AT404859B - Scharnier - Google Patents
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Description
AT 404 859 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Scharnier gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Ein wesentliches Kriterium für die Einbruchsicherheit einer Tür ist die Sicherung der Bandseite gegen Ausheben des Türblattes aus den Bändern, die meist durch an dem Stock befestigten, nach oben stehenden Zapfen und an dem Türblatt befestigten, auf die Zapfen aufschiebbaren Hülsen gebildet sind. Bei solchen Lösungen ergibt sich der Nachteil, daß das Türblatt an der Bandseite mittels einer Brechstange ausgehoben werden kann.
Durch die CH-PS 541 735 wurde ein Scharnier der bekannt das weitgehend dem oben beschriebenen Scharnier entspricht, bei dem jedoch nur eine Platte mit eine Bohrung zur Aufnahme des Sicherungsbolzens versehen ist, der an der Zweiten Platte befestigt ist. Bei diesem ist der Sicherungsbolzen an der am Stock befestigbaren Platte gehalten, der im geschlossenen Zustand des Scharniers eine entsprechende Bohrung der am Türblatt befestigbaren Platte durchsetzt und in das Türblatt eingreift. Dabei ist der Sicherungsbolzen lediglich in der Platte des Scharniers verankert. Dadurch ergibt sich aber der Nachteil, daß der Sicherheitsgewinn durch das Scharnier nach der CH-PS nur sehr gering ist, da letztlich beim Versuch ein Türblatt gewaltsam aus den Angeln zu heben, die dabei auftretenden Kräfte nur von den Schrauben, mit denen das Scharnier befestigt ist, aufgenommen werden können. Außerdem ergeben sich im bekannten Falle auch erhebliche Probleme mit dem Einschwenken des relativ weit vorragenden, in das Türblatt einschwenkenden Abschnittes des Sicherungsbolzens in das Türblatt. Der Durchmesser der den Sicherungsbolzen aufnehmenden Bohrung muß bei der bekannten Lösung im Türblatt erheblich größer als der Durchmesser des Sicherungsbolzens sein, um eben ein Einschwenken des Sicherungsbolzens in das Türblatt zu ermöglichen, wodurch sich ebenfalls Probleme ergeben.
Durch die US 4 704 767 A wurde auch schon ein Scharnier der eingangs erwähnten Art bekannt, bei dem der Sicherungsbolzen die beiden Platten des Scharniers durchsetzt und in das Türblatt und den Stock eingreift. Allerdings ist bei dieser offenbarten Lösung nicht klar wo der Sicherungsbolzen gehalten ist und auch nicht ersichtlich, wie sich ein solches Scharnier aufgrund der sehr engen Umfassung des Sicherungsbolzens in den Bohrungen aufschwenken läßt.
Weiters wurden auch schon Bandsicherungen vorgeschlagen, bei denen an der Bandseite ein separater Beschlag an dem Türblatt befestigt ist, der mit seitlich abstehenden kegelförmigen Ansätzen oder Zapfen versehen ist, die bei geschlossener Türe in im Türstock angeordneten entsprechenden Öffnungen eingrei-fen.
Mit dieser Lösung wird zwar ein entsprechender Schutz gegen ein Ausheben der Tür erreicht, doch erfordert diese Lösung einen sehr erheblichen Aufwand bei der Adaptierung eines Türblattes und Türstok-kes.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Scharnier der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, das einen sehr weitgehenden Schutz gegen ein Ausheben des Türblattes gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Scharnier der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Da nach der Erfindung der Sicherungsbolzen die eine, am Türblatt befestigbare Platte des Scharnieres durchsetzt, und im Türblatt verankert ist und mit seinem anderen Ende bei geschlossener Tür in die zweite Platte des Scharniers und einen dieses haltenden Ankerkörper oder den Türstock eingreift, können entsprechend große Kräfte von dem Scharnier und dessen Verankerung aufgenommen werden. Dadurch ergibt sich ein entsprechend guter Schutz bei Einbruchsversuchen. Dabei besteht bei Stahlzargen auch die Möglichkeit die am Türstock befestigbare Platte an der Zarge anzuschweißen, wie überhaupt die Befestigungsmöglichkeiten einer Platte am Türstock besser als an einem Türblatt sind, sodaß sich schon aus diesem Grund durch die erfindungsgemäß vorgeschlagenenen Maßnahmen ein erheblicher Sicherheitsgewinn ergibt.
Außerdem ergibt sich durch die vorgeschlagene Ausgestaltung des Sicherungsbolzens eine sehr belastbare Verbindung der Platte des Scharnieres mit dem Türblatt mit nur geringem konstruktiven Aufwand.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ist es auch bei relativ dünnen Türblättern möglich, kräftige Sicherungsbolzen oder Ansätze anzuordnen, die eben ein entsprechend hohes Maß an Festigkeit aufweisen und daher auch bei Anwendung entsprechend hoher Kräfte beim Versuch das Türblatt auszuheben, nicht verbogen oder abgeschert werden können.
Durch die Merkmale des Anspruches 3 ergibt sich der Vorteil einer sehr sicheren und problemlosen Montage der Platte des Scharnieres und des Sicherungsbolzen an dem Türblatt.
Durch die Merkmale nach dem Anspruch 4 können die Scharniere sehr einfach und genau eingestellt werden. Es genügt dazu das Türblatt in seiner gewünschten Höhe zu halten und die entsprechende Platte des jeweiligen Scharnieres mit einem Ankerkörper zu verbinden, wobei sich der Ankerkörper gegen die geneigt verlaufenden Seitenwände der Nut des Stockes preßt und das Türblatt durch den entstehenden 2
AT 404 859 B
Reibungsschluß hält. Bei entsprechend kleinen Neigungswinkeln der Seitenwände von z.B. 2* bis 10* gegen eine Senkrechte zum Nutgrund lassen sich auch bei relativ geringen zwischen Ankerkörper und Platte wirkenden Zugkräften sehr hohe zwischen Türstock und Ankerkörper wirkende Haltekräfte erreichen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch einen Schnitt durch einen mit einer Stockverkleidung versehenen TUrstock samt Türblatt,
Fig. 2 einen Teilschnitt durch ein erfindungsgemäßes Scharnier,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den am Türblatt befestigten Teil des Scharniers,
Fig. 4 eine Draufsicht auf den am Stock befestigten Teil des Scharniers,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Ankerkörper zur Befestigung des Scharniers am Stock, und Fig. 6 und Fig. 7 Schnitte durch den Ankerkörper.
Der in der Wand 1 gehaltene bestehende Türstock 2, der in Fig. 1 in einer horizontalen Ebene geschnitten dargestellt ist, ist mit einer Verkleidung 3 versehen. Diese besteht aus einem aus einem Blechzuschnitt hergestellten Profil.
Dieses Profil weist einen im wesentlichen L-förmigen Querschnitt auf, wobei der eine Schenkel 4 im wesentlichen parallel zur Ebene der Wand 1 verläuft, jedoch an seinem freien Ende eine Abwinkelung 5 aufweist, die sch in Richtung zur Wand hin erstreckt.
In dem im wesentlichen in Achsrichtung 6 des Durchganges 7 verlaufenden Schenkel 8 der Verkleidung 3 ist eine über die Länge, bzw. Höhe der Verkleidung 3 durchgehende Nut 9 eingearbeitet, die einen schwaibenschwanzförmigen Querschnitt aufweist und sich gegen den Nutgrund zu verbreitert.
Diese Nut 9 weist eine zur Aufnahme von in der Tür 10 angeordneten Sperrorganen, wie Fallen 11 und Riegel 12 ausreichende Breite auf.
Die eine Wand der Nut 9 wird von einer Umbiegung des Schenkels 4 um einen relativ kleinen Radius um etwas mehr als 180* gebildet. Die zweite Seitenwand der Nut 9 dient gleichzeitig als Anlage zur Abstützung auf dem verkleideten Türstock 1, wobei auch diese Seitenwand der Nut 9 mit der Wandebene einen spitzen Winkel von z.B. 3 * einschließt.
Durch die Abstützung des Schenkels 4 der Verkleidung 3 über die Abwinkelung 5 und die Seitenwand der Nut 9 verbleibt zwischen dem Schenkel 4 und dem Türstock 2 Platz, um das am verkleideten Türstock 2 verbliebene Scharnier 14 aufzunehmen zu können.
Der Schenkel 8 der Verkleidung 3 weist eine schmale Nut 22 auf, in die, wie strichliert angedeutet ist ein weiterer, ebenfalls im wesentlichen L-förmiger Verkleidungsteil 23 eingeschoben werden kann, wobei dieser Verkleidungsteil 23 die Befestigungsschrauben 24, mit denen die Verkleidung 3, bzw. deren Schenkel 8 mit dem Türstock 2 verbunden ist, abdeckt. Die Befestigung des Verkleidungsteiles 23 an dem Türstock 2 kann mittels entsprechender Kleber erfolgen.
In den Nuten 9 sind auch noch Ankerkörper 13, die einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen, verschiebbar gehalten, an denen Scharniere 14 mittels Schrauben befestigt werden können.
Neben der Nut 9 ist eine weitere Nut 16 in den Schenkel 8 eingearbeitet, in die eine Platte 17 des Schamieres 14 mit einem durch eine Nut 18 getrennten Abschnitt eingreift und in dieser geführt ist. Diese Platte 17 ragt auch mit ihrem mittleren Abschnitt in die Nut 9 hinein und ist mittels Schrauben 34, die die Platte 17 durchsetzen und in Gewindebohrungen 33 des Ankerkörpers 13 eingreifen mit letzterem verbunden (Fig. 5 und 7). Mittels dieser Schrauben wird der Ankerkörper 13 mit der Platte 17 zusammengespannt, wobei aber zwischen den einander zugekehrten Seiten dieser Teile ein Spalt 19 verbleibt. Durch die Verspannung des Ankerkörper 13 in der Nut 9, wird dieser gegen die sich gegen die Nutöffnung zu einander annähernden Seitenwände der Nut gepreßt und dadurch ein sicherer Reibungsschluß zwischen dem Antorkörper 13 und den Wänden der Nut 9 sichergestellt. Dabei schließen die Seitenwände der Nut 9 mit einer Senkrechten zum Nutgrund einen Winkel von je 3 * ein.
Die zweite Platte 20 des Schamieres 14 ist an dem Türblatt 10 befestigt. Dabei sind in der Platte 20 Sicherungsbolzen 21 gehalten, die auch in das Türblatt 10 eindringen und an beiden Seiten aus der Platte 20 vorragen. Die einen aus der Platte 20 vorragenden Abschnitte des Sicherungsbolzens 21 greifen bei geschlossener Tür in Durchbrüche 42 der Platte 17 und in mit diesen fluchtende Bohrungen 43 des Antorkörpers 13 ein (Fig. 5). Bei den Durchbrüchen 42 der Platte 17 handelt es sich um Langlöcher, deren längere Achse senkrecht zur Achse des Schamieres 14 verläuft (Fig. 4), in die der vorragende Abschnitt des Sicherungsbolzens 21 beim Schließen der Tür 10 in diese Bohrungen 43 einschwenken kann.
Durch diese Sicherungsbolzen 21 wird ein Ausheben der Tür 10 mittels eines Einbruchswerkzeuges wesentlich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht, da durch die Sicherungsbolzen 21 eine Festlegung der Tür 10 in Bezug auf die Hochachse der Tür 10 gegeben ist. Dabei kann auch vorgesehen sein, daß die Tür mit einer Mehrfachverriegelung versehen ist, sodaß eben eine entsprechende Anzahl von Sperrorganen in die Nuten 9 eingreifen und dadurch ein Wegdrücken der Tür 10 aus dem Türstock 2 zur Ermöglichung 3
Claims (4)
- AT 404 859 B des Ansetzens einer Brechstange verhindert wird. Die beiden Platten 17, 20 weisen Abwinkelungen 25 auf, die einstückig mit Ösen 26, 27 verbunden sind (Fig. 3, 4). Diese Ösen 26, 27, von denen die Öse 27 der Platte 17 zwischen die beiden Ösen 26 der Platte 20 einschiebbar ist, sind von einem nicht dargestellten Scharnier-Bolzen durchsetzt, der als Drehachse dient. Die Durchbrüche 42 der Platte 17 weisen, wie aus der Fig, 2 zu ersehen ist, an der der Schwenkachse des Scharnieres 14 näheren Seite eine gekrümmt verlaufende Wand 28 auf, wobei der Radius der Krümmung dieser Wand 28 im wesentlichen dem Radius der Bahn des der Schwenkachse des Scharniers 14 nächstgelegenen Punktes der Mantelfläche des Sicherungsbolzens 21 bei dessen Einschwenkbewegung beim Schließen der Tür entspricht. Jeder Sicherungsbolzen 21 ist mit einem Bund 29 versehen, der in einer Ansenkung 30 einer Bohrung 31 der Platte 20 aufgenommen ist, wobei der Sicherungsbolzen 21 mit Spiel in der zugehörigen Bohrung 31 gehalten ist. Durch diesen Bund 29 ist es möglich, die Platte 20 mit den Sicherungsbolzen 21, deren türblattseitig aus der Platte 20 vorragender Abschnitt mit einem Gewinde 32 versehen ist, an dem Türblatt 10 zu befestigen. Patentansprüche 1. Scharnier zur schwenkbaren Befestigung eines Verschlusses einer Raumöffnung an einem Stock, bei dem eine mit mindestens einer Öse (26, 27) verbundene Platte (17, 20) mit dem Verschluß (10), insbesondere einem Türblatt, und eine zweite, ebenfalls mit mindestens einer Öse (26, 27) verbundene Platte (20, 17) mit dem Stock verbindbar ist und die Ösen (26, 27) von einem als Drehachse dienenden Scharnierbolzen durchsetzt sind, wobei mindestens ein in der Schließstellung des Scharniers die beiden Platten (17, 20) des Scharnieres verbindender und in das Türblatt (10) eingreifender Sicherungsbolzen (21) vorgesehen ist, der die an dem Türblatt (10) befestigbare Platte (20) durchsetzt und beide Platten (17, 20) des Scharniers mit Ausnehmungen (31, 42) zur Aufnahme des bzw. der Sicherungsbolzen(s) (21) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Sicherungsbolzen (21) mit seinem einen Ende bzw. ihren einen Enden im Türblatt (10) fest verankerbar ist, bzw. sind, wobei der Sicherungsbolzen (21) im wesentlichen lediglich in der Schließstellung des Scharniers in die Ausnehmung (42) der am Stock (2) befestigbaren Platte (17) eingreift und der bzw. die Sicherungsbolzen (21) mit einem mit einer Ansenkung (30) einer Aufnahmebohrung (31) zusammenwirkenden Bund (29) versehen sind, in welcher Aufnahmebohrung (31) die Sicherungsbolzen (21) mit Spiel gehalten sind und gleichzeitig zur Befestigung der sie aufnehmenden Platte (20) an dem Türblatt (10) dienen.
- 2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Schwenkachse des Scharniers (14) nähere Wand jeder Ausnehmung (42) der mit dem Türstock verbindbaren Platte (17) in einer senkrecht zur Schwenkachse liegenden Ebene eine dem Schwenkradius des zugeordneten Sicherungsbolzens (21) entsprechende Krümmung aufweist, wobei die Ausnehmung(en) (42) vorzugsweise als Durchbrüche ausgebildet sind.
- 3. Scharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Sicherungsbolzen (21) an deren türblattseitig aus der Platte (20) vorragenden Abschnitt mit einem Gewinde (32) versehen sind.
- 4. Scharnier nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der bzw. den Ausnehmungien) (42) zur Aufnahme des Sicherungsbolzens (21) bzw. der Sicherungsbolzen versehene Platte (17) weiters mit Bohrungen (33) zur Aufnahme von in Ankerkörpern (13), die in schwalbenschwanzförmigen Nuten (9) des Stockes verschiebbar gehalten sind, eingreifenden Befestigungsschrauben versehen ist. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 4
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