Firma "Wacker Chemie" München, BRD und ist ein auf Bisphenol-A-Basis hergestelltes Kunstharz. -5-

Claims (6)

  1. AT 393 668 B Beispiel 3 Ölhaltiger Abwasserschlamm wurde mit dem im Beispiel 1 beschriebenen porösen Körper filtriert. Der Ausgangstrockengehalt des Schlammes betrug 2 %, sein Feuchtigkeitsgehalt 98 %, als Konditioniermittel wurde einen 4 %-ige Lösung des Präparates "Zetag 57" verwendet. Als Ergebnis des Filtrierens wurde ein entwässerter Schlamm mit einem Trockengehalt von 33 % und ein Filtratwasser erhalten, dessen Qualität ein Zuführen in das allgemeine Kanalisationsnetz erlaubte. Im Falle aller drei Beispiele war zur Regenerierung der Oberfläche der aktiven Schicht der Filterplatte lediglich ein Abspülen der Oberfläche erforderlich. Der Filterwiderstand in den einzelnen Schichten veränderte sich auch nach einer längeren Betriebsdauer keineswegs, ein Durchspülen (Rückspülen) wurde nicht erforderlich. Beispiel 4 Mittels der vorstehend beschriebenen porösen Körper wurde mit Hilfe der nach Beispiel 2 ausgeführten Konstruktion Luft in Wasser dispergiert Bei einer Konstruktion mit einer Oberfläche von 1 ts? betrug die Luftförderung 20 m^/h, die Sauerstoffmenge 100 g/C^/h, der Energieverbrauch brutto 0,6 kw/1000 g O^, die durchschnittliche Blasengröße d = 2,5 mm. Beispiel 5 Es wurde ein poröser Körper laut Beispiel 1 gefertigt mit dem Unterschied, daß man zur Ausbildung der aktiven Filterschicht als Bindemittel in diesem Falle in mit 4 % Silikon und 10 % Pentaerythrit-Tetraglycidester modifiziertes Epoxydharz in einer Menge von 1,2 kg/m^ verwendete. Die Druckfestigkeit des derart hergestellten Körpers bzw. Filters beträgt 8,8
  2. ± 2 N/mm , seine Biegefestigkeit 3,1 ± 0,5 N/mm^, und sein Durchlässigkeitskoeffizient 5,4.10'^ cm/s. Bei einer Beanspruchung wie nach Beispiel 1 erreichte der Durchlässigkeitskoeffizient infolge der erhöhten Hydrophobität erst nach 18 Monaten denjenigen Wert, den das Filter laut Beispiel 1 nach einem Betrieb von 8 Monaten zeigte. Beispiel 6 Es wurde ein poröser Körper laut Beispiel 1 gefertigt, als Bindemittel wurde jedoch diesmal ein mit 4 % Λ Silikon und 10 % Pentaerythrit-Tetraglycidester modifiziertes Epoxydharz in einer Menge von 1,05 kg/m verwendet, zu welchem ein Zusatz von 3 % Alkohol beigemischt winde. Λ Die Druckfestigkeit des derart hergestellten Körpers bzw. Filters beträgt 9,3 + 2 N/mm , seine Biege-festigkeit 3,1 ± 0,5 N/mm , und sein Durchlässigkeitskoeffizient 2,1.10 cm/s. Bei dem Filter, das in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise zur Behandlung von kommunalem Abwasserschlamm verwendet wurde, betrug der Durchlässigkeitskoeffizient nach einem Betrieb von 3 Jahren bloß 3,2.10"^ cm/s, demgemäß beträgt die Lebensdauer dieses Filters zumindest 3 Jahre. Der größte Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zur Regenerierung der Konstruktion kein Durchspülen, lediglich zeitweise ein Abspülen ihrer Oberfläche erforderlich ist, dessen Energie-, Zeit- und Arbeitsaufwand unbedeutend ist. Die Herstellung der Konstruktion ist einfach, ihre Einsetzbarkeit außerordentlich vielseitig. Die Erfindung beschränkt sich natürlich keineswegs auf die vorstehend detailliert beschriebenen Beispiele, sondern kann innerhalb des durch die Ansprüche definierten Schutzumfanges auf vielerlei Weise verwirklicht werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Mehrschichtiger poröser Körper, bestehend aus mindestens einer Trägerschicht und mindestens einer, eine kleinere Porengröße als die Trägerschicht aufweisenden, aktiven Schicht mit Adsorptionsvermögen, wobei zumindest die aktive Schicht aus chemisch inaktiven, anorganischen körnigen Stoffen - vorzugsweise auf Silikat-basis -, z. B. aus Basalt-, Zeolith-, Al203-Kömchen und Bindemittel(n) besteht, dadurch gekennzeichnet, -6- AT 393 668 B daß zumindest auf der Oberfläche der die aktive Schicht bildenden Körnchen ein hydrophobes Bindemittel aus Silikonharz und/oder aus Expoxidharz auf Bisphenol-A-Basis vorgesehen ist, wobei das Silikonharz ein aus Siloxaneinheiten dar Funktionalität 1.. .4 aufgebautes Harz und/oder ein durch die Kondensation von Monomeren der Funktionalität 1...3 hergestelltes, eine verzweigte Struktur aufweisendes Phenyl-methyl-polysiloxan-und/oder Phenyl-methyl-polysiloxan-polyester- und/oder mit H202 polymerisiertes Phenyl-methyl-vinyl-siloxan- Harz ist, und das Epoxidharz ein aus 4,4'-Dihydroxy-diphenyl-propan und Epichlorhydrin hergestelltes Kunstharz auf Bisphenol-A*Basis ist, dessen Molekulargewicht 380 bis 3800, Epoxyäquivalent 175 bis 4000, Esteräquivalent 80 bis 200 ist, eine 4 bis 17 OH-Funktionsgruppe aufweist, seine Viskosität 5 bis 150 P (bei 20 °C) und sein spezifisches Gewicht 1,14 bis 1,2 beträgt 2. Körper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die aktive Schicht/Schichten bildenden Körnchen eine Korngröße von 0,2 bis 1 mm und die Poren der Schicht/Schichten eine Größe von 0,1 bis 1 mm aufweisen.
  3. 3. Körper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht durch perforierte Stahlplatte(n) bzw. eine aus anorganischen Körnchen und Bindemittel bestehende Schicht gebildet wird, in der die Größe der Körnchen zwischen 1 bis 5 mm und die Porengröße zwischen 0,8 und 1,2 mm liegt
  4. 4. Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der aktiven Schicht/Schichten 5 bis 15 mm, die der Tiägerschicht/Trägerschichten hingegen 50 bis 150 mm beträgt
  5. 5. Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er eine die mechanische Festigkeit der Trägerschicht erhöhende Bewehrung, vorteilhafterweise Stahleinlagen, enthält
  6. 6. Körper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der aktiven Schicht und/oder der Tiägerschicht eine Zylinder-, Kegel- oder Halbkugelform aufweist -7-
AT57688A 1986-02-10 1988-03-04 Mehrschichtiger poroeser koerper AT393668B (de)

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Citations (3)

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DE3021377A1 (de) * 1980-06-06 1981-12-17 Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke, 8715 Iphofen Adsorptionsgranulat auf perlitegrundlage und verfahren zu dessen herstellung
DE3139369A1 (de) * 1981-10-03 1983-04-14 CEAG Verfahrenstechnik GmbH, 4714 Selm Adsorptionsfilter mit desorptionseinrichtung
US4554261A (en) * 1984-07-23 1985-11-19 Jungle Laboratories Corporation Composition and method for removing chloramine from water containing same

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