AT400919B - Betteinsatz - Google Patents
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Description
ΑΤ 400 919 Β
Die Erfindung bezieht sich auf einen Betteinsatz mit durchgehend über den Betteinsatz verlaufenden, mit gegenseitigem Abstand nebeneinandergereihten, federnden Stützkörpern und mit einem auf diesen Stützkörpern abgestützten Lattenrost aus quer zu den Sützkörpern angeordneten, voneinander unabhängig abgestützten Latten.
Bei bekannten Betteinsätzen dieser Art verlaufen die biegsamen Latten des Lattenrostes im allgemeinen quer zur Längsrostrichtung, so daß bei einer örtlich begrenzten Belastung des Lattenrostes diese Belastung über die Latten in einem örtlich begrenzten Längsbereich auf die in Längsrichtung des Lattenrostes durchgehenden federnden Stützkörper übertragen wird, die demnach auch nur in einem örtlich begrenzten Längsabschnitt einfedern. Während diese örtlich begrenzte Einfederung in Längsrichtung des Betteinsatzes zufriedenstellend sichergestellt werden kann, ergeben sich in bezug auf die Bettbreite Schwierigkeiten, weil wegen des Biegewiderstandes der Latten mit einer entsprechenden Lastverteilung über die gesamte Lattenlänge zu rechnen ist. Durch eine Einstellung des seitlichen Abstandes zwischen den federnden Stützkörpern kann zwar auf das Biegeverhalten der einzelnen Latten des Lattenrostes Einfluß genommen werden, doch bleibt diese Einflußmöglichkeit beschränkt. Dazu kommt noch, daß das Einfederverhalten bezüglich der Längsrichtung maßgeblich von den Federeigenschaffen der Stützkörper abhängt, die über ihre Länge gleichbleibende Federeigenschatten aufweisen, so daß gerade in Längsrichtung des Betteinsatzes eine Anpassung an unterschiedliche Belastungen kaum möglich ist, wie sie beispielsweise durch unterschiedliche Körpergewichte bedingt werden.
Es sind bereits federnde Lattenroste bekannt (DE-PS 303 084), deren Latten in Längsreihen über die Rostlänge verteilt angeordnet sind. Diese Latten sind jedoch jeweils für sich auf parallelogrammartig angeordneten Holzfederleisten gelagert und miteinander in Querrichtung durch Bandeisen od. dgl. im Sinne einer Gliederkette verbunden, so daß über diese Bandeisen eine sich über die Rostbreite erstreckende Abstützung erhalten wird, die einer örtlich begrenzten Anpassung des Rostes an die jeweilige Belastung entgegensteht.
Schließlich ist es bekannt (US-PS 2 386 571), einen Rost mit in Längsrichtung verlaufenden Latten vorzusehen, die nur bis zur Längsmitte reichen. Da diese Latten endseitig in einem Rahmen gehalten werden und sich auf einer mit Abstand von der jeweiligen Stirnseite des Einsatzes angeordneten Stützleiste abstützen, ergibt sich eine Federwirkung, die durch eine Verlagerung der Stützleiste eingestellt werden kann. An den einander zugekehrten Enden der Latten sind diese durch eine Schnur nach Art eines Geflechtes verbunden, was ein Einfedern der Holzlatten ausschließlich aufgrund ihrer Eigenfederung erlaubt. Eine örtlich begrenzte Einfederung ist nicht möglich.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Betteinsatz zu schaffen, der in einfacher Weise an vorgegebene Belastungsverhältnisse angepaßt werden kann und eine örtlich begrenzte Einfederung sowohl bezüglich der Längs- als auch der Querrichtung erlaubt.
Ausgehend von einem Betteinsatz der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte Aufgabe dadurch, daß die Stützkörper quer zur Längsrichtung des Betteinsatzes verlaufen und daß die Latten zumindest in einem Breitenbereich des Lattenrostes in an sich bekannter Weise eine kürzere Länge als der Lattenrost aufweisen und in Längsreihen über die Rostlänge verteilt angeordnet sind.
Mit der Anordnung der Stützkörper nicht in Längsrichtung des Betteinsatzes, sondern quer dazu wird zunächst sichergestellt, daß sich eine örtlich begrenzte Einfederung des Betteinsatzes hinsichtlich der Einsatzbreite einstellt. Die mit gegenseitigem Abstand nebeneinandergereihten Latten des Lattenrostes schließen ja eine über die Einsatzbreite durchgehende Belastung der Stützkörper aus, die demnach nur im Bereich der belasteten Latten einfedern. Der sonst mit einem Lattenlängsverlauf erkaufte Nachteil bezüglich der Einsatzeinfederung in Längsrichtung wird jedoch durch die Maßnahme vermieden, nicht in Einsatzlängsrichtung durchgehende Latten, sondern mehrere kürzere Latten zu verwenden, die Längsreihen bilden, so daß innerhalb dieser Längsreihen keine Kraftübertragung zwischen den einzelnen Latten auftreten kann. Bei einer Belastung einer kürzeren Latte wird folglich die Belastung dieser Latte nur auf die Stützkörper abgetragen, auf denen diese Latte aufliegt. Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung der Stützkörper und des Lattenrostes kann somit ein vorteilhaftes Einfederverhalten sowohl in Längs- als auch in Querrichtung des Betteinsatzes sichergestellt werden. Die Anzahl der Latten in einer Längsreihe bestimmt dabei das Federverhalten des Betteinsatzes in dem jeweiligen Breitenbereich, so daß über die Anzahl und Härte dieser Latten auch eine gute Anpassung an unterschiedliche Körpergewichte möglich wird.
Um ein über vorgegebene Längsbereiche gleichmäßiges Einfederverhalten des Betteinsatzes zu gewährleisten, sollen die aus den kürzeren Latten gebildeten Längsreihen in an sich bekannter Weise gegeneinander auf Lücke versetzt werden, damit sich keine über die Einsatzbreite durchgehenden Unterbrechungen des Lattenrostes ergeben.
Wie bereits ausgeführt wurde, kann durch die Wahl der Anzahl der kürzeren Latten in einer Längsreihe die Einfederung des Betteinsatzes bei einer örtlich begrenzten Belastung eingestellt werden. Eine weitere 2
Claims (6)
- AT 400 919 B Möglichkeit einer Einflußnahme ergibt sich dann, wenn die Latten in einer Gewebelasche mit Ausnahme im Bereich der endseitigen Stützkörper auf der Breitseite des Betteinsatzes in Längsrichtung verschiebbar auf den Stützkörpern abgestützt sind, weil mit einer Längsverschiebung der Latten bezüglich der Stützkörper nicht nur das Biegeverhalten der Latten selbst beeinflußt wird, sondern auch das des Rostes aufgrund der sich zwischen den Latten in Längsrichtung ergebenden unterschiedlichen Abstände. Da eine Verschiebung der Latten im Bereich der endseitigen Stützkörper auf der Breitseite des Betteinsatzes nicht sinnvoll ist, bleiben diese Latten im allgemeinen unverschiebbar. Um Latten mit unterschiedlichen Längen zur Anpassung an das jeweilige Körpergewicht einsetzen zu können, können die Latten des Lattenrostes austauschbar mit den Stützkörpern verbunden sein. Diese Austauschbarkeit der Latten des Lattenrostes erlaubt eine zusätzliche Einstellmöglichkeit der Härte des Betteinsatzes. Da üblicherweise die einzelnen Latten von zumindest zwei Stützkörpern getragen werden sollen, wird die Länge der Latten größer als der gegenseitige Abstand der Stützkörper und vorzugsweise kleiner als der dreifache Stützkörperabstand gewählt werden. Eine Abstützung der Latten auf drei Stützkörpern ist ja nur in Sonderfällen notwendig oder auf den Kopf- und Fußbereich beschränkt. Selbstverständlich läßt sich über die Anzahl der Stützkörper und deren Abstand zusätzlich Einfluß auf das Einfederverhalten des Betteinsatzes nehmen. Um einen für die Handhabung ausreichenden Zusammenhalt des Betteinsatzes zu erzielen, empfiehlt es sich, die äußersten Latten auf der Längsseite des Lattenrostes über die Rostlänge durchlaufen zu lassen. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig 1 einen erfindungsgemäßen Betteinsatz ausschnittsweise in einer schematischen Draufsicht, Fig. 2 diesen Betteinsatz in einem Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 2. Der dargestellte Betteinsatz 1 besteht im wesentlichen aus quer zur Längsrichtung des Betteinsatzes 1 verlaufenden, federnden Stützkörpern 2, die aus mit einem Gewebe überzogenen Schaumstoff gebildet werden, und aus einem Lattenrost 3 aus einzelnen auf den Stützkörpern abgestutzten, in Längsrichtung des Betteinsatzes verlaufenden Latten 4. Wie sich insbesondere aus der Fig. 1 ergibt, laufen diese Latten 4 mit Ausnahme der äußersten Latten auf der Längsseite des Lattenrostes nicht über die Einsatzlänge durch, sondern sind mit gegenseitigem Abstand in Längsreihen angeordnet. Wie dem Ausführungsbeispiel entnommen werden kann, weisen die meisten der eingesetzten Latten 4 eine Länge auf, die etwas kleiner als der doppelte Abstand zweier Stützkörper 2 voneinander ist, so daß die einzelnen Latten 4 jeweils von zwei Stutzkörpern 2 getragen werden, und zwar sind diese Latten 4 in einer Gewebelasche 5 der Stutzkörperumhüllung längsverschiebbar gehalten. Da die Längsreihen aus den einzelnen Latten 4 gegeneinander auf Lücke versetzt sind, überbrückt jeweils jede zweite Latte 4 den Abstand zwischen zwei unmittelbar benachbarten Stützkörpern 2, während die Latten im Bereich der dazwischenliegenden Längsreihen lediglich in den Zwischenraum zwischen den Stutzkörpern ragen. Durch diese Maßnahme wird in vorteilhafter Weise eine örtlich begrenzte Einfederung des Betteinsatzes bei einer örtlich begrenzten Belastung sichergestellt, wie dies in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. In der Fig. 2 ist die Einfederung bezüglich der Längsrichtung gezeigt, wobei deutlich wird, daß durch das Hintereinanderreihen der einzelnen Latten 4 in Längsrichtung eine Kraftübertragung auf in Längsrichtung anschließende Latten ausgeschlossen ist. In Querrichtung wird die Einfederung ebenfalls beschränkt, wie dies der Fig. 3 entnommen werden kann. Die Stutzkörper 2 werden ja lediglich im Bereich der belasteten Latten durch diese Latten belastet. Die Länge der Latten 4 kann selbstverständlich auch größer als der doppelte Stützkörperabstand sein, insbesondere im Kopf- und Fußbereich, wie dies der Fig. 1 entnommen werden kann. Durch eine entsprechende Auswahl der Lattenlänge in bezug auf den Stützkörperabstand, der Lage der Latten gegenüber den Stützkörpern und der Verteilung der Latten über die Fläche des Betteinsatzes kann ein an die individuellen Anforderungen jedes Benutzers angepaßter Betteinsatz erreicht werden, wobei diese Anpassung ohne weiteres durch den Benützer ohne besondere Fachkenntnisse vorgenommen werden kann. In diesem Zusammenhang ist außerdem zu berücksichtigen, daß auch die Anzahl der Stutzkörper 2 und damit deren gegenseitiger Abstand auf die jeweiligen Benutzeranforderungen abgestimmt werden kann. Patentansprüche 1. Betteinsatz mit durchgehend über den Betteinsatz verlaufenden, mit gegenseitigem Abstand nebeneinandergereihten, federnden Stützkörpern (2) und mit einem auf diesen Stützkörpern abgestützten Lattenrost (3) aus quer zu den Sützkörpern (2) angeordneten, voneinander unabhängig abgestützten Latten (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Stützkörper (2) quer zur Längsrichtung des Betteinsatzes (1) verlaufen und daß die Latten (4) zumindest in einem Breitenbereich des Lattenrostes (3) in an sich bekannter Weise eine kürzere Länge als der Lattenrost (3) aufweisen und in Längsreihen über die Rostlänge verteilt angeordnet sind. 3 AT400 919 B
- 2. Betteinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den kürzeren Latten (4) gebildeten Längsreihen in an sich bekannter Weise gegeneinander auf Lücke versetzt sind.
- 3. Betteinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Latten (4) in einer Gewebelasche (5) mit Ausnahme im Bereich der endseitigen Stützkörper (2) auf der Breitseite des Betteinsatzes (1) in Längsrichtung verschiebbar auf den Stützkörpern (2) abgestützt sind.
- 4. Betteinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Latten (4) des Lattenrostes (3) austauschbar mit den Stützkörpern (2) verbunden sind.
- 5. Betteinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Latten (4) größer als der gegenseitige Abstand der Stützkörper (2) und vorzugsweise kleiner als der dreifache Stützkörperabstand ist.
- 6. Betteinsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußersten Latten (4) auf der Längsseite des Lattenrostes (3) über die Rostlänge durchlaufen. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
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Also Published As
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