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Die Erfindung betrifft ein Hydraulikaggregat für hydraulisch betätigte Ausgleichsrampen von ortsfesten Laderampen für Lastkraftwagen od. dgl., mit einem parallelepipedischen Gehäuse.
Eine derartige Ausgleichsrampe für eine ortsfeste Lastkraftwagen-Laderampe ist beispielsweise in der AT 395 575 B der Anmelderin beschrieben und weist eine an der Laderampe angelenkte, durch einen Hubzylinder nach oben verschwenkbare und durch ihr Eigengewicht absenkbare Plattform auf, die an ihrem freien Ende mit einer mittels eines Betätigungszylinders verschwenkbaren Klappe versehen ist, wobei die
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kann in der Praxis auch eine verschiebbare Klappe vorgesehen sein.
Bei Ausgleichsrampen dieser Art sind die Hydraulikventile unterhalb der Plattform angeordnet und es sind auch alle anderen Betätigungs- und Steuereinrichtungen unterhalb der Plattform vorgesehen, wie das mit einem Motor und einer Pumpe ausgestattete Hydraulikaggregat, der Behälter für die Hydraulikflüssigkeit und die verschiedenen elektrischen Anschlusseinrichtungen. Der Nachteil der bekannten Ausführung besteht darin, dass die einzelnen Aggregate und Einrichtungen an der Unterseite der Plattform räumlich verteilt und gegen äussere Einflüsse, z. B. Spritzwasser, ungeschützt montiert sind.
Aus der EP 0 117 394 A1 ist ein Hydraulikaggregat der eingangs genannten Art bekannt, dessen Komponenten in einem parallelepipedischen Gehäuse unterhalb der Ausgleichsrampe angeordnet sind. Es wird in dieser Veröffentlichungsschrift eine spezielle Hydraulikschaltung an Hand eines Schaltbildes offenbart, über die konkrete Anordnung der einzelnen Komponenten der Hydrau ! ikschaltung in dem Gehäuse wird aber nichts ausgesagt.
Die Erfindung zielt daher darauf ab, ein Hydraulikaggregat für hydraulisch betätigte Ausgleichsrampen von ortsfesten Laderampen für Lastkraftwagen od. dgl. zu schaffen, dessen Komponenten mit optimaler Platzausnutzung und unter Beibehaltung einer guten Zugänglichkeit für Servicezwecke in dem Aggregatgehäuse angeordnet sind und so eine kompakte und gegen äussere Beeinträchtigungen geschützte Einheit bilden.
Ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Hydraulikaggregat zeichnet sich aus durch die Kombination der Merkmale, dass in dem vorzugsweise aus Aluminium bestehenden, zweiteiligen Gehäuse ein Vorratstank für Hydraulikflüssigkeit entlang einer Gehäuseseitenwand vorgesehen und ein Elektromotor mit elektrischer Anschlusseinrichtung am Gehäuseboden montiert ist, an dessen Ausgangswelle eine Hydraulikpumpe angeschlossen ist, die einerseits über eine Ansaugleitung mit dem Vorratstank und anderseits mit einem Steuer-Magnetventilblock verbunden ist, der seinerseits mit mehreren hydraulischen Gehäuseausgängen in der einen Gehäusestirnwand und über eine Rückleitung mit dem Vorratstank in Verbindung steht, wobei im Gehäuse ferner eine elektrische Steuerventilanschlusseinrichtung sowie eine elektrische Motorsteuereinrichtung montiert sind,
die mit Gehäusedurchgängen für elektrische Anschlussleitungen in der anderen Gehäusestirnwand in Verbindung stehen.
Vorzugsweise sind die beiden Gehäuseteile spritzwasserdicht über Schnellspannverschlüsse verbunden.
Die Erfindung ermöglicht einen äusserst kompakten Aufbau des gesamten Hydraulikaggregates, das in der Fabrik vorgefertigt und an einer einzigen Stelle unterhalb der Plattform vollkommen geschützt und geräuscharm montiert werden kann, wodurch auch der Montageaufwand verringert wird. Trotz des kompakten Aufbaues sind die einzelnen Komponenten des Aggregates für Servicezwecke leicht zugänglich. Ferner kann erfindungsgemäss eine sehr einfache Konstruktion für den Steuerventilblock getroffen werden, die später noch erläutert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemässen Hydraulikaggregates, Fig. 2 eine Draufsicht des Hydraulikaggregates, Fig. 3 eine Stirnansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 und Fig. 4 ein hydraulisches Schaltschema des erfindungsgemässen Hydraulikaggre- gates.
Das dargestellte Hydraulikaggregat weist ein aus zwei Teilen bestehendes Gehäuse 1 auf, das im wesentlichen parallelepipedische Gestalt hat und an der Unterseite einer (nicht gezeigten) heb- und senkbaren Plattform einer ortsfesten hydraulischen Laderampe für Lastkraftwagen od. dgl. über Flansche 2 befestigbar ist. Der Gehäusedeckel (nicht gezeigt) ist in den Fig. 1 und 2 abgenommen, um das Gehäuseinnere erkennbar zu machen. Im Inneren des Gehäuses 1 ist entlang einer Gehäuseseitenwand l' ein Vorratstank 3 für Hydraulikflüssigkeit angeordnet, der an einer der Gehäusestirnseite mit einem Ansaugfilter 4 versehen ist, welcher austauschbar in den Tank eingeschraubt ist. An seiner Oberseite weist der Vorratstank 3 eine verschliessbare Füllöffnung 5 auf.
Unmittelbar neben dem Vorratstank 3 für Hydraulikflüssigkeit ist am Boden 1" des Gehäuses 1 ein Elektromotor 6 montiert, der eine elektrische Anschlusseinrichtung, im dargestellten Fall ein Gehäuse 7 für elektrische Motorschaltklemmen trägt.
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Die (nicht gezeigte) Ausgangswelle des Elektromotors 6 treibt eine Hydraulikpumpe 8 an, welche mit dem Vorratstank 3 über eine Ansaugleitung 9 und mit einem hydraulischen Steuer-Magnetventilblock 10 in Verbindung steht. Dieser unmittelbar oberhalb des Elektromotors bzw. der Hydraulikpumpe angeordnete Steuer-Magnetventilblock 10 enthält die verschiedenen magnetischen Steuerventile (nicht gezeigt) zur Betätigung des Hubzylinders der Plattform und des Betätigungszylinders der Ausgleichsklappe. Die SteuerMagnetventile stehen über mehrere hydraulische Ausgangsleitungen 11, die eine Stirnwand des Gehäuses 1 durchsetzen, mit den betreffenden Betätigungszylindern in Verbindung (vgl. Fig. 4). Vom SteuerMagnetventilblock 10 führt eine einzige Rückleitung 12 in den Vorratstank 3 für Hydraulikflüssigkeit.
An der Oberseite des Steuer-Magnetventilblocks 10 sind zwei Wechselventile 13 zu erkennen. Der SteuerMagnetventilblock 10 tragt ferner eine elektrische Steuerventilanschlusseinrichtung, im gezeigten Fall ein elektrisches Schaltventil 14, das von einer an der Oberseite des Vorratstanks 3 bzw. Elektromotors 6 angeordneten, nur strichliert dargestellten elektrischen Motorsteuereinrichtung 15 gesteuert wird, für welche in der anderen Stirnwand des Gehäuses 1 Durchgänge 16 für elektrische Anschlussleitungen vorgesehen sind.
Ein hydraulisches Schaltbild des dargestellten Hydraulikaggregates für eine Ausgleichsrampe mit schwenkbarer Ausgleichsklappe ist in Fig. 4 gezeigt. Die beiden Ausgänge PI und Pli des reversierbaren Motor/Pumpenaggregates 6, 8 speisen über die Wechseiventile 13 die Ausgangsleitungen Hg und 11 c' welche zu den beiden Zylinderräumen des Plattform-Hubzylinders H führen. Sicherheitsventile SV) und SVII begrenzen dabei den maximalen Druck und sind zusammen mit den Wechselventile 13 an die gemeinsame Rückleitung 12 angeschlossen. In die Ausgangsleitung 11 c ist ferner ein steuerbares (Hubzylinder-Halte- ) Rückschlagventil 17 eingefügt.
Von der Ausgangsleitung He zweigt die Leitung 11A zur Anspeisung des Ausgleichsklappen-Betäti- gungs-Zylinders K ab, in die das Schaltventil 14 sowie ein (Senkbrems-) Mengenregelventil 18 eingefügt sind. Das Schaltventil 14, das Rückschlagventil 17 und das Mengenregelventil 18 werden von der Motorsteuereinrichtung 15 in üblicher Weise betätigt, um den Bewegungsablauf der Ausgleichsrampe zu steuern.
Diese Schaltung benötigt nur eine Speiseleitung pro Pumpenrichtung und nur eine einzige Rückleitung und wird erst durch die erfindungsgemässe kompakte Relativanordnung der Schaltungskomponenten im Gehäuse 1 ermöglicht. Es versteht sich aber, dass andere Schaltungen im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens möglich sind.