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Die Erfindung bezieht sich auf ein Aquarium, bestehend aus einem mit Wasser gefüllten Gehäuse, in das ein ein Kiesbett aufnehmender Lochboden mit Abstand oberhalb des Gehäusebodens angeordnet ist, und aus einem über den Raum unterhalb des Lochbodens geführten, ein Reinigungsfilter enthaltenden Wasserkreislauf, dessen Druck- und Saugleitungen an eine Wasserumlaufpumpe angeschlossen sind.
Um das Wasser eines Aquariums zu plegen, wird es In einem Wasserkreislauf über ein Reinigungsfilter gepumpt. Zu diesem Zweck ist es bekannt (GB 2 232 862 A, US 3 722 685 A, US 5 179 911 A), oberhalb des Bodens des Aquariumgehäuses einen Lochboden vorzusehen, über den das Wasser mit den sich absetzenden Verunreinigungen abgesaugt wird. Nachteilig bei diesen bekannten Aquarien ist vor allem, dass beim Vorsehen eines Kiesbettes auf dem Lochboden die Verunreinigungen aus dem Gehäuse durch das Kiesbett abgesaugt werden müssen, was zwangsläufig zu einer Verunreinigung des Kiesbettes führt. Das Kiesbett bildet nämlich eine Filterschicht, in der Verunreinigungen zurückgehalten werden, wodurch das Wachstum von Keimen und Bakterien unterstützt wird.
Die Ablagerungen im Kiesbett führen dazu, dass das Kiesbett regelmässig im Oberflächenbereich und in Intervallen durchgehend gereinigt werden muss.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Aquarium der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass die Abfuhr der Verunreinigungen aus dem Gehäuse verbessert und eine Verschmutzung des Kiesbettes praktisch ausgeschlossen werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Raum unterhalb des Lochbodens ausschliess- lich an die Druckleitung des Wasserkreislaufes angeschlossen ist, während die Saugleitung mit Ansaugdüsen in Verbindung steht, die das Kiesbett durchsetzen und im Bereich der Kiesbettoberfläche münden.
Durch das Ansaugen des Wassers aus dem Gehäuse über Ansaugdüsen, die das Kiesbett durchsetzen und im Bereich der Kiesbettoberftäche münden, wird ein Absaugen der Verunreinigungen durch das Kiesbett hindurch vermieden, weil ja die im Gehäuse gegen das Kiesbett absinkenden Verunreinigungen bereits vor dem Auftreffen auf dem Kiesbett von der Saugströmung der Ansaugdüsen erfasst und zum Grossteil über die Ansaugdüsen abgezogen werden. Da zusätzlich das K ! esbett über den Lochboden von unten mit gereinigtem Umlaufwasser durchspült wird, das über die Druckleitung der Wasserumlaufpumpe in den Raum unterhalb des Lochbodens gepumpt wird, werden allenfalls auf die Oberfläche des Kiesbettes absinkende Verunreinigungen durch die Aufwärtsströmung aus dem Raum unterhalb des Lochbodens erfasst und den Ansaugdüsen zugeführt.
Das durch den Lochboden zuströmende, gereinigte Umlaufwasser verhindert somit eine Ablagerung von Verunreinigungen auf dem Kiesbett und unterstützt zugleich das Austragen von Verunreinigungen, weit sich oberhalb des Kiesbettes eine Wasserströmung vom Kiesbett zu den Ansaugdüsen ausbildet. Bei einer entsprechenden Verteilung der Ansaugdüsen über die Grundfläche des Gehäuses kann daher ein sehr wirksamer Abzug der anfallenden Wasserverunreinigungen aus dem Gehäuse und damit eine gute Reinigung sichergestellt werden, ohne eine aufwendige Wartung des Aquariums in Kauf nehmen zu müssen. Dies gilt insbesondere, wenn sich die Ansaugdüsen in Strömungsrichtung erweitern, weil in diesem Fall eine Verstopfung der Ansaugdüsen mit angesaugten Teilchen einfach verhindert werden kann.
Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die Ansaugdüsen den Lochboden durchsetzen und an eine innerhalb des Raumes zwischen Lochboden und Gefässboden vorgesehene Ansaugkammer angeschlossen werden, so dass im Kiesbett keine zusätzlichen Leitungen zum Anschluss der Ansaugdüsen verlegt werden müssen Obwohl die Ansaugkammer, in der ja lediglich das Umlaufwasser aus den Ansaugdüsen gesammelt wird, unterschiedlich gestaltet werden kann, ergeben sich besonders vorteil- hafte Konstruktionsbedingungen, wenn die Ansaugkammer zwischen dem Gefässboden und einem diesen abdeckenden Zwischenboden gebildet wird, von dem die Ansaugdüsen aufragen. Der Lochboden kann dann auf die Ansaugdüsen aufgesteckt werden, so dass sich ein einfacher, vormontierbarer Einsatz für das
Aquariumgehäuse ergibt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Aquarium in einem vereinfachten Schaubild und
Fig. 2 ein solches Aquarium ausschnittsweise in einem Vertikalschnitt in einem grösseren Massstab.
Das dargestellte Aquarium weist ein Gehäuse 1 mit einem Wasserkreislauf 2 auf, der eine Wasserum- laufpumpe 3 und ein Reinigungsfilter 4 umfasst. Die von der Wasserumlaufpumpe 3 in das Gehäuse 1 geführte Druckleitung 5 der Wasserumlaufpumpe 3 mündet in einem Raum 6 unterhalb eines Lochbodens 7, der mit Abstand oberhalb des Gefässbodens 8 angeordnet ist und ein Kiesbett 9 aufnimmt. Zwischen dem
Lochboden 7 und dem Gefässboden 8 ist ein Zwischenboden 10 vorgesehen, der vom Raum 6 eine
Ansaugkammer 11 flüssigkeitsdicht abtrennt. Die Ansaugkammer 11 ist an die Saugleitung 12 des
Wasserkreislaufes 2 angeschlossen. Vom Zwischenboden 10 ragen sich in Strömungsrichtung konisch erweiternde Ansaugdüsen 13 auf, die gleichmässig über den Zwischenboden 10 verteilt sind.
Diese
Ansaugdüsen 13 durchsetzen nicht nur den Lochboden 7, sondern auch das Kiesbett 9, wobei die
Anordnung so getroffen ist, dass die Ansaugmündungen 14 der Ansaugdüsen 13 im Bereich der Kiesbett-
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oberfläche zu liegen kommen, wie dies der Fig. 2 entnommen werden kann. Der Zwischenboden 10 und der auf die Ansaugdüsen 13 aufgesteckte Lochboden 7 bilden mit entsprechenden Anschlüssen für die Druckleitung 5 und die Saugleitung 12 eine vormontierbare Baueinheit, die lediglich In das Gehäuse 1 einzusetzen ist, wie dies strichliert in der Fig. 1 angedeutet ist. Nach dem Einsetzen dieser Baueinheit kann das Kiesbett 9 In einer der überstehenden Länge der Ansaugdüsen 13 entsprechenden Höhe eingebracht werden, so dass die Ansaugdüsen 13 im Bereich der Kiesbettoberfläche münden.
Nach einem Anschluss der Wasserumlaufpumpe 3 und des Reinigungsfilters 4 kann das Aquarium in Betrieb genommen werden.
Wie die angedeuteten Strömungspfeile in der Fig. 2 erkennen lassen, greift die Saugströmung durch die Ansaugdüsen 13 auf oberflächennahe Bereiche des Kiesbettes 9 durch, wobei diese Wasserströmungen im Oberflächenbereich des Kiesbettes 9 durch das aus dem Raum 6 über den Lochboden 7 zuströmende, gereinigte Umlaufwasser unterstützt wird. Das im Reinigungsfilter 4 gereinigte und über die Wasserumlaufpumpe 3 in den Raum 6 gepumpte Umlaufwasser tritt nämlich durch die Durchtrittslöcher 15 der Lochplatte 7 in das K ! esbett 9 ein, das aufwärts durchströmt wird, so dass sich allenfalls auf dem Kiesbett 9 abgesetzte Verunreinigungen ausgewaschen und gegen die Ansaugdüsen 13 gespült werden.
Da die über die Ansaugdüsen 13 abgesaugte Wassermenge über den Lochboden 7 zugeführt wird, beschränkt sich die Reinigungsströmung auf einen oberflächennahen Bereich des Kiesbettes 9, ohne einen allmähli- chen Austausch des gesamten Wasservolumens des Gehäuses 1 zu verhindern. Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass gegen das Kiesbett 9 absinkende Verunreinigungen meist sofort von den Ansaugdüsen 13 an der Kiesbettoberseite abgesaugt werden, was das Entstehen von Keimen und Bakterien stark vermindert. Das Kiesbett 9 bleibt daher von Verunreinigungen frei, so dass sich mühselig Reinigungsarbeiten erübrigen. Durch die sich in Strömungsrichtung konisch erweiternden Ansaugdüsen 13 wird eine Verlegung dieser Ansaugdüsen durch eingesaugte Verunreinigungen vermieden.