AT395949B - Filter zum reinigen eines gases - Google Patents
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Description
AT 395 949 B
Die Erfindung betrifft ein Filter zum Reinigen eines Gases aus mindestens einer Filterkamm«', worin eine Filtereinheit angeordnet ist und woran ein Gaseinlaß und ein Gasauslaß angeschlossen sind. Dem Gaseinlaß ist ein Vorreiniger zum Abtrennen von Grobstaub aus dem zu reinigenden Gas zugeordnet. Der Vorreiniger besteht aus einer Jalousie, die quer zur Strömungsrichtung angeordnet und im wesentlichen vertikal ausgerichtet ist. 5 Bei einem derartigen, aus der EP 0 063 288 B 1 bekannten Filter ist neben dem aus einer Jalousie bestehenden Vorreiniger eine Sammeleinheit für den mit der Jalousie aus dem Gas abgetrennten Staub angeordnet. Die Sammeleinheit umfaßt einen Zyklonreiniger, dessen Einlaßabschnitt einen Staubtrichter bildet und dessen zentraler Auslaßabschnitt eine Mündung aufweist, die stromabwärts zur Jalousie in der Filterkamm« angeordnet ist. Der Zyklonreiniger ist so dimensioniert, daß ihn ein durchfließend« Sekundärgasstrom durch den Druckabfall 10 des Gasstromes beim Durchströmen der Jalousie antreibt.
Durch den dem Vorreiniger zusätzlich zugeordneten Zyklonreiniger ergibt sich ein verhältnismäßig aufwendiger Filteraufbau, der nicht nur mehrere Reinigungsstufen vorsieht sondern für jede Reinigungsstufe auch getrennte Staubentnahmeeinrichtungen erfordert
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Filter vorzuschlagen, mit dem sich das zu reinigende Gas 15 gleichfalls von Grobstaub befreien läßt, bevor das Gas die eigentliche Filtereinheit beaufschlagt. Dabei soll jedoch die als Vorreiniger eingesetzte Jalousie so angeordnet und so mit dem Rohgas beaufschlagt werden, daß zusätzliche Einrichtungen, wie zum Beispiel ein Zyklonreiniger, ebenso entbehrlich sind wie separate Staubentnahmeeinrichtungen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einem Filter der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten gattungsge-20 mäßen Art ausgegangen, das erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil desselben angegebenen M«kmale aufweist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Gaseinlasses als kurzer Diffusor, dessen Auslaßquerschnitt sich üb« die Breite der Jalousie erstreckt, wird die Jalousie über ihre volle Breite mit dem Rohgasstrom beaufschlagt Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Gaseinlasses erfolgt nach einer unmittelbaren Beaufschlagung der 25 betreffenden Jalousiefläche, die dem Auslaßquerschnitt des Diffusors gegenüberliegt, eine Umlenkung des zunächst noch nicht durch die Jalousie hindurchgelangten Teilstromes, der sodann die restliche Jalousiefläche beaufschlagt und diese als beruhigte Strömung passiert Da sich die Jalousie weiterhin über die Höhe und Breite der Filtereinheit erstreckt, entsteht innerhalb der Filterkammer eine der Filtereinheit in Strömungsrichtung des Gases vorgelagerte Vorkammer. Aus dieser kann der abgetrennte Grobstaub unmittelbar in den zentralen Staub-30 sammelraum unterhalb der Filtereinheit absinken, weil schließlich erfindungsgemäß die Jalousie bis in diesen zentralen Staubsammelraum hineinreicht
Durch die Kombination von Diffusor, Erstreckung des Vorabscheideraumes und Vorreiniger werden grobe Partikel durch die Jalousie vorabgeschieden und der staubbeladene Volumenstrom so der Filtereinheit zugeführt, daß eine gleichmäßige Anströmung aller Filterelemente gewährleistet ist und eine Durchströmung des Staubsam-35 melraumes vermieden wird. Daraus resultiert eine bessere Ausnutzung der Filterelemente, was zu erheblichen Einsparungen von Betriebskosten führt
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Diffus« einen kreisförmigen Eintrittsquerschnitt und einen rechteckförmigen Austrittsquerschnitt auf, wobei der Eintrittsqu«schnitt größer ist als der hydraulische Austrittsquerschnitt 40 Durch diese Ausgestaltung entsteht innerhalb des Diffusors eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit, so daß der im Gas enthaltene Grobstaub mit einer entsprechenden Geschwindigkeit auf die dem Austrittsquerschnitt des Diffusors gegenüb«liegende Fläche der Jalousie auftritt, so daß die Staubpartikel mühsam zurückgehalten w«den.
Vorzugsweise ist der Diffusor gegenüber dem oberen Drittel der Jalousie angeordnet so daß für den nicht un-45 mittelbar die Jalousie durchdringenden sondern durch diese umgelenkten Teilstrom eine ausreichende Jalousiefläche für den Übertritt in den Teil der Filteikammer verbleibt in dem die eigentliche Filtereinheit angeordnet ist
Die Jalousie kann sowohl aus vertikal ausgerichteten, U- und/oder V-förmigen, ineinanderv«schachtelten wie auch aus horizontal ausgerichteten, Z-förmigen, gegen die Strömungsrichtung geneigten, sich überlappenden Lamellen bestehen. 50 Mit allen diesen Lamellenausführungsformen ist nicht nur ein hoher Abscheidegrad an Grobstaub aus dem Rohgasstrom erzielbar sondern auch sichergestellt, daß die abgeschiedenen Staubpartikel entlang den U- oder V-förmigen Lamellen bzw. quer zu den Z-förmigen Lamellen nach unten abgleiten und in den zentralen Staubsammelraum gelangen.
Weiterhin kann es vorteilhaft sein, die Jalousie in einer zur Vertikalen geneigten Ebene anzuordnen. 55 Durch diese An«dnung läßt sich der horizontale Querschnitt d« durch die Jalousie begrenzten Vorkammern nach unten hin kontinuierlich verkleinern und entsprechend den Wirkungen eines Dreieckskanals die Strömungsgeschwindigkeit über die Höhe der Jalousie vergleichmäßigen.
Schließlich sieht eine Ausgestaltung der Erfindung noch vor, daß an der Unteikante der Jalousie ein Leitblech angeordnet ist, daß in einem Abstand parallel zu einer Wand des trichterförmigen Staubsammelraumes verläuft 60 Durch das Leitblech wird in Verbindung mit der betreffenden Trichterwand ein Ubertrittsspalt von der Vorkammer in den zentralen Staubsammelraum gebildet über den sich die als Grobstaub aus dem Gas abgetrennten Partikel besonders wirksam ableiten lassen. -2-
Claims (7)
- AT 395 949 B In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Filters dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Filter mit einem im Filtergehäuse angeordneten Vorreiniger im Schnitt; Fig. 2 ein Filter gemäß Fig. 1 jedoch mit einseitig erweitertem Filteigehäuse; Fig. 3 ein Filter gemäß Fig. 1 jedoch mit geneigt angeordnetem Vorreiniger; Fig. 4 die Schmalseite eines Einlasses; Fig. 5 die Breitseite eines Einlasses gemäß Fig. 4; Fig. 6 den Grundriß eines Einlasses gemäß den Fig. 3 und 4; Fig. 7 U-förmig ineinanderverschachtelte Lamellen im Querschnitt; Fig. 8 U- und V-förmig ineinanderverschachtelte Lamellen im Querschnitt; Fig. 9 Z-förmige, sich überlagernde Lamellen gleichfalls im Querschnitt Das Filter besteht aus einer Filterkammer (1), die aus einem quaderförmigen Oberteil (2) und einem sich nach unten trichterförmig verengenden Unterteil (3) zusammengesetzt ist Auf gegenüberliegenden Seiten des Oberteils (2) ist jeweils ein Gaseinlaß (4) bzw. ein Gasauslaß (5) angeschlossen. Im Innern der Filteikammer (1) ist eine Filtereinheit (6) aus ein» Anzahl konventioneller Filterschläuche angeordnet, deren Innenräume mit dem Gasauslaß (5) in Verbindung stehen. Die Filtereinheit (6) wird ansböm-seitig von einem Vorreiniger (7) abgedeckt, der aus Lamellen (8) eine Jalousie (9) bildet Die vertikal ausgerichtete, bis in einen zentralen Staubsammelraum (10) hineinreichende Jalousie (9) trennt von der Filterkammer (1) eine Vorkammer (11) ab, in die der Gaseinlaß (4) mündet Der Gaseinlaß (4) besteht, wie insbesondere Fig. 4 bis 6 zeigen, aus einem kurzen Diffusor (12) mit einem kreisförmigen Eintrittsquerschnitt (13), der größer ist als der hydraulische rechteckförmige Austrittsquerschnitt (14). Abweichend vom Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 der Vorreiniger (7) in den Wandbereich des quaderförmigen Oberteils (2) verlegt und die Filterkamm» (1) seitlich durch ein die Vorkammer (1Γ) bildendes Kammerteil ergänzt Diese Ausführungsform empfiehlt sich insbesondere bei einer Umrüstung eines konventionellen Filters zu einem erfindungsgemäßen Filter. Abweichend von den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 und 2 ist der Voneiniger (7) im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 leicht geneigt zur Vertikalen ausgerichtet, so daß die Vorkammer (11") einen nach unten hin kontinuierlich abnehmenden Querschnitt erhält Entlang der Unterkante des Vorreinigers (7) ist an der Jalousie (9) ein Leitblech (15) angeordnet, das in einem Abstand parallel zu einer Wand des Staubsammelraumes (10) verläuft und einen Spalt (16) begrenzt, über den die Vorkammer (11") mit dem Staubsammelraum (10) verbunden ist. In den Fig. 7 bis 9 sind verschiedene Ausbildungen für die Jalousie (9) dargestellt: Gemäß Fig. 7 kann die Jalousie (9) aus im Querschnitt U-förmigen Lamellen (8') zusammengesetzt sein, wobei diese so zueinander angeordnet sind, daß je ein Schenkel von zwei benachbarten Lamellen (8’) von den beiden Schenkeln einer gegenüberliegend angeordneten Lamelle (8') über einen Teil ihrer Schenkellänge eingefaßt sind. Gemäß Fig. 8 besteht die Jalousie (9) aus im Querschnitt U-förmigen Lamellen (8') und winkelförmigen Lamellen (8"), wobei diese so zueinander angeordnet sind, daß wiederum ein Schenkel von zwei benachbarten Lamellen (8') von den beiden Schenkeln einer gegenüberliegenden Lamelle (8") über einen Teil ihr» Schenkellänge eingefaßt sind. Gemäß Fig. 9 besteht die Jalousie (9) aus einem Querschnitt Z-förmiger Lamellen (8"'). die überlappend angeordnet sind und durch einen Rahmen (17) in Position gehalten werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Filter zum Reinigen eines Gases aus mindestens einer Filterkammer, worin eine Filtereinheit angeordnet ist und woran ein Gaseinlaß und ein Gasauslaß angeschlossen sind, wobei dem Gaseinlaß ein aus einer quer zur Strömungsrichtung und im wesentlichen vertikal angeordneten Jalousie bestehender Vorreiniger zum Abtrennen von Grobstaub aus dem zu reinigenden Gas zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß - der Gaseinlaß (4) durch einen kurzen Diffusor (12) gebildet ist, dessen sich über die Breite der innerhalb der Filterkammer (1) angeordneten Jalousie (9) erstreckender Auslaßquerschnitt (14) dem oberen Bereich der Jalousie (9) in einem Abstand gegenüberliegt, - die Jalousie (9) sich über die Höhe und Breite der Filtereinheit (6) erstreckt und bis in einen unterhalb der Filtereinheit (6) angeordneten zentralen Staubsammelraum (10) hineinreicht. -3- AT 395 949 B
- 2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Diffusor (12) einen kreisförmigen Eintrittsquerschnitt (13) und einen rechteckförmigen Austrittsquerschnitt (14) aufweist, wobei der Eintrittsquerschnitt (13) größer ist als der hydraulische Austrittsquerschnitt (14).
- 3. Filter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Diffusor (12) gegenüber dem oberen Drittel der Jalousie (9) angeordnet ist
- 4. Filter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousie (9) aus vertikal ausgerichteten, U- und/oder V-förmigen, ineinanderverschachtelten Lamellen (8', 8") besteht.
- 5. Filter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousie (9) aus horizontal ausgerichteten, Z-förmigen, gegen die Strömungsrichtung geneigten, sich überlappenden Lamellen (8"') besteht.
- 6. Filter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousie (9) in einer zur Vertikalen geneigten Ebene angeordnet ist
- 7. Gasfilter nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterkante der Jalousie (9) ein Leitblech (15) angeordnet ist, das in einem Abstand parallel zu einer Wand des trichterförmigen Staubsammelraumes (10) verläuft. Hiezu 5 Blatt Zeichnungen -4-
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