AT399278B - Anlage zum erhitzen, desinfizieren oder sterilisieren von gütern - Google Patents

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Description

AT 399 278 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Durchführung eines Verfahrens zum Erhitzen, Desinfizieren oder Sterilisieren von Gütern, in welcher das zu behandelnde Gut mittels Mikrowellen erhitzt wird, wobei in die das Gut enthaltene geschlossene Behandlungskammer Flüssigkeit einbringbar ist, wobei die Flüssigkeitszugabeeinrichtung zur Zuführung der Flüssigkeit in das zu behandelnde Gut innerhalb der Behandlungskammer angeordnet ist, nach Patent Nr. 397767.
Bei der Ausbildung gemäß dem Stammpatent ist die Flüssigkeitszugabe als Zugabekopf von oben her auf einen Behälter aufsetzbar, wobei die Zugabeeinrichtung durch eine Öffnung mit dem Behälterinneren kommuniziert.
Bei durch Mikrowellen beheizten Geräten ist es aufgrund der hohen Hochfrequenzfelder schwierig, Überwachungssensoren und sonstige Überwachungsgeräte innerhalb der Behandlungskammern anzubringen, sodaß exakte Meßwerte nur äußerst schwierig, wenn überhaupt, erreichbar sind.
Der vorliegenden Zusatzerfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, mit welcher in einem Mikrowellenheizgerät entsprechende physikalische und/oder chemische Parameter erfaßbar sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die aus mikrowellenundurchlässigem Material gefertigte Zugabeeinrichtung in eine Öffnung der Behandlungskammer «insetzbar ist, wobei in dem in das Innere der Behandlungskammer ragenden Kopf der Zugabeeinrichtung Sensoren für die Erfassung physikalischer und/oder chemischer Parameter angeordnet sind. Dadurch sind die gegen Hochfrequenzfelder empfindlichen Sensoren innerhalb eines abgeschirmten Bereiches angeordnet, stehen jedoch mit dem Inneren der Behadlungskammer insofern direkt in Verbindung, als ja die Zugabeeinrichtung in eine Öffnung der Behandlungskammer hineinragt. Es können damit innerhalb dieses Kopfes die entsprechenden Sensoren in das Innere der Kammer eingebracht werden, wodurch sie dann die entsprechenden gewünschten physikalischen und/oder chemischen Parameter direkt an Ort und Stelle messen können.
Vorteilhafterweise ist der Kopf selbst als Temperaturfühler ausgebildet, d.h. daß die Wandung des Kopfes in gewissen Bereichen als Temperaturgeber für den entsprechenden Sensor wirkt. Es könnten natürlich an der Sensorenwandung auch Druckmeßeinrichtungen, um den Innendruck der Kammer zu wählen, und auch andere Anordnungen angebracht sein, z.B. auch pH-Elektroden, Sauerstoffelektroden u.dgl., um - falls dies erforderlich ist - auch die chemischen Zustände innerhalb des Behälters erfassen zu können. Weiters kann der Kopf der Zugabeeinrichtung als Druckfühler ausgebildet sein, wobei vorzugsweise die Wandung bzw. Bereiche davon als Druckmembrane ausgebildet ist, sodaß bei geeignetem Behältnis auch eine Druckbehandlung des Gutes gesteuert vorgenommen werden kann.Bei nicht druckfestem Behältnis kann bei Auftreten von Überdruck ein Druckregelventil gesteuert betätigt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargesteilt. Fig. 1 zeigt eine schematische Gesamtansicht des erfindungsgemäßen Gerätes. Fig. 2 ist eine Detaildarstellung des Kopfes der Zugabeeinrichtung.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Behandlungseinrichtung ist mit 1 der Wägeteller bezeichnet, der zur Abstützung eines in Fig. 1 strichpunktiert eingezeichneten Behältnisses für zu behandelndes Gut dient. Der Wägeteller 1 ist auf einer Wägeachse 2 angebracht, welche sich auf einer Wägezelle 3 abstützt. Von dieser Wägezelle 3 führt eine Leitung 11 zu einer Mikroprozessorsteuerung 7, welche über eine Leitung 12 zu einem Stellantrieb 4 führt, über welchen eine Zugabeeinrichtung 5 auf das Behältnis aufsetzbar bzw. in dieses von oben her über eine Öffnung im Deckel einführbar ist. Diese Zugabeeinrichtung 5 ist mit einer Zuführleitung 13 versehen, die zu einer Mischeinrichtung 6 führt, in welche eine Flüssigkeitszubringeinrich-tung 14 und eine Leitung 15 führt, welch letztere zu einem Behältnis 8 für eine Zusatzlösung, z.B. ein Desinfektions- und/oder Duftmittel führt. In die Leitung 15 ist ein Magnetventil 9 eingeschaltet, mittels welchem die Wasserzufuhr zur Mischeinrichtung 6 steuerbar ist. Die Mischeinrichtung 6 ist über eine Leitung 16 mit der Mikroprozessorsteuerung 7 verbunden. Mit 10 ist die Behandlungskammer bezeichnet, in welche in nicht dargestellter Weise drei Mikrowellengeneratoren gleichzeitig einstrahlen. Für die Verwendung als Sterilisator bzw. Desinfektor wird dabei eine Anordnung der Mikrowellengeneratoren vorgesehen werden, die sicherstellt, daß die gesamte Behandlungskammer gleichförmig, also unter Vermeidung von kalten Stellen und Interferenzen, von den Mikrowellen bestrahlt ist, sodaß eine zuverlässige Erreichung aller Stellen der Behandlungskammer und insbesondere des in die Behandlungskammer 10 eingesetzten Gefäßes erreicht ist.
In der Wassereinbringeinrichtung 5 zu der Mikroprozessorsteuerung 7 führt noch eine Steuerungsleitung 17, welche von der Zugabeeinrichtung 5 wegführt. In dieser Zugabeeinrichtung 5 sind Sensoren 18 für die Erfassung physikalischer und/oder chemischer Parameter angeordnet, wobei insbesondere vorliegend ein Temperaturfühler gemeint ist. Der Temperaturfühler sitzt dabei direkt an der Wandung des in den Behälter reichenden Bereiches der Zugabeeinrichtung 5, wobei die Wandung dieses Bereiches aus mikrowellenundurchlässigem, gut wärmeleitendem Material besteht. Es kann auch in nicht dargestellter 2

Claims (3)

  1. AT 399 278 B Weise der Kopf der Zugabeeinrichtung 5 einen Drucksensor beinhalten, wobei bei entsprechender Wahl des Wandungsmaterials Bereiche der Wandung des Kopfes oder, wenn erwünscht, der gesamte, in das Behältnis ragende Kopfbereich als Drucksensormembrane wirken kann. In gleicher Weise könnten innerhalb dieser Zugabeeinrichtung, ebenfalls von Hochfrequenzfeldern geschützt, auch andere Sensoren untergebracht werden, u.zw., wie schon eingangs angeführt, gegebenenfalls Sauerstoffelektroden, pH-Elektroden od.dgl. Patentansprüche 1. Anlage zur Durchführung eines Verfahrens zum Erhitzen, Desinfizieren oder Sterilisieren von Gütern, in welcher das zu behandelnde Gut mittels Mikrowellen erhitzt wird, wobei in die das Gut enthaltende geschlossene Behandlungskammer Flüssigkeit einbringbar ist, wobei die Flüssigkeitszugabeeinrichtung zur Zuführung der Flüssigkeit in das zu behandelnde Gut innerhalb der Behandlungskammer angeordnet ist, nach Patent Nr. 397767, dadurch gekennzeichnet, daß die aus mikrowellenundurchlässigem Material gefertigte Zugabeeinrichtung (5) in eine Öffnung der Behandlungskammer (10) einsetzbar ist, wobei in dem in das Innere der Behandlungskammer ragendem. Kopf der Zugabeeinrichtung (5) Sensoren (18) für die Erfassung physikalischer und/oder chemischer Parameter angeordnet sind.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf der Zugabeeinrichtung (5) selbst als Temperaturfühler ausgebildet ist.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf der Zugabeeinrichtung (5) als Druckfühler ausgebildet ist, wobei vorzugsweise die Wandung bzw. Bereiche davon als Druckmembrane ausgebildet ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
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