AT399078B - Biologisches verfahren zur verbesserung landwirtschaftlich genutzter böden - Google Patents

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Claims (3)

  1. AT 399 078 B Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung landwirtschaftlich genutzter Boden, insbesondere zur Schaffung eines vermehrten Nahrungsangebotes und eines günstigen Mikroklimas für Bodenorganismen und Mikrovegetation. Seit langer Zeit wird der Ackerboden durch Pflügen und Düngen bewirtschaftet. Hiebei wird auf Humusaufbau über die Mikrovegetation und Bodentiere keine Rücksicht genommen. Durch die vielfach bestehende Monokultur verändert sich die Artenvielfalt der Mikroorganismen und der Bodentiere. Sie werden weniger. Der Ackerboden verliert die natürliche Hohlraumgliederung und die Krümelstruktur. Es fehlt die natürliche, durch Mikroorganismen erzeugte Bodenwärme und die ausreichende Bodenfruchtbarkeit. Die vorstehend beschriebenen Nachteile der Bodenbewirtschaftung durch Pflügen und Düngen, werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß auf einer eingeebneten Ackerfläche langsverlaufende, verrottbare Mulchstreifen vorzugsweise in einem solchen Abstand gelegt werden, welcher der Breite dieser Mulchstreifen entspricht, weiters in die freibleibenden Zwischenstreifen Gras gesät, weiches jeweils nach Erreichen einer entsprechend befahrbaren Dichte mit einer Mähmaschine insbesondere auf eine Halmhöhe von ca. 6 bis 8 cm geschnitten wird und diese abgeschnittenen Pflanzenteile während eines Zeitraumes von 1,5 Jahren bis 2 Jahren auf die Mulch- und nunmehr begrünten Zwischenstreifen verteilt werden, welche der Schattenbildung dienen und gemeinsam mit den verrottenden Mulchstreifen Nahrung für Bodentiere und Bodenorganismen ergeben. Der Erfindungsgegenstand ist nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten, als Beispiel dienenden Ausbildungsform beschrieben. Die Figur zeigt ein Schrägbild des Ackers, teilweise im Schnitt. Auf der eingeebneten Ackerfläche 1 werden mit einem Abstand der Länge nach Mulchstreifen 2 aufgelegt, zwischen welchen in Streifenbreite Ackerboden freibleibt. Auf die freibleibenden Streifen 3, 3’, 3", zwischen den Mulchsteifen 2, 2', 2" wird Gras gesät, welches nach dem Erreichen der entsprechenden, befahrbaren Dichte, mittels Mähmaschinen auf eine Halmhöhe von etwa 8 bis 10 cm geschnitten wird. Die abgeschnittenen Pflanzenhalme werden, in ansich bekannter Weise, mittels auf vertikal angeordneten, rasch umlaufenden Mähspindeln, rundum auf die Mulchstreifen und Grasstreifen verteilt und verrotten da. Die verrotteten Grashalme dienen erfindungsgemäß den Regenwürmern und anderen Bodentieren als Nahrungsüberangebot, was zu einer raschen Vermehrung dieser Tiere führt. Nötigenfalls können erfindungsgemäß angekaufte Mengen von Bodentieren und Mikroorganismen in hochwertiger Krümelerde zugesetzt werden. Diese Bodentiere, Regenwürmer, Springschwänze, Enchydräne und dgl. Tiere, verteilen im Boden bis zu einer Tiefe von 15 cm und mehr, Regenwürmer bis zu einer Tiefe von 3 m und mehr, ihre Exkremente, was zu einer raschen Vermehrung der Mikroorganismen führt und diese Mikroorganismen, in guter Humuserde bis zu 400 und mehr Arten, Bodenbakterien, Algen, Pilze u.s.w., in die Mulchstreifen eindringen und in Humus unwandeln. In diese "Humusstreifen” werden dann bei der Bewirtschaftung der Kulturpflanzen, Hackfrucht, Getreide, Mais, Wicke u.s.w., gesät bzw. gesetzt, wobei durch die Schattenabdeckung durch die Oberfläche des Mulches, das Unkraut nicht zum Wachsen kommt. Die begrünten Zwischenstreifen werden gemäht und die abgeschnittenen Grashalme dienen der Schattenbildung sowie der intensiven Ernährung der Bodentiere und in der Folge zur intensiven Vermehrung der Mikroorganismen. Durch die erfindungsgemäße Bodenbewirtschaftung wird eine für das gute Gedeihen der Kulturpflanzen, fachlich als "Kleinklima" bezeichnete Atmosphäre geschaffen, die gegenüber der zur Zeit üblichen Bewirtschaftung durch Pflügen und Düngen einen vielfachen Ernteertrag bringt. Die "Grünstreifen" sind Rasenstreifen, auf welchen wahlweise die Räder der Traktoren sowie der anderen landwirtschaftlich erforderlichen Maschinen rollen können ohne Schaden anzurichten. Zur Herstellung des erforderlichen Humusaufbaues ist ein Zeitaufwand von etwa 1,5 bis 2 Jahren erforderlich. Die Bodentiere scheiden pro Jahr mehr als 100 Tonnen Exkremente pro ha aus und zwar nicht an der Ackeroberfläche, sondern bis in 15 cm Tiefe intensiv, Regenwürmer sogar bis in mehr als 3 m Tiefe. Patentansprüche 1. Biologisches Verfahren zur Verbesserung landwirtschaftlich genutzter Böden, insbesondere zur Schaffung eines vermehrten Nahrungsangebotes und eines günstigen Mikroklimas für Mikroorganismen und Bodentiere, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer eingeebneten Ackerfläche (1) längsverlaufende, verrottbare Mulchstreifen (2, 2', 2") vorzugsweise in einem solchen Abstand gelegt werden, welcher der Breite dieser Mulchstreifen entspricht, weiters in die freibleibenden Zwischenstreifen (3, 3', 3") zwecks Befahrbarkeit Gras gesät wird, welches jeweils nach Erreichen einer entsprechenden Dichte mit einer Mähmaschine insbesondere auf eine Halmhöhe von ca. 6 bis 8 cm geschnitten wird und die 2 AT 399 078 B abgeschnittenen Pflanzenhalme während eines Zeitraumes von 11/2 bis 2 Jahren auf die Mulch- und nunmehr begrünten Zwischenstreifen (3, 3', 3") verteilt werden, welcher der Schattenbildung dienen und gemeinsam mit den verrottenden Mulchstreifen Nahrung für die Bodenorganismen ergeben.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Mulchstreifen (2, 2', 2") Mengen von Bodentieren und Mikroorganismen in hochwertiger Krümelerde zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die längseinander verlaufenden begrünten Zwischenstreifen (3, 3', 3") mit landwirtschaftlichen Geräten, insbesondere Zugmaschinen, befahren werden. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
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