AT399323B - Tank, insbesondere kugelförmiger tank - Google Patents
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Description
AT 399 323 B
Die Erfindung betrifft einen Tank, insbesondere einen kugelförmigen Tank zur Lagerung von Öl, Treibstoff oder Chemikalien, mit einer Innenwand und einer diese mit Distanz unter Bildung eines Leck-Überwachungsraumes umgebenden Außenwand, sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Bei Tanks dieser Art ist es bekannt, zur Bildung des Leck-Überwachungsraumes zwischen der Innern-5 und der Außenwand eine poröse Matte einzulegen, die sich bei Auftreten eines Lecks mit dem im Tank gelagerten Stoff tränken kann (AT-PS 339 589). Aus der DE-OS 2 658 971 ist es bekannt, eine der Vakuumüberwachung dienende luftdurchlässige Zwischenschicht, die von einem Vlies gebildet ist, vorzusehen.
Bei diesen bekannten Tanks ist es notwendig, zur Aufnahme der von außen (Erddruck) auf den Tank io · wirkenden Kräfte trotz der relativ dicken, den Leck-Überwachungsraum einschließenden und dem Flüssigkeitsdruck von außen und innen standzuhaltenden Wände außenseitig zusätzlich eine tragende Betonschale vorzusehen. Hierdurch verteuert sich der Tank erheblich.
Aus der US-A - 4,993,581 ist ein Tank der eingangs beschriebenen Art bekannt, der eine Innenwand und eine diese umgebende, von einem mit der Innenwand verklebten Gewebe gebildete Außenwand is aufweist. Dieses Gewebe ist von außen mit Harz getränkt, wobei die Dichte des Gewebes so gewählt ist, daß das Harz dieses nicht zur Gänze, sondern nur über einen Teil dessen Dicke durchdringt, sodaß zwischen dem durchtränkten Teil der Außenwand und der Innenwand ein unbehandeltes und daher nachgiebiges Gewebe vorhanden ist, welches Leckflüssigkeit aufnehmen kann und deren Anzeige ermöglicht. Dieser bekannte Tank weist somit eine relativ stabile Außenschale auf, die jedoch mit der Innenwand 2o über ein relativ nachgiebiges Gewebe (nämlich dessen ungetränkter Schicht) in Verbindung steht. Diese relativ nachgiebige Zwischenschicht verhindert eine effektive Krafteinleitung von der Außen- zur Innenwand bzw. umgekehrt, sodaß die Außenwand nur relativ wenig zur Versteifung des Tanks beitragen kann. Das unbehandelte Gewebe kann zur Kraftaufnahme nahezu keinen Beitrag leisten.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die 25 Aufgabe, einen Tank zu schaffen, bei dem sich eine aus statischen Gründen vorzusehende Betonschicht erübrigt. Weiters soll eine Materialeinsparung durch Verringerung der Wandstärken der Innen- und der Außenwand erreichbar sowie eine einfache und kostengünstige Herstellung des Tanks möglich sein.
Diese Aufgabe wird bei einem Tank der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß der Leck-Überwachungsraum von einem harzgetränkten ausgehärteten Abstandsgewebe aus Verstärkungsfasern 30 gebildet ist, dessen eine Gewebeschicht mit der Innenwand und dessen andere Gewebeschicht mit der Außenwand fest verbunden ist und dessen die beiden Gewebeschichten des Abstandsgewebes verbindenden Stege unter Bildung eines Hohlraumes etwa senkrecht zur Innen- und Außenwand gerichtet sind.
Das Abstandsgewebe formt sich durch die Harztränkung zu einem stabilen dreidimensionalen Gebilde um, wobei die beiden Gewebeschichten zu starren Platten und die die Gewebeschichten verbindenden 35 Fäden bzw. Fasern starre und sich etwa senkrecht zu den Platten erstreckende Stege bilden, die die Gewebeschichten gegeneinander fixieren.
Die Erfindung beruht auf der Idee, den Teil des Tanks, der zur Erzielung des Leck-Überwachungsraumes dient, ebenfalls zur Kraftaufnahme heranzuziehen, d. h. als tragenden Bauteil zu gestalten. Die solcherart gebildete Sandwichkonstruktion ergibt eine wesentliche Erhöhung der Stabilität des Tanks, so 4o daß auf eine tragende Betonaußenschale verzichtet werden kann. Es ist weiters möglich, die Wandstärken der Innen- und der Außenschale stark zu reduzieren, ohne Stabilitäts- bzw. Festigkeitsverluste in Kauf nehmen zu müssen.
Eine besonders kostengünstige Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandsgewebe aus Glasfasern gebildet ist. 45 Vorzugsweise ist das Abstandsgewebe mit Polyesterharz getränkt.
Eine bevorzugte Ausführungsform, die eine besonders hohe Stabilität ergibt, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand und die Außenwand aus glasfaserverstärktem Kunststoff gebildet sind und daß das Abstandsgewebe mit seinen Gewebeschichten in den glasfaserverstärkten Kunststoff der Innen- und Außenwand eingebettet ist. so Für Tanks in der Größenordnung von 4.000 bis 16.000 Liter Fassungsvermögen hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn die die beiden Gewebeschichten des Abstandsgewebes verbindenden Stege eine Höhe von 3 bis 10 mm, insbesondere eine Höhe von etwa 5 mm, aufweisen.
Ein Verfahren zum Herstellen eines erfindungsgemäßen Tanks ist dadurch gekennzeichnet, daß auf die Außenseite der Innenwand flüssiges Harz aufgebracht wird, in das ein der Form der Innenwand angepaßtes 55 Abstandsgewebe mit seiner der Innenwand zugekehrten Gewebeschicht eingebettet wird; worauf auf die Außenseite des Abstandsgewebes flüssiges Harz aufgetragen wird, und daß nach Erhärten des in Harz getränkten Abstandsgewebes die Außenwand aufgebracht wird, wobei vorteilhaft die Innenwand aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt wird und das darauf aufzubringende Harz vor dem vollständigen 2
Claims (4)
- AT 399 323 B Aushärten der äußeren Oberfläche der Innenwand aufgebracht wird. Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines In der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, wobei Fig. 1 einen Tank im Schnitt und Fig. 2 ein Detail der Fig. 1 in größerem Maßstab zeigen. Der Tank weist eine Innenwand 1 auf, die aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergesteilt ist. Diese Innenwand 1 wird mit Distanz 2 von einer Außenwand 3, die ebenfalls aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt ist, umgeben. Der zwischen der Innen- und Außenwand 1 und 3 liegende Raum 4 stellt einen Leck-Überwachungsraum dar, der von einem harzgetränkten Abstandsgewebe 5 gebildet ist. Die beiden Gewebeschichten 6, 7 des Abstandsgewebes 5 sind jeweils mit der ihr benachbarten Innen- bzw. Außenwand 1 bzw. 3 fest und untrennbar verbunden. Dies ist dadurch verwirklicht, daß jede Gewebeschicht 6, 7 in einer an der jeweiligen Wand 1 bzw. 3 aufgebrachten Harzschicht eingebettet ist. Die die beiden Gewebeschichten 6, 7 miteinander verbindenden Fasern bzw. Fäden, nachfolgend Stege 8 genannt, sind infolge der Harztränkung des Abstandsgewebes 5 steif und etwa senkrecht zu den Gewebeschichten 6, 7 gerichtet. Durch diese Stege werden die Gewebeschichten 6, 7 gegeneinander fixiert sowie die Innenwand 1 mit der Außenwand 3 starr verbunden, obwohl zwischen der Innen- und Außenwand 1 und 3 ein gas- und flüssigkeitsdurchlässiger Raum 4 vorhanden ist. Beim erfindungsgemäßen Tank, der prinzipiell ohne Betonaußenmantel Verwendung findet, können die Wandstärken der Innen- und Außenwand ohne Festigkeitsverlust gegenüber Tanks nach dem Stand der Technik stark reduziert werden, wodurch sich zusätzlich zur Betoneinsparung Material- und Kosteneinsparungen ergeben. Zur Herstellung des Tanks wird zweckmäßig wie folgt vorgegangen: Zunächst wird in herkömmlicher Weise die Innenwand 1 aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. Noch bevor die äußere Oberfläche der Innenwand 1 vollständig erstarrt ist, wird auf diese eine Schicht flüssigen Harzes, vorzugsweise ungesättigtes Polyesterharz, aufgetragen und in diese Schicht ein der geometrischen Form der Innenwand 1 angepaßtes Abstandsgewebe 5 aufgelegt und angepreßt, so daß die der Innenwand 1 zugekehrte Gewebeschicht 6 des Abstandsgewebes 5 in der Harzschicht eingebettet ist. Anschließend wird flüssiges Harz auf die äußere Gewebeschicht 7 des Abstandsgewebes 5 aufgetragen. Das flüssige Harz tränkt durch Kapillarwirkung auch die die Gewebeschichten 6 und 7 verbindenden Stege 8, wodurch diese sich etwa im rechten Winkel zu dem Gewebeschichten 6, 7 ausrichten und zwischen den Gewebeschichten 6, 7 einen Hohlraum 4 bilden. Knapp vor dem völligen Aushärten des harzgetränkten Abstandsgewebes 5 wird die Außenwand 3 aufgebracht, z.B. im Falle des Verwendens von glasfaserverstärktem Kunststoff aufgespritzt. Das Abstandsgewebe ist vorzugsweise von Glasfasern gebildet: es kommen jedoch auch andere Materialien in Betracht, z.B. Aramidfasern, Kohlefasern oder auch Naturfasern. Ein Stahlbetonaußenmantel ist beim erfindungsgemäßen Tank nur dann vorzusehen, wenn der Tank zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist, wie z.B. dem Überfahren von Kraftfahrzeugen etc. Als Einbauschutz kann der Tank außenseitig mit Billigbeton verkleidet sein. Patentansprüche 1. Tank, insbesondere kugelförmiger Tank zur Lagerung von Öl, Treibstoff oder Chemikalien, mit einer Innenwand (1) und einer diese mit Distanz (2) unter Bildung eines Leck-Überwachungsraumes (4) umgebenden Außenwand (3), dadurch gekennzeichnet, daß der Leck-Überwachungsraum (4) von einem harzgetränkten ausgehärteten Abstandsgewebe (5) aus Verstärkungsfasern gebildet ist, dessen eine Gewebeschicht (6) mit der Innenwand (1) und dessen andere Gewebeschicht (7) mit der Außenwand (3) fest verbunden ist und dessen die beiden Gewebeschichten (6, 7) des Abstandsgewebes (5) verbindenden Stege (8) unter Bildung eines Hohiraumes (4) etwa senkrecht zur Innen- und Außenwand (1, 3) gerichtet sind.
- 2. Tank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandsgewebe (5) aus Glasfasern gebildet ist.
- 3. Tank nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstandsgewebe (5) mit Polyesterharz getränkt ist.
- 4. Tank nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (1) und die Außenwand (3) aus glasfaserverstärktem Kunststoff gebildet sind und daß das Abstandsgewebe (5) mit seinen Gewebeschichten (6, 7) in den glasfaserverstärkten Kunststoff der 3 AT 399 323 B Innen- und Außenwand (1, 3) eingebettet ist. Tank nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Gewebeschichten (6, 7) des Abstandsgewebes (5) verbindenden Stege (8) eine Höhe von 3 bis 10 mm, insbesondere eine Höhe von etwa 5 mm, aufweisen. Verfahren zum Herstellen eines Tanks nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Außenseite der Innenwand (1) flüssiges Harz aufgebracht wird, in das ein der Form der Innenwand (1) angepaßtes Abstandsgewebe (5) mit seiner der Innenwand (1) zugekehrten Gewebeschicht (6) eingebettet wird, worauf auf die Außenseite des Abstandsgewebes (5) flüssiges Harz aufgetragen wird, und daß nach Erhärten des in Harz getränkten Abstandsgewebes (5) die Außenwand (3) aufgebracht wird. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (1) aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt wird und das darauf aufzubringende Harz vor dem vollständigen Aushärten der äußeren Oberfläche der Innenwand (1) aufgebracht wird. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 4
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