AT401967B - Vorrichtung zur thermischen verarbeitung von abfällen, insbesondere sonderabfällen - Google Patents

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AT401967B AT48892A AT48892A AT401967B AT 401967 B AT401967 B AT 401967B AT 48892 A AT48892 A AT 48892A AT 48892 A AT48892 A AT 48892A AT 401967 B AT401967 B AT 401967B
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AT 401 967 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur thermischen Verarbeitung von Abfällen, insbesondere Sonderabfällen, mit mehreren zusammengeschlossenen Verarbeitungseinrichtungen wie Beschickungsanlage, Ofen, vorzugsweise Drehrohrofen, Nachbehandlungsanlagen usw., denen die Abfälle bzw. deren Verbrennungsrückstände nacheinander zugeführt werden, wobei die Verarbeitungseinrichtungen voneinander trennbar und als mobile Einheiten ausgeführt sind.
Herkömmliche Vorrichtungen dieser Art haben den Nachteil, daS sie, um ökonomisch arbeiten zu können, auf sehr große Kapazitäten ausgerichtet sind, was zum sogenannten "Mülltourismus" führt, da die Abfälle von weit her an die Vorrichtung herangebracht werden müssen, um diese auslasten zu können. Außerdem stoßen die bekannten Anlagen bei den Anrainern auf wenig Akzeptanz, da in ihnen sozusagen fremder Müll verarbeitet wird.
Mobile Müllentsorgungseinrichtungen sind bekannt. Sie erfordern jedoch, wie eine in der US-4 875 420 A beschriebene Anlage, viel Raum, da die langen Fahrzeuganhänger zum Teil aneinandergekoppelt werden müssen und in einer Linie ausgerichtet sind. Auch eine mobile Entsorgungsanlage gemäß der DE-34 35 259 A1 erfordert eine Ausrichtung der Fahrzeuge entlang einer Linie, wobei zusätzlich noch die Notwendigkeit gegeben ist, die Anlage auf einem Geleise abzustellen. Eine Anlage gemäß der EP-A1 0 423 400 kann nur für die Trocknung von Klärschlamm und Feuchtabfällen eingesetzt werden. Für eine Verbrennung von Abfällen fehlen wesentliche Einrichtungen wie Katalysatoren und Filtereinrichtungen.
Die GB-1 602 531 A zeigt die Anordnung einer Wasserreinigungsanlage in einem Container.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die bei kleineren Kapazitäten wirtschaftlich arbeitet und bei der die Problemstoffentsorgung nach dem Verursacherprinzip geregelt werden kann, d. h. daß der regional im jeweiligen Gebiet anfallende Müll bzw. Problemstoff entsorgt wird.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Verarbeitungseinrichtungen in an sich bekannter Weise in Containern angeordnet sind.
Dies bedeutet, daß beim Aufbau der Vorrichtung sehr flexibel vorgegangen werden kann, da die einzelnen Arbeitsstationen trennbar sind.
Ein weiterer Vorteil der Container ist darin zu sehen, daß, wenn diese vom Transportfahrzeug abgehoben werden, die Arbeitshöhe automatisch herabgesetzt wird, wodurch die Bedienung erleichtert ist.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnungen eingehend beschrieben.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnungen zeigen jeweils schematisch eine Hälfte eines Fließbildes der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Im Ausführungsbeispiel sind die einzelnen Verarbeitungseinrichtungen in Containern 1 untergebracht. Die Container 1 können fahrbar sein oder mittels Fahrzeugen transportiert werden.
Der erste Container 1 enthält eine Beschickungsanlage 2. Der zweite Container 1 enthält einen Drehrohrofen 3. Im dritten Container 1 ist eine Nachverbrennungsanlage 4 untergebracht. Der vierte Container 1 enthält Wärmetauscher 5. Der fünfte Container 1 ist mit einer Rauchgas-Wascheinrichtung 7 versehen und der sechste Container 1 beinhaltet ebenfalls Rauchgas-Wäscheeinrichtungen 8 und einen Aktiv-Kohlefilter 9.
Die Rauchgase vom Container 1, der die Aktiv-Kohlefilter 9 aufweist und sozusagen das Ende der Beschickungsgasse bildet, werden über eine Leitung 10 zum Kamin 11 des Containers 1 geführt, der die Wärmetauscher 5 beinhaltet.
Im ersten Container 1, der die Beschickungsanlage 2 enthält, ist eine Primärluftzugabevorrichtung 12 vorgesehen, um den Verbrennungsprozeß steuern zu können.
In den Drehrohrofen 3 werden flüssige Stoffe über ein Ventil 13 eingedüst. Der Drehrohrofen 3 ist mit einer Schlackenaustragvorrichtung 14 und einem Ventilator 16 für Sekundärluft versehen. Die Nachverbrennungsanlage 4 enthält einen Brenner 15 sowie eine Tertiarluftzuführung 17 und einen Notkamin 18. Der Notkamin 18 bildet die Verbindung zum Container 1, der den Wärmetauscher 5 enthält.
Aus dem Container 1, der die Rauchgaswascheinrichtung 7 enthält, wird der Naßschlamm entnommen und wieder dem Drehrohrofen 3 zugeführt. Dadurch entfällt der sonst übliche Filterkuchen , der als Sonderabfall entsorgt werden müßte.
Die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Containern 1 untergebracht, die am vorgesehenen Aufstellplatz miteinander verbunden werden. Die Anlage ist beispielsweise bei jedem bestehenden Zwischenlager aufstellbar. Dadurch muß der Abfall nicht zu einer zentralen Anlage geliefert werden und es entfällt das Transportproblem von den Deponien.
Die Vorrichtung ist sehr flexibel, da die einzelnen Container 1 mit der jeweiligen Verarbeitungseinrichtung leicht austauschbar sind, was insbesondere bei Reparaturen den Vorteil mit sich bringt, daß nicht die gesamte Anlage stillgelegt werden muß. 2

Claims (5)

  1. AT 401 967 B Der Wärmetauscher 5 ermöglicht eine Abwärmenutzung und kann auch zum Aufheizen der gereinigten Abgase auf ca. 300 *C verwendet werden, um über dem Kamin 11 keine weiße Rauchgasfahne entstehen zu lassen. Die gesamte Vorrichtung arbeitet abwasserfrei. Das anfallende Abwasser wird wieder beim zweiten Container 1 in die Anlage eingedüst. Die Größenverhältnisse der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglichen einen detaillierten Brennstoff-mix (ca. 400 kg/h). Dadurch sind bestimmte Abgaszusammensetzungen von vornherein berechenbar. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist mehrfach einsetzbar. Ein Zusammenschluß mehrerer Regionalzwischenlager bzw. Kleindeponien ist möglich, wodurch die Wirtschaftlichkeit der Selbstentsorgung für die Region möglich gemacht wird. Patentansprüche 1. Vorrichtung zur thermischen Verarbeitung von trockenen Abfällen, insbesondere Sonderabfällen, mit mehreren zusammengeschlossenen Verarbeitungseinrichtungen wie Beschickungsanlage, Ofen, vorzugsweise Drehrohrofen, Nachbehandlungsanlagen usw., denen die Abfälle bzw. deren Verbrennungsrückstände nacheinander zugeführt werden, wobei die Verarbeitungseinrichtungen voneinander trennbar und als mobile Einheiten ausgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtungen in an sich bekannter Weise in Containern (1) angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Container (1) eine Nachverbrennungsanlage (5) enthält.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Container (1) eine Rauchgaswäscheeinrichtung (7, 8) enthält.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Container einen Wärmetauscher (5) enthält.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Container Filtereinrichtungen, vorzugsweise einen Aktiv-Kohlefilter (9) enthält. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 3
AT48892A 1992-03-12 1992-03-12 Vorrichtung zur thermischen verarbeitung von abfällen, insbesondere sonderabfällen AT401967B (de)

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ATA48892A ATA48892A (de) 1996-05-15
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1602531A (en) * 1977-03-19 1981-11-11 Bran & Luebbe Transport containers and industrial plant and/or machines ready for shipment
DE3435259A1 (de) * 1984-09-26 1986-04-10 M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 4200 Oberhausen Fahrbare einrichtung zur entsorgung von deponien u.dgl. mit insbesondere industriellem abfall und aufstellung dieser einrichtung
US4875420A (en) * 1987-09-04 1989-10-24 Infrared Waste Technology, Inc. Mobile hazardous waste treatment system
EP0423400A1 (de) * 1989-10-16 1991-04-24 Deutsche Voest-Alpine Industrieanlagenbau Gmbh Entsorgungseinrichtung

Patent Citations (4)

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ATA48892A (de) 1996-05-15

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