AT403823B - Dämmsystem für trennfugen zwischen den ortbeton-einzelschalen von trennwänden - Google Patents

Dämmsystem für trennfugen zwischen den ortbeton-einzelschalen von trennwänden Download PDF

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Description

ΑΤ 403 823 Β
Die Erfindung betrifft ein Dämmsystem für Trennfugen zwischen den Ortbeton-Einzelschalen von Trennwänden, welches aus einer Mehrzahl lagegesichert nebeneinander an der Innenseite einer bereits bestehenden Einzelschale der Trennwand angeordneter Dämmplatten besteht.
Trennfugen zwischen den Schalen von Trennwänden, etwa zwischen Wohneinheiten von Reihenhäusern, Mehrfamilienhäusern usw., sollen zur akustischen Trennung der Wohneinheiten gute Schalldämmeigenschaften aufweisen. Weiterhin ist insbesondere bei mehrgeschossigen Bauten auf hohe Brandsicherheit zu achten, und es sollen im Bereich der Trennfuge auch Wärmedehnungen aufgenommen werden.
Hierzu ist es seit langem bekannt, die Trennfugen mit bituminierten Holzfaserplatten auszufüllen. Dabei wird so vorgegangen, daß zunächst die eine Einzelschale der Trennwand hochgezogen wird, und an der bezüglich der Wohneinheit außen liegenden Seite dieser Ortbeton-Einzelschale ein Lage von Holzfaserplatten der gewünschten Dicke angebracht, insbesondere angeklebt wird. Die großformatigen Holzfaserplatten werden dabei Reihe an Reihe nebeneinander sowie übereinander an der bereits bestehenden Einzelschale befestigt, bis deren vollflächige Abdeckung erzielt ist. Sodann werden die Fugen zwischen den Holzfaserplatten von außen her mit Dichtungsbändern überklebt und wird im Abstand hiervon eine Betonschalung zur Ausbildung der raumseitig inneren Wand der noch fehlenden Einzelschale erstellt. Zwischen die Außenseite der Dämmplatten in Form der Holzfaserplatten mit abgedichteten Trennfugen einerseits und die Betonschalung andererseits wird sodann, nach Einbringung einer geeigneten Bewehrung, Ortbeton eingebracht, und in der üblichen Weise verdichtet und verfestigt. Nach Entfernung der Betonschalung ist somit eine zweischali-ge Trennwand mit in der dazwischenliegenden Trennfuge angeordneter Dämmmschicht aus den Holzfaserplatten geschaffen.
Derartige Holzfaserplatten haben eine relativ hohe dynamische Steifigkeit und damit Leitfähigkeit für Körperschall, so daß die Schalldämmwirkung begrenzt ist. Durch den Holzanteil liegen in der Trennfuge weiterhin organische Stoffe in erheblicher Menge vor, was brandschutztechnisch bedenklich ist.
Weiterhin ergeben sich in der Praxis erhebliche Unzuträglichkeiten bei der Verarbeitung der Holzfaserplatten am Bau. So ist die Abdichtung der Stoßfugen durch Dichtungsstreifen insbesondere wegen des hierzu erforderlichen Zeitaufwandes kostenintensiv. Beim Einfüllen des Betons können Dichtungsstreifen verrutschen oder bei stark klaffenden Fugen in diese hineingedrückt werden, so daß in die Fugen eindringender Beton zu Schallbrücken führt. Nicht zuletzt sind die Holzfaserplatten feuchtigkeitsempfindlich, da das Holz hygroskopisch ist und bei auftretendem Regen Feuchtigkeit aufnimmt und quillt. Die damit einhergehende Gewichtsvergrößerung der einzelnen Holzfaserplatten führt dann in der Praxis häufig auch dazu, daß diese von der provisorischen Klebung nicht mehr gehalten werden und herabfallen; bei starkem Regen wird Bitumen ausgewaschen und verschmutzt die Baustelle. All dies führt zu umfangreichen an der Baustelle erforderlichen Nachbesserungsarbeiten sowie ggf. zu nicht ordnungsgemäß gedämmten Fugen und entsprechenden Reklamationen, die im Hinblick auf die nach Fertigstellung der Tennwand absolute Unzugänglichkeit der Trennfuge kaum behoben werden können.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Dämmsystem der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, das bei Einsatz zwischen Schalen aus Ortbeton verbesserten Schallschutz und verbesserten Brandschutz ergibt.
Die Losung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß die Dämmplatten als Mineralfaserplatten ausgebildet sind, die zumindest auf ihrer dem einzubringenden Ortbeton zugewandten Seite eine geschlossenflächige Beschichtung aufweisen, die aufgrund ihrer Dicke und Konsistenz gegenüber der mechanischen Belastung durch einzubringenden Ortbeton widerstandsfähig ist und ein Eindringen von Betonmasse in das Fasermaterial der Dämmplatten verhindert.
Durch die Verwendung von Mineralfaserplatten kann - mit Ausnahme des geringen Bindemittelanteils in den Platten - auf eine Verwendung jeglicher organischer Stoffe verzichtet werden, so daß die Trennfuge lediglich nicht brennbare Baustoffe etwa gemäß Baustoffklasse A2 nach DIN 4102 enthält. Eine entsprechende Dämmung von Trennfugen mehrgeschossiger Häuser bietet somit keine brandschutztechnischen Probleme. Weiterhin wird die Körperschallübertragung zwischen den Einzelschalen dadurch vermindert, daß das Material derartiger Mineralfaserplatten problemlos mit weit unter 40 MN/m3 liegenden dynamischen Steifigkeiten zur Verfügung gestellt werden kann, während die bekannten Holzfaserplatten höhere dynamische Steifigkeiten und damit höhere Körperschalleitung aufweisen. Eine typische Mineralfaserplatte für einen solchen Zweck aus Steinwolle mit einer Dicke von 20 mm besitzt etwa eine dynamische Steifigkeit von weniger als 12 MN/m3, so daß die Schalldämmung um ein Vielfaches verbessert ist.
Hiebei ist jedoch zu beachten, daß bei der geschilderten Bauweise der Ortbeton für die zweite Einzelschale beim Verguß nicht in die Mineralfaserplatte eindringen darf. Dies würde zu einer Verklebung der Mineralfasern und einer starken Erhöhung der dynamischen Steifigkeit der Platte Fuhren, so daß die geschilderten vorteilhaften Eigenschaften einer Mineralfaserplatte in der fertigen Trennwand nicht erhalten bleiben würden und die Fugendämmung nicht mehr den Anforderungen entsprechen würde. Weiterhin sind 2
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Mineralfasern, insbesondere Steinwollefasern, nicht alkalibeständig und können daher von der Betonmasse, die Wasser mit je nach Gegend unterschiedlichen pH-Werten enthält, angegriffen und teilweise zerstört werden. Daher schied trotz der Aussicht auf Erzielung der geschilderten brand- und schallschutztechnischen Vorteile eine Verwendung von Mineralfaserplatten im vorliegenden Zusammenhang aus, zumal anders als bei unter einer Estrichschicht verlegten Trittschall-Dämmplatten eine Abdeckung der Dämmplatten durch eine Kunststoffolie oder dergleichen im Bereich von Trennfugen aus brandschutztechnischen sowie auch montagetechnischen Gesichtspunkten nicht in Frage kommt.
Hier schafft die Erfindung dadurch Abhilfe, daß die Dämmplatten auf ihrer der bereits bestehenden Wand abgewandten, also den einzubringenden Ortbeton zugewandten Oberfläche eine geschlossenflächige Beschichtung aus insbesondere anorganischen Beschichtungsstoffen aufweisen, die aufgrund ihrer Dicke und Konsistenz gegenüber der mechanischen Belastung durch einzubringenden Ortbeton widerstandsfähig ist und ein Eindringen von Betonmasse in das Fasermaterial der Dämmplatten verhindert. Es können vorteilhaft Beschichtungsstoffe auf der Basis von Wasserglas benutzt werden.
Gemäß der Erfindung werden Bestandteile des fließfähigen Betons beim Verguß sauber jenseits der durch die Beschichtung gebildeten Oberfläche der Dämmplatten gehalten, so daß eine nachteilige Veränderung von Eigenschaften der Mineralfaserplatten oder gar deren Beschädigung oder Zerstörung sicher ausgeschlossen werden können. Ein besonderer Vorteil ergibt sich weiterhin dadurch, daß die Beschichtung problemlos wasserfest ausgeführt werden kann, so daß auch bei Regen eine Durchnässung der Mineralfaserplatten verhindert wird. Etwa an offenen Stirnflächen eindringende geringfügige Regenwassermengen laufen ohne Beschädigungen wieder aus den Platten ab, da diese keine hygroskopischen Stoffe enthalten.
Es ist zwar aus der DE-PS 24 55 691 bei Dachdämmplatten und Fassadendämmplatten bekannt, die außenliegende Fläche mit einer anorganischen Beschichtung auf der Basis von Wasserglas zu versehen. Hierbei liegen jedoch grundsätzlich andere Anforderungen vor als im erfindungsgemäßen Fall, da im Falle von Dachdämmplatten ein bleibender Überzug der beschichteten Seite mit Bitumen erfolgen soll und im Falle der Verwendung als Fassadendämmplatte der Putz bleibend an der Außenseite der Dämmplatte befestigt werden soll, während im erfindungsgemäßen Fall Schüttbeton die Beschichtung kurzzeitig stark belastet und nach Abbinden des Betons die Beschichtung im Inneren der Dämmung liegt.
Vorteilhaft werden erfindungsgemäß die Dämmplatten in Trittschall-Dämmqualitätmit einer Dichte zwischen etwa 120 und 180 kg/m3, insbesondere um 150 kg/m3, ausgeführt. ln besonders bevorzugter Weise werden die als Mineralfaserplatten ausgebildeten Dammplatten umfangsseitig mit einem Stufenfalz versehen, derart, daß die Fingen zwischen benachbarten Dämmplatten durch ein durch die Stufenfalze benachbarter Dämmplatten gebildetes Labyrinth abgedichtet sind. Dabei ist zyleckmäßigerweise der den Stufenfalz bildende Vorsprung an zwei aneinander angrenzenden Stirnseiten der Dämmplatte auf seiten der einen Großfläche und an den beiden anderen Stirnseiten auf seiten der anderen Großfläche, jeweils außen bündig mit diesen, angeordnet. Für die Praxis ist es besonders günstig, wenn unmittelbar an der Rückseite der Beschichtung jeweils ein Vorsprung des Stufenfalzes der oberen Dämmplatte über einen Vorsprung der unteren Dämmplatte in horizontal verlaufenden Dämmplattenfugen greift. Ohne zusätzliche kostenintensive Abdichtung der Trennfugen durch Dichtstreifen od.dgl. wird dadurch erfindungsgemäß ohne weiteres erreicht, daß ein Eindringen von Beton jedenfalls bis zur Rückseite der Dämmlage unter Bildung einer Schalidämmbrücke sicher ausgeschlossen ist, und auch ein nur teilweises Eindringen von Beton nur in Ausnahmefällen auftritt und durch die enge lokale Begrenzung insgesamt unschädlich bleibt. Derartige Dämmplatten sind selbständig handelbare Teile und brauchen erst auf der Baustelle systemgemäß kombiniert zu werden.
An sich sind durch die DE-AS 16 09 426 sowie durch die DE-OS 22 42 460 mit Dämmplatten versehene Betonwände bekannt geworden. Hiebei handelt es sich jedoch um Mantelbetonwände aus Leicht-Isoliermaterialplatten, vorzugsweise aus geschäumtem Kunststoff, als bleibende bzw. verlorene Schalungskörper und einer Ortbetonfüllung zwischen diesen Schalungskörpern. An diesen Schalungskörpern können auf der von der Betonfüllung abgewandten Seite imprägnierte Faserplatten bzw. Gipsplatten bzw. Holzwolle-Leichtbau-Platten bzw. Verputzschichten vorgesehen sein. Nach der DE-OS 22 42 460 wurde auch vorgeschlagen, an der dem Betonkern bzw. der Ortbetonfüllung zugewandten Seite des einen aus Holzwolle-Leichtbau-Platten bestehenden Schalungskörpers eine Hartschaumstoffplatte zu befestigen, die auf der dem Beton zugewandten Seite eine Abdeckung aus Bitumenpappe aufweist. Abgesehen davon, daß es sich dabei - im Gegensatz zur Erfindung - um brennbare Materialien handelt, betrifft dieser Stand der Technik die sogenannte Mantelbetonbauweise, bei der eine einzige Ortbetonwand beidseitig wärme-und schallgedämmt werden soll. Gemäß der Erfindung hingegen geht es im wesentlichen um die schalltechnisch einwandfreie Herstellung von nicht brennbaren Dehnfugen zwischen mindestens zwei Ortbeton-Schalen. Das erfindungsgemäße Dämmsystem ist besonders wirksam, da die Dämmplatten bei der Betoneinbringung durch die vorgesehene Beschichtung ausreichend geschützt und in ihrem Inneren 3
AT 403 823 B betonfrei gehalten sind. Eine nachteilige Veränderung der Eigenschaften, erst recht eine Beschädigung der Dämmplatten, ist daher erfindungsgemäß praktisch ausgeschlossen. Das erfindungsgemäße Dämmsysten zwischen mindestens zwei Schalen aus Ortbeton ergibt somit einen verbesserten Schall- sowie einen verbesserten Brandschutz.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Dammsystems wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen Fig.1 eine perspektivische Darstellung einer Dämmplatte, Fig.2 einen Teilschnitt durch ein Dämmsystem im Zuge seiner Erstellung vor der Einbringung des Schüttbetons und Fig.3 in einer Fig.2 entsprechenden Darstellung eine gedämmte fertige Trennwand.
Eine in Fig.1 veranschaulichte Dämmplatte 1 möge eine Länge von 1250 mm, eine Höhe von 625 mm und eine Dicke von 30 mm besitzen und besteht aus Mineralfasern, z.B. aus Steinwolle. Die Steinwollfasern sind in der üblichen Weise mit Bindemittel wie Phenolharz gebunden und liegen mit einer Dichte von rund 150 kg/m3 und mit einer Konsistenz vor, wie sie für Trittschall-Dämmplatten verwendet wird, die -getrennt durch eine Kusntstoff-Folie- häufig unter den Estrich von Fußböden eingebracht werden. Dabei wird die Dämmplatte 1, die im unbelasteten Zustand eine Dicke von 32 mm haben möge, unter Belastung, wie sie in der weiter unten erläuterten Weise durch den Schüttbeton eintritt, auf die Nenndicke von ungefähr 30 mm komprimiert. Selbstverständlich hängt die Dicke der verwendeten Dammplatte 1 in der weiter unten noch näher ersichtlichen Weise von der Breite der herzustellenden Trennfuge oder der herzustellenden Dammschicht ab und ist daher je nach den Erfordernissen des Einsatzfalles zu wählen.
Die Dämmplatte 1 weist an ihrer in der Zeichnung vorne liegenden Seite eine Beschichtung 2 aus einem aus Brandschutzgründen insbesondere anorganischen Material auf. Als Beschichtung kommt bevorzugt eine Beschichtungsmasse auf der Basis von Wasserglas in Frage, wie sie aus der DE-PS 24 55 691 ersichtlich ist, auf die wegen weiterer Einzelheiten insoweit Bezug genommen werden kann. Es sind jedoch grundsätzlich auch andere Beschichtungen möglich, etwa auf der Basis von Kieselsol, und in gegenüber der DE-PS 24 55 691 abgewandelten Zusammensetzungen und Stärken, soweit sie den weiter unten noch näher erläuterten Erfordernissen des vorliegenden Einsatzfalles gerecht werden.
Die Dammplatte 1 weist aus ebenfalls weiter unten noch näher erläuterten Gründen umlaufend einen Stufenfalz 3 auf, der einen entsprechenden Stufenfalz benachbarter Dämmplatten 1 dichtend überlappt. Hierzu ist der über die halbe Dicke der Dämmplatte 1 reichende und den Stufenfalz 3 ausbildende Vorsprung 3a an zwei Stirnseiten der Dämmplatte 1 auf seiten der in Fig. 1 hinteren Großfläche der Dämmplatte 1 angeordnet, während der entsprechende Vorsprung 3b an den beiden gegenüberliegenden, aneinander angrenzenden Stirnseiten der Dämmplatte 1 auf seiten der in Fig. 1 vorderen Großfläche angeordnet ist, und mit der jeweils entsprechenden Großfläche fluchtet. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß die Dämmplatten 1 unter entsprechender Abdichtung an dem Stufenfalz 3 in stets gleicher Lage zur Bildung einer Dämmlage aneinandergefügt werden können, also nicht alternierend gewendet zu werden brauchen, um den Stufenfalz 3 in die für den benachbarten Stufenfalz passende Lage zu bringen. Soweit funktionell eine BeSchichtung 2 lediglich an einer Seite einer so gebildeten Dammlage erforderlich ist, braucht diese daher auch nur an dieser einen Seite vorgenommen zu werden, da sämtliche Dämmplatten 1 in der gleichen Lage eingebaut werden können.
Hierzu ist in Fig. 2 allgemein eine Betonwand 4 veranschaulicht, die als Einzelschale 5 bereits hochgezogen ist und mit einer Gegenschalung 6, im Beispielsfalle einer üblichen Holzschalung, einen Formraum 7 zur Einführung von Schüttbeton bildet. Die bezüglich des Formraumes 7 innere Fläche der Betonwand 4 ist mit einer Dämmlage aus nebeneinandergesetzten Dämmplatten 1 bedeckt, die in in der Zeichnung nicht sichtbarer Weise durch eine Klebung an der Oberfläche der Wand 4 gehalten sein können. Wie aus dem Vertikalschnitt in Fig. 2 ersichtlich ist, greift dabei ein Vorsprung 3b des Stufenfalzes 3 der oberen Dämmplatte 1 über einen Vorsprung 3a des Stufenfalzes 3 der unteren Dammplatte 1 und bildet so eine labyrinthartige Dichtung zwischen der Vorderfläche mit der Beschichtung 2 und der an der Wand 4 anliegenden Rückseite der Dämmlage.
Die Wand 4 bildet die erste Einzelschale 5 einer aus Fig. 3 im fertigen Zustand ersichtlichen Trennwand 8 mit einer zweiten Einzeischale 9 und einer Trennfuge 10, die zur Schalldämmung und zur Aufnahme von Wärmedehnungen durch eine Lage von Dämmplatten 1 ausgefüllt ist. Zur Bildung der Einzelschale 9 wird Beton von oben in den Formraum 7 eingeschüttet und verdichtet. Beim Einschütten des Betons ist die Beschichtung 2 mechanischen und hydraulischen Belastungen ausgesetzt, und sind die Dämmplatten 1 entsprechenden Druckkräften ausgesetzt. Diesen Belastungen muß die Beschichtung 2 widerstehen, wobei zugleich verhindert werden muß, daß Beton im Bereich der Fingen zwischen benachbarten Dämmplatten 1 in erheblichem Umfange hinter die Beschichtung 2 eindringt und Schallbrücken zur Wand 4 hin bildet sowie Beschädigungen der Mineralfasern der Dämmplatte 1 erzeugt. Während die Beschichtung 2 auf der dem Beton ausgesetzten Großfläche der Dämmplatten 1 hinsichtlich Dicke und Konsistenz so ausgelegt ist, daß 4

Claims (7)

  1. AT 403 823 B die kurzzeitigen mechanischen Belastungen durch den auftreffenden Beton zu keinen Beschädigungen führen, verhindert der auf seiten des Formraums 7 und damit des hereinströmenden Betons nach unten gerichtete äußere Vorsprung 3b ein morkliches Eindringen des noch fließfähigen Betonmaterials in die Fugen. Sofern dennoch Bestandteile des Betonmaterials eindringen sollten verbleiben diese an der Stirnseite des Vorsprungs 3b und steigen nicht entlang des Vorsprungs 3a nach oben. Die Dicke der Beschichtung 2 ist in der Zeichnung zur Verbesserung der Anschaulichkeit übertrieben dargestellt. Je nach Art der gewählten Beschichtung ist eine Dicke in der Größenordnung von einigen Zehnteln bis höchstens etwa 1 mm erforderlich, um die kurzzeitige heftige Belastung durch den einströmenden Beton auszuhalten. Nach dem Abbinden des Betons in der fertigen Trennwand 8 gemäß Fig. 3 kommt der Beschichtung 2 keine funktionelle Bedeutung mehr zu, so daß diese gewissermaßen nur als Montagehilfe für das Einbringen des Betons dient. Daher sind auch Anforderungen an die Beschichtung 2, wie sie etwa bei bekannten Fassadendämmplatten hinsichtlich Dauerfestigkeit gegen Schlagregen etc. zu fordern sind, für die Beschichtung 2 ohne Bedeutung. Die dann freie Außenfläche der aus den Dämmplatten 1 gebildeten Dämmlage kann ebenfalls eine Beschichtung aufweisen, die der weiteren Behandlung oder der Funktion dieser Außenfläche angepaßt ist, also etwa eine Beschichtung der aus der DE-PS 24 55 691 bekannten Art. Patentansprüche 1. Dämmsystem für Trennfugen zwischen den Ortbeton-Einzelschalen von Trennwänden, welches aus einer Mehrzahl lagegesichert nebeneinander an der Innenseite einer bereits bestehenden Einzelschale der Trennwand angeordneter Dämmplatten besteht, dadurch gekennzeichent, daß die Dämmplatten (1) als Mineralfaserplatten ausgebildet sind, die zumindest auf ihrer dem einzubringenden Ortbeton zugewandten Seite eine geschlossenflächige Beschichtung (2) aufweisen, die aufgrund ihrer Dicke und Konsistenz gegenüber der mechanischen Belastung durch einzubringenden Ortbeton widerstandsfähig ist und ein Eindringen von Betonmasse in das Fasermaterial der Dämmplatten (1) verhindert.
  2. 2. Dämmsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichent, daß die Beschichtung (2) aus anorganischen Beschichtungsstoffen besteht.
  3. 3. Dämmsystem nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Beschichtungsstoffe auf der Basis von Wasserglas.
  4. 4. Dämmsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämmplatten (1) in Trittschall-Dämmqualität mit einer Dichte zwischen etwa 120 und 180 kg/m3, insbesondere um 150 kg/m3, ausgeführt sind.
  5. 5. Dämmsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Dämmplatte (1) an jeder ihrer Stirnseiten einen Stufenfalz (3) aufweist.
  6. 6. Dämmsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichent, daß der den Stufenfalz (3) bildende Vorsprung (3a,3b) an zwei aneinander angrenzenden Stirnseiten der Dämmplatte (1) auf seiten der einen Großfläche und an den beiden anderen Stirnseiten auf seiten der anderen Großfläche, jeweils außen bündig mit diesen, angeordnet ist.
  7. 7. Dämmsystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar an der Rückseite der Beschichtung (2) jeweils ein Vorsprung (3b) des Stufenfalzes (3) der oberen Dämmplatte (1) über einen Vorsprung (3a) der unteren Dämmplatte (1) in horizontal verlaufenden Dämmplattenfugen greift. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 5
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