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Die Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Arbeitsfahrzeug mit einem Rahmen mit wenigstens vier Rädern, mit einem Fahrersitz, mit bezogen auf die Längsmittelebene des Arbeitsfahrzeuges auf eine Seite derselben hin versetzt angeordnetem Antriebsmotor und Treibstofftank und mit je einem am Rahmen des Arbeitsfahrzeuges vorne und hinten vorgesehenen Anschluss für landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, wie Mähwerke, Kreisler, Bandrechen oder Schiebegabel, wobei der Fahrersitz auf der dem Antriebsmotor gegenüberliegenden Seite der Längsmittelebene des Arbeitsfahrzeuges angeordnet ist.
Ein derartiges Arbeitsfahrzeug ist aus der EP 0 453 964 A bekannt. Bei diesem bekannten Arbeitsfahrzeug sind die Teile des Antriebes und sonstigen Aggregate des Fahrzeuges in diesem so verteilt angeordnet, dass sich nicht nur eine flache Bauweise des Fahrzeuges, sondern auch eine gleichmässige Gewichtsverteilung rechts und links der Längsmittelebene des Fahrzeuges ergibt, um ein ausbalanciertes Fahrzeug zu erhalten.
Derartige, ausbalancierte Fahrzeuge haben sich beim Arbeiten auf Steilhängen mit 75 % bzw. 85 % Hangneigung als nachteilig erwiesen. Probleme ergeben sich schon bei Hangneigungen über 55 %, da Fahrzeuge talseitig abrutschen und der Boden durch die Räder verletzt wird. Grund hiefür ist es, dass bei allen ausbalancierten, landwirtschaftlichen Arbeitsfahrzeugen bei Hängen mit über 60 % Neigung etwa 4/5 des Gesamtgewichtes des Fahrzeuges auf den jeweils talseitigen Rädern liegt und damit der Boden übermässig belasten wird. Dies hat zur Folge, dass Gummireifen bei Hangneigungen ab 60 % wegrutschen und mit ihrem talseitig konzentrierten Gewicht den Boden (Wiese) aufreissen und die darunterliegende Erde aufwühlen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein landwirtschaftliches Arbeitsfahrzeug vorzuschlagen, das als Steilhang-Arbeitsfahrzeug einsetzbar ist und das auf Steilhängen mit Hangneigungen bis 75 % bzw. 85 % problemlos eingesetzt werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäss bei einem landwirtschaftlich Arbeitsfahrzeug der eingangs genannten Gattung dadurch, dass das Arbeitsfahrzeug mit einem vorzugsweise hydrostatischen, an sich bekannten Antrieb, vorzugsweise aller vier Räder ausgestattet ist, dass der Antrieb (insbesondere wenigstens
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Batterie, auf der gleichen Seite der Längsmittelebene des Arbeitsfahrzeuges wie der Antriebsmotor und auf der von der Längsmittelebene abgewendeten Seite des Antriebsmotors angeordnet sind, dass der Fahrersitz im Rahmen des Arbeitsfahrzeuges um 180'verdrehbar und um eine in Fahrtrichtung ausgerichtete Achse verschwenkbar am Rahmen des Arbeitsfahrzeuges montiert ist, und dass zwei Fahrhebelpaare zur Steuerung des Antriebes der Räder des Arbeitsfahrzeuges vorgesehen sind.
Das erfindungsgemässe, landwirtschaftliche Arbeitsfahrzeug ist ein Steilhang-Arbeitsfahrzeug mit bergseitiger Gewichtskonzentration, so dass das erfindungsgemässe Arbeitsfahrzeug eine ausgeprägte Bergseite hat. Daher wird mit dem erfindungsgemässen Arbeitsfahrzeug auch so gearbeitet, dass am Ende jeder Arbeitszeile nicht gewendet wird, wie dies üblicherweise der Fall ist, sondern einfach zurückgefahren wird,
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Bevorzugt ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass die vier Räder des Arbeitsfahrzeuges, wie an sich bekannt, als nicht-lenkbare Räder ausgebildet sind. Dies ergibt eine robuste Konstruktion, die, zumal das Arbeitsfahrzeug am Ende einer Arbeitszeile ohnedies nicht gewendet werden braucht, im Sinne einer Konstruktionsvereinfachung vorteilhaft ist.
Als vorteilhaft hat sich eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Arbeitsfahrzeuges erwiesen, bei der vorgesehen ist, dass der Antriebsmotor bezogen auf die Längsmittelebene des Arbeitsfahrzeuges in Schräglage und oben von der Längsmittelebene weg geneigt eingebaut ist. Dadurch ist gewährleistet, dass der Motor bei Schräglage des Fahrzeuges, also beim Arbeiten auf Hängen, im wesentlichen oder angenähert lotrecht steht und sich keine Probleme mit der Schmierung ergeben.
Wenn gemäss einer Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist, dass an den Antriebsrädern, die mit Luftreifen bestückt sind, Zusatzräder mit wenigstens einer Reihe, vorzugsweise zwei Reihen, an sich bekannter, von der Umfangsfläche abstehender, pyramiden- oder kegelförmigen Vorsprüngen vorgesehen sind und dass die kegel- oder pyramidenförmigen Vorsprünge an den Zusatzrädern 14 über die Lauffläche der Räder überstehen, dann ergibt sich eine besondere Sicherheit beim Benützen des erfindungsgemässen Arbeitsfahrzeuges auch auf steilen, rutschigen Hängen, da die Zusatzräder ein Abrutschen des Arbeitsfahrzeuges auch bei steileren Hängen verhindern.
Bevorzugt ist bei dieser Ausführungsform, dass die in zwei Reihen angeordneten Vorsprünge an den Zusatzrädern (14) zueinander versetzt angeordnet sind, wodurch der Effekt der Zusatzräder noch verbessert wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemässen Arbeitsfahrzeuges ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung, wobei auf die angeschlossenen Zeichnungen bezug genommen wird.
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Es zeigt : Fig. 1 ein landwirtschaftliches Arbeitsfahrzeug in Draufsicht, Fig. 2 das Arbeitsfahrzeug von rechts der Fig. 1 aus gesehen, Fig. 3 das Arbeitsfahrzeug aus Fig. 1 beim Befahren eines Hanges und Fig.
4 in zwei Ansichten eine Ausführungsform eines Zusatzrades.
Das erfindungsgemässe Arbeitsfahrzeug besitzt einen Rahmen in Leichtbauweise, der beispielsweise als selbstaushärtende, legierte Aluminium-Schweisskonstruktion oder als leichte Stahlkonstruktion ausgeführt ist.
Wie sich aus der nachstehenden Beschreibung ergibt, ist das erfindungsgemässe Fahrzeug als Fahrzeug für die Verwendung auf Steilhängen bestimmt, weswegen es eine ausgeprägte Bergseite hat. Das erfindungsgemässe Fahrzeug erlaubt ein Bearbeiten von bzw. ein Arbeiten auf Steilhängen, ohne dass das Fahrzeug am Ende einer Arbeitszeile gewendet werden braucht.
In dem Fahrzeug sind auf einer Seite der Längsmittelebene des Fahrzeuges, nämlich auf der Bergseite, ein Motor 1, ein Wasserkühler 2, ein Ölkühler 3, ein Ölausgleichsgefäss 4, ein Luftfilter 5, ein Auspuffstopf 6, eine Batterie 7 und ein Treibstofftank 13, angeordnet. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dass die Teile des Antriebes, nämlich die Ölpumpe 1, der Wasserkühler 2, der Ölkühler 3, das Ölausgleichsgefäss 4, das Luftfilter 5, der Auspuffstopf 6, die Batterie 7 bezogen auf die Längsmittelebene ausserhalb des Motors 1 angeordnet sind. Dadurch ist das Fahrzeug als Steilhang-Fahrzeug ausgelegt, da alle schweren Teile bergseitig angeordnet sind, so dass das erfindungsgemässe Arbeitsfahrzeug auch bei 100 % Hangneigung kippsicher benützt werden kann.
Die bergseitige Anordnung der schweren Bauteile des erfindungsgemässen Fahrzeuges hat auch den vorteilhaften Effekt, dass die talseitigen Räder entlastet werden und die Bergräder eine bessere Bodenhaftung aufweisen.
Um den Motor 1 schm) erötsicher zu machen, ist, wie Fig. 3 zeigt, der Motor 1 im Rahmen des Fahrzeuges um einen Winkel W1 zur Lotrechten eingebaut und auch für die Bergauffahrt, wie in Fig. 2 gezeigt, zu einem Ende des Fahrzeuges hin schräg eingebaut.
Der Fahrersitz 8 ist gegenüber dem Rahmen des Fahrzeuges schwenkbar, so dass er beim Benützen des Fahrzeuges an einem Hang der Hangneigung entsprechend gekippt werden kann. Zusätzlich ist der Fahrersitz 8 um 180'drehbar, damit er in der jeweils gewählten Fahrtrichtung nach vorne weisend ausgerichtet werden kann. Die Stellungen des Fahrersitzes 8 können durch Rasten festgelegt werden. Für bestimmte Arbeitszwecke sind auch Zwischenstellungen zwischen der nach vorne und nach hinten weisenden Schwenkstellung des Fahrersitzes zweckmässig. Der Fahrersitz wird bevorzugt so verdreht, dass er über die Talseite hin schwenkt, was wie Fig. 3 zeigt, ohne Probleme möglich ist, da dort keine Aggregate des Fahrzeuges die Schwenkbewegung stören.
Am Rahmen des Fahrzeuges sind zwei Hebelpaar 9 und 10 für die Steuerung der Funktionen Kuppeln, Gangschalten, Bremsen und Lenken des Arbeitsfahrzeuges und somit für das Hin- und Herarbeiten ohne Wenden des Arbeitsfahrzeuges am Ende einer Arbeitszeile vorgesehen. Je nach der Ausrichtung des Fahrersitzes 8 wird das Hebelpaar 9 oder Hebelpaar 10 verwendet.
Das erfindungsgemässe Fahrzeug hat auch den Vorteil, dass beispielsweise bei Verwenden von zwei Mähwerken an den Anschlüssen 11 und 12 an den Enden des Fahrzeuges die bisher notwendige Randwendezone entfallen kann.
Der starre Fahrzeugrahmen, die starren Radachsen und der hydrostatische Antrieb des erfindungsge- mäusen Fahrzeuges haben mit ihrer "Panzerlenkung" gegenüber allradgelenkten Fahrzeugen, insbesondere bei Hangneigungen ab 55 % erhebliche Vorteile. Die Fahrweise mit nichtgelenkten Rädern ist nicht schwer zu üben und das genaue Lenken, z. B. beim Mähen ist ohne Weiteres möglich.
Damit das erfindungsgemässe Arbeitsfahrzeug auch auf nassem Gras und in dichtem Halbheu ab 60 % Hangneigung abrutschsicher arbeiten kann, können Zusatzräder 14 gemäss Fig. 4 verwendet werden. Diese Zusatzräder 14 können auf an sich bekannte Weise mit zwei Schneliverschlussschrauben an den Felgen der Räder montiert werden, wobei Anpresskörper verwendet werden, die eine Ausnehmung für das Radventil und eine Ausnehmung für eine Rutschsicherungsnoppe am Felgenkörper haben. Dabei empfiehlt es sich, die talseitig an den Rädern montierten Zusatzräder 14 mit einer Doppelreihe von versetzten, kegelförmige Vorsprüngen (Fig. 4) auszurüsten, wogegen bei den schmaleren, bergseitigen Zusatzrädern 14, wie in Fig.
3 gezeigt ist, eine einfache Reihe aus Vorsprüngen genützt. Mit Vorteil ist es so, dass der Durchmesser der Reihen aus Vorsprüngen gegenüber dem Durchmesser der Gummiräder des erfindungsgemässen Fahrzeuges um soviel grösser ist, dass sich die Vorsprünge etwa 2 bis 3 cm tief in den Boden drücken. Dabei ergibt sich für die bergseitigen Zusatzräder 14 ein grösserer Durchmesser als für die talseitigen Zusatzräder 14.
Vorteilhaft bei den Zusatzrädern 14 ist es, dass sie einen festen Halt ergeben, weil sich die als Vierkantkegel ausgebildeten Vorsprünge in den Boden eindrücken und bei üblichen Steigungen von Steilhängen nur eine geringe und annehmbare Bodenverwundung verursachen. Hingegen schneiden die bisher üblichen Stahlzusatzräder in den Boden ein und verwunden diesen beim unvermeidlichen Seitabrutschen bekannter Fahrzeuge.
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insgesamt ergibt sich, dass das erfindungsgemässe Arbeitsgerät ein leichtes, spurbreites, insbesondere für Bergbauern verwendbares Arbeitsfahrzeug ist, mit dem, anders als mit bekannten landwirtschaftlichen Arbeitsfahrzeugen auch bei Hangneigungen über 60 % in der Schichtenlinie sicher und bodenschondend bis 85 % Hangneigung gemäht und bis 75 % Hangneigung gekreiselt, gerecht und geschoben werden kann.