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Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung mit zwei Förderkolben oder -schiebern, die über hydraulische Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheiten hin-und hergehend antreibbar sind und während der einen Verstell- bewegung aufgenommenes Material im Förderhub an. einen gemeinsamen Förderweg abgeben, wobei für die Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheiten eine gemeinsame Druckölversorgung und eine hydraulische Steuereinrichtung mit Steuerventilen oder-schiebern vorgesehen ist, die zwei Gegentakt-Steuerstufen aufweist, in denen sie über die Steuerventile oder-schieber wechselweise gleichzeitig den Arbeitshub der einen und der Rücklauf der anderen Arbeits-Zylinder-Kolbeneinhelt steuert.
Fördervorrichtungen dieser Art sind vorwiegend für rauhen Betrieb bestimmt und sollen daher so gebaut werden, dass auch bel dieser Betriebsart Störungen weitgehend auszuschliessen sind. Es ist deshalb anzustreben, möglichst auf elektrische oder elektronische Steuerungen mit ihren Fühlerkontakten, Schaltenrichtungen und teilweise gegen Umwelteinflüsse und die beim rauhen Betrieb auftretenden Schläge und Stösse bzw. Erschütterungen empfindliche Elektronik zu verzichten und dafür mit mechanisch oder hydraulisch gesteuerten Elementen zu arbeiten.
Neben einer bevorzugten Ausführung der Fördervorrichtung als Pumpe für pumpfähige Medien, z. B.
Flüssigkeiten und pastöse Massen, sind dem Prinzip nach ähnliche Fördervorrichtungen auch für die Beförderung von Schüttgut, insbesondere stückigem Schüttgut, einsetzbar, wobei dann meist Schieber in entsprechenden Rinnen oder Horizontalschächten als Fördereinrichtungen dienen. Bei robuster mechani- scher Steuerung arbeiten derartige Fördervorrichtungen grundsätzlich im Gegentaktbetneb der beiden Antriebseinheiten und damit der Förderkolben oder-Schieber, wobei diese Elemente mit gleicher Geschwindigkeit hin- und hergehend angetrieben werden, also der Rückzugtakt die gleiche Länge wie der von der anderen Einheit gleichzeitig durchgeführte Arbeitstakt aufweist.
Während des Rückzugtaktes werden die Förderkolben oder -schieber über Einlässe, Schuten od. dgl. mit dem zu transportierenden Material beschickt, wobei Förderkolben das Material in den zugeordneten Zylinder einsaugen. Durch die beschriebene Betriebsart kommt es dann, wenn der eine Förderkolben oder-Schieber das Ende seines Fördertaktes erreicht hat und auf den anderen Förderkolben bzw. -schieber umgeschaltet wird, zu Unterbrechungen im Matenalvorschub, so dass praktisch das im Förderweg befindliche Material zum Stillstand kommt und dann beim nächsten Fördertakt des zweiten Förderkolbens oder-Schiebers neu beschleunigt werden muss.
Abgesehen von einem für diese Beschleunigung erforderlichen Kraft- und damit Leistungsaufwand führt der ruckartige Betneb zu Schlägen und Stössen Im Förderweg. Um die Häufigkeit der erwähnten Belastungen zu verringern und auch um wenigstens periodisch kontinuierliche Förderzustände zu erhalten und damit das Arbeits/Pausenverhältnis im Förderstrom günstiger zu gestalten ist es üblich, bei Förderpumpen sehr lange Fördereinheiten zu verwenden, die neben einem grossen Bauvolumen auch ein hohes Eigengewicht bedingen. Gleiche Probleme ergeben sich auch bei Fördervorrichtungen mit Förderschiebern.
Aus der US 4 120 234-A ist eine Gleichlauf-Steuereinrichtung für zwei Arbeits-Zylinder-Kolbeneinheiten bekannt, die über einen gemeinsamen Doppelschieber wechselweise auf einen gemeinsamen Arbeitstakt oder einen gemeinsamen Rückzugstakt von einer gemeinsamen Druckölquelle her beaufschlagt werden können, wobei der Doppelschieber noch eine Zwischenstellung aufweist, in der Ein- und Auslass der beiden Antriebs-Zylinder-Kolben-Einheiten gesperrt sind und die jeweilige Druckölzuleitung mit einer Rückleitung verbunden wird.
Um bei einer ungleichmässigen Belastung der beiden Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheiten ein Voretlen der einen Einheit vor der anderen zu vermeiden, ist in den Zulaufweg der Druckölversorgung ein Mengenteiler eingeschaltet, der über Lagefühler verstellbar ist und aus der normalen Verteilerstellung mit gleicher Druckölzu- und -abfuhr zu bzw. von den Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheiten in Drosselstellungen verschiebbar ist, in denen er die Zu- und Abfuhr zur einen Einheit drosselt und die Zu- und Abfuhr zu bzw. von der anderen Einheit erhöht. Zur Vermeidung eines zu raschen Rücklaufes und zur Stabilisierung des Betriebes sind im Bereich dieses Schiebers in die Rücklaufleitung für das Öl regel bare Drosselventile eingeschaltet.
Es wäre zwar denkbar, eine ähnliche Steuereinrichtung bei Fördereinrichtungen der eingangs genannten Art zu verwenden, doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass nur der Gleichlauf der beiden Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheiten verbessert wird, grundsätzlich aber die Länge von Arbeits- und Rücklauf- takt gleich blieben.
Aufgabe der Erfindung ist demnach die Schaffung einer Fördervorrichtung der eingangs genannten Art, die bei entscheidender Verkleinerung des Hubes der Förderkolben oder -schieber eine weitgehend kontinuierliche Materialförderung im gemeinsamen Förderweg ermöglicht, dabei betriebssicher und weitge- hend gegen Störungen unempfindlich ist.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Steuereinrichtung die Rücklaufzeit der jeweiligen Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheit auf den alleinigen Arbeitshub der anderen Antriebs-Zylinder-Kolbeneinheit begrenzt) nd e ! ne weitere, auf jede Gegentakt-Steuerstufe folgende Verteiler-Steuerstufe aufweist, in der sie beide'iebs-Zylinder-Kolbeneinheiten im Arbeitshub beaufschlagt, so dass sich die Arbeitshübe dieser Antrif'ylinder-Kolbeneinheiten zeitlich überlappen und dass vorzugsweise für die Auslässe der Förder-
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wurden, angeordnet.
Beim Ausführungsbeispiel wurden grundsätzlich Beaufschlagungsleitungen mit vollen Linien und Steuerleitungen mit strichlierten Linien angedeutet. Beide Pumpen P1, P2 fördern in eine gemeinsame Hauptleitung. In dieser Hauptleitung liegt der noch näher zu beschreibende und auch in den Fig. 2 - 4 dargestellte gemeinsame Steuerschieber V1.
Bei diesem Schieber und auch bei den weiteren noch zu beschreibenden Ventilen und Schiebern wurden jeweils die zu beaufschlagenden Zylinderräumen der Zylinder-Kolbeneinheiten 1,2 und der Kolbentriebe 1 S, 2S führenden Anschlüsse mit A, B, bzw C, D, der die Verbindung mit den Pumpen P1, P2 herstellende Anschluss mit P1, die Anschlüsse für die Pumpe P3 mit P3 und der zu einer Rücklaufleitung führende Anschluss mit T bezeichnet.
Die für die Rückstellung der Einheiten 1 bzw. 2 dienenden Beaufschlagungsflächen ihrer Kolben sind kleiner als die Beaufschlagungsflächen für den Vorschub. Das Füllvolumen der Rückzugs-Beaufschlagungs- räume entspricht dem Füllvolumen der Zylinder der Kolbentriebe 1 S, 2S.
Zusätzlich zu dem Steuerschieber V1 sind für die weitere Steuerung des Arbeitsablaufes noch die Steuerschieber V1 - V5 vorgesehen. Dabei dienen die Steuerschieber V2, V3 und V5 zur unmittelbaren Steuerung der Beaufschlagung der Einheiten 1,2 über den Steuerschieber V1 und der Steuerschieber V4
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gung der Kolbentriebe 1 S, 2S auf die momentanen Betriebszustände der Einheiten 1, 2 in dem Sinne, dass bei alleiniger Beaufschlagung einer der beiden Einheiten 1 oder 2 im Ausfahrsinn die Kolbentriebe 1 S, 2S, die im Förderweg der Förderkolben oder Schieber, die von 1, 2 betätigt werden, liegende Absperrorgane steuern,
diese Absperrorgane für die eine Fördereinheit öffnen und für die andere schliessen und umgekehrt und bei der gemeinsamen Betätigung von 1 und 2 Im Ausfahrsinn eine Zwischenstellung der Absperrorgane einsteuern, in der sie, allenfalls unter Drosselung, Material durchlassen. Der Schieber V4 wurde als Doppelschieber dargestellt. Entsprechende Konstruktionen sind auch bei den Schiebenr V2, V3 und V5 möglich. Sinn dieser Massnahme ist es, den einen Teil des Schiebers (links versetzt zu 1 S, 2S dargestellt) lediglich über Druckimpuls umzusteuern und den zweiten Schieber dann im Sinne eines Haltekreises in der durch die vorherige Umsteuerung bedingten Schieberstellung festzuhalten.
Wie Fig. 1 zeigt, sind bei der dargestellten Stellung des Steuerschiebers V1, P1 mit A und T mit B verbunden. Dies entspricht auch der Stellung der noch zu beschreibenden Fig. 4. Die Einheit 1 wird im Ausfahrsinn beaufschlagt und fährt bis zu einer Zwischenstellung alleine aus. In dieser Stellung gibt eine Steuerkante des Kolbens der Einheit 1 eine Steuerleitung frei, die einen Steuenmpuls an die Schieber V4 und V5 (Schieber können auch durch Ventile ersetzt sein) abgibt, so dass diese beiden Schieber umschal- ten. Dadurch wird nun, bei einer Schaltzeit von z. B. 0, 4 sec der Steuerschieber V1 verstellt, so dass er in einer vorgegebenen Zeit aus der Stellung nach Fig. 4 über die Stellung nach Fig. 2 in die Stellung nach Fig. 3 fährt.
Während des Überganges nach der Stellung in Fig. 4 in die Stellung nach Fig. 3 wird die Ölzufuhr zur Einheit 1 zunehmend gedrosselt, wobei gleichzeitig die Ölzufuhr zur Einheit 2 In Sinne eines Ausfahrens einsetzt, bis schliesslich nach Erreichen der Stellung nach Fig. 3 der Arbeitshub der Einheit 1 beendet ist und die Einheit 2 sich im vollen Arbeitshub befindet. Da gleichzeitig über V4 auch 1S beaufschlagt wurde, werden die Absperrorgane kontinuierlich verstellt und eine Steuerkante des Kolbens des Kolbentriebes 1S gibt einen Steuerimpuls an die Steuerleitung für V2, so dass dieses umschaltet und nun der bis dahin ausgefahrene Kolben der Einheit 1 über die Pumpe P3 im Rückzugssinn beaufschlagt wird.
Die Mengenaufteilung ist dabei so gewählt, dass die Einheit 1 ihre Rückzugsstellung erreicht, bevor noch die Steuerkante der Einheit 2 bei deren nun folgendem alleinigen Ausfahren den Anschluss für die Steuerleitung von V4 und V5 erreicht, so dass, sobald dieser Zustand erreicht wird, eine neuerliche gemeinsame Beaufschlagung von 2 und 1 eingeleitet wird und dann bei gleichzeitiger Rückstellung der Absperrorgane über 2S schliesslich der Rückzug der Einheit 2 eingeleitet wird, während 1 wieder bis zum Ende seines Förderhubes fährt und dabei in der schon beschriebenen Weise mit seiner Steuerkante den nun zurückgezogenen Kolben der Einheit 2 über die Steuerleitung und die Ventile wieder beaufschlagt.
Ein Steuerschieber V6 in der Leitung zu V4 ermöglicht es, die Bewegungsabläufe der Kolben 1 S, 2S gegenüber den Einheiten 1, 2 umzukehren, um bei einer Pumpenförderung eine an die Fördervorrichtung anschliessende Fördereinrichtung reinigen zu können, indem beispielsweise aus dieser Leitung beim Rücklauf der Kolben der Einheiten 1,2 wegen der Freigabe der Absperrorgane durch 1 S, 2S angesaugt werden kann.
Der Steuerschieber V1 ist, wie erwähnt wurde, in den Fig. 1 - 4 näher veranschaulicht. Er besitzt in seinem Gehäuse 3 die benötigten Anschlüsse für A, B, C, D und P und T. Der Schieber ist als Schieberkolben 4 ausgeführt und besitzt beim Ausführungsbeispiel drei volle Kolbenteile und zwischen diesen abgesetzte Kolbenteile, so dass er in den einzelnen Stellungen, wie dargestellt, P mit C und T mit D bzw. P mit A und T mit B ausschliesslich verbindet, dabei aber nach Fig. 3 A und B und nach Fig. 4 C und D sperrt. In der Zwischenstellung nach Fig. 2 und allen Übergangsstellungen wirkt der Steuerschieber V1 als Mengenteiler, in der er die über P zugeführte Ölmenge stellungsabhängig auf A und C verteilt und auch
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den Rücklauf über Bund 0 stellungsabhängig in verschiedenem Ausmass freigibt.
Beim Ausführungsbeispiel ist der Steuerkolben 4 beidseits durch Rückholfedern 5,6 in seiner Lage gesichert und kann überdies über Leitungsanschlüsse 7,8 von den Steuerleitungen her beaufschlagt werden.