AT394230B - Element zur errichtung von gegen elektromagnetische stoerungen abgeschirmten raeumen - Google Patents

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AT394230B
AT394230B AT0412282A AT412282A AT394230B AT 394230 B AT394230 B AT 394230B AT 0412282 A AT0412282 A AT 0412282A AT 412282 A AT412282 A AT 412282A AT 394230 B AT394230 B AT 394230B
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Description

AT 394 230 B
Gegenstand der Erfindung ist ein Element zur Errichtung von gegen elektromagnetische Störungen abgeschirmten Räumen.
Um eine optimale Bodennutzung zu gewährleisten, werden heute vorzugsweise Hochbauten errichtet. In solchen modernen Großbauten, wie z. B. Krankenhäusern, Rechenzentren usw. kommt es aus räumlichen Gründen zwangsläufig zu einer unmittelbaren Nachbarschaft von Energieversoigungsanlagen und elektronischen Geräten bzw. Rechenanlagen. Dies bedeutet, daß mit dem Zusammenwirken vieler Funktionen in einem eng umgrenzten Bauwerk auch die hiefür notwendigen energietechnischen Komponenten, besonders die elektrische Energieversorgung in hochkonzentrierter Form vorhanden sind. Dabei werden einerseits immer größere Energiemengen bereitgestellt und umgesetzt, anderseits sollen mechanische Feinstmeßgeräte und höchstempfindliche elektronische Einrichtungen, wie sie Regelungs- und Steuerungstechnik, Medizintechnik, Meßtechnik u. ä. heute kennen, klaglos funktionieren. Diese Forderungen sind a priori widersprüchlich. Diesbezüglich auftretende Schwierigkeiten bedingen die Durchführung von Abschirmungsmaßnahmen - die Schirmung von Räumen bzw. Teilbereichen, die Erdung von Rohrleitungen, Geländern und ausgedehnten Metallteilen -.
Wenn auch zur Dämpfung störender mechanischer Schwingungen Vorkehrungen getroffen werden sollen, sind dafür geeignete schwingungsdämpfende Verbundelemente im Stand der Technik bekannt, etwa aus der EP 0 027 945, der AT-PS 232.694 sowie der DE-OS 27 52 095. Diese weisen in der Regel eine, an oder zwischen versteifenden Deckschichten angeordnete, aus spezifischen thermoplastischen Materialien verfertigte und/oder mit zahlreichen Hohlräumen versehene Kemschichten auf, die das Auftreten von Transversal- oder Scherwellen begünstigen und somit die Schwingungsenergie durch Scherung der Kemschicht vernichten oder aber die Scherkomponente der zu dämpfenden Biegeschwingung verstärkt auf eine weitere schwingungsdämpfende Schicht übertragen. Die Deckschichten) kann (können) aus Metall bestehen, das jedoch hinsichtlich optimaler Werte des Elastizitätsmoduls auszuwählen ist
Die Anforderungen an Feinstmeßräume, z. B. für Elektronenmikroskope liegen bei einer maximalen Induktion von 0,5 μΤ bis 1 μΤ bei Frequenzen um 50 Hz. Die Dämpfung von Gittern nimmt mit wachsender Frequenz ab, da die Querimpedanz elektrisch unendlich gut leitender Gitter rein induktiv ist. Im Gegensatz dazu ist bei homogenen Schirmen mit einer Schichtdicke wesentlich kleiner als die Wellenlänge die Dämpfung bis zu sehr hohen Frequenzen konstant. Es sind also homogene Schirme den Abschirmgittem vorzuziehen.
Zur Schaffung elektromagnetisch abgeschirmter Räume war es eine Methode der Wahl, vorzugsweise ca. 0,1 mm dicke Kupferfolie wie eine Tapete auf die mit glatter Oberfläche hergestellte Wand aufzubringen. Wegen des relativ hohen Gewichtes der metallischen Folie ist dazu ein geruchsintensiver Spezialkleber zu verwenden, der eine unangenehme Geruchsbelästigung für die Monteure verursachte. Wegen der relativen Steifheit der Metallfolie und der deshalb nach dem Aufkleben erforderlichen Glättungsaibeit war der Arbeitsaufwand relativ hoch. An den überlappend angeordneten Stoßkanten waren die Folien zu verlöten. Bei der Verlötung der Folien und noch mehr bei der neuerdings bevorzugten Verschweißung mittels Kupferdrahtes in einem Schutzgasverfahren, durch die Inhomogenitäten im Schirmwiderstand vermeidbar sind und daher eine bessere Störstromableitung erzielbar ist, kann es durch lokale Überhitzungen zu einer störenden Aufblähung der Kleberschicht kommen.
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein Element zu schaffen, um im Einklang mit der heute bevorzugt angewandten Trockenbauweise für den Innenausbau eine vereinfachte Herstellung von mit Kupferfolie geschirmten Räumen zu ermöglichen und sie löst diese Aufgabe dadurch, daß das Element aus einem Trägerelement in Form einer Leichtbauplatte vorzugsweise einer an sich bekannten Gipskartonplatte mit einer auf einer Fläche aufkaschierten Kupferfolie besteht, daß die Kupferfolie aus Elektrolytkupfer hoher Leitfähigkeit besteht, daß die Kupferfolie die eine Fläche der Leichtbauplatte zur Gänze bedeckt und an mindestens zwei aneinander stoßenden Kanten der Leichtbauplatte über diese Kanten hinausragt.
Die mit dem erfindungsgemäßen Element erzielbaren Vorteile liegen darin, daß durch seine Verwendung sehr rasch nach Art der heute verbreiteten Trockenputztechnik, geschirmte Räume mit glatten Sichtflächen hergestellt werden können, daß dabei jegliche mit unangenehmer Geruchsbildung bzw. gesundheitschädigender Einwirkung verknüpfte Klebearbeiten vor Ort entfallen können, daß durch die spezielle Anordnung der Vorstöße der Kupferfolie eine senkrechte Stapelbarkeit der Elemente ohne Beschädigung der Kupferfolie möglich ist, ebenso eine leichte Transportierbarkeit durch Anfassen der beiden Kanten, an denen die Kupferfolie bündig abschließt. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Verbindung der Kupferfolie mit der Fläche der Leichtbauplatte im Randbereich der Leichtbauplatte ausgespart sein. Dadurch wird mit Sicherheit vermieden, daß bei der Herstellung der nahtlosen Schirmung durch Verlötung oder die neuerdings vorgezogene Verschweißung der Randbereiche der Folie durch lokale Überhitzung eine störende Aufwerfung der Kupferfolie durch Blasenbildung eines Klebestoffes auftritt.
An Hand von Zeichnungen soll der Erfindungsgegenstand nachfolgend ausführlicher beschrieben werden.
Fig. 1 zeigt die Ausführung einer Abschirmung nach der bisher gebräuchlichen Methode in einem Querschnitt durch ein herkömmliches Wandelement mit Abschirmfolie.
Fig. 2 und 3 zeigen in Querschnitten Anordnungen von erfindungsgemäß ausgestalteten Elementen.
Fig. 4 zeigt in einem Querschnitt die Anordnung eines nach einer Variante ausgeführten Elementes und
Fig. 5 zeigt die Ansicht einer mit erfindungsgemäßen Elementen bedeckten Wand.
In Fig. 1 ist gezeigt, wie bisher die Kupferfolie (1) mittels eines Spezialklebers (2) an einer geglätteten Wand (3) angebracht wurde. Diese Wand (3) kann nach jeder üblichen Art hergestellt sein, etwa aus Mauerwerk, -2-

Claims (2)

  1. AT 394 230 B Beton, Bauplatten oder Leichtbauplatten. Im Überlappungsbereich werden die Folien (1) vorzugsweiße mittels Weichlotes (4) elektrisch leitend und mechanisch miteinander verbunden. Diese Herstellungsweise ist sehr aufwendig, da die Wand (3) geglättet sein muß, und ein Spezialkleber meist sowohl auf die Wand als auch auf die Folie aufgebracht werden muß, der meist stark riechend und allenfalls gesundheitsschädlich ist Bei der Verlötung kann es an einzelnen Stellen durch lokale Überhitzung zu einer störenden Aufblähung der darunter liegenden Schicht des Spezialklebers (2) kommen, die sich, abgesehen von einer ästhetischen Beeinträchtigung auch in Form einer Beeinträchtigung der Abschiraiwirkung durch Ausbildung von Unstetigkeitsstellen des Wellenwiderstandes auswirken konnte. Diese Gefahr besteht in noch größerem Maße bei der neuerdings bevorzugten Verschweißung der Folien mittels Kupferdrahtes in einem Schutzgasverfahren. Fig. 2 zeigt ebenfalls im Querschnitt die erfindungsgemäße Ausführung und Anordnung der Elemente zur Herstellung einer Abschirmung. Die Kupferfolie (1) ist mittels eines fabrikatorisch aufgebrachten Klebers (5) auf einer Gipskartonplatte (6) aufkaschiert, wobei erfindungsgemäß an mindestens zwei aneinander stoßenden Kanten die Kupferfolie (1) über die Kanten der Gipskartonplatte (6) hinausragt. Die Breite dieses Vorstoßes kann je nach technischer Gegebenheit unterschiedliche optimale Werte aufweisen, es hat sich aber ein Maß von ca. 15 mm als universell verwendbar erwiesen. Im Kantenbereich der Gipskartonplatte (6) ist die Verklebung von Kupferfolie (1) und Platte (6) erfindungsgemäß in einem Streifen ausgespart, der geringfügig breiter ist als der genannte Vorstoß. Die Elemente werden in einer herkömmlichen geeigneten Verfahrensweise der Leichtbautechnik an einer Wand oder einem Lattengerüst angeoidnet und die Kupferfolien (1) im Überlappungsbereich miteinander verlötet oder verschweißt. Fig. 3 zeigt in einer senkrechten Schnittansicht, wie bei manchen Anwendungsfallen, etwa beim Anschluß an eine am Boden verlegte Abschirmfolie (7) ein an allen vier Kanten mit einem Vorstoß der Kupferfolie (1) ausgeführtes erfindungsgemäßes Element vorteilhaft verwendet werden kann. Dazu wird der an der unten zu liegen kommenden Kante des Elementes vorstoßende Streifen (8) der Kupferfolie (1) wie gezeigt senkrecht aufgebogen und nach dem Anbringen des Elementes an der Wand mit der am Boden verlegten Folie (7) herkömmlich verlötet oder verschweißt Prinzipiell wäre auch hier die Verwendung einer erfindungsgemäß nur an zwei aneinander stoßenden Kanten mit einem Vorstoß der Kupferfolie (1) ausgebildeten Elementes möglich, bei dem also an der unten zu liegen kommenden Kante kein Vorstoß der Kupferfolie (1) vorhanden wäre. Es müßte dazu ein Randstreifen der meist unverklebt verlegten Bodenfolie (7) senkrecht nach oben abgebogen werden u. zw. derart, daß die Breite der zwischen diesem aufgebogenen Streifen und der Wand bzw. Tragkonstruktion, an der das Abschirmelement zu befestigen ist gebildeten Rinne oder Nut der Dicke des Elements entspricht. Dann ist vor dem Anbringen des Elementes z. B. an einer unverputzten Wand an dieser der sogenannte Klebemörtel oder Ansetzbinder anzubringen, wobei weder eine Beschädigung des senkrecht aufstehenden Streifens der am Boden verlegten Folie (7) durch unachtsames Darauftreten, noch eine Verschmutzung der gebildeten Rinne oder Nut durch herunterfallende Mengen des Klebemörtels mit der Notwendigkeit der umständlichen nachfolgenden Reinigung auszuschließen ist. Auch ist der Vorgang der Befestigung des Elementes an der Wand umständlicher, da das Element mit seiner unteren Kante in schräg von der Wand abstehender Lage in die Rinne oder Nut eingesetzt und dann zur Wand geschwenkt werden muß. Der Vorstoß der Kupferfolie (1) an der vierten Elementkante kann nach der in Abbildung (4) gezeigten Weise in den im klebstofffreien Streifen im Randbereich des benachbarten Elementes verfügbaren Schlitz zwischen Plattenfläche und Kupferfolie (1) eingeschoben werden. Dazu soll dieser klebstofffreie Streifen etwas breiter ausgebildet sein als der Vorstoß der Kupferfolie (1). Fig. 5 zeigt noch schematisch in einer Draufsicht die Anordnung eines Verbandes erfindungsgemäßer Elemente an einer Wand, wobei zu sehen ist, wie auch bei den erfindungsgemäßen Elementen, die nur an zwei aneinanderstoßenden Kanten einen Vorstoß der Kupferfolie (1) aufweisen, eine lückenlose Überdeckung der Wandfläche miteinander überlappenden Abschirmfolien erreicht wird. Durch die gestrichelten Linien sind die Kanten der Gipskartonplatten (6) angedeutet von denen jeweils zwei bündig mit der Kupferfolie (1) abschließen. PATENTANSPRÜCHE 1. Element zur Errichtung von gegen elektromagnetische Störungen abgeschirmten Räumen, dadurch gekennzeichnet, daß das Element aus einem Trägerelement in Form einer Leichtbauplatte, vorzugsweise einer an sich bekannten Gipskartonplatte (6) mit einer auf einer Fläche aufkaschierten Kupferfolie (1) besteht, daß die Kupferfolie (1) aus Elektrolytkupfer hoher Leitfähigkeit besteht, daß die Kupferfolie (1) die eine Fläche der Leichtbauplatte zur Gänze bedeckt und an mindestens zwei aneinander stoßenden Kanten der Leichtbauplatte über diese Kanten hinausragt. -3- 5 AT 394 230 B
  2. 2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Kupferfolie (1) mit der Fläche der Leichtbauplatte im Randbereich der Leichtbauplatte ausgespart ist Hiezu 1 Blatt Zeichnung -4-
AT0412282A 1982-11-12 1982-11-12 Element zur errichtung von gegen elektromagnetische stoerungen abgeschirmten raeumen AT394230B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006014619A1 (de) * 2006-03-29 2007-06-21 Siemens Ag Kleinbauelemente zur Verwendung im Hausbau mit elektrisch leitenden Strukturen

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT232694B (de) * 1959-03-23 1964-03-25 Bolt Beranek & Newman Schwingungsdämpfendes Bau- oder Konstruktionselement
DE2752095A1 (de) * 1976-11-23 1978-06-01 Harry Lindbladh Kompositplatte
EP0027945A2 (de) * 1979-10-25 1981-05-06 Hoechst Aktiengesellschaft Verbundplatte

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