AT395771B - Schornstein - Google Patents
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Description
AT 395 771B
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schornstein, insbesondere aus Mauerwerk aufgebaut, der ein Dach eines Gebäudes durchsetzt und mit einem Einsatz versehen ist, wobei zwischen dem Einsatz und der Innenwand des Schornsteines ein Spalt vorgesehen ist, der im Bereich der Schomsteinöffnung durch einen Flansch des Einsatzes abgeschlossen ist.
Nach den einschlägigen Vorschriften ist es für den Betrieb eines Schornsteines notwendig, nachzuweisen, daß im Bereich der Schomsteinöffnung die Temperatur der Innenwand die Taupunkttemperatur des Abgases nicht unterschreitet Aufgrund dieser Vorschriften ist der Betrieb vieler Altschomsteine mit modernen Geräten nicht zulässig. Bei Altschomsteinen ohne schützenden Einsatz kann es bei einem Anschluß moderner Heizgeräte mit hohen Wirkungsgraden und entsprechend geringen Abgastemperaturen aufgrund der Wasserdampf kondensation im über dem Dach gelegenen Kaltbereich zu einer Durchfeuchtung der Schomsteininnenwand kommen.
Aus der US-PS 610 396 ist ein Schomsteineinsatz, bestehend aus mehreren, teleskopartig ineinander schiebbaren Segmenten, bekanntgeworden. Dieser Einsatz durchsetzt den gesamten Schornstein vom Fuß des Gebäudes bis zum Schornsteinkopf. Der Zweck des Einsatzes besteht in dem Schutz vor Abgasaustritt aus undichten Stellen des Schornsteines. Die Segmente bestehen dabei aus Eisen-Metall, so daß ein Korrosionsschutz nicht besteht. Nachteilig ist außerdem der komplizierte Aufbau mit rechteckigem Querschnitt und sich vertikal erstreckenden, U-profilartigen Abstandshaltem.
Um Schornsteine für den Betrieb mit modernen Geräten geeignet zu machen, wurde auch schon vorgeschlagen, in den Schornstein Edelstahlrohre einzusetzen oder den Schornstein auszuschleudem. Weiter wurde auch schon vorgeschlagen, die Schornsteine auf hinterlüftete Schornsteine umzubauen oder Außenisolierungen an den Schornsteinen anzubringen. Alle diese Vorschläge weisen den Nachteil auf, daß sie einen sehr erheblichen Aufwand erfordern.
Ziel der Erfindung ist cs, diese Nachteile zu vermeiden und einen Schornstein der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem eine Kondensatbildung auch bei einem Betrieb mit modernen Heizgeräten und damit mit Abgasen relativ niedriger Temperatur weitgehend vermieden ist und der sich durch besonders einfachen Aufbau auszeichnet.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Einsatz in einem das Dach durchsetzenden und über das Dach hinausragenden Abschnitt des Schornsteins angeordnet ist und aus einem dünnen nichtrostendem Rundrohr konstanten oder sich nach oben erweiternden Durchmessers besteht, dessen unterer Rand gegebenenfalls in einen den Spalt zwischen der Innenwand des Schornsteines und dem Einsatz abschließenden, im wesentlichen L-förmig profilierten Abstandhalter eingreift.
Der Luftspalt zwischen der Innenwand des Schornsteines und der Außenwand des Einsatzes wirkt als Isolierung und verhindert ein Absinken der Temperatur der Innenseite des Einsatzes unter die Taupunkttemperatur des Abgases. Das rostfreie Material für das Rundrohr kann zum Beispiel Kunststoff oder Aluminium sein.
Aus diesen Materialien lassen sich die Einsätze sehr einfach hersteilen, wobei sich diese durch ein hohes Maß an Korrosionsbeständigkeit auszeichnen.
Durch den L-förmigen Abstandhalter wird neben der Zentrierung des Einsatzes der Gasaustausch zwischen dem durch den Einsatz bestimmten Spalt und dem freien Inneren des Schornsteines sehr weitgehend unterbunden, wodurch die Gefahr der Kondensatbildung weiter verringert wird.
Bei konischem Aufbau des Einsatzes und rundem Innenquerschnitt des Schornsteins ist schon durch die Bauform eine weitgehende Abdichtung des durch den Einsatz und die Innenwand des Schornsteines begrenzten Spaltes gegeben, so daß es nur zu einem sehr geringen Gasaustausch zwischen dem Spalt und dem übrigen Schornstein kommt. Ein Abstandhalter erübrigt sich dann. Weiter ergibt sich bei dieser Ausführungsform der Vorteil, daß die Breite des Spaltes gegen das kalte Ende des Schornsteines hin zunimmt und damit dessen isolierende Wirkung. Außerdem kommt es aufgrund der Querschnittsverengung des Schornsteines zu einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Abgase, wodurch der Austrittsimpuls des Abgases zunimmt. Dadurch wird die Gefahr von Störungen der Abgasabfuhr, zum Beispiel durch Wind, verringert
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert
Dabei zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schornsteines und
Figur 2 einen Querschnitt, durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schornsteines.
Bei der Ausführungsform nach der Figur 1 ist in dem das Dach (1) durchsetzenden und über das Dach (1) hinausragenden Abschnitt (2) des Schornsteines (3) ein Einsatz (4) angeordnet, der einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt (5) aufweist, der an seinem einen Ende einen auf der Stirnseite des Schornsteines (3) aufliegenden Flansch (6) aufweist Dabei ist der Einsatz (4) mit dessen Flansch (6) durchsetzenden Schrauben mit dem Schornstein (3) verbunden.
Dieser Flansch (6) schließt einen zwischen der Innenwand (7) des Schornsteines (3) und dem Einsatz (4) verbleibenden Spalt (8) nach oben zu ab.
Mit seinem unteren Ende ist der Einsatz (4) von einem Abstandhalter (9) gehalten, der im wesentlichen durch einen mit einem zylindrischen Ansatz (11) versehenen Ring (10) gebildet ist, wobei der Einsatz (4) von dem zylindrischen Ansatz (11) geführt isL
Der Spalt zwischen der Innenwand (7) des Schornsteines (3) und dem Einsatz beträgt dabei vorzugsweise mindestens 10 mm. Der Einsatz (4) selbst kann aus einem relativ dünnen Kunststoff oder einem -2-
Claims (2)
- AT 395 771 B Aluminiumblech oder einem anderen nicht-rostenden Material bestehen, wobei die Wanddicke des zylindrischen Abschnittes (5) vorzugsweise ca.
- 2 mm beträgt. Bei der Ausführungsform nach der Figur 2 weist der Einsatz (4) einen konischen Abschnitt (51) auf, der an seinem oberen Ende mit einem Flansch (6) versehen ist. Das untere Ende des konischen Abschnittes (51) liegt dabei an der Innenwand (7) des Schornsteines (3) an. Der zwischen dem konischen Abschnitt (51) des Einsatzes (4) und der Innenwand des Schornsteines (3) verbleibende Spalt (81) verbreitert sich gegen das kalte Ende des Schornsteines (3) zu. Dadurch kommt es im kältesten Bereich des Kamins (3) zu einer entsprechend guten Isolierung und durch die Verengung des Kaminquerschnittes kommt es zu einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des Abgases, so daß der Austrittsimpuls zunimmt. PATENTANSPRUCH Schornstein, insbesondere aus Mauerwerk aufgebaut, der ein Dach eines Gebäudes durchsetzt und mit einem Einsatz versehen ist, wobei zwischen dem Einsatz und der Innenwand des Schornsteines ein Spalt vorgesehen ist, der im Bereich der Schornsteinöffnung durch einen Flansch des Einsatzes abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (4) in einem das Dach (1) durchsetzenden und über das Dach (11) hinausragenden Abschnitt (2) des Schornsteins (3) angeordnet ist und aus einem dünnen nichtrostenden Rundrohr konstanten oder sich nach oben erweiternden Durchmessers besteht, dessen unterer Rand gegebenenfalls in einen den Spalt (8, 81) zwischen der Innenwand (7) des Schornsteines (3) und dem Einsatz (4) abschließenden, im wesentlichen L-förmig profilierten Abstandhalter (9) eingreift. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
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