AT399376B - Verlegehilfsvorrichtung zur durchführung flexibler kunststoff-rohrleitungen, sowie verfahren zum verlegen flexibler kunststoff-rohrleitungen - Google Patents

Verlegehilfsvorrichtung zur durchführung flexibler kunststoff-rohrleitungen, sowie verfahren zum verlegen flexibler kunststoff-rohrleitungen Download PDF

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Description

AT 399 376 B
Die Erfindung betrifft eine Verlegehilfsvorrichtung zur Durchführung flexibler Kunststoff-Rohrleitungen für flüssige Medien, insbesondere Wasser, durch Decken aus geschäumtem oder vergießbarem Material, insbesondere Beton, wobei die Rohrleitungen vor dem Schäumen bzw. Vergießen des Materials an einer Schalung mittels einer Grundplatte verankert werden, die zur Halterung einer bogenförmigen Rohrstütze 5 dient, sowie ein Verfahren zum Verlegen flexibler Kunststoff-Rohrleitungen zwecks Durchführung derselben durch eine Decke aus geschäumtem Material oder Beton.
Derartige Hilfsvorrichtungen sind erforderlich, um die flexiblen Rohrleitungen, welch zum Großteil Gebrauchswasserleitungen sind, von einem unterhalb einer Betondeck befindlichen, mehrere Abgänge aufweisenden Verteiler durch die Betondecke hindurch und von dort in verschiedenen Richtungen den io Verbraucherstellen zuzuführen. Die Rohre können dank solcher Hilfsvorrichtungen bereits vor dem Einbetonieren genau plaziert werden.
Die bisher bekannt gewordenen Einlegehilfen dieser Art ermöglichen jedoch lediglich, mehrere Kunststoffrohre von der Schalung aus parallel weiterzuführen, was sich für die meisten Anwendungsfälle als schwerwiegender Nachteil erweist. ;5 Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine derartige Verlegehilfsvorrichtung vorzuschlagen, welche es gestattet, jedes einzelne Rohr von der Eintrittsstelle in die Decke in beliebiger Richtung weiterzuführen, wobei ferner die parallel von einem Warmwaser- und Kaltwasserverteiler kommenden Rohre im vorgegebenen Abstand in die Decke geführt werden sollen.
Die erfindungsgemäße Verlegehilfsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstütze mit zo ihrem unteren Ende in einer entsprechenden Aufnahmeöffnung der Grundplatte drehbar gelagert ist, welche eine beliebige Drehung der Rohrstütze um die Achse der genannten Aufnahmeöffnung der Grundplatte gestattet, wobei ferner die mit Kupplungsorganen versehene Grundplatte einzeln, bzw. der mit Hilfe von den Kupplungsorganen mosaikartige aneinander gereihte Verbund von beliebig vielen Grundplatten jeweils eine pro zu führender Rohrleitung im gegebenen Abstand zu dem unterhalb eingeordneten Verteiler positioniert 25 ist.
Bei einer Vorrichtung zur Halterung eines Gebrauchswasserverteilers, welcher unterhalb einer betondek-ke im Bereich einer Rohrleitungsverlegehilfsvorrichtung angeordnet ist und mehrere, in gegenseitigem Abstand befindliche Abgänge aufweist, die mit durch die Betondecke hindurchgeführten Rohrleitungen zu verbinden sind, wird vorgeschlagen, daß die Verlegehilfsvorrichtung Halteelemente aufweist, welche jeweils 30 mit einer nach unten offenen Bohrung zur Aufnahme einer am Gebrauchswasserverteiler befestigbaren Tragstange versehen ist, wobei die Tragstange an ihrem oberen Endabschnitt, welcher in die Bohrung des betreffenden Halteelementes hineinragt, ein selbstschneidendes Gewinde aufweist.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird vorgeschlagen, daß - zunächst auf der Oberseite einer Schalung Grundplatten befestigt werden, welch eine Aufnahmeöff- 35 nung zur Halterung von Rohrstützen aufweisen, - anschließend die Röhrstützen in die Aufnahmeöffnungen der Grundplatten eingesteckt und durch Drehung um die Achse der betreffenden Aufnahmeöffnung in die für die Rohrleitungsführung gewünschte Richtung geschwenkt werden, - die flexiblen Kunststoff-Rohrleitungen auf die Rohrstützen aufgelegt werden, 40 - das geschäumte Material bzw. der Beton aufgebracht und nach dem Abschalen der Rohrleitungen nach unten durchgezogen und mit dem darunter befindlichen Verteileranschluß verbunden werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachstehend anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert: Fig.1 zeigt einen vereinfachten Vertikalschnitt einer Kalt- und Warmwasserdurchführung von einem Untergeschoß in ein Badezimmer, Fig. 2 zeigt eine Ansich von oben, Fig. 3 eine 45 Seitenansicht einer auf die Schalung aufgesetzten Rohrstütze, Fig. 4 die gleiche Rohrstütze mit angehängtem Verteiler, Fig. 5 die Einzelteile der Rohrstütze vor deren Montage auf der Schalung, Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Grundplatte und Fig. 7 die Draufsicht auf mehrere mosailkartig zusammengsetzte Grundplatten mit den in verschiedenden Richtungen weitergeführten Rohrleitungen.
Die Figuren 1 und 2 zeigen die Anordnung der mit Gebrauchswasser zu versorgenden Geräte in einem so typischen Badezimmer. Unterhalb dem mit D bezeichneten Badezimmerboden, der die Decke des darunterliegenden Kellers darstellt, befinden sich zwei Verteiler V1 und V2, das heisst Rohrleitungen, von welchen die mit Z bezeichneten Zuleitungen zu den einzelnen sanitärseitigen Geräten abgezweigt werden. Wie die Zeichnung zeigt, sind in diesem Falle ein Doppellwäschbecken 1, ein Pissoir 2, eine Dusche 3 und eine Badewanne 4 mit Gebrauchswasser zu versorgen. Zu diesem Zwecke müssen die von den Verteilern V1 55 und V2 abgehenden Zuleitungen durch die Decke D zu den einzelnen Verbraucherstellen geführt werden. Wie insbesondere Figur 2 zeigt, ist es hierzu erforderlich, die Zuleitungen Z in den verschiedensten Richtungen von den Verteilern V1 und V2 wegzuführen, was bisher mit einem relativ grossen Arbeitsaufwand verbunden war. Die bisher bekannten Einlegehilfen ermöglichen entweder eine parallele Rohrführung 2
AT 399 376 B mehrerer Kunststoffrohe im rechten Winkei zur Schalungsdurchführung mittels Rohrstützen oder bestehen aus einem einfachen Schalungsbalken, wobei die Kunststoffrohre nicht gestützt werden, sondern an den Armierungseisen festgebunden werden müssen.
Fig. 3 zeigt im vereinfachten Schnitt eine Schalung 5, die zur Erstellung einer Betondecke 6 angebracht ist. Nach dem Vergiessen des Betons soll sich dieser beispielsweise bis zum Niveau 6a erstrecken. Auf der Schalung 5 befindet sich eine Grundplatte 7, deren Konfiguration beispielsweise aus Figur 6 ersichtlich ist. Die einteilig aus einem Kunststoff gespritzte Grundplatte 7 weist eine zentrale Oeffnung 8 auf, welche für die Durchführung des Kunststoffrohres gedacht ist. Ferner sind am Umfang der Grundplatte 7 mehrere Kupplungsorgane 9a bzw. 9b angebracht, die es gestatten, mehrere solcher Grundplatten mosaikartig zusammenzusetzen. In ihrer Randpartie besitzt die Grundplatte 7 mehrere Durchgangslöcher 10, sodass sie auf die Holzschalung 5 mittels der in Fig. 5 gezeigten Nägel 10a aufgenagelt werden kann. Die Ausbildung und Funktion einer seitlich an der Grundplatte 7 angeformten Kappe 11 wird später erläutert werden.
Auf der Schalung 5 ist ferner eine Rohrstütze 12 angeordnet, welche mit ihrem Fuss 12b in der Oeffnung 8 der Grundplatte 7 so verankert ist, dass sie sich nach allen Seiten frei drehen lässt. Ein am Fuss 12b der Rohrstütze angeformter Wulst 13 (Fig. 5) wirkt mit einer innerhalb der Grundplattenöffnung 8 angeordneten Ausnehmung so zusammen, dass der Fuss 12b lediglich in die Grundplattenöffnung 8 hineingesteckt werden muss und dabei der Wulst 13 in die genannte Ausnehmung einschnappt. Das zu diesem Zwecke erforderliche elastische Verhalten des Fusses 12b wird einerseits durch das gewählte Kunststoffmaterial, andererseits durch einen an der Unterseite des Fusses vorgesehenen Schlitz 14 erzielt.
Die Rohrstütze weist einen bogenförmigen Stützabschnitt 12a auf, welcher die Form eines nach oben offenen Halbrohres hat und zur Aufnahme der flexiblen Kunststoff-Rohrleitung dient. Der bogenförmige Abschnitt 12a mündet in einen weiteren Fuss 15, dessen seitlicher Ansatz 16 eine Durchgangsbohrung 17 zur Vernagelung auf der Schalung 5 mittels eines Nagels 10b besitzt.
Bei der Erstellung der Betondecke 7 wird somit zunächst die Schalung 5 angebracht, worauf die Grundplatte 7 auf die Schalung aufgenagelt wird. Anschliessend steckt man die Rohrstütze 12 mit ihrem Fuss 12b in die Oeffnung 8 der Grundplatte, bis der Verankerungswulst 13 einrastet. Die Rohrstütze wird nun in die gewünschte Richtung gedreht und mit dem Nagel 10b befestigt. Nun kann die flexible Zuleitung auf die Rohrstütze so aufgelegt werden, dass deren untere Mündung innerhalb der Grundplattenöffnung 8 auf der Schalung aufliegt. Nach der Montage aller Rohre auf der Schalung kann der Beton eingebracht werden.
Die Rohrleitung setzt sich vorzugsweise aus einem der Wasserführung dienenden Innenrohr und einem äusseren Schutzrohr zusammen, in welches sich das Innenrohr einschieben lässt. Nach der Entfernung der Schalung 5 lässt sich das gebrauchswasserführende Innenrohr der Doppelrohrleitung aus der Grundplatte 7 nach unten herausziehen und mit dem darunter befindlichen Anschluss 18 des Verteilers Vi verbinden (Hg. 4).
Wie bereits erwähnt wurde, besitzt die Grundplatte 7 eine seitlich angeformte Kappe 11, welche eine nach unten offene Sacklochbohrung aufweist, in diese Sacklochbohrung lässt sich der obere Abschnitt 19a einer mit einem selbstschneidenden Gewinde versehenen Haltestange 19 einschrauben, an welcher der Verteiler Vi aufgehängt werden kann. Das untere Ende 19b der Haltestange 19 ist zu diesem Zwecke mit einer Haltevorrichtung 20 versehen.
Die Anbringung einer Halterung für Gebrauchswasserverteiler an der Verlegehilfe beschränkt sich im übrigen nicht auf die vorstehend beschriebene Verlegehilfsvorrichtung, sondern lässt sich mit Vorteil auch auf andere, bekannte Vorrichtungen dieser Art übertragen. Die Montage der Kalt- und Warmwasserverteiler, welche in vielen Fällen an schwer zugänglichen Kellerdecken erfolgen muss, wird durch die neue Halterung erheblich erleichtert. Die an der. Grundplatte 7 oder, bei anderer Ausführung, an einem anderen Teil der Verlegehilfe angeformte Kappe 11 braucht lediglich eine nach unten offene Bohrung aufzuweisen, in die sich der obere, mit einem selbstschneidenden Gewinde versehene Abschnitt der Tragstange 19 mühelos einschrauben lässt.
Wie Figur 7 zeigt, lassen sich mehrere Grundplatten 7 dank ihrer Kupplungsorgane 9a/9b mosaikartig zusammenfügen und gegenseitig verankern. Die gemäss Fig. 1 parallel und im gegenseitigen Abstand in die Decke eingeführten Zuleitungen Z können dank der Drehbarkeit der Rohrstützen 12 von der mosaikartigen Grundplattenstruktur aus nach jeder beliebigen Richtung weitergeführt werden. Ein weiterer Vorteil der beliebigen Orientierbarkeit der Rohrstützen 12 ist darin zu sehen, dass jegliche Kollision mit den auf der Schalung 5 liegenden Armierungseisen leicht vermieden werden kann. Das Beschneiden von Armierungseisen an den Aufiagestellen der Rohrstützen und die damit verbundene Festigkeitseinbusse der Betondecke entfällt. 3

Claims (6)

  1. AT 399 376 B Patentansprüche 1. Verlegehilfsvorrichtung zur Durchführung flexibler Kunststoff-Rohrleitungen für flüssige Medien, insbesondere Wasser, durch Decken aus geschäumtem oder vergiessbarem Material, insbesondere Beton, wobei die Rohrleitungen vor dem Schäumen bzw. Vergiessen des Materials an einer Schalung mittels einer Grundplatte verankert werden, die zur Halterung einer bogenförmigen Rohrstütze dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrstütze (12) mit ihrem unteren Ende (12b) in einer entsprechenden Aufnahmeöffnung (8) der Grundplatte (7) drehbar gelagert ist, welche eine beliebige Drehung der Rohrstütze (12) um die Achse der genannten Aufnahmeöffnung (8) der Grundplatte (7) gestattet, wobei ferner die mit Kupplungsorganen (9a/9b) versehene Grundplatte (7) einzeln, bzw. der mit Hilfe von den Kupplungsorganen (9a/9b) mosaikartig aneinander gereihte Verbund von beliebig vielen Grundplatten (7) - jeweils eine pro zu führender Rohrleitung (Z) - im gegebenen Abstand zu dem unterhalb eingeordneten Verteiler (Vi, V2) positioniert ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsorgane auf einer Seite der Grundplatte (7) schwaibenschwanzförmige Einhängenocken (9a), auf der gegenüberliegenden Seite der Grundplatte ebenso geformte Einbuchtungen (9b) sind.
  3. 3. Vorrichtung zur Halterung eines Gebrauchswasserverteilers, welcher unterhalb einer Betondecke im Bereich einer Rohrleitungsverlegehiifsvorrichtung angeordnet ist und mehrere, in gegenseitigem Abstand befindliche Abgänge aufweist, die mit durch die Betondecke hindurchgeführten Rohrleitungen zu verbinden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlegehilfsvorrichtung Halteelemente (11) aufweist, welche jeweils mit einer nach unten offenen Bohrung zur Aufnahme einer am Gebrauchswasser* Verteiler (Vi, V2) befestigbaren Tragstange (19) versehen ist, wobei die Tragstange (19) an ihrem oberen Endabschnitt (19a), welcher in die Bohrung des betreffenden Halteelementes (11) hineinragt, ein selbstschneidendes Gewinde aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus Kunststoff gefertigte Grundplatte (7) mit einer seitlich angeformten, nach unten offenen Kappe (11) versehen ist, welche die Bohrung zur Befestigung des Gebrauchswasserverteilers(Vi, V2) aufweist.
  5. 5. Verfahren zum Verlegen flexibler Kunststoff-Rohrleitungen zwecks Durchführung derselben durch eine Decke aus geschäumtem Material oder Beton, dadurch gekennzeichnet, dass - zunächst auf der Oberseite einer Schalung (5) Grundplatten (7) befestigt werden, welche eine Aufnahmeöffnung (8) zur Halterung von Rohrstützen (12) aufweisen, - anschliessend die Rohrstützen (12) in die Aufnahmeöffnungen (8) der Grundplatten (7) eingesteckt und durch Drehung um die Achse der betreffenden Aufnahmeöffnung (8) in die für die Rohrleitungsführung gewünschte Richtung geschwenkt werden, - die flexiblen Kunststoffrohrleitungen (Z) auf die Rohrstützen (12) aufgelegt werden, - das geschäumte Material bzw. der Beton aufgebracht und nach dem Abschalen die Rohrleitungen (Z) nach unten durchgezogen und mit dem darunter befindlichen Verteileranschiuss verbunden werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteiler (Vi, V2) an mehreren, oberhalb derselben befindlichen Grundplatten (7) aufgehängt werden. Hiezu 5 Blatt Zeichnungen 4
AT118589A 1988-05-26 1989-05-17 Verlegehilfsvorrichtung zur durchführung flexibler kunststoff-rohrleitungen, sowie verfahren zum verlegen flexibler kunststoff-rohrleitungen AT399376B (de)

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