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Die Erfindung betrifft eine Leiste aus Kunststoff zum Abdecken von in Sand eingebetteten Kabeln und Leitungen, wobei die Längsränder der Leiste als hakenförmige Aufnahmenuten ausgebildet sind.
Eine derartige Abdeckleiste ist aus der österreichischen Patentschrift 320 055 bekannt. Die dort beschriebene Leiste besitzt Längsränder mit hakenförmigem Querschnitt, wobei die an dem einen Längsrand durch diese Querschnittsform gebildete Rinne nach oben und die am anderen Langsrand gebildete Rinne nach unten offen ist. Die besondere Querschnittsform dieser Leiste unterstützt das Zusammenwirken der ineinandergreifenden Längsränder, wobei der nach unten gerichtete Gelenkteil der einen Abdeckung in den nach oben gerichteten Gelenkteil der benachbarten Abdeckung eingreift.
Durch die abgerundete Form der hakenförmigen Verbindungsrinnen an den Längsrändern der bekannten Abdeckleiste war es jedoch beim Betreten von nebeneinander verlegten und miteinander verhakten Abdeckleiste nicht zu vermeiden, dass sich aufgrund der Elastizität der Abdeckleiste die bei der Verlegung hergestellten Querverbindungen lösten. Hier setzt die Erfindung ein, die es sich zur Aufgabe gestellt hat, eine Querschnittsform der Längsränder solcher Abdeckleisten anzugeben, bei der ein Lösen der Querverbindungen auch beim Betreten benachbart verlegter Abdeckleisten durch das Verlegepersonal ausgeschlossen ist.
Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass die Aufnahmenut des einen Längsrandes annähernd rechteckigen Querschnitt besitzt, einen vom Längsrand senkrecht nach unten abragenden ersten Nutenschenkel, eine rechtwinkelig zu diesem verlaufende Nutenbasis und einen von der Nutenbasis parallel zum Nutenschenkel senkrecht nach oben verlaufenden zweiten Nutenschenkel aufweist, dass an die Leiste ein in die nach oben gerichtete Nutenöffnung hineinragender Fortsatz angeformt Ist, welcher die nach oben gerichtete Nutenöffnung bis auf einen Eingreifspalt verschliesst, und dass vom anderen Längsrand ein in Richtung und Lange dem ersten Nutenschenkel entsprechender Schenkel abragt, welcher an seinem freien Ende eine nach aussen gerichtete Abkröpfung aufweist,
die bei der Herstellung einer Querverbindung zweier benachbarter Leisten den in die Nutenöffnung hineinragenden Fortsatz halternd untergreift
In der AT-PS 339 409 ist eine Stirnflächenverbindung von Kabelabdeckungen beschrieben. Die Steckmittel sind einstückig mit der Kabelabdeckung hakenartig aus dem Profil ausgeformt und befinden sich an dem einen freien Ende des Profils, während an dem anderen freien Ende des Profils eine Ausnehmung angeordnet ist, in die der Haken bei der Verbindung zweier solcher Profile eingreift.
Die Verbindungselemente gemäss der AT-PS 339 409 sind völlig andere als die gemäss vorliegender Erfindung und es handelt sich bei dieser auch um keine Stirnflächenverbindung, bei der die Verbindungsmittel nur im Bereich der freien Stirnflächen der Leisten ausgeformt bzw. angeordnet sind, sondern um eine Längsrandverbindung.
In der US-PS 4 907 767 ist ein steckbarer Rohraufbau beschrieben, bei dem ein Deckel auf einen Untersatz geclipst werden kann. Der Untersatz hat an seinen freien Rändern rechts und links identisch aufragende Rastspitzen, die pilzkopfartig gestaltet sind. Diese Rastspitzen werden von identischen Rastnuten des Deckels übergriffen und legen den Deckel auf dem Unterteil fest. Es ist in der US-PS keinerlei Hinweis darauf enthalten, dass die eine Seite des Deckels wie bei vorliegender Erfindung anders ausgestattet ist als die andere Rastseite.
Durch die erfindungsgemäss gewählte"eckige"Ausführung der Verbindungselemente an den Längsrändern der Abdeckleiste Ist eine Sicherung der hergestellten Querverbindung zwischen zwei benachbarten Abdeckleiste gegeben, wie sie in dieser Form bel der "runden" Ausgestaltung des Verbindungselementes beim bisherigen Stand der Technik nicht gegeben war. Ein Entformen der hergestellten Verbindung auch unter Last ist nicht mehr möglich, da die geraden Flächen des Schenkels mit der Abkröpfung an dem einen Leistenrand sich nach der Herstellung der Verbindung wenigstens an zwei Bereichen der geraden Nutenschenkel der Aufnahmenut am anderen Längsrand der benachbarten Abdeckleiste abstützen.
Eine Entformung dieser Verbindung ist nur dann möglich, wenn der Verbindungsvorgang und die damit einhergehenden Bewegungen des abgekröpften Längsrandes In der Nutenöffnung der benachbarten Abdeckleiste in umgekehrter Reihenfolge wiederholt werden. Dann ist der Vorteil gegenüber der runden Ausführung der Verbindungsmittel nach dem Stand der Technik zu sehen.
Es ist zweckmässig, dass die lichte Weite des Eingreifspaltes der Aufnahmenut wenigstens der Dicke des Schenkels am anderen Längsrand entspricht. Durch dieses vorgegebene Spiel zwischen Schenkel und Eingreifspalt wird die Verlegung begünstigt. Dieses Spiel soll nach der Erfindung allerdings begrenzt sein, damit die Sperrwirkung nach der Herstellung der Verbindung zwischen zwei benachbarten Abdeckleiste auch unter Last gewährleistet ist. Das bedeutet zweckmässigerweise, dass der erste Nutenschenkel, die Nutenbasis, der zweite Nutenschenkel und der Fortsatz des einen Längsrandes als Lösungssperre für den Schenkel und die Abkröpfung des anderen Längsrandes der benachbarten Leiste ausgelegt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Abdeckleiste schematisch dargestellt ; es zeigt :
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Fig. 1 die Leiste Im Querschnitt
Fig. 2 den Verbindungsbereich zweier benachbarter Leisten im Eingriff
Fig. 1 zeigt die Leiste 1 in langgestreckter Ausführungsform mit der Aufnahmenut 2 am Längsrand 11 mit einem vom Längsrand 11 senkrecht nach unten abragenden ersten Nutenschenkel 12, und senkrecht von diesem quer zur Leistenlängsachse verlaufenden Nutenbasis 13 und dem von der Nutenbasis 13 Im Abstand der Aufnahmenut parallel zum Nutenschenkel 12 senkrecht nach oben verlaufenden zweiten Nutenschenkel 14.
Die Aufnahmenut 2 besitzt eine Nutenöffnung 21, in welche ein Fortsatz 15 des Leistenquerschnitts derart hineinragt, dass die Nutenöffnung 21 bis auf einen Eingreifspalt verschlossen ist. Vom anderen Längsrand 11'ragt ein in Richtung und Länge dem ersten Nutenschenkel 12 entsprechender Schenkel 16 ab, der an seinem freien Ende eine nach aussen gerichtete, quer zur Leistenlängsrichtung L verlaufende Abkröpfung 17 aufweist. Diese Abkröpfung 17 untergreift bel der Herstellung der Querverbindung zweier benachbarter Leisten 1, l'dem in die Nutenöffnung 21 hineinragenden Fortsatz 15.
Fig. 2 zeigt den Verbindungsbereich zweier benachbarter Leisten 1, l'm Eingriff. Die Leiste 1 ist mit dem Längsrand 11 gezeigt, an dem die Aufnahmenut 2 ausgebildet ist.
Gleiche Merkmale haben hier gleiche Bezugszeichen erhalten wie in Fig 1.
In die Aufnahmenut 2 ist der Schenkel 16 mit der nach aussen gerichteten Abkröpfung 17 des Längsrandes 11'der benachbarten Leiste l'eingesetzt. Aus dieser vergrösserten Darstellung ist deutlich zu sehen, dass das freie Ende 171 der Abkröpfung 17 das freie Ende 151 des Fortsatzes 15 untergreift. In der gezeigten Darstellung liegt die äussere Oberfläche 161 des Schenkels 16 parallel zur inneren Oberfläche 141 des Nutenschenkel 14. Die Parallelität der Schenkel 14,16 ist durch den Bezugsbuchstaben B gekennzeichnet. Die ebenfalls parallel verlaufende Untergreifung der Abkröpfung 17 unter den Fortsatz 15 ist mit dem Referenzbuchstaben A gekennzeichnet.
Durch die Parallelität der Schenkel 14, 16 im Bereich der Position B kann die Sicherung Im Bereich der Position A der hergestellten Leistenverbindung durch Krafteinwirkung von der Leistenoberfläche her nicht gelöst werden.
Die Leisten 1, l'können in ihrem Querschnitt gradlinig oder gewölbt sein. Sie können ferner zur besseren Verkrallung Im Sand an ihrer Unterseite Längsrippen besitzen, die durchlaufend ausgestaltet sind.
Es können ferner die in Fig. 1 gezeigten Eindrückungen 3,4 ausgeformt sein, die ebenfalls zur besseren Verankerung der Leisten im Sand sowie zur Verstärkung vorgesehen sind. Ferner kann der Querschnitt der Leisten 1, l'von der Leistenlängsachse L zu den Längsrändern 11, 11'abnehmen, wodurch die Elastizität der Leisten 1, l'erhöht wird.