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Die gegenständliche Erfindung betrifft ein Möbelscharnier bestehend aus einem ersten Scharnierteil, welcher am Möbelkorpus befestigbar ist, sowie einem zweiten Scharnierteil, welcher an einem gegenüber dem Möbelkorpus beweglichen Möbelteil, z B. einer Türe, befestgbar ist, welche beiden Scharnierteile aneinander verdrehbar gelagert sind, wobei der erste Scharnierteil mit einem plattenförmigen Fortsatz ausgebildet ist, welcher die Stirnfläche des Möbelkorpus überragt, welcher in der Schliessstellung des beweglichen Möbelteiles in eine im beweglichen Möbelteil ausgebildete Ausnehmung einragt und an welchem der zweite Scharnierteil mittels eines Im Bereich der aussen liegenden Kante des beweglichen Möbelteiles befindlichen Scharnierbolzens gelagert ist.
Es besteht bei Möbelstücken das Erfordernis, einen möglichst grossen Öffnungwinkel von deren beweglichen Teilen, insbesondere von Türen oder Klappen, zu erzielen. Dabei sollen die hierfür verwendeten Scharnierteile einstellbar befestigbar sein, um eine Lagejustierung der beweglichen Möbelteile vornehmen zu können. Zudem sollen sich die einstellbaren Teile des Möbelscharnieres im inneren des Möbelkorpus befinden. Weiters besteht das Erfordernis, derartige Möbelscharniere mit möglichst wenigen und einfach gestalteten Bauteilen auszubilden, um hierdurch ein sehr billiges Produkt zu erhalten.
Gemäss dem Stand der Technik, wie er sich z. B. aus der CH-PS 418 885 ergibt, befindet sich der am beweglichen Möbelteil befindliche Scharnierbolzen an der Innenseite oder Im Innenraum des beweglichen Möbelteiles. Hierdurch kann der bewegliche Möbelteil gegenüber dem festen Möbelteil nur um etwa maximal 180. verschwenkt werden. Um eine weitere Verschwenkung des beweglichen Möbelteiles zu ermöglichen, besteht das Erfordernis, den Scharnierbolzen möglichst nahe der Stirnkante des beweglichen Möbelteiles anzuordnen. Hierbei muss jedoch eine solche Befestigung des Scharnierbolzens vorgesehen werden, dass dieser gegenüber einem Ausbrechen aufgrund der auf Ihn wirkenden Belastungen gesichert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zwei Hülsen vorgesehen sind, welche im Bereich der aussen befindlichen Kante des beweglichen Möbelteiles befestigt sind und In welche der Scharnierbolzen, welcher eine Bohrung des Fortsatzes des ersten Scharnierteiles durchsetzt, eingesetzt ist.
Vorzugsweise weist der erste Scharnierteil einen mit dem Forsatz ausgebildeten Träger auf, welcher in eine an einer Innenwand des Möbelkorpus befestigbare Montageeinrichtung, insbesondere eine Montagehülse, einsetzbar und in dieser ein-und feststellbar ist. Weiters kann der bewegliche Möbelteil an seiner äusseren Stirnkante mit einer Ausnehmung ausgebildet sein, in welche die beiden Hülsen eingesetzt und in dieser befestigbar sind.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- rungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 ein mit einer Türe ausgebildetes Möbelstück mit einem erfindungsgemässen
Scharnier, bei geöffneter Türe, in axonometrischer Darstellung, die Fig. 2a, 2b und 2c das Möbelstück gemäss Fig. 1, in drei unterschiedlichen Schwenklagen der
Türe, in horizontalem Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1,
Fig. 3 das Möbelstück gemäss Fig. 1, in horizontalem Schnitt nach der Linie B-B der
Fig. 1.
Wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist, besteht ein erfindungsgemässes Möbelscharnier aus einem ersten Scharnierteil 1, welcher mittels einer Befestigungseinrichtung 3 am Korpus 10 eines Möbelstückes befestigbar ist, und aus einem zweiten Scharnierteil 2, weiches an einer Türe 20 dieses Möbelstückes befestigbar ist. Die Türe 20 ist mit einem Schlitz 20a ausgebildet, in welchen bei in Schliesslage befindlicher Stellung der Türe 20 der erste Scharnierteil 1 einragt.
Wie dies weiters aus den Fig. 2a, 2b und 2c ersichtlich ist, besteht der erste Scharnierteil 1 aus einem
Träger 11 in Form einer Leiste, welcher mit einem plattenförmigen, in Draufsicht angenähert rechteckigen
Fortsatz 12 ausgebildet ist. Der Träger 11 kann mittels der Montageeinrichtung 3 an einer Innenwand des
Möbelkorpus 10 einstellbar befestigt werden. Hiezu dienen zwei Schrauben 31 und 32, welche an der
Montageeinrichtung 3 vorgesehen sind. Der Fortsatz 12 befindet sich ausserhalb der freien Stirnkante des
Möbelkorpus 10. In der in Fig. 2a dargestellten Schliesslage der Türe 20 befindet sich der Fortsatz 12 innerhalb des Schlitzes 20a der Türe 20.
Der zweite Scharnierteil 2 weist einen Bolzen 21 auf, welcher eine im Fortsatz 12 vorgesehene Bohrung durchsetzt.
Wie dies weiters aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist der zweite Scharnierteil 2 zudem zwei Hülsen 22 und
23 auf, in welche der Scharnierbolzen 21 eingesetzt ist und welche in einer halbzylindrischen Ausnehmung
20b, welche an der äusseren Stirnkante der Möbeltüre 20 vorgesehen ist, befestigt sind. Die Befestigung der
Hülsen 22 und 23 erfolgt mittels Schrauben 24, welche die Möbeltüre 20 in schräg verlaufenden Bohrungen durchsetzen. Durch diese Befestigung des Scharnierbolzens 21 kann sich dieser sehr nahe der freien
Stirnkante der Möbeltüre 20 befinden, ohne dass die Gefahr besteht, dass der zweite Scharnierteil ausgens- sen wird.
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Durch diese Ausbildung des Möbelscharnieres ist, wie dies aus Fig. 2c ersichtlich ist, die Möbeltüre 20 gegenüber dem Korpus 10 etwa bis zu etwa 225. verschwenkbar.