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Aus der US-A-5, 358, 370 ist es bekannt, einen aus Halmfutter gebildeten Rundballen entweder auf zwei grossen Walzen zu lagern, wobei diese Walzen jedoch keine Mulde bilden, In der der Rundballen aufgenommen wird. Gemäss einer in diesem Dokument beschriebenen Ausführungsform kann zwischen diesen beiden Rollen oder Walzen ein Förderband vorgesehen sein, wobei jedoch L-förmige Leisten zum leichteren Abwickeln des Rundballen vorgesehen sind.
Erstaunlicherweise hat sich gezeigt, dass gerade durch eine Fördereinrichtung mit glatter Wand, an der der Rundballen aufliegt, der Rundballen am besten in Drehung versetzt werden kann und dass dann das Halmfutter am leichtesten entwickelt werden kann. Gerade die völlig glattwandige Kontaktfläche zwischen dem Fördermittel und dem Rundballen verhindert ein Verwickeln der Halme mit der Fördereinrichtung, und es gelingt, mit einer äusserst genngen Antriebsleistung das Auslangen zu finden. Dies ist insbesondere für Bauernhöfe, die abgelegener liegen, von Bedeutung, da diese oft nicht über einen entsprechenden elektrischen Anschlusswert verfügen.
Vorteilhaft ist gemäss einer ersten Ausführungsform der Durchmesser der Antriebsrollen grösser bemessen ist als die Tiefe der vom Förderband gebildeten Mulde.
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Soll Halmfutter an beiden Seiten der Mulde abnehmbar sein, sind vorteilhaft die Umlenk-Antriebsrollen reversibel antreibbar.
Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, bei der das Fördermittel von einer Mehrzahl von eng benachbarten antreibbaren Rollen gebildet ist, beträgt der Freiraum zwischen benachbarten Rollen maximal 10 cm, vorzugsweise maximal 2 cm, und beträgt vorteilhaft der Durchmesser der Rollen maximal
15 cm, vorzugsweise maximal 10 cm.
Zur Abnahme von Halmfutter an beiden Muldenseiten sind vorteilhaft die Rollen reversibel antreibbar.
Will man das Halmfutter direkt In die Futtertröge im Stall einbringen, ist zweckmässig die Portioniereinrichtung-wie aus der US-A - 4, 968, 205 und der AU-B-44539/89 an sich bekannt-verfahrbar, u. zw. vorzugsweise in Längsrichtung der Mulde, so dass man von Futtertrog zu Futtertrog verfahren kann und dort jeweils die entsprechende Menge an Halmfutter einbringen kann.
Herrschen beschränkte Platzverhältnisse, kann es von Vorteil sein, wenn die Portioniereinrichtung mit einer Schwenkelnnchtung zum Verschwenken der Portioniereinrichtung um eine Vertikalachse versehen ist.
Hierdurch lässt sich auch bei engen Durchgängen in Ställen der Rundballen einfach in die Mulde einlegen.
Das Einlegen eines Rundballen in die Portioniereinrichtung wird vorteilhaft noch dadurch erleichtert, dass eine sich quer zur Mulde erstreckende, lose drehende Rolle an einem Ende der Mulde angeordnet ist, deren oberste Erzeugende oberhalb der Mulde liegt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert, wobei Fig. 1 eine Ansicht von oben auf eine Portioniervorrichtung gemäss einer ersten Ausführungsform veranschaulicht und Fig. 2 einen gemäss der Linie 11-11 gelegten Schnitt darstellt. Die Fig. 3 und 4 stellen In zu den Figuren 1 und 2 analoger Darstellung eine weitere Ausführungsform dar.
Die Portioniervorrichtung gemass den Fig. 1 und 2 weist im wesentlichen eine Mehrzahl von antreibbaren dünnen Rollen 1 auf ; beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind es sieben. Es könnten jedoch auch mehr sein ; weniger Rollen sind, wie später noch erläutert wird, nachteilig. Diese Rollen 1, die vorteilhaft einen Maximaldurchmesser von 15 cm, vorzugsweise 10 cm, aufweisen, sind in einem endseitig der Rollen 1 angeordneten Kasten 2 drehbar gelagert und werden über einen Antrieb 3, beispielsweise einen Kettenantrieb, oder über Zahnräder synchron angetrieben. Als Antrieb für die Rollen 1 ist vorteilhaft ein Elektromotor vorgesehen. Sowohl der Antriebsmotor als auch die Übertragungsmittel zum synchronen Antreiben der einzelnen Rollen 1 sind gut geschützt im eine Einhausung bildenden Kasten 2 untergebracht.
Die Anordnung der Rollen 1 ist so getroffen, dass sie für einen Silageballen 4 eine Mulde 5 bilden. Durch Antreiben der Rollen 1 kann der Silageballen 4, der mit seiner Mittelachse parallel zu den Rollen 1 auf die Einrichtung aufgelegt wird, gedreht werden.
Am dem dem Kasten 2 gegenüberliegenden Ende sind die Rollen 1 in einer Lagerplatte 6 drehbar gelagert. Die Oberkante der Lagerplatte 6 wird von einer quer zu den Längsrichtungen der Rollen 1 angeordneten, sich lose drehenden Rolle 7 überragt, über die ein Silageballen in die von den angetriebenen Rollen 1 gebildete Mulde 5 ohne Beschädigung seiner Folie eingelegt werden kann.
Die Funktion der Einrichtung ist folgende : Zunächst wird der Silage-Ballen 4 in die Mulde 5 gelegt. Anschliessend werden die Rollen 1 angetrieben und die Folie aufgeschnitten, vorzugsweise an den die Zylinderfläche mit den Basisflächen des Ballens 4 verbindenden Kanten. Die Folie kann bei weiterem Antreiben der Rollen 1 mühelos vom Silage-Ballen 4 abgezogen werden. Danach werden etwa vorhandene Wickelschnüre durchtrennt und ebenfalls während eines weiteren Drehens des Silage-Ballens 4 entfernt.
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Will man nun eine Portion Futtermittel entnehmen, wird der Ballen 4 m Drehung versetzt und es wird mit einer Gabel eine Wickellage des Ballens 4 gelockert. Durch weiteres Drehen des Ballens 4 kommt es zu einem selbsttätigen Abwickeln des gepressten Futtermittel. Dies funktioniert auch bei Drehen in die entgegengesetzte Richtung, so dass der Antrieb vorteilhafterweise umkehrbar Ist ; es kann dann Futtermittel von belden Selten der Einrichtung entnommen werden. Von Bedeutung ist, dass die Rollen 1 eine glatte Oberfläche haben, da es andernfalls zu einem Verwickeln mit dem Halmfutter kommen kann.
Ordnet man weniger als sieben Rollen 1 an, kann es zu einem Durchfallen des Futters durch die zwischen den Rollen 1 vorhandenen Freiräume 8 kommen, insbesondere dann, wenn der Ballen 4 nur noch einen kleinen Durchmesser aufweist, also gegen Ende des Abwickens des Futters.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt dann vor, wenn die Einrichtung selbst auf Laufrollen 9 verfahrbar ist, so dass das Futtermittel unmittelbar an der Fütterungsstelle den Tieren In Portionen verabreicht werden kann, beispielsweise wenn die Einrichtung In Stallängsrichtung von Viehstand zu Viehstand verfahren wird. Die Anordnung der Laufrollen 9 ist so getroffen, dass die Einrichtung m Längsnchtung der Rollen 1 bzw. Mulde 5 verfahrbar ist.
Zweckmässig ist die Anordnung der Einrichtung so getroffen, dass Silage-Ballen 4 an einem Ende des Stalls auf die Emnchtung mittels emer Förderemnchtung aufgebracht werden können, zum Beispiel über eine Rollenbahn, an die die Einnchtung mit der sich quer zur Längsrichtung der Ballen 4 erstreckenden Rolle 7 anschliessbar ist. Zum Auflegen des Silageballens 4 ist die Portioniereinrichtung zweckmässig um eine vertikale Achse schwenk-bzw. drehbar.
Gemäss der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist die den Silageballen 4 aufnehmende Mulde 5 von einem biegsamen Band 10, beispielsweise aus Gummi oder Kunststoff gebildet, dessen Breite 11 etwa der Länge eines Silage-Ballens 4 entspncht. Dieses Band 10 ist als Endlosband ausgebildet und über zwei im Abstand voneinander angeordnete Umlenk- und Antnebs-Rollen 12 etwas grösseren Durchmessers gelegt. Der Durchmesser der beiden Rollen 12 ist hierbei so gewählt, dass bel Ausbildung der Mulde 5 sichergestellt ist, dass das Obertrum des Bandes 10 nicht am Untertrum des Bandes 10 schleift. Gespannt wird das Band 10 durch das Gewicht des aufgelegten Silage-Ballens 4. Die Rollen 12 sind zweckmässig belde antreibbar, vorzugsweise ebenfalls In belde Drehrichtungen.
Diese Ausführungsform ist Insbesondere dann von Vorteil, wenn das Silagefutter eine höhere Feuchtigkeit aufweist bzw. wenn überhaupt Grünfutter, das zu einem Ballen 4 gewickelt wurde, verfüttert werden soll, da das Band 10 dann ein besonders sicheres Mitnehmen, d. h Drehen des Ballens 4, bewirkt. Es ist von Bedeutung, dass das Band 10 glattflächig ist, um ein Verwickeln von Halmfutter zu vermelden. Als Antrieb für die Rollen 12 Ist ein Getnebemotor mit einer Leistung von 1 kW/37 U/m ausreichend.
Die Mulde 5 ist bel den Ausführungsformen zweckmässig so gestaltet, dass der Silage-Ballen 4 über mindestens ein Sechstel seines Umfanges abgestützt ist ; vorzugsweise liegt er über ein Viertel bis ein Drittel seines Umfanges in der Mulde 5 auf.
Patentansprü che 1. Portioniereinrichtung für zu Rundballen gepresstes Halmfutter, Insbesondere S'tagewicketbatten, mit einem eine Mulde zur Aufnahme eines Rundballen bildenden, über zwei im Abstand voneinander befindliche Umlenk-Antriebsrollen gelegten Förderband, dadurch gekennzeichnet, dass das Förder- band (10) an der Kontaktseite mit dem Rundballen (4) völlig glattwandlg ist.