AT395208B - Beschickungsanlage fuer heizkessel, insbesondere mit hackschnitzelfeuerung - Google Patents

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Description

AT 395 208 B
Die Erfindung betrifft eine Beschickungsanlage für Heizkessel, insbesondere mit Hackschnitzelfeuerung, mit einem Bunker für die Hackschnitzel, einer Förderschnecke am Ausgang des Bunkers, und mit einem unterhalb der Auswurföffnung der Förderschnecke in den Feuerraum des Kessels einmündenden Förderschacht, in dem ein Kolben als Schieber axialbeweglich angeordnet ist, dessen Ruhestellung zwischen der Auswurföffnung und dem Feuerraum 5 zum feuersicheren Abschluß des Feuerraumes gegenüber dem Bunker liegt
Aus der DE-OS 29 SO 011 ist eine Vorrichtung zur Beschickung von explosionsgefährdetem Gut in einem Verbrennungsraum bekannt. Zwischen einem Vorratsbehälter für diesen Brennstoff und einem Verbrennungsraum befindet sich eine Dosiereinrichtung, die aus einem Zylinder besteht in welchem der Vorratsbehälter seitlich einmündet und aus dem der Brennstoff mittels eines Kolbenpaares in den Brennraum ausgestoßen wird. Dazu verfügt 10 der Vorratsbehälter über eine Förderschnecke, die unabhängig vom vorgenannten Kolbenpaar angetrieben wird. Der
Brennstoff wird in den Zwischenraum zwischen den beiden Kolben eingeführt und sodann werden die beiden Kolben synchron gegen den Verbrennungsraum bewegt. Dabei tritt der vorlaufende, erste Kolben aus dem Zylinder aus, während der nachlaufende, zweite Kolben zur Gänze im Zylinder verbleibt Dieser Kolben besitzt eine Länge, die auch in der vorgeschobenen Entleerungsstellung ausreicht, um den Stutzen zum Vorratsbehälter zu verschließen und 15 dadurch ein Zurückschlagen von Flammen aus dem Verbrennungsraum bis in den Vorratsbehälter zu verhindern. Die beiden Antriebe für die Förderschnecke und für das Kolbenpaar erfordern eine Synchronisation, damit der Kolbengeschwindigkeit entsprechend die Befüllung des Zylinders zwischen dem Kolbenpaar erfolgen kann. Die Ausführung eines Kolbenpaares mit einem Kolben, der aus dem Zylinder und dessen Führungsfläche austritt und sodann wieder eintritt ist problematisch und erfordert in der Praxis ein Spiel Darüber hinaus muß der Bereich des 20 Kolbeneintrittes in den Zylinder frei von Brennmaterial sein, damit es nicht zu einem Verklemmen kommt
DieFörderschnecken wurden bisher mitteuren Getriebemotoren angetrieben. FernerwurdenZeit-undDrehzahl-steuerungen verwendet Bei Förderpausen waren Rückbrände, insbesondere bei trockenen Hackschnitzel nicht auszuschließen.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Beschickungsanlage der genannten Art durch Abstimmung der Antriebe für 25 Kolben und Förderschnecke zu verbessern und durch Vereinfachung der Gesamtkonstruktion robust auszubilden, sodaß die Anlage wirtschaftlich und gleichzeitig rückbrandsicher gefahren werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß der Kolben bzw. Schieber pneumatisch angetrieben ist und daß zur Umwandlung der hin- und heigehenden linearen Bewegung des pneumatischen Antriebs in eine drehende Bewegung für den Antrieb der Förderschnecke ein Freilauf vorgesehen ist, der ausgangsseitig mit der Achse der Förderschnecke und eingangsseitig mit einem Ende 30 eines Schwenkhebels drehfest verbunden ist, dessen gegenüberliegendes schwenkbares Ende an dem linearen Antrieb, zur Übertragung der linearen Bewegung des pneumatischen Antriebs in Form einer hin· und hergehenden Winkelbewegung an dem Eingang des Freilaufs angelenkt ist Der Kolben bzw. Schieber ist dem Feuerraum vorgeschaltet und verhindert das Zurückschlagen des Brandes bis zur Schnecke oder gar zum Bunker, da er den Förderschacht verschließt Durch die Kombination mit der Förderschnecke wird ein störungsfreies Beschicken des 35 Kessels bzw. Vorofens erreicht Der pneumatische Antrieb ist besonders einfach und zweckmäßig und die Umwandlung des reversierenden linearen Kolbenantriebs in eine intermittierende drehende Bewegung der Förderschnecke ist unter Zwischenschaltung einer Fieilauffatsche mitgeringstem Aufwandmöglich. Darüber hinaus begünstigt der intermittierende Antrieb der Förderschnecke den Austragungsvorgang aus dem Bunker und beugt Verstopfungen vor. 40 Eine besondere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß eine vom reversierenden Kolben· bzw.
Schieberweg abhängige Steuerung, insbesondere Kulissensteuerung, zum Verschließen einer in der Auswurf-öffnung der Förderschnecke angeordneten Klappe in den Stellungen des Kolbens bzw. Schiebers zwischen Feuerraum und Auswurföffnung vorgesehen ist.
Somit öffnet die Klappe nur dann, wenn der Kolben bzw. Schieber im Förderschacht hinter der Auswurföffnung 45 der Schnecke steht, also kurz vor dem Arbeitstakt. Druckluft steht in den meisten Fällen zur Verfügung. Es genügt in jedem Fall ein einfacher kleiner Kompressor, um den Bewegungsablauf zu gewährleisten. Die Kolben- bzw. Schiebergeschwindigkeit kann durch ein Schraubventil in der pneumatischen Anlage gesteuert werden. Zur Steuerung der Klappe ist eine Kulissensteuerung zweckmäßig, wobei eine Kulisse synchron mit dem Kolben oder Schieber mitbewegt wird und einedie Kulisseabtastende Rolleauf einem einarmigen Hebelauf der Achse der Klappe 50 für deren kolbenwegabhängige Steuerung sorgt Der Schwenkhebel des Freilaufs der Förderschnecke kann ebenfalls mit dem Kulissenantrieb gelenkig verbunden sein.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Beschickungsanlage gemäß der Erfindung und Fig. 2 einen Längsschnitt dazu. 55 Im Sohlebereich eines Bunkers (I) für Hackschnitzel od. dgl. Holzabfälle ist eine Förderschnecke (2) angeordnet
Ihre Auswurföffnung (3) mündet in einen Förderschacht (4), in welchem ein Kolben oder Schieber (5) axial beweglich ist Der Antrieb des Kolbens oder Schiebers (5) erfolgt durch einen beiderseits beaufschlagbaren -2-

Claims (2)

  1. AT 395 208 B Druckluftzylinder (6). Eine pneumatische Steuerung (7) sorgt für die Geschwindigkeit und die Bewegungsumkehr. Es ist ferner noch eine Klappe (8) im Bereich der Auswurföffnung vorgesehen, die selbsttätig schließt, sobald sich der Kolben oder Schieber (5) in seinem Bewegungsablauf zwischen der Auswurföffnung (3) und dem Feuerraum (9) befindet Die synchron mit dem Kolben bzw. dem Schieber (5) mitlaufende Kulisse sorgt für die kinematische 5 Steuerung der Klappe (8). Der Antrieb der Schnecke (2) wird unmittelbar von dem Druckluftzylinder (6) abgeleitet Dazu wird die lineare Bewegung durch einen Schwenkhebel (10) in eine hin- und hergehende Winkelbewegung umgewandelt Der Schwenkhebel (10) setzt an einem Freilauf (11) an, der mit der Achse der Schnecke (2) in Verbindung steht Dadurch erfolgt ein intermittierender Drehantrieb der Schnecke (2). Durch Variation des Schwenkwinkels des Hebels (10) 10 kann die Umdrehungszahl der Schnecke und dadurch die Fördermenge beeinflußt werden. Ebenso ist die lineare Antriebsgeschwindigkeit des Zylinders (6) ein Kriterium für die Fördermenge. Die Anlage arbeitet wie folgt Der druckluftbeaufschlagte Zylinder (6) treibt die Schnecke (2) und den Kolben bzw. Schieb» (5) an und steuert indirekt die Klappe (8). Die Hackschnitzel gelangen mittels der Förderschnecke (2) bis zur Klappe (8), die dann öffnet sobald der Kolben bzw. Schieber (5) seinen hinteren Totpunkt erreicht hat. Es IS füllt sich der Bereich des Förderschachtes (4) unterhalb der Auswurföffiiung (3) mit Hackschnitzeln. Diese werden sodann vom Kolben bzw. Schieber (5) in den Feuerraum (9) geschoben. Die Steuerung (7) arbeitet derart, daß in Arbeitspausen der Beschickungsanlage oder bei Ausfall des Kompressors (Stromausfall) der Kolben oder Schieber (5) in der vorderen (gezeichneten) Stellung verharrt Damit ist die Beschickungsanlage rückbrandsicher. 20 PATENTANSPRÜCHE 25 1. Beschickungsanlage für Heizkessel, insbesondere mit Hackschnitzelfeuerung, mit einem Bunker für die Hackschnitzel, einer Förderschnecke am Ausgang des Bunkers, und mit einem unterhalb der Auswurföffiiung der Förderschnecke in den Feuerraum des Kessels einmündenden Förderschacht in dem ein Kolben als Schieber axial beweglich angeordnet ist, dessen Ruhestellung zwischen der Auswurföffiiung und dem Feuerraum zum feuer- 30 sicheren Abschluß des Feuerraumes gegenüber dem Bunker liegt dadurch gekennzeichnet daß der Kolben- bzw. Schieber (5) pneumatisch angetrieben ist (Druckluftzylinder (6)) und daß zur Umwandlung der hin- und hergehenden linearen Bewegung des pneumatischen Antriebs in eine drehende Bewegung für den Antrieb der Förderschnecke (2) ein Freilauf (11) vorgesehen ist der ausgangsseitig mit der Achse der Förderschnecke (2) und eingangsseitig mit einem Ende eines Schwenkhebels (10) drehfest verbunden ist dessen gegenüberliegendes schwenkbares Ende an 35 dem linearen Antrieb, zur Übertragung der linearen Bewegung des pneumatischen Antriebs in Form einer hin- und hergehenden Winkelbewegung an den Eingang des Freilaufs (11) angelenkt ist
  2. 2. Beschickungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine vom reversierenden Kolben-bzw. Schieberweg abhängige Steuerung, insbesondere Kulissensteuerung, zum Verschließen einer in der Auswurf- 40 Öffnung (3) der Förderschnecke (2) angeordnete Klappe (8) in den Stellungen des Kolbens bzw. Schiebers (5) zwischen Feuerraum (9) und Auswurföffnung (3) vorgesehen ist. 45 Hiezu 1 Blatt Zeichnung 50 -3- 55
AT118189A 1989-05-17 1989-05-17 Beschickungsanlage fuer heizkessel, insbesondere mit hackschnitzelfeuerung AT395208B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2002037026A1 (fr) * 2000-10-31 2002-05-10 Ooo 'mineral' Reacteur pour le traitement de matieres organiques solides

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2950011A1 (de) * 1979-12-12 1981-06-19 Karl 8332 Massing Ackermann Verfahren und vorrichtung zur beschickung von explosionsgefaehrdetem gut in einen verbrennungsraum

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DE2950011A1 (de) * 1979-12-12 1981-06-19 Karl 8332 Massing Ackermann Verfahren und vorrichtung zur beschickung von explosionsgefaehrdetem gut in einen verbrennungsraum

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WO2002037026A1 (fr) * 2000-10-31 2002-05-10 Ooo 'mineral' Reacteur pour le traitement de matieres organiques solides

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