<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bindung für ein Snowboard mit einer Bindungsplatte, die mindestens zwei einander bezüglich einer Schuhquerachse gegenüber-liegende, mit festen Gegenklauen im Sohlenbereich eines Schuhs zusammenwirkende Halteklauen aufweist, von denen zumindest eine um eine zur Schuhquerachse parallele Achse zwischen einer Schliess- und einer Offenstellung verschwenkbar gelagert ist.
Um eine ohne händische Betätigung schliessbare Snowboardbindung zu erhalten, ist es bekannt (FR 2 734 165 A3), eine Bindungsplatte mit einander bezüglich einer Schuhquerachse gegenüberliegenden Halteklauen auszurüsten, von denen die hintere gegen die Kraft einer Schliessfeder ausschwenkbar gelagert ist, und zwar um eine parallel zur Schuhquerachse verlaufende Achse. Da der Schuh im Sohlenbereich entsprechende Gegenklauen aufweist, kann er so in die Bindung eingesetzt werden, dass zunächst die vordere Gegenklaue des Schuhs die unverschwenkbare vordere Halteklaue auf der Bindungsplatte untergreift, bevor die hintere Gegenklaue des Schuhs schnappverschlussartig in die verschwenkbare Halteklaue der Bindung eingreift.
Zu diesem Zweck bildet die verschwenkbare Halteklaue eine Anlauffläche für die zugeordnete Gegenklaue, so dass beim Aufsetzen des Schuhs die hintere Halteklaue durch die Gegenklaue ausgeschwenkt wird, um dann die Gegenklaue beim federbedingten Zurückschwenken zu übergreifen. Das Öffnen der Bindung erfolgt durch ein Aufschwenken der hinteren Halteklaue über einen Betätigungshebel von Hand aus. Vorteilhaft bei diesen Bindungen ist, dass aufgrund der im Sohlenbereich des Schuhs angeordneten Gegenklauen eine von der jeweiligen Schuhgrösse unabhängige Bindung geschaffen wird, die wegen der Schuhhalterung zwischen vorderen und hinteren Halteklauen im Gegensatz zu seitlichen Halteklauen günstigere Verhältnisse für die Kraftübertragung zwischen Schuh und Bindung ermöglicht.
Nachteilig bei solchen Snowboardbindungen ist allerdings, dass bei einem federnden Andrücken der hinteren Halteklaue an die zugehörige Gegenklaue des Schuhs die Kraft der Schliessfeder im wesentlichen die Haltekraft der Bindung bestimmt, was entsprechend dimensionierte Schliessfedern bedingt, die wiederum grössere, von Hand aus aufzubringende Öffnungskräfte erfordern.
Bel einer Snowboardbindung für seitliche Halteklauen ist es bekannt (WO 96/05894 A 1), eine Halteklaue als Nocken auszubilden, der um eine in Schuhlängsrichtung verlaufende Achse entgegen der Kraft einer Feder verschwenkt werden kann. Dieser Nocken ist mit einer Anlauffläche für eine die Schuhsohle seitlich überragende Gegenklaue versehen, die die Halteklaue ausschwenkt, so dass die Gegenklaue an der Halteklaue vorbeibewegt werden kann, die dann aufgrund der Federbelastung zurückschwenkt und die Gegenklaue übergreift. Eine solche Konstruktion benötigt allerdings für die verschwenkbare Halteklaue eine entsprechende Bauhöhe, für die seitlich neben dem Schuh ausreichend Platz ist, nicht aber unter der Schuhsohle, wie dies für in Schuhlängsrichtung angeordnete Halteklauen notwendig wäre.
Diese bekannte Konstruktion kann daher nicht auf eine Snowboardbindung übertragen werden, bel der die Halteklauen für die sohlenfesten Gegenklauen vorne und hinten im Sohlenbereich vorgesehen werden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Bindung für ein Snowboard der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass eine sichere Schuhhaiterung gewährleistet werden kann, ohne die Handhabung erschwerende Schliessfedern einsetzen zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Verriegelungseinrichtung aus einem federnd an einer Nockenfläche der verschwenkbaren Halteklaue anliegenden Sicherungsbügel mit einer zur Schwenkachse der Halteklaue parallelen Drehachse besteht, und dass die Nockenfläche der verschwenkbaren Halteklaue Rastausnehmungen für den Sicherungsbügel sowohl in der Schliess-als auch in der Offenstellung bildet.
Der beim Schliessen der verschwenkbaren Halteklaue entlang deren Nockenfläche in die Rastausnehmung aufgrund seiner Federbelastung eingreifende Sicherungsbügel verhindert ein ungewolltes Öffnen der Bindung, weil diese Halteklaue durch den Sicherungsbügel in der Schliessstellung verriegelt wird. Zum Öffnen der Bindung ist folglich der Sicherungsbügel von Hand aus gegen dessen Federbelastung aus der Rastausnehmung wegzuschwenken, bevor die Halteklaue durch ein Hochschwenken des Schuhs in die Offenstellung geschwenkt werden kann, in der sie wiederum durch den in eine weitere Rastausnehmung der Nockenfläche eingreifenden Sicherungsbügel festgehalten wird. Diese Rastausnehmung kann allerdings bei einem entsprechenden Schliessmoment auf die Halteklaue überwunden werden, um das Einsteigen in die Bindung zu erleichtern.
Das über den Schuh auf die Halteklaue ausgeübte Schliessmoment bedingt somit ein selbständiges Schliessen der Bindung, wobei der Sicherungsbügel entlang der vorteilhaft am Rücken der verschwenkbaren Halteklaue vorgesehenen Nockenfläche bis in die Rastausnehmung für die Schliessstellung gleitet. Die Belastungsfeder für den Sicherungsbügel kann vergleichsweise schwach dimmensioniert werden, weil sie lediglich den sicheren Eingriff des Sicherungsbügels in die Rastausnehmungen der Nockenfläche gewährleisten muss.
Damit beim Einsteigen in die Bindung die verschwenkbare Halteklaue in einfacher Weise durch die Gegenklaue des Schuhs mitgenommen werden kann, kann die verschwenkbare Halteklaue ein die Gegen-
<Desc/Clms Page number 2>
klaue des Schuhs aufnehmendes Maul mit einem vorragenden Anschlag für die Gegenklaue im unteren Randbereich bilden. Mit dem Aufsetzen der Gegenklaue des Schuhs auf dem über das Klauenmauf vorragenden Anschlag wird auf die Halteklaue ein entsprechendes Schtiessmoment ausgeübt und die Bindung geschlossen. Um ein Schliessen der Bindung bei einer Belastung nicht des vorragenden Anschla- ges, sondern der Hatteklaue selbst zu verhindern, kann die verschwenkbare Halteklaue in der Offenstellung einen sie im Öffnungssinn belastenden Aufsetzanschlag für die Gegenklaue bilden.
Die mit einem fehlerhaften Einsteigen in die Bindung verbundene Druckbelastung dieses Aufsetzanschlages durch die Gegenklaue führt folglich nicht zu einem Schliessen der Bindung.
Die verschwenkbare Halteklaue wird beim Aussteigen aus der Bindung durch die schuhseitige Gegenklaue in die Offenstellung verschwenkt. Damit beim Öffnen der Bindung ohne Schuh die verschwenkbare Halteklaue ebenfalls in die Offenstettung gelangt, kann für die verschwenkbare Halteklaue eine Federbeiastung im Öffnungssinn vorgesehen werden, die das Aufschwenken der Halteklaue bei einer Freigabe durch den Sicherungsbügel unabhängig davon sicherstellt, ob die Bindung ohne oder mit Schuh geschlossen wurde. Das Verschwenken des Sicherungsbügels gegen seine Federbelastung kann einfach dadurch erreicht werden, dass die Drehachse des Sicherungsbügels auf einer Seite verlängert ist und einen Betätigungshebel trägt, der einen die Offenstellung begrenzenden Drehanschlag bildet.
Durch diese Drehbegrenzung wird ein Überdrehen des Sicherungsbügels über die Offenstellung hinaus wirksam verhindert, was einerseits im Zusammenhang mit der durch den Sicherungsbügel festlegbaren Offenstellung der Halteklaue und anderseits im Hinblick auf eine allfällige Überlastung der vergleichsweise schwachen Belastungsfeder des Sicherungsbügels von Bedeutung ist. Zur Federbelastung des Sicherungsbügels können unterschiedliche Federn eingesetzt werden. So könnte beispielsweise die Drehachse des Siche- rungsMgels als Torsionsstab ausgebildet sein. Ausserdem könnten ein oder zwei seitliche Belastungsfedern vorgesehen werden.
Eine besonders kompakte Bauweise erhält man, wenn die verschwenkbare Halteklaue eine Durchtrittsöffnung für eine am Sicherungsbügel und an der Bindungsplatte angreifende Zugfeder aufweist, die den Sicherungsbügel gegen die Nockenfläche der Halteklaue zieht.
Wird der Sicherungsbügel auf der Seite des die Gegenklaue aufnehmenden Maules der Halteklaue gelagert, so kann ein vergleichsweise langer Hebelarm für die schwenkbar gelagerte Halteklaue mit dem Vorteil sichergestellt werden, dass mehrere den jeweiligen Schneeansatz zwischen Schuh und Bindung berücksichtigende Schliessstellungen für die Halteklaue vorgesehen werden können. Zu diesem Zweck wird die Nockenfläche im Bereich einer Verlängerung des im unteren Randbereich des Maules vorragenden Anschlages gebildet, wobei die Nockenfläche wenigstens zwei Rastausnehmungen für die Schliessstellung auf der Oberseite dieser Verlängerung und eine Rastausnehmung für die Offenstellung auf der Unterseite der Verlängerung aufweist.
Wird der Schnee zwischen Schuh und Bindung während der Fahrt aus der Bindung gedrückt, so bedingt das von der Gegenklaue auf die Halteklaue ausgeübte Drehmoment ein entsprechendes Nachschwenken der Halteklaue bis der Sicherungsbügel in die nächste Rastausnehmung eingreift Die Halteklaue wird daher in ihrer Schliessstellung über die Verriegelungseinrichtung zur Wahrung einer weitgehend spielfreien Schuhhatterung nachgestellt.
Eine vorteilhatte Konstruktion ergibt sich, wenn die verschwenkbare Halteklaue aus zwei parallelen Seitenwangen besteht, zwischen denen wenigstens eine am Sicherungsbügel angreifende Zugfeder angeordnet ist. Die beiden Seitenwangen dringen messerartig in allenfalls im Gegenklauenbereich des Schuhs angesetzten Schnee ein, der somit den Bindungseinstieg kaum behindern kann. Der Raum zwischen den Seitenwangen der Halteklaue kann darüber hinaus vorteilhaft für die Federanordnung ausgenützt werden, wobei sich die Möglichkeit eröffnet, die zwischen den Seitenwangen der Halteklaue verlaufende Zugfeder an einem die Seitenwangen verbindenden Steg anzulenken.
Diese Anlenkung bedingt bei einer entsprechenden Lage des Steges gegenüber der Schwenkachse der Halteklaue ein Drehmoment im Öffnungssinn auf die Halteklaue. ohne hiefür eine gesonderte Feder einsetzen zu müssen.
Damit die Bindung nur bei einem ordnungsgemässen Schuheingriff geschlossen werden kann, kann auf der verschwenkbaren Halteklaue ein mittels der Gegenklaue betätigbarer Sperrhebel für das die Gegenklaue aufnehmende Maul gelagert sein, der in der Offenstellung der Halteklaue am selbsthemmend in die zugehörige Rastausnehmung eingreifenden Sicherungsbügel angreift und diesen bei einer Betätigung durch die Gegenklaue aus der Rastausnehmung der Nockenfläche drückt. Wegen des selbsthemmenden Eingriffes des Sicherungsbügels in die Rastausnehmung für die Schliessstellung ist ein Schliessen der Bindung über eine blosse Drehmomentbelastung der Hattenocke nicht möglich.
Erst durch dei Betätigung des Sperrhebels durch die ordnungsgemäss aufgesetzte Gegenklaue des Schuhs wird der Sicherungshebel aus der Rastausnehmung gedrückt, wodurch die Halteklaue für die Schliessbewegung freigegeben wird. Durch eine entsprechende Federbelastung ist dafür zu sorgen, dass beim Öffnen der Bindung der Sperrhebel in seine Sperrstellung zurückschwenkt.
<Desc/Clms Page number 3>
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemasse Bindung für ein Snowboard in einem vereinfachten Längsschnitt,
Fig. 2 diese Bindung in einer Draufsicht,
Fig. 3 eine stirnseitige Ansicht dieser Bindung von hinten,
Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Bindung in einem vereinfachten
Längsschnitt,
Fig. 5 die Bindung nach der Fig. 4 im Bereich der schwenkbaren Halteklaue in der Offenstellung,
Fig. 6 der bindungsbereich nach der Fig. 5 in einer Draufsicht und
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Bindung für ein Snowboard weist eine Bindungsplatte 1 auf, die mit Hilfe eines Befestigungseinsatzes 2, gegenüber dem sie drehverstellbar ist, in verschiedenen Drehstellun- gen montiert werden kann. Diese Bindungsplatte 1 trägt im vorderen Bereich zwei feste Halteklauen 3, denen bezüglich einer Schuhquerachse 4 (Fig. 2) eine verschwenkbare Halteklaue 5 gegenüberliegt, deren zur Querachse 4 parallele Schwenkachse mit 6 bezeichnet ist. Diese verschwenkbare Halteklaue 5 bildet ein Maul 7, das im unteren Randbereich zu einem durch zwei seitliche Schenke gebildeten, über das Maul 7 vorragenden Anschlag 8 verlängert ist.
Die Schwenkachse 6 nimmt eine Schenkelfeder 9 auf, deren abstehende Schenkel 10 sich einerseits an der Bindungsplatte 1 und anderseits an der Halteklaue 5 abstützen, so dass über diese Schenkelfeder 9 auf die Halteklaue 5 ein Öffnungsmoment ausgeübt wird.
Wie insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann, bildet die Halteklaue 5 im Bereich ihres Rückens eine Nockenbahn 11 für einen Sicherungsbügel 12, der um eine zur Schwenkachse 6 der Halteklaue 5 parallele Achse 13 in der Bindungsplatte 1 drehbar gelagert ist. Dieser Sicherungsbügel 12 wird durch eine Zugfeder 14 belastet, die einerseits am Bügel 12 und anderseits an der Bindungsplatte 1 angelenkt ist und die Halteklaue 5 in einer Durchtrittsöffnung 15 durchsetzt, so dass der Sicherungsbügel 12 gegen die Nockenbahn 11 gezogen wird, die für den Sicherungsbügel 12 Rastausnehmungen 16 und 17 bildet, 10 die der Sicherungsbügel 12 in der Offen- und in der Schliessstellung eingreift.
Zur Schwenkverstellung des Sicherungsbügels 12 entgegen der Kraft der Zugfeder 14 ist die Drehachse 13 auf einer Seite der Bindungsplatte 1 über das Achsenlage hinaus verlängert und mit einem Hebel 18 verbunden, an dem ein Zuggriff 19 angelenkt ist. Über diesen Zuggriff 19 kann somit der Sicherungsbügel 12 entgegen der Zugfeder 14 verschwenkt werden, um die Halteklaue 5 freizugeben. Diese Schwenkbewegung wird allerdings durch einen Drehanschlag 20 begrenzt, der durch den Betätigungshebel 18 gebildet wird und sich an das Snowboard anlegt.
Die Halteklauen 3 und 5 der dargestellten Snowboardbindung wirken mit schuhseitigen Gegenklauen 21 zusammen, wie dies in der Fig. 1 strichpunktiert angedeutet ist.
Diese Gegenklauen 21 sind im Sohlenbereich eines Schuhs 22 vorgesehen und werden beispielsweise durch einen in die Sohle eingelassenen Bügel gebildet, der im Bereich der Halteklauen 3 und 5 durch entsprechende Sohlenausnehmungen 23 zugänglich ist. Zum Einsteigen in die Bindung werden zunächst die vorderen Gegenklauen 21 des Schuhs in die Halteklauen 3 der Bindung eingeführt, bevor durch ein vollständiges Aufsetzen des Schuhs 22 auf die Bindungsplatte die Bindung geschlossen werden kann. In der Fig. 1 ist dieser Einstieg bei noch offener Bindung dargestellt. Die Halteklaue 5 wird durch den in die Rastausnehmung 16 eingreifenden Sicherungsbügel 12 in der Offenstellung gehalten, in der die zugehörige Gegenklaue 21 auf den vorragenden Anschlag 8 auftrifft.
Durch einen entsprechenden Druck auf diesen Anschlag 8 wird die Halteklaue 5 in die Schliessstellung verschwenkt, wobei der Step des Sicherungsbügels 12 aus der Rastausnehmung 16 gedrängt wird und entlang der Nockenbahn 11 in die Rastausnehmung 17 gleitet. In der durch den Sicherungsbügel 12 verriegelten Schliesssteltung der Halteklaue 5 wird die hintere Gegenklaue 21 des Schuhs 22 vom Maul 7 der Halteklaue 5 aufgenommen, so dass der Schuh 22 zwischen den Halteklauen 3 und 5 sicher festgehalten wird. Zum Öffnen der Bindung ist der Sicherungsbüge) 12 über den Zuggriff 19 aus der Rastausnehmung 17 zu verschwenken, um die Halteklaue 5 für das Aussteigen freizugeben.
Durch die Gegenklaue 21 wird die Halteklaue 5 beim Hochschwenken der Ferse in die Offenstellung nach der Fig. 1 geschwenkt, in der die Halteklaue 5 über den Sicherungsbügel 12 wieder verrastet wird, so dass die Bindung für ein neuerliches Einsteigen bereit ist.
Damit ein Schliessen der Bindung bei einem fehlerhaften Aufsetzen der hinteren Gegenklaue 21 nicht auf dem Anschlag 8, sondern auf der Halteklaue 5 selbst ausgeschlossen werden kann, kann die Halteklaue einen Aufsetzanschlag 24 für diese Gegenklaue 21 bilden, der bei einer Belastung aufgrund seiner Lage gegenüber der Schwenkachse 6 der Halteklaue 5 entweder kein oder ein Drehmoment im Öffnungssinn auf die Halteklaue 5 bewirkt. Durch diese einfache Massnahme kann somit sichergestellt werden, dass die Bindung nur dann schliesst, wenn ein entsprechender Schliessdruck auf den Anschlag 8 ausgeübt wird, was beim üblichen Einsatz der Bindung nur bel einem ordnungsgemässen Einsteigen über die hintere Gegenklaue 21 des Schuhs 22 erfolgen kann.
<Desc/Clms Page number 4>
Zum Unterschied zu der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 zeigt die in den Fig. 4 bis 7 dargestellte Bindung eine einen längeren Hebelarm bildende Hattenocke 5, die mit einem auf der Seite des Maules 7 gelagerten Sicherungsbügel 12 zusammenwirkt. Zu diesem Zweck wird die Nockenfläche 11 auf der Ober- und Unterseite einer Verlängerung 25 des Anschlages 8 im unteren Randbereich des Maules 7 vorgesehen, wobei sich auf der Oberseite wemgstens zwei Rastausnehmungen 17a für die Schliessstellung und auf der Unterseite die Rastausnehmung 16 für die Offenstellung befinden. Dies hat den Vorteil, dass bei einer Schneeansammlung zwischen dem Schuh 22 und der Bindungsplatte 1 bereits eine Verriegelung der Hatteklaue 5 erfolgt, bevor der Schuh 22 entsprechend der Fig. 4 flächig an der Bindungsplatte 1 anliegt.
Da über die Gegenklaue 21 ein Schliessdruck auf die Halteklaue 5 ausgeübt wird, stellt sich eine stufenweise Nachstellung der Verriegelung ein, wenn mit der Schneeabnahme zwischen dem Schuh 22 und der Bindungsplatte 1 die Halteklaue 5 weitergeschwenkt wird und der Sicherungsbügel 12 entlang der Nockenfläche 11 in die jeweils nächste Rastausnehmung 17a einrastet. Beim Öffnen der Bindung wird der Sicherungsbügel 12 entsprechend der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 über einen Zuggriff aus der Rastausnehmung 17a geschwenkt, so dass die Halteklaue 5 freigegeben wird. In der hochgeschwenkten Offenstellung rastet der Sicherungsbüge) 12 in die Rastausnehmung 16 auf der Unterseite der Verlängerung 25 ein, womit die Offenstellung der Bindung gesichert ist.
Um diese Offenstellung nicht nur über die Federbelastung des Sicherungsbügels 12 zu sichern, was zum Schliessen der Bindung lediglich ein ausreichendes Drehmoment auf die Halteklaue 5 erfordert, kann der Rasteingriff des Sicherungsbügels 12 in die Rastausnehmung 16 selbsthemmend ausgebildet sein und für das die Gegenklaue 21 aufnehmende Maul 7 der Halteklaue 5 ein Sperrhebel 26 vorgesehen werden, der am Sicherungsbügel 12 angreift und diesen aus der Rastausnehmung 16 verschwenkt, wenn die Gegenklaue 21 beim Einsetzen des Schuhs 22 in die Bindung auf den Sperrhebel 26 auftrifft und diesen mitnimmt. Da für den Sperrhebel 26 jedoch eine
EMI4.1
der Bindung in die in der Fig. 5 gezeigte Sperrlage drückt, wird man zur Verringerung dieses Aufwandes häufig auf einen solchen Sperrhebel 26 verzichten.
Die Halteklaue 5 selbst ist nach den Fig. 4 bis 7 aus zwei Seitenwangen 27 aufgebaut, die im Bereich der Schwenkachse 6 durch einen Steg 28 verbunden sind, an dem zwei am Sicherungsbügel 12 angreifende Zugfedern 14a angelenkt sind. Aufgrund der Anordnung des Steges 28 unterhalb der Schwenkachse 6 wird durch diese Zugfedern 14a ein Öffnungsmoment auf die Halteklaue 5 ausgeübt, so dass sich hiefür eine gesonderte Feder erübrigt, wie sie für das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 vorgesehen ist. Die Offenstellung der Halteklaue 5 ist durch einen Schwenkanschlag 29 der Bindungsplatte 1 konstruktiv festgelegt.
Im Gegensatz zu den Fig. 1 bis 3 ist nach der Fig. 4 auch die vordere Halteklaue 3 schwenkbar gelagert, um für den Schuh 22 einen grösseren Schwenkwinkel zu erhalten. Eine solche Verschwenkbarkeit der vorderen Halteklaue 3 setzt aber eine Schwenksperre für die geschlossene Bindung voraus, damit der Schuh 22 nicht durch ein Verschwenken der vorderen Halteklaue 3 unbeabsichtigt freigegeben werden kann. Diese Schwenksperre besteht im einfachsten Fall aus einem mit dem Schuh 22 zusammenwirkdenden Anschlag 30, der ein Hochschwenken der Halteklaue 3 gegenüber dem Schuh 22 wirksam verhindert.
Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist. So könnten der Sicherungsbügel 12 anstelle der Zugfedern 14 und 14a durch eine andere Federbelastung gegen die Nockenfläche 11 der Halteklaue 5 verschwenkt werden. Ausserdem müssen die Gegenklauen 21 keineswegs aus einem gemeinsamen Bügel bestehen.
Auch kann die Anzahl und Anordenung der Halteklauen 3 und 5 sowie der zugehörigen Gegenklauen 21 an die jeweiligen Konstruktionsverhältnisse angepasst werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.