AT398217B - Solarfassade - Google Patents

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Description

AT 398 217 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine an einer Gebäudewand mit einer lichtdurchlässigen Außenhaut und lichtabsorbierenden Wandaußenflächen festlegbare Solarfassade, die zumindest teilweise iichtdurchlässiges, außenseitig gegen Witterungseinwirkungen geschütztes Wärmedämmaterial umfaßt.
Bei bekannten Wärmedämmsystem dieser Art zur Absorption von Sonnenenergie ist an der Außenseite des Wärmedämmatrials eine transparente Außenschicht in Form von Folien oder Scheiben aus Glas oder transparenten Kunststoffen vorgesehen, dahinter eine Konzentrations- und oder Abschattungsvorrichtung in Form von Rollos, Kanälen oder thermotropen Gläsern oder Kunststoffen. Die eigentliche zumindest teilweise transparente Wärmedämmung liegt zwischen der mit der Absorberschicht ausgestatteten Mauer und den oben genannten Elementen.
Durch die transparente Außenhaut sind die architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt, es entstehen sogenannte Glaspaläste. Diese Art der transparenten Wärmedämmung kann aufgrund der Ortsbildgestaltung und Ensemblewirkung sowohl in der Altbausanierung als auch bei Neubauten. bei welchen diese Art der Wärmedämmung bereits im Entwurfsstadium eingeplant werden muß, nicht immer bedingungslos eingesetzt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Solarfassade der eingangs genannten Art so weiter auszugestalten, daß auf besonders einfache Weise ein sicherer Schutz des Wärmdämmaterials gegen äußere Einwirkungen, insbesondere gegen Witterungseinfiüsse, ohne Beeinträchtigung der angestrebten Lichtabsorptionswirkung, und weiters auch der Steuer- und Regelmechanismus gewährleistet wird und vor allem die optische Gestaltung herkömmlichen Außenfassaden angeglichen wird.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß der transparenten wetterbeständigen Deckschicht mit der dahinter liegenden transparenten oder transluzenten Wärmedämmung eine Verkleidung in Form einer an sich bekannten feststehenden oder beweglichen Jalousie mit gegebenenfalls reflektierenden Oberflächen vorgehängt wird. Die zwischen den einzelnen Lamellen enstehenden Kanäle mit gegebenenfalls reflektierender Auskleidung steuern und oder regeln die Tages- und Sonnenlichtkonzentration und -abschattung.
Erfindungsgemäß werden die Rippen oder Lamellen nicht nur zur Abschattung der Sommersonne genutzt, sondern vor allem wird durch die entstehenden Zwischenräume ein passives Heizen mit der Sonne ermöglicht.
Um für das Auffangen schräg einfallender Sonnenstrahlen günstige Verhältnisse zu schaffen, weisen erfindungsgemäß die Kanäle im achsnormalen Querschnitt eine gegenüber der Höhe größere Breite auf, wodurch der direkt beschienene Flächenbereich größer wird. Dabei kann der lotrechte Axialschnitt der Kanäle parabolähnlich, oval, polygonal, trapezförmig oder auch rechteckig geformt sein und im wesentlichen einen sich schräg aufwärts öffnenden Trichter bilden.
Wird die Geometrie der einzelnen Lamellen in Abhängigkeit von der Raumtemperatur oder vom Wärmebedarf verändert, so kann der Wämegewinn mit Hilfe des Kanalöffnungswinkels und der Neigung geregelt werden. Diese Regelung kann mit Hilfsenergie oder auch ohne Hilfsenergie erfolgen oder auch für einen bestimmten Standort und azimutaler Orientierung fix justiert werden.
Ein Ausführungsbeispiel wäre in einem Tiroler Bergdorf mit Holz verkleidete Fassaden, die Abschat-tungs-, Konzentrations- und Regelungseinheit aus Holz auszubilden. Damit würden die Rippen oder Lamellen und der umlaufende Rahmen, der zur Befestigung dient, den Eindruck eines schindelartig gedeckten Fachholzwerkhauses ergeben und somit würde diese passive Solarheizung voll in das Ortsbild integriert. Dieser umlaufende Rahmen kann so konstruktiv gestaltet werden, daß er einerseits als Halterung der Lamellen und andererseits als Befestigung der transparenten Abdeckung nebst transparenter Wärmedämmung dient.
Als weiteres Ausführungsbeispiel wäre mit Beton oder gebranntem Ton, Sandstein, Kalkstein u.dgl. mehr, der Eindruck einer vorgemauerten Wand zu erzielen, die gemauert oder geschraubt sein kann.
Es ist weiters möglich, die Lamellen aus Metallblech zu kanten, wie z. B. aus Kupfer, Aluminium, verzinktem Stahl oder auch Edelstahl. Dementsprechend können Kunststoff, Asbest-Zement oder ähnlliche Materialien eingesetzt werden. Je nach Materialwahl und Beschichtung für die Regelungs- und Abschattungseinrichtung zur passiven Solarheizung kann der Konzentrationseffekt mehr oder minder stark ausfallen.
In Weiterbildung der Erfindung kann jede Lamelle mit einer Wassertropfnase ausgestattet sein, um der Verschmutzung durch Regenwasser und durch im Wasser mitgeführte Schmutzpartikel entgegenzuwirken.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn erfindungsgemäß die der Absorberschicht zugewandte Lamellenrückwand nicht nur reflektierend ausgebildet ist, sondern auch eine nach unten oder oben gerichtete Neigung aufweist, um ein unnötiges zusätzliches Reflektieren der Sonnenstrahlung in der Übergangszeit zu vermeiden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch dargestellt, und zwar zeigt diese ein Ausführungsbeispiel der Solarfassade im lotrechten Querschnitt. 2

Claims (6)

  1. AT 398 217 B Ist, wie in der Zeichnung angedeutet, eine transparente Wärmedämmung (2) samt transparenter Abdeckung (1) an einer Gebäudewand (4), die mit einer Absorberschicht (3) versehen ist, montiert, so wird mit den Lamellen (11) die passive Sonnenenergienutzung für Heizzwecke geregelt und oder gesteuert. Die flach einfallenden Sonnenstrahlen L und das diffuse Tageslicht können durch die Lamellen (11) direkt oder 5 über die reflektierenden Oberflächen (5,7) durch die transparente Abdeckung (1) und die transparente Wärmedämmung (2), an die Absorberschicht (3) gelangen. Je nach Absorptionsfaktor wird dort das sichtbare Licht in Wärme umgewandelt und durch die Gebäudewand (4) aufgenommen. Der reflektierte Anteil (L-r) der Einstrahlung aufgrund der transparenten Abdeckung (1), der transparenten Wärmedämmung (2) und der Absorberschicht (3) wird durch die reflektierende Oberfläche (6) der Lamellen (11) zurück zur io Absorberschicht gespiegelt. In der Übergangszeit einfallende Sonnenstrahlen L' müssen aufgrund der Schrägstellung der Lamellenrückwand (6) nicht unnötig zwischen den Oberflächen (5,7) reflektiert werden, dadurch wird eine höhere Energieausbeute erzielt. Steil einfallende Sonnenstrahlen L" hingegen werden durch die Oberflächen (5,7) wegreflektiert. 15 Dadurch wird die passive Sonnenenergienutzung besonders im Winter und in der Übergangszeit gewährleistet. Um das Verschmutzen der reflektierenden Oberflächen (5,7) zu vermindern, wird die Vorderkante der Lamellen (11) mit einer Tropfnase (8) ausgebildet. Damit wird der Staub- und Schmutztransport des Regenwassers über die Oberflächen (5,7) weitgehendst vermieden. 20 Die Lamellen (11) werden mit dem umlaufenden Rahmen (9) zu einer Einheit zusammengefaßt und zugleich als äußere Glasleiste verwendet, die damit die Dichtungen (10) mit der transparenten Abdeckung (1) niederspannt. Patentansprüche 25 1. Solarfassade für Gebäudewände mit einer wandseitig hinter einer außenseitigen lichtdurchlässigen Deckschicht und einer ebenfalls lichtdurchlässigen Dämmschicht vogesehenen lichtundurchlässigen Absorberschicht, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckschicht (1) eine Verkleidung in Form einer an sich bekannten feststehenden Jalousie vorgeordnet ist, deren Lamellen (11) vorzugsweise eine 30 lichtreflektierende Oberfläche aufweisen.
  2. 2. Solarfassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (11) einen sich zur Deckschicht (1) hin erweiternden Querschnitt und eine zur Deckschicht hin schräg ansteigenden Rückseite (6) aufweisen, wobei vorzugsweise die Ober- und Rückseite (5,6) eine lichtreflektierende 35 Oberfläche aufweisen.
  3. 3. Solarfassade nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (11) an den Vorderkanten Tropfnasen (8) bilden.
  4. 4. Solarfassade nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (11) in einem Rahmen (9) sitzen, der unter Zwischenklemmung der Deck(1)- bzw. Dämm(2)- und Absorberschicht (3) an der Gebäudewand (4) befestigt ist.
  5. 5. Solarfassade nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (11) 45 schwenkbar angeordnet und über einen Stelltrieb, vorzugsweise in Abhängigkeit von der Gebäudewand- oder Gebäudeinnentemperatur, verstellbar sind.
  6. 6. 50 Solarfassade nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht (1) an den Lamellen (11) dicht angesetzt ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3 55
AT0144891A 1991-07-19 1991-07-19 Solarfassade AT398217B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3722548A1 (de) * 2019-04-11 2020-10-14 Affentranger Bau AG Gebäudeelement mit einem klimaelement mittels transparenter wärmedämmung zur wärmegewinnung aus solarer strahlungsenergie und lamellenelement

Non-Patent Citations (1)

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Title
EICHLER: ''BAUPHYSIKALISCHE ENTWURFSLEHRE'', BAND 2, (BERLIN 1975) - S. 214-218 *

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EP3722548A1 (de) * 2019-04-11 2020-10-14 Affentranger Bau AG Gebäudeelement mit einem klimaelement mittels transparenter wärmedämmung zur wärmegewinnung aus solarer strahlungsenergie und lamellenelement
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ATA144891A (de) 1994-02-15

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