AT395123B - Verfahren zum herstellen von knoten fuer fachwerkkonstruktionen aus rohren - Google Patents

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Description

AT395 123 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Knoten für Fachwerkkonstruktionen aus Rohren, die aus langgestreckten Elementen, den Pfosten, gebildet sind, die untereinander durch rohrförmige Querelemente, die Querstreben, über Knotenbleche verbunden sind, von denen jedes zumindest einen Anschlußstutzen zwischen dem Pfosten und der Querstrebe aufweist. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Herstellen dieser Knotenbleche für Fachwerkkonstruktionen von Offshore-Erschließungs- und Produktionsplattformen für Öl und Gas.
Die Fachwerkkonstruktionen von Offshore-Bohrplattformen stehen unter ständiger Spannung, nicht nur durch das Gewicht der Plattform, sondern auch durch Meereswellen, wobei die zyklischen Belastungen eine beträchtliche Größe erreichen können. Diese Konstruktionen müssen deshalb beträchtliche Zugfestigkeit, Druckfestigkeit, Biegefestigkeit und insbesondere Ermüdungsfestigkeit haben.
Ein Bereich besonderer Spannungsansammlung ist die Übergangszone zwischen Pfosten und Querstrebe. Diese Zone muß mit großer Sorgfalt entworfen und konstruiert werden, u. zw. wegen der großen Belastungen, denen sie während des langen Lebens der Plattform unterworfen ist, während dem es praktisch unmöglich ist, Wartungsarbeiten auszuführen.
Die übliche Struktur der Fachwerkkonstruktionen besteht aus verschweißten Rohren und ist aus verschiedenen Gründen nicht zufriedenstellend. Ein Hauptnachteil besteht in der Tatsache, daß die Schweißstellen zwischen Pfosten und Querstreben sich genau in der bereits erwähnten Übergangszone befinden, nämlich dort, wo maximale Belastungskonzentrationen auftreten. Dies ist ein Faktor, der sehr sorgfältig berücksichtigt werden muß, insbesondere weil es bei Konstruktionen dieser Abmessungen sehr schwierig ist, vollkommen ordnungsgemäße Schweißungen auszuführen und diese zu überprüfen.
Es sind auch andere Strukturmodelle vorgeschlagen worden, beispielsweise die Verwendung von relativ kleinen, vollen Knoten oder Krägen, von denen jeder mit einem die Querstrebe tragenden Ansatz versehen ist, oder von gegossenen Knoten, wobei diese Modelle bei konventionellen Plattformkonfigurationen angewendet werden. Es haben aber auch alle diese Lösungen eine Anzahl von Nachteilen.
Wenn vollständig aus Rohren aufgebaute Konstruktionen betroffen sind, besteht eine der interessantesten, in der internationalen Patentanmeldung WO 86/01752 vorgeschlagenen Lösungen in der Verwendung einer Stahlplatte als Knotenblech zur Bildung des Überganges (Anschlußstutzen) zwischen Pfosten und Querstrebe, wobei die Stahlplatte gekrümmt ist, um dem Radius des Pfostens zu entsprechen, durchbohrt ist, wo die Verbindung hergestellt werden soll, und dann an dem Loch extrudiert ist, um den Anschlußstutzen zu bilden. Diese Platte wird mit anderen entsprechend geformten Platten zur Bildung des Knotens zusammengefügt und verschweißt.
Obzwar diese Lösung vom theoretischen Gesichtspunkt aus interessant ist, hat sie tatsächlich mehrere ziemlich große Nachteile. Um die Verbindung mit der Querstrebe in der größtmöglichen Entfernung vom Pfosten anzuordnen, muß bei der Extrusion eine beträchtliche Verformungsarbeit geleistet werden; diese verursacht aber eine übermäßige Verdünnung der Anschlußstutzenwände; um diese Wandstäikenverringerung innerhalb annehmbarer Grenzen zu halten und insbesondere zu sichern, daß keine größeren Dickenunterschiede im Übergang zur Querstrebe auftreten, ist es erforderlich, von einer viel dickeren Platte auszugehen als dies sonst notwendig wäre. Wenn anderseits erwünscht ist, Plattendicken anzuwenden, die nahe jener der für die Pfosten verwendeten liegen, dann können wegen des für die Extrusion erforderlichen Loches nur Anschlußstutzen sehr beschränkter Länge erzeugt werden, wodurch der Vorteil einer Verlagerung der Schweißstelle mit der Querstrebe in eine vernünftige Entfernung von der Pfostenoberfläche reduziert wird.
Es versteht sich deshalb, daß das Interesse an dieser Lösung entschieden beschränkt ist, u. zw. wegen solcher ungünstiger Faktoren wie einer übermäßigen Erhöhung des Gewichtes im Vergleich zu den bekannten rohrförmigen Knoten, einer möglichen Änderung der Wandstärke entlang des Pfostens und der Kürze des Abstandes zwischen Schweißstelle und Pfosten.
Kurz gesagt existiert auch heute noch keine wirklich verläßliche Konstruktionstechnologie für Knoten von großen Fachwerkkonstruktionen aus Rohren, wie jenen, die für Offshore-Bohrplattformen Verwendung finden.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, diese Schwierigkeiten zu vermeiden, indem ein neuer Weg zur Herstellung der Knoten bei großen Fachwerkkonstruktionen aus Rohren geschaffen wird; die Erfindung ermöglicht die Herstellung von Knoten mit einer beliebigen Anzahl von Anschlußstutzen, welche die Schweißstelle mit der Querstrebe in einem ausreichenden Abstand von der Oberfläche des Pfostens halten, wodurch gewährleistet wird, daß Sicherheitsgrenzen eingehalten werden, wobei die Querstreben unter jedem gewünschten Winkel zum Pfosten angeordnet werden können.
Erfindungsgemäß zeichnet sich das Verfahren zum Herstellen von Knoten für Fachwerkkonstruktionen aus Rohren, die aus langgestreckten Elementen, den Pfosten, gebüdet sind, die untereinander durch rohrförmige Querelemente, die Querstreben, über Knotenbleche verbunden sind, von denen jedes zumindest einen Anschlußstutzen zwischen dem Pfosten und der Querstrebe aufweist, dadurch aus, daß das Knotenblech aus einer Stahlplatte nach einem Verfahren hergestellt wird, das folgende kombinierte zusammenwirkende Schritte enthält: -2-
AT395 123 B - Biegen des Stahls in U-förmige Gestalt zur Erzielung eines Teiles mit einem gekrümmten Abschnitt, - Erhitzen des gekrümmten Abschnittes des so erhaltenen Teiles, - Erzeugen eines Vorsprunges am erhitzten Abschnitt durch Formung in einem Gesenk, - Anpassen des Krümmungsradius des gekrümmten und geformten Teiles an jenen des Pfostens, - Lochen des geformten Abschnittes auf der Mittellinie des Vorsprunges, - Extrudieren des geformten und gelochten Abschnittes in die Endgestalt des Anschlußstutzens.
Durch Zusammenbau zumindest eines der auf diese Weise erhaltenen Teile mit zumindest einer gekrümmten Platte wird ein Knoten zur Befestigung an einem Pfosten gebildet
Der gekrümmte Abschnitt des durch U-förmiges Biegen der Platte erhaltenen Teiles wird auf eine Temperatur zwischen 950 und 1200 °C erhitzt, um eine rasche Warmformung des Teiles im nachfolgenden Bearbeitungsschritt zu ermöglichen, vorzugsweise in einem einzigen Arbeitsvorgang.
Die Verformung eines Abschnittes der erhitzten Zone des U-förmig gebogenen Teiles wird in einem Gesenk so vorgenommen, daß auf der konvexen Seite des U-förmigen Teiles ein Vorsprung entsteht, dessen Durchmesser so groß wie derjenige des erwünschten Anschlußstutzens ist und der eine Länge besitzt, die zumindest gleich der Hälfte des Radius des Anschlußstutzens ist wobei die Mittellinie unter jenem Winkel orientiert ist, unter welchem die Quastrebe an den Pfosten angeschlossen werden muß, und wobei der Vorsprung in einem Gesenk gebildet wird, das die Krümmung des U-förmigen Teiles hat und das eine Ausnehmung hat die die Form und den Winkel des erwünschten Vorsprunges hat
Die endgültige Extrusion des Vorsprunges zur Bildung eines Anschlußstutzens mit spezifischer Länge und Wandstärke erfolgt in zumindest einem Durchgang, wobei der erhaltene Vorsprung in seiner Mittellinie gelocht auf eine hohe Temperatur erhitzt und mit einem Stempel und einem Gesenk extrudiert wird, wobei das Profil des Stempels konisch ist und das Gesenk die endgültige Form des Anschlußstutzens hat Der interessanteste Vorteil dieses Arbeitsverfahrens besteht in der Formung eines ersten entsprechend langen Anfangsvorsprunges, dessen Durchmesser etwa jenem des endgültigen Anschlußstutzens entspricht bevor das für die Extrusion erforderliche Lochen erfolgt Somit tritt die erste Verformung, welche den größten Teil des Anschlußstutzens erzeugt dann auf, wenn der Teil noch nicht gelocht ist das gesamte Volumen des verformten Teiles trägt auf diese Weise zur Bildung des Anschlußstutzens bei, und somit geht das Verfahren von einer Platte aus, deren Anfangsstärke wesentlich kleiner als jene ist die für ein Verfahren erforderlich ist welches von einer gelochten Platte ausgeht
Da überdies der Anschlußstutzen durch Extrusion eines bereits in da erwünschten Richtung und unter dem erfordalichen Winkel des verformten Teiles erhalten wird, kann seine Länge vergrößert werden, so daß die Querstrebenschweißstelle noch weiter von der vom maximalen Spannungsaufbau beeinflußten Zone entfernt wird.
Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, daß es durch ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung möglich ist mit Anschlußstutzen versehene Knotenbleche zu erzeugen, die wesentlich leichter sind und einen längeren Anschlußstutzen haben als dies sonst mittels bekannter Verfahren möglich wäre. Tatsächlich konnten bei maßstabgetreuen Versuchen, wobei in jedem Fall Knotenbleche berücksichtigt wurden, deren Fläche gleich jener einer Platte gemäß der Erfindung ist, die folgenden Ergebnisse erhalten werden:
Wandstärke, mm Dicke am Ende des Anschlußstutzens, mm Abstand auf der Anschlußstutzenmittellinie zwischen der Knotenoberfläche und dem Ende des Anschlußstutzens, mm Gewicht (Platte + Anschlußstutzen), kg
Knoten aus Rohr Knoten aus Platte (bekannte Technik) Knoten aus Platte (vorliegende Erfindung) 16 30 20 10 20 10 0 81 215 70 226 152
Wie ersichtlich ist, ist es mit der vorliegenden Erfindung möglich, mit eina verhältnismäßig dünnen Originalplatte zu arbeitoi und dennoch eine gute Anschlußstutzenlänge zu erzielen. Im Unterschied zu der bekannten Technik wird stattdessen von relativ dünnen Platten ausgegangen und es waden kurze Anschlußstutzen erhalten, doen Länge -3-
AT 395 123 B sich nicht proportional mit der Plattendicke vergrößert.
Wie bereits erwähnt, ist es sehr wesentlich, den Abstand der Querstrebenschweißsteile von der Oberfläche des Knotens vergrößern zu können, weil der Spannungsaufbau in den verschiedenen Teilen des Knotens in der Oberfläche am größten ist, in der Übergangszone mit der Querstrebe, und von dieser Zone weg abnimmt. 5 In dieser Hinsicht kann angenommen werden, daß in einigen Situationen (Pfostendurchmesser 500 mm,
Querstrebendurchmesser 250 mm) in einem Abstand von 100 mm von dieser Übergangszone die Kräfte zwischen 1/3 und 1/2 des Maximums betragen, wogegen in einem Abstand von 200 m dieser Wert auf zwischen 1/8 und 1/6 des Maximums reduziert wird. Es ist deshalb klar, daß durch Verlängerung des Anschlußstutzens die Schweißung in einem sicheren Abstand von der Zone des maximalen Spannungsaufbaus ausgeführt werden kann, so daß eine 10 dünnere Platte verwendet werden kann, wodurch der endgültige Aufbau leichter wird und die Kosten sinken.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung im Vergleich mit bekannten Plattentechniken besteht darin, daß der Endabschnitt des Anschlußstutzens ein kreisförmiges Profil hat, was es ermöglicht, einfache automatische Schweißtechniken anzuwenden. Bei den bekannten Techniken ist demgegenüber das Profil des Endabschnittes des Anschlußstutzens elliptisch, so daß sich beträchtlich erhöhte Schwierigkeiten bei der Schweißung ergeben, wobei 15 die Arbeit häufig von Hand ausgeführt werden muß. Der Knoten gemäß der Erfindung kann zum Zusammenbau mit dem Pfosten und zum Anschluß an die Quastreben direkt an die Baustelle gesandt werden; im Falle der bekannten Technik wird demgegenüber bevorzugt, an den Anschlußstutzen eine Verlängerung anzuschweißen, die am freien Ende kreisförmigen Querschnitt hat, so daß vermieden wird, den schwierigen Schweißvorgang während der Errichtung an einer elliptischen Form vornehmen zu müssen. 20 An dieser Stelle sei erwähnt, daß auf einem abliegenden technischen Gebiet, der Herstellung eines Korbbogen bodens für Behälter, aus der DE-OS1,903.024 ein Verfahren bekannt ist, bei dem eine Aluminiumsonde durch eine erste Pressung in die Gestalt eines Korbbogens gebracht wird, dieser daraufhin angewärmt und in einer zweiten Pressung mit Ausbuchtungen versehen wird, die anschließend gebohrt und letztlich unter Aufweitung der Bohrungen zu Rohrstutzen gepreßt werden. Das Ziel dieses Verfahrens ist die Verbilligung und Vereinfachung der Herstellung 25 von Anschlußstutzen an einem Behälterboden.
Demgegenüber befaßt sich die Erfindung mit der Herstellung von Knotenelementen für rohrförmige Fachwerk-aufbauten bei Offshore-Plattformen. Die Anforderungen, die in Bezug auf Festigkeit, Verschweißbarkeit, geringes spezifisches Gewicht und homogene Wandstärke an diese Knotenverbindungen gestellt werden, sind auf Grund der extremen Belastungen durch Plattformgewicht, Wellenschlag und Wind äußerst hoch und mit den Anforderungen 30 für Anschlußstutzen für Behälterböden nicht vergleichbar. Die Erfindung beschäftigt sich daher auf einem anderen technischen Gebiet mit anderen technischen Problemen, Dimensionen und Materialien als die DE-OS 1,903.024.
Ferner istaus der EP-A1-0 004 240 ein Verfahren zur Herstellung eines Rohrstutzens in einerWand großer Dicke durch Aufweiten und Ausziehen einer Bohrung mittels eines konisch/konkaven Domes unter Vermeidung eines Preßvorganges bekannt Während des Ausziehens liegt der Bohrungsrand frei fliegend am Dom an. Diese Lösung 35 beschäftigt sich ebenfallsnichtmitden hohen AnforderungenanFestigkeit,Genauigkeit, Gewicht, Verschweißbarkeit etc., die an ein Knotenblech für Knotenveibindungen von Offshore-Plattform-Tragefachwerken gestellt werden.
Die vielen und wesentlichen Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen bereits aus den vorhergehenden Ausführungen hervor. Die Erfindung wird jedoch nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert, die als reine Beispiele gegeben werden und den Schutzbereich der Erfindung in keiner Weise einschränken. 40 Es zeigen Fig. 1 eine Ansicht eines Teiles der Fachwerkkonstruktion, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Knoten,
Fig. 3 eine Ansicht und einen Längsschnitt einer Anordnung aus einer U-förmig gebogenen Platte und eines Gesenks in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsphasen, Fig. 4 eine geschnittene Teilansicht einer Plattenanordnung mit einem zur Extrusion bestimmten Anschlußstutzen, der Extrusionsdüse und dem Extrusionsstempel.
In Fig. 1 ist ein Teil einer Fachwerkkonstruktion aus Rohren gezeigt, der beispielsweise den Abstützungsaufbau 45 einer Offshore-Bohrplattform bildet, wobei mit (1) ein Pfosten, mit (2) eine Querstrebe und mit (3) ein Knoten bezeichnet sind. Die Komplexitätdes Aufbaus im allgemeinen und der Knoten im besonderen sowie die große Anzahl von erforderlichen Knoten und die Rolle, die diese Teile hinsichtlich der Stabilität, der S icherheit und der Endkosten einer Plattform spielen, sind klar ersichtlich.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt eines sog. K-Knotens. Die linke Hälfte der Figur zeigt ein Beispiel für die 50 allgemeinen Probleme der Knoten, wogegen die rechte Hälfte der Figur sich auf die vorliegende Erfindung bezieht.
Bei der klassischen Knotenkonfiguration - linke Hälfte von Fig. 2 - besteht der Hauptkörper des Knotens aus einem großdurchmeßrigen Rohr (4), an welches ein kleineres Rohr (5) angeschweißt ist, das die Querstrebe bildet. Die Veibindung (6), über welche die Querstrebe mit dem großen Rohr verbunden ist, ist klarerweise die Schwachstelle in dem Aufbau, und unglücklicherweise ist diese genau in jener Zone angeordnet, in welcher die 55 größte Spannungsanhäufung stattfindet.
Gemäß der Erfindung - rechte Hälfte von Fig. 2 - wird stattdessen ein Knotenblech in Form einer Platte (8) entsprechender Dicke, die mit einem Anschlußstutzen (11) versehen ist, entlang Linien (9) und (10) an den Rest des Knotens -4-

Claims (4)

  1. AT 395 123 B (7) geschweißt, der seinerseits aus einem oder mehreren Teilen Knotenblechen bestehen kann. Die Querstrebe (12) wird sodann am Anschlußstutzen (11) entlang einer Linie (13) angeschweißt, die kreisförmig ist Die Länge des Anschlußstutzens wird entlang seiner Mittellinie zwischen den Punkten (A) und (B) gemessen, welche den Schnitt der Anschlußstutzenmittellinie mit der Oberfläche des Anschlusses und der Mitte des Kreises darstellen, der vom freien Ende des Anschlußstutzens gebildet wird und hi«* durch die Linie (13) angedeutet ist. Hinsichtlich der Verfahren zum Herstellen der extrudierten Teile gemäß der Erfindung zeigt Fig. 3 zwei aufeinanderfolgende Situationen, die durch die Fig. 3a und 3b dargestellt sind. Die erste zeigt eine Queransicht einer U-förmig gebogenen Platte (8) und eines Gesenkes (14). Der gekrümmte Abschnitt (8a) der U-förmigen Platte (8), der beispielsweise unterhalb der strichlierten Linie (C-C') liegt, wird auf eine hohe Temperatur erhitzt, die typischerweise zwischen950und 1200°C beträgt, und wird dann im Gesenk(14)angeordnet,daseine entsprechende Ausnehmung (14') hat, die strichliert angedeutet ist, und sodann unter Anwendung bekannter Verfahren verformt. Das Produkt dieser Verformung ist im obmen Teil von Fig. 3b gezeigt, diesmal im Längsschnitt. Dm erhitzte Teil (8a) der Platte (8) ist gezwungen worden, sich innerhalb der Ausnehmung (14') zu verformen, um den Vorsprung (11') zu bilden. In den nachfolgenden Phasen wird dm Endteil (15) des Vorsprunges (11') an der Mittellinie desselben gelocht und wieder auf hohe Temperatur gebracht, z. B. zwischen 950 und 1200 °C. Der Teil wird sodann in eine Extrusionsdüse (16) (Fig. 4) angeordnet, wo er mittels eines Elementes (17) gegenüber der Form (18) in Position gehalten wird, die eine entsprechend konische Ausnehmung (18') hat Ein konischer Stempel formt dann den Endteil (15) des Vorsprunges (11'), wodurch ein Knotenblech mit einem Anschlußstutzen (11) mit Wänden unterschiedlicher Stärke entsteht, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist Wie leicht ersichtlich ist, wendet die Erfindung eine vollkommen neue Kombination von Biege- und Schweiß-sowie Schmiedevorgängen an, wodurch hochpräzise Schmiedestücke rasch und ohne kostspielige Modifikation von Standardausrüstungen und Verfahren erzeugt werden können. Es sollte auch einem Faktor Beachtung geschenkt werden, der für die Sicherheit des Endproduktes wesentlich ist nämlich der Kombination von geringem Gewicht des Teiles mit dessen spezifischer Gestalt Diese Kombination gestattet es, eine mögliche Schwächungszone, d. h. jene Zone, in welchm die Querstrebe angeschweißt wird, in eine beträchtliche Entfernung von der Zone maximalen Spannungsaufbaus zu versetzen. Es sei daran erinnert daß verschiedene Faktoren, die beim Entwurf von Fachwerkkonstruktionen für Offshoreplattformen in Betracht gezogen werden müssen, eine Länge des Anschlußstutzens von zumindest 3/4 des Radius des Anschlußstutzens erforderlich machen: Gemäß der Erfindung beträgt die Länge des während der ersten Verformung des erhitzten Teiles der U-förmig gebogenen Platte erhaltenen Vorsprunges zumindest den halben Radius des Anschlußstutzens, wogegen im Endstück es sehr einfach ist die erwünschte Mindestlänge in einem beträchtlichen Ausmaß zu Überschreiten. Aus der bereits angegebenen Tabelle geht hervor, daß der aus einem geschweißten Rohr hergestellte Knoten von allen der leichteste ist in der Praxis müssen jedoch wegen der sehr ungünstigen Position der Schweißstelle die Dicken der verschiedenen Teile erhöht werden, so daß sich das Gewicht des endgültigen Knotens ebenfalls erhöht. Deshalb ist in der Praxis der übliche Rohrschweißknoten nur scheinbar leichter als jener aus Knotenblechen gemäß der Erfindung und hat ein wesentlich geringeres Sicherheitspotential. Die anderen Plattenknoten, die nach den früher erläuterten bekannten Techniken hergestellt werden, sind ebenfalls viel schwerer als die Knoten gemäß der Erfindung und darüber hinaus weniger sicher. Der Gewichtsfaktor ist auch vom Standpunkt der Sicherheit aus von großer Bedeutung. Der Plattformaufbau ist der ständigen Beanspruchung durch Wellen unterworfen, von denen einige beträchtliche Höhe erreichen. Eine Verringerung des Gesamtgewichtes der Knoten verringert nicht nur die statische Belastung der Gerüstkomponenten, sondern reduziert die dynamische Last in einem noch größeren Ausmaß. Zusammenfassend ergibt sich, daß die Erfindung große Vorteile hinsichtlich der Plattformsicherheit, der einfacheren Knotenherstellung, der Gewichtsreduzierung und der Kosteneinsparung bewirkt. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Herstellen von Knoten für Fachwerkkonstruktionen aus Rohren, die aus langgestreckten Elementen, denPfosten,gebÜdet sind, dieuntereinanderdurchrohrförmigeQuerelemente, die Querstreben, über Knotenbleche verbunden sind, von denen jedes zumindest einen Anschlußstutzen zwischen dem Pfosten und der Querstrebe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Knotenblech aus einer Stahlplatte nach einem Verfahren hergestellt wird, -5- AT 395 123 B das folgende kombinierte zusammenwirkende Schritte enthält: - Biegen des Stahls in U-förmige Gestalt zur Erzielung eines Teiles mit einem gekrümmten Abschnitt, - Erhitzen des gekrümmten Abschnittes des so erhaltenen Teiles, S - Erzeugen eines Vorsprunges am erhitzten Abschnitt durch Formung in einem Gesenk, - Anpassen des Krümmungsradius des gekrümmten und geformten Teiles an jenen des Pfostens, - Lochen des geformten Abschnittes auf der Mittellinie des Vorsprunges, - Extrudieren des geformten und gelochten Abschnittes in die Endgestalt des Anschlußstutzens.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzungstemperatur des gekrümmten Ab schnittes des durch U-förmiges Biegen der Platte erhaltenen Teiles zwischen 950 und 1200 °C beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt der erhitzten Zone des U-förmig gebogenen Teiles auf der konvexen Seite des U-förmigen Teiles mit einem Vorsprung versehen wird, dessen Durchmesser 15 so groß wie derjenige des erwünschten Anschlußstutzens ist, und der eine Länge besitzt, die zumindest gleich der Hälfte des Radius des Anschlußstutzens ist, wobei die Mittellinie unter jenem Winkel orientiert ist, unter welchem die Querstrebe an den Pfosten angeschlossen weiden muß, und wobei der Vorsprung in einem Gesenk gebildet wird, das die Krümmung des U-förmigen Teiles hat und das eine Ausnehmung hat, die die Form und den Winkel des erwünschten Vorsprunges hat 20
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erhaltene Vorsprung in seiner Mittellinie gelocht, auf eine hohe Temperatur erhitzt und mit einem Stempel und einem Gesenk extrudiert wird, wobei das Profil des Stempels konisch ist und das Gesenk die endgültige Form des Anschlußstutzens hat. 25 Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 30 35 -6-
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