AT406050B - Bauteile bzw. bauelemente und verfahren zu deren herstellung - Google Patents

Bauteile bzw. bauelemente und verfahren zu deren herstellung Download PDF

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Description


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   Die vorliegende Erfindung   betrifft   Bauteile bzw -elemente für den Innen- und Aussenausbau von Bauten, insbesondere Platten, Leisten, Profile, Dekorelement   od. dgl.   für Bauten, aus einem Material auf Basis von mit einem im wesentlichen ausgehärteten, geschäumten Kunststoff-Bindemittel gebundenen, in denselben   verteilten Blähmineral-Partikeln, bevorzugt Blähglas-Partikeln.    



   Derartige Bauteile, welche für die verschiedensten Zwecke in den unterschiedlichsten Ausführungsformen   handelsüblich   sind und Bau-Arbeiten im Bereich von Fassaden-Strukturierungen   und -Rekonstruktio-   nen, Bau-Dekorationen und insbesondere Restaurierungsarbeiten aller Art wesentlich erleichtern, sind in grösserer Zahl bekanntgeworden, ebenso wie Verfahren zu deren Herstellung. Einige dieser Produkte sind handelsüblich und werden In grossen Mengen verarbeitet. 



   Nur beispielsweise wird dazu auf die DE 390 75 21 A1 verwiesen, weiche ein Verfahren zur Herstellung von Leichtbauplatten unter Verwendung von Kugeln aus Blähglas od. dgl. und von einem geschäumten anorganischen und organischen Bindemittel beschreibt, wobei das Bindemittel mit den Kugeln gemischt, aufgeschäumt und zwischen zwei, mit Abstand voneinander angeordneten, Formplatten unter Bildung einer Matrix ausgehärtet wird. Dort ist   z. B.   vorgesehen, dass In die zwischen den beiden Formplatten befindliche Mischung, bel deren Verdichtung und Aushärtung eine Vielzahl von gleichmässig verteilten, zur Plattenau- ssenseite hin offene Ausnehmungen ausgeformt werden. 



   Obwohl sich die derart erhältlichen Bauteile bzw. Bauelemente durchaus im Sinne einer Beschleunigung der Arbeiten am Bau als vorteilhaft erwiesen haben und sie sich, was ihre Temperaturbeständigkeit betnfft, infolge ihres dem Wandmatenal bzw. Mauerwerk eines Bauwerkes angeglichenen Ausdehnungskoeffizienten bewährt haben, sind sie infolge der in ihnen vorhandenen Blähglas-Kugeln einerseits relativ grobkörnig bzw. rauh und damit verschmutzungsanfällig und   darüberhinaus   ist-als Folge der Grobkörngkelt und der Poren bzw. Zwischenräume zwischen den einzelnen die Oberfläche überragenden Blähglas-   Körnern - ihre   Beständigkeit, insbesondere bei starker Bewitterung, oft nicht befriedigend. Darüberhinaus genügen diese bekannten Bauelemente, wie   z. B.

   Verkleidungsplatten, Stuckersatzelemente od. dgl.   nicht immer blick-ästhetischen Ansprüchen, selbst dann, wenn sie ohnedies noch mit Fassadenfarbe od. dgl. überzogen werden. 



   Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, derartige (Leicht) -Bauteile bzw. -Bauelemente in den verschiedensten Formen, wie   z. B.   die eingangs näher genannten Bauteile zu schaffen, welche sich durch eine glatte und gleichzeitig dichte Oberflächen-Beschaffenheit auszeichnen, was zu einer wesentlich verbesserten Witterungsbeständigkeit, Frostschadensicherheit und Temperturwechselbeständigkeit bei gleichzeitig günstigen, bauklimatischen Eigenschaften sowie zu wesentlich verringerter Verschmutzungsneigung über lange   Zeiträume   und, daraus resultierend, zu hoher optischer und ästhetischer   Qualität   beiträgt. 



   Die Erfindung betrifft somit Bauteile bzw. Bauelemente der eingangs genannten Art, wobei der einzelne Bauteil dadurch gekennzeichnet ist, dass er mit einem Grund- bzw. Basiskörper aus einem wie eben genannten Material mit durch geschäumten oder nichtgeschäumten Kunststoff gebundenen BlähmineralPartikeln, und gegebenenfalls zusätzlich   Armierungs-Faser-Partikeln   gebildet ist, welcher Basiskörper an mindestens einer seiner Flächen, bevorzugt jedoch an seiner Aussen-, Sicht- oder Dekorseite bzw. an den dieselbe bildenden Flächen, eine mit ihm verzahnend integral verbundene Aussenbeschichtung auf Basis eines zumindest im wesentlichen ausgehärteten Gemisches eines anorganischen bzw. mineralischen   und/oder   eines organischen Bindemittels mit zumindest einem feinteiligen Zuschlag, faserartigen Zuschlag, Zusatz, Füllmittel und/oder dgl.

   sowie gegebenenfalls weiteren Zusatzmitteln aufweist, wobei in der Grenzzone zwischen Basiskörper und Aussenbeschichtung befindliche und aus derselben herausragende   Blähmineral-Partikel   und gegebenenfalls vorhandene Faser-Partikel des Basiskörpers in die Aussenbeschichtung hinein eingedrungen sind. Diese Blähmineral-Partikel des Basiskörpers sind also vom Bindemittel der Aussenbeschichtung zumindest teilbedeckt bzw.   teilumhüllt.   



   Wesentlich beim Erfindungsgegenstand ist eine tatsächlich innige, materialschlüssige Verbindung zwischen dem Basis-bzw. Kernkörper aus dem Leicht-Baumaterial auf Basis von geblähten MineralPartikeln und dieselben bindendem, geschäumtem oder nicht geschäumtem Bindemittel und der praktisch dichten Aussen-Schicht, weiche nicht allein auf Oberflächen-Haftung nach Art einer Klebung, sondern zusätzlich auf einem Eindringen von Material der Aussenbeschichtung in die rauhe, zumindest im Fall eines geschäumten Kunststoffes als Bindemittel poröse, Oberflächenschicht des Basiskörpers einerseits und einem Eindringen der zwingend vorgesehenen Blähmineral-Teilchen des Basiskörpers bzw. von Zonen oder Teilbereichen derselben in die Aussenbeschichtungs-Masse und auf einem teilweisen Ein- bzw.

   Umbetten dieser Blähmineral-Teilchen des Basiskörpers mit bzw. in der letztgenannten Masse beruht. 



   Was die Blähmineralien des Basiskörpers selbst betrifft,   seien - keineswegs vollständig - Perlit  
Vermiculit, Blähton und Blähmineralien vulkanischen Ursprungs, wie Tuff- oder Bimsstein, genannt Wegen der Steuerbarkeit von   Viskosität   und Abbindeverhalten bei der Produktion und weiters von   Korngrösse   und
Kornverteilung sowie im Sinne einer vernünftigen Altstoff-Wiederverwertung sind Partikel aus geblähtem 

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   Recyclingglas   bevorzugt. Die eventuell vorgesehenen Armierungsfasern können   tierische,   pflanzliche, synthetische, bevorzugt jedoch mineralische oder Glasfasern, z. B. Stapelfasern mit etwa 4 bis 16 mm Länge sein. 



   Die Aussenbeschichtung soll in jedem Fall relativ zum Basiskörper dünn sein und sich durch eine porenarme, je nach Körnung der in ihr enthaltenen Zuschläge mehr oder weniger glatte Fläche, also 
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 Decken, Fensterumrahmungen   u. dgl.   zu bindende Unterseite der neuen Bauteile sich in Ihren Material- und Verarbeitungs-Eigenschaften nicht von derartigen Bauteilen des Standes der Technik unterscheiden. Es kann aber auch eine beidseitige Aussenbeschichtung vorgesehen sein.

   Dadurch, dass die im einfachsten Fall Im wesentlichen einem erhärteten Zementmörtel entsprechende Aussenbeschichtung nur geringe Dicke aufweist, Ist auch der Vorteil einer nur minimalen Gewichtserhöhung der einzelnen Bauteile selbst gegen- über den bisher bekannten und verwendeten und eben nicht derart beschichteten Bauteilen verringerter Dichte auf Basis von geschäumtem oder nicht geschäumtem Kunstharz und Blähmineral-Partikeln gegeben. 



   Die Erfindung umfasst, wie aus der obigen Darstellung hervorgeht, zwei Gruppen von mit der (den) 
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 Ausführungsform betrifft, und weiters Bauteile mit im wesentlichen in einer nicht geschäumten, kompakten Binde-Matnx, bevorzugt gebildet durch einen Kunstharz-Kleber, gebundenen   Blähmineral-Partikeln   plus eventuellen   Armierungs-Faser-Partikeln,   wobei hier der Anspruch 3 eine bevorzugte Ausführungavariante zum Gegenstand hat. Die letztgenannte Ausführungsform der neuen Bauteile eignet sich insbesondere für solche geringerer Dimension, die jedoch   eine "schwierige" Oberflächen-Topografie   und komplizierte Gestalt bzw. Profilierung aufweisen und besonders hohe Haltbarkeit haben sollen. 



     Kostengünstig   sind und durchaus der oa. Forderung nach hoher Beständigkeit und Lebensdauer sowie nach einem ästhetisch ansprechenden Aussehen in ausreichendem Masse entsprechen Bauteile gemäss der Erfindung mit Aussenbeschichtungen auf Basis anorganischer Bindemittel gemäss Anspruch 4. 



   Aus Gründen einer verringerten Wasseraufnahme-Tendenz sind die Zuschläge in der Aussenbeschichtung bevorzugterweise mit nicht geblähten Mineral-Materialien gebildet, wie aus Anspruch 5 hervorgeht
Als für die   erfindungsgemässen   Bauteile besonders geeignet haben sich Aussenbeschichtungen auf Basis der In Anspruch 6 genannten mineralischen Bindemittel natürlichen oder industriellen Ursprungs erwiesen, wobei auch deren Kostengünstigkeit einen nicht unwesentlichen Faktor darstellt. 



   In diesem Sinne sind Bauteile   gemäss   der Erfindung auf Basis von Massenzementen bzw. heute durchaus vielfach eingesetzten Schnellzementen bevorzugt, wie im Anspruch 7 geoffenbart. 



   Ebenfalls kostengünstig und jederzeit und überall verfügbar sind Sande als Zuschläge bzw. Magerungsmittel in den neuen Bauteilen, wie dies gemäss Anspruch 8 vorgesehen ist. 



   An dieser Stelle soll nochmals darauf verwiesen werden, dass durch die innig verzahnende, gegenseitig materialdurchdringend   materialschlüssige   Verbindung von Basiskörper und   Oberflächenbeschichtung   bei den neuen Bauteilen Rissbildungen oder gar ein Abplatzen der Oberflächenschicht vom   Basiskörper   ausgeschlossen sind bzw. ist, was nicht nur zu der hohen   Witterungs-und Temperaturwechsei-Beständig-   keit und damit zu der hohen Lebensdauer der neuen Bauteile beiträgt,   sondem,   wenn eine mineralbasierte Aussenbeschichtung, die ja an sich bevorzugt ist, vorgesehen wird, auch ein Abbau eines organischen Anteils des Basiskörpers,   z. B.   durch Mikroorganismen, was insbesondere in feuchten Gegenden vorkommt, ausgeschlossen   1St.   



   Besonders bevorzugt ist die Aussenbeschichtung mit meist kostengünstig erhältlichen, mineral-basierten Spachtelmassen gemäss Anspruch 9   gebildet   wobei Spachtelmassen, welche handelsüblich sind, durchaus höchsten Ansprüchen gerecht werden. 



   Zur Erreichung und Einstellung einer jeweils gewünschten Feinrauhigkeit oder Glätte der Oberfläche an der Aussenbeschichtung ist eine Klassierung des Zuschlags in derselben im Sinne des Anspruches 10 von besonderem Vorteil. 



   Selbstverständlich können ausser dem Bindemittel und dem jeweiligen Zuschlag - insbesondere jeweils abgestellt auf Bedingungen bei der Fertigung - verschiedene Zusätze aus der Gruppe der im Anspruch 11 keineswegs vollständig aufgezählten Stoffe bzw. Substanzen in den neuen Bauteilen enthalten sein. 



   Obwohl im Rahmen der Erfindung Bauteilen mit Aussenbeschichtungen auf Basis mineralischer Bindemittel und Zuschläge eine gewisse Schwerpunkt-Bedeutung zukommt, sind Aussenbeschichtungen auf Basis von organischen Bindemitteln, also insbesondere von organischen   Klebem   der verschiedensten Art, im Rahmen der Erfindung keinesfalls ausgeschlossen, wie aus Anspruch 12 hervorgeht. 



   Bevorzugt werden wässerige oder beim Erhärten Wasser abgebende und/oder verbrauchende Kunstharz-Härter-Systeme eingesetzt, da dadurch ein gewisser gegenseitiger Wasser- bzw. Feuchte-Austausch 

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 zwischen Basiskörper und Aussenbeschichtung, insbesondere beim Abbinden sowie Er- und Aushärten von deren Bindemitteln, was nicht immer gleichzeitig erfolgen muss, also etwa gegenseitige   Wasserspende- und   Wasserabsaug-Effekte genutzt werden kann bzw. können. 



   In diesem Sinne können, was den Einsatz organischer Bindemittel in der Aussenbeschichtung betrifft, die Merkmale gemäss Anspruch 13 von Bedeutung sein. 



   Je nach Ort des Einbaus, ob in Innenräumen oder bau-aussenseitig je nach   Bewitterungs- und   Sonneneinstrahlungs-Lage und   klimatischer   Zone kann die Dicke der Aussenbeschichtung, bevorzugt innerhalb des durch den Anspruch 14 gegebenen Rahmens, schwanken. 



   Die   grundsätzlich   relativ geringe Dicke der Aussenbeschichtung trägt zur Beständigkeit der Bindung zwischen sich und dem Basiskörper und damit zur hohen Lebensdauer selbst bei extremen KlimaWechselbedingungen vorteilhaft bei. 



   Die Stabilität des Gesamtkörpers gegen mechanische Beschädigung, insbesondere Im Hinblick auf die notorisch rauhen Bedingungen an Baustellen wird durch einen-an sich bekannten - Einbau von flächigen Armierungselementen, wie Netzen   od. dgl.   in den Basiskörper der neuen Bauteile und/oder durch integralen Einbau von   Armlerungs-Fasem   in denselben gemäss Anspruch 15 in vorteilhafter Weise erhöht. 



   In diesem Sinne vorteilhaft, aber auch nach erfolgtem Einbau aus Gründen geringerer Verletzlichkeit günstig ist eine Verstärkung der Aussenbeschichtung an Extremstellen der Sichtseite der neuen Bauteile gemäss Anspruch    16.   



   Diese Art der Verstärkung lässt sich insbesondere bei einer Herstellung der neuen Bauteile In diskontinuierlich arbeitenden Formen bzw. Schäumformen, wie sie später näher beschrieben ist, erzielen, da an Innenkanten bzw. Innenecken der Form sich eine   fliessfähige   Auftragsmasse mehr ansammelt als an deren Flächen. 



   Besonders hohe Qualität kann durch gesonderte - eventuell nicht vollflächig wirksame - Druckbeaufschlagung der Aussenseite der neuen Bauteile,   z. B.   knapp nach dem Entformen,   z. B.   durch einen Prägevorgang   od. dgl.   gemäss Anspruch 17 erzielt werden. 



   Was nun die Herstellung der neuen Bauteile in den verschiedensten Formen betrifft, eignet sich eine diskontinuierliche Arbeitsweise mit diskreten Einzel-Formen besonders für anspruchsvolle, formenreiche und unter Umständen sogar künstlerische Qualität aufweisende Bauteile in kleineren Stückzahlen, wie z. B., für Fenster-Dekorteile, Fassaden-Schmuckelemente   od. dgl.   ganz besonders, obwohl selbstverständlich auch Platten, Leisten und Profile mit besonders hochqualitativer Oberfläche günstigerweise auf diese Art hergestellt werden. In diesem Sinne zeichnet sich ein erstes, im Rahmen der Erfindung bevorzugtes Verfahren zur Herstellung der neuen Bauteile dadurch aus, dass - In einem 1.

   Schritt auf die-einer jeweils gewünschten Gestaltung der Sichtseite entsprechend geformte - Innenfläche einer Kunstharz-Form eine, bevorzugt wasserhaltige, Beschichtungs-Masse aus nicht schäumendem Bindemittel, Zuschlag und eventuellen Zusatzstoffen, bevorzugt mit einer
Schichtdicke im Bereich von 0, 3 bis 6, 5 mm, insbesondere von 0, 5 bis 2 mm, aufgetragen wird und dass danach - In einem 2.

   Schritt - und zwar noch vor einem vollständigen Abbinden der genannten, die Innenseite der Form bedeckenden Aussenbeschichtungs-Masse- - eine schäumfähige oder nicht-schäumende Basiskörper-Masse auf Basis von in mindestens einem, bevorzugt durch Wasserzusatz, aufschäumenden organischen Kunstharz oder von In einem nicht- schäumenden Kunstharz-Kleber verteilten   Blähmineral-Partikeln,   insbesondere Blähsilikat-, bevorzugt
Blähglas-Partikeln, eingebracht wird und dass - nach Schliessen der Form und/oder in einer Presse unter Druckaufbau und/oder Druckbeaufschlagung nach einer eventuellen Schäumung die Härtung von miteinander   grenzflächen-verzahnender Basiskör-   per-Masse und Aussenbeschichtungs-Masse unter Bildung des fertigen Bauteils bzw. Bauelementes vorgenommen wird. 



   Qualitativ durchaus immer noch ausreichend hochstehende, Endlos-und Massenware lässt sich gemäss der Erfindung nach einem zweiten, dafür bevorzugterweise angewandten Fertigungsprozess produzieren, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass - zur Herstellung der genannten Bauteile in "Endlos-Form", insbesondere von Leisten, Profilen od.

   dgl., in einem kontinuierlichen Verfahren auf die einer jeweils gewünschten Gestaltung der Sichtseite der genannten Bauteile entsprechend geformte Innenfläche einer, gegebenenfalls beheizbaren und/oder druckbeaufschlagbaren, kontinuierlich bewegten Mitlaut-Form, - eine bevorzugt wasserhaltige, Beschichtungs-Masse aus nicht schäumendem Bindemittel, Zuschlag und eventuell Zusatzstoffen, bevorzugt in einer Schichtdicke im Bereich von 0, 3 bis 6, 5 mm, insbesondere von 1 bis 3 mm, aufgetragen wird, 

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 - dass In die derart mit der Aussenbeschichtungs-Masse beaufschlagte Form noch vor   einem vollständi-   gen Abbinden der schon eingebrachten Aussenbeschichtungs-Masse, bevorzugt in einem Abstand von der Einlaufseite der Mitlauf-Form stromabwärts, eine Basiskörper-Masse auf Basis von entweder In mindestens einem,

   bevorzugt durch Wasserzusatz, aufschäumenden organischen Kunstharz - oder von In einem im wesentlichen nicht-schäumenden Kunstharz-Kleber verteilten Blähmineral-, insbesondere Blähsilikat-, vorzugsweise   Blähglas-Partikeln   eingebracht wird und - dass nach jeweils entsprechender Lauf- bzw. Verweilzeit der Masse in der Mitlauf-Form zumindest bis zum Abbinden und/oder Vorerhärten der Aussenbeschichtungs-Masse und bis zum Ende eines eventuellen Schäumvorgangs der so gebildete Verbund-Bauteil kontinuierlich aus der Mitlauf-Schäum-
Form ausgebracht und abgelängt wird. 



   Ganz wesentlich bei der Herstellung der neuen Bauteile, egal ob diese nun kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgt, ist das Auftreten bzw. der Aufbau von Druck. Dies kann unter Umständen nur der beim Schäumen einer schäumfähigen Basiskörper-Masse ohnedies auftretende Druck in einer geschlossenen bzw   schliessbaren   Form sein, bevor ein Abbinden und Härten der Massen erfolgt, sodass jeweils Material vom Basiskörper in die Aussenbeschichtung und umgekehrt transferiert wird, was die hervorragende   'Verzahnung" von Basiskörper   und Aussenbeschichtung in deren Kontaktzone bewirkt. Besonders bevorzugt wird aber gezielt mit   Druckbeaufschlagung, z. 8. mittels   Presse gearbeitet, um den Verzahnungseffekt zu fördern. 



   Im Falle des Einsatzes einer nicht schäumfähigen Masse für die   Bildung eines Basiskörpers   mit   Blähmineral-Partikeln   in einer Kompakt-Matrix, also für Massen auf Basis eines nicht schäumenden Kunstharz-Klebers als Binde-Matrix für die   Blähmineral-Partikel   wird der Druck mittels Pressen erzeugt. 



  Dadurch wird ebenfalls die gegenseitige innige Verzahnung der Grenzflächen von Aussenbeschichtung und Basiskörper und die wechselseitige Penetration der Blähmineral-Partikel in die Aussenbeschichtung und des feinkörnigen Zuschlags aus derselben in den Basiskörper erreicht. 



   Bevorzugte Techniken zur Vor-Ausbildung der AuBenbeschichtung in der   Schäum-Form   nennt der Anspruch   20.   



   Für den o. a. Materialtransfer zwischen Basiskörper und Aussenbeschichtung besonders günstig sind Drucke innerhalb der im Anspruch 21 genannten Bereiche. 



   Was den genannten Materialtransfer selbst betrifft, ist ein Ablauf   desselben gemäss   Anspruch 22 besonders günstig. 



   Bevorzugte Bereiche der bei der Produktion der neuen Bauteile einzuhaltenden Temperaturen nennen Im allgemeinen der Anspruch 23 und im besonderen der Anspruch 24. 



   Als der verzahnend integralen Bindung zwischen Basiskörper und Aussenbeschichtung besonders förderlich haben sich Zusammensetzungen der Masse für die Bildung des geschäumten Basiskörpers, wie sie Anspruch 25 angibt, bewährt, wobei   Komgrössen-Verteilungs-Verhältnisse   der   Blähmineral-Partikel   gemäss Anspruch 26 zu besonders günstigen Ergebnissen führen. 



   Schliesslich gibt der Anspruch 27 an, wie man zu Bauteilen gelangt, bei denen schon im Basiskörper auf Feinkörnigkeit geachtet ist, um besonders glatte Aussenbeschichtungen zu erhalten. 



   Anhand der folgenden Beispiele wird die Erfindung näher   erläutert :   Beispiel   1 : Blähglas-Formteile   mit geschäumtem Bindemittel auf Kunstharzbasis :
In die Mulde einer quadratisch-flachprismatischen Form mit den Massen 20x20x2 cm wird in einer mittleren Schichtstärke von   2. 5 mm   eine für die Bildung der Aussenbeschichtung vorgesehene Masse auf Basis einer handelsüblichen, zuerst trocken-pulverigen Spachtelmasse (Portlandzement und Quarzmehl) für Aussenanwendungen im Verhältnis von etwa 1 : 1 mit Wasser angerührt und mittels Sprüh-Auftragsgerät oder Spachtel gleichmässig aufgetragen. 



   Innerhalb von 5 bis 15 min wird in die derart beschickte Form in einer mittleren Höhe von 1, 65 cm mit der Masse für die Bildung des Basiskörpers   gleichmässig   locker aufgefüllt. Die gemischte Masse für die Bildung des Basiskörpers besteht aus :
100 Gewichtsteilen Blähglas,   Komgrössenverteilung :   zu je einem Drittel 0, 5 bis 1 mm, weiters 1 bis 2 mm und 2 bis 4 mm und aus 10 bis 30 Gewichtsteilen Polyurethan-Klebstoff sowie Wasser als Härter in einer Menge von 15 Gew-% vom Harz. Nach ca.   0, 5   cm Auftrag wird ein erstes Glasgittergewebe mit einer Maschenweite von   0,7x0,7   cm eingelegt und nach beendetem Eintrag der Basiskörpermasse bis zu einer Gesamthöhe von etwa 1, 65 cm wird ein zweites gleichartiges Glasgittergewebe eingelegt.

   Die gesamte Masse wird mit ca. 10 bis 15 bar auf 1 cm Dicke zusammengepresst. Die so geformte Platte härtet innerhalb von ca. 15 Minuten bei einer Temperatur von ca.   60. C   und einem Druck von ca. 3 bar aus. 



   Es wird eine Bau-Leichtplatte mit einer Dichte von etwa   0, 73 g/cm3 mit   zu den bisher bekannten derartigen Bauplatten gleichartigen Verarbeitungs-Eigenschaften, jedoch einer wesentlich glatteren, hoch witterungsbeständigen und ästhetisch ansprechenden   Sichtfläche erhalten.   

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    Beispiel 2 : Blähglasformteile   mit nicht aufschäumendem Bindemittel (Polyurethan- oder Epoxyharz) :
In die Mulde einer quadratisch-flachprismatischen Form mit den Massen 20x20x2 cm wird in einer mittleren Schichtstärke von 2, 5 mm eine für die Bildung der Aussenbeschichtung vorgesehene Masse auf Basis einer handelsüblichen, zuerst trocken-pulverigen Spachtelmasse (Portlandzement und Quarzmehl) für Aussenanwendungen Im Verhältnis von etwa 1 : 1 mit Wasser angerührt und mittels Sprüh-Auftragsgerät oder Spachtel gleichmässig aufgetragen. 



   Innerhalb von 5 bis 15 min wird die derart beschickte Form in einer Höhe von 1, 5 cm mit der Basismasse   gleichmässig locker aufgefüllt.   Die gemischte Masse besteht zu
100 Gewichtsteilen aus Blähglas, Korngrössenverteilung : zu je einem   Drittel 0, 25   bis 0, 5 mm, weiters 0, 5 bis 1 mm und 1 bis 2 mm und aus 15 bis 60 Gewichtsteilen Polyurethan-Klebstoff als A-Komponente und einem Härter auf Aminbasis als B-Komponente In einem Mischungsverhältnis von   100 : 30 Gewichtsteilen).   



  Nach ca. 0, 5 cm Auftrag wird das erste Glasgittergewebe und nach beendetem Eintrag bis zu einer Höhe von etwa 1, 5 cm wird ein zweites Glasgittergewebe, mit einer Maschenweite beider Gitter : ca. 7mm, eingelegt. Die gesamte Masse wird mit ca. 5 bis 15 bar auf 1 cm Dicke zusammengepresst Die so geformte Platte härtet innerhalb von ca 15 min bei einer Temperatur von ca. 60   C   aus. 



   Unterschiede zur Platte mit geschäumtem Harz gemäss Beispiel 1. 



   Auf die im Beispiel 2 beschriebene Weise können mit dem nicht schäumenden Kunstharz-Kleber 
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 werden. Die Teile sind schwerer durch das Fehlen der Schaumstruktur, die feinere Kornstruktur und einen grösseren Harzanteil. Die hier beschriebene Masse auf Kleber-Basis ist eher für kleinere Teile bestimmt, man erspart sich bei der Herstellung aber die Aushärtepressung, was Kosten-Einsparungen bnngt. 



   Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung verwiesen, welche im Schrägriss, teilweise aufgeschnitten, einen erfindungsgemässen Bauteil 100 in Form einer Platte zeigt. Zur Aussen-bzw. Sichtseite A hin ist eine Aussenbeschichtung 1 verzahnend integral durch eine Wellenlinie symbolisierte Kontakt- bzw. Grenzzone 12 mit dem Basiskörper 2 verbunden, an dessen Unterseite U ein Verstärkungsnetz 3,   z. B.   aus Glasfaser, gebunden ist. Die Aussenbeschichtung 1 ist bevorzugterweise mit einer Spachtelmasse auf Basis eines zementartigen Bindemittels mit Quarzsand 10 als Zuschlag gebildet und in diese sind an der Grenzfläche 12 Blähsilikat-Teilchen 20 des Kernkörpers 2 eingepresst und bilden dort die Grenzschichte 12. Die gezeigte Platte zeichnet sich   z.

   B.   durch geringe Dichte aus, wenn sie aus BlähglasTeilchen, gebunden in geschäumtem Kunststoff, z. B. Polyurethanharz besteht, wobei der Basiskörper 2 relativ grobkörnig ist und der zur Aussenseite A hin mit der dünnen, z. B. 0, 5 bis 5 mm dicken, Aussenbeschichtung 1 versehen ist, welche glatt und witterungsbeständig ist und den darunterlegenden Basiskörper 2 vor   äusseren,     z. B.   mechanischen und Witterungs-Einflüssen schützt. 



   Wichtig ist es, dass sich zwischen der Aussenbeschichtung und dem Basiskörper bei der Druckbeaufschlagung eine Zone bildet bzw. beim fertigen Bauteil vorliegt, in der das Material des Basiskörpers und das Material der Aussenbeschichtung sich gegenseitig durchdringend vermischt bzw gemeinsam vorliegen. 



  

Claims (27)

  1. Patentansprüche 1. Bauteile bzw. -elemente für den Innen- und Aussenausbau von Bauten, insbesondere Platten, Leisten, Profile, Dekorelement od. dgl., aus einem Material auf Basis von mit einem im wesentlichen ausgehär- teten, geschäumten oder nicht-geschäumten Kunststoff-Bindemittel gebundenen, in demselben verteil- ten Biähmmerat-Partikeh, bevorzugt Blähglas-Partikeln, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Bauteil (100) mit einem Grund- bzw. Basiskörper (2) aus einem wie eben genannten Material mit durch geschäumten oder nicht-geschäumten Kunststoff gebundenen Blähmineral-Partikeln (20), und gegebe- nenfalls zusätzlich Armierungs-Faser-Partikeln gebildet Ist, welcher Basiskörper (2) an mindestens einer seiner Flächen, bevorzugt jedoch an seiner Aussen-, Sicht- oder Dekorseite (A) bzw. an den dieselbe bildenden Flächen, eine mit ihm verzahnend integral verbundene Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines zumindest im wesentlichen ausgehärteten Gemisches eines anorganischen bzw. mineralischen und/oder eines organischen Bindemittels mit zumindest einem feinteiligen Zuschlag (10), faserartigen Zuschlag, Zusatz. Füllmittel und/oder dgl. sowie gegebenenfalls weiteren Zusatzmitteln aufweist, wobei in der Grenzzone (12) zwischen Basiskörper (2) und Aussenbeschichtung (1) befindliche und aus derselben herausragende Blähmineral-Partikel (20) und gegebenenfalls vorhandene Faser-Partikel des Basiskörpers (2) in die Aussenbeschichtung (1) hinein eingedrungen sind.
  2. 2. Bauteile bzw. Bauelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Bauteil (100) mit einem Grund- bzw. Basiskörper (2) mit durch einen (auf) geschäumten Kunststoff auf Polyurethan- oder Epoxyharz-Basis gebundenen Blähmineral-Partikeln und gegebenenfalls Armierungs- <Desc/Clms Page number 6> faser-Partikeln gebildet ist.
  3. 3. Bauteile bzw Bauelemente nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Bauteil (100) mit einem Grund- bzw. Basiskörper (2) mit durch einen nicht (auf) geschäumten Kunststoff-Kleber auf Polyurethan- oder Epoxyharz-Basis gebundenen Blähmineral-Partikeln und gegebenenfalls Armie- rungsfaser-Partikeln gebildet ist.
  4. 4. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines Im wesentlichen porenfreien, nicht geschäumten, bevorzugt anorganischen, Bindemit- tels gebildet ist.
  5. 5. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines im wesentlichen porenfreien, nicht geschäumten, vorzugsweise anorganischen, Binde- mittels mit mindestens einem feinteiligen Zuschlag, Zusatz und/oder Füller, Insbesondere mit körnigen und/oder faser ! gen Partikeln, aus einem nicht geblähten, bevorzugt anorganischen bzw. mineralischen Matenal, gebildet ist.
  6. 6. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines zur Abbindung und Erhärtung mit Wasser bzw. Feuchtigkeit fähigen bzw. In Wasser löslichen und bei Wasserentzug erhärtenden anorganischen Bindemittels aus der Gruppe : gebrannte Zemente ; hydraulische oder latent-hydraulische, zementartige Bindemittel natürlichen oder industnellen Ursprungs, wie z. B. Trasse, Puzzolane, Flugaschen und/oder Schlacken ; hydraulische Kalke ; Gipse mit unterschiedlichem Brennstatus, weiters wasserlösliche Silikate, z. B. Wasserglas, und/oder Phosphate, wie z. B. Aluminiumphosphat, gebildet ist.
  7. 7. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines üblichen Portlandzements und/oder eines schnellerhärtenden Zementes, insbesondere eines solchen auf Basis von 11 CaO * 7 AbOs'Ca (F, 0) 2, gebildet ist
  8. 8. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines, wie in den vorangegangenen Ansprüchen genannten, bevorzugt anorganischen bzw. mineralischen, Bindemittels mit feinkörnigem Mineralsand, bevorzugt Silikat- bzw. Quarzsand, als Zuschlag gebildet ist.
  9. 9. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) mit einer handelsüblichen Spachtelmasse und/oder einem handelsüblichen Anstnchpulver auf Basis eines anorganischen Bindemittels für Bau-Aussenarbeiten, insbesondere mit einer handelsüblichen Spachtelmasse für Aussenanwendung und/oder einem Anstrichpulver auf Basis von Kalkmischungen bzw. Kalk-Zementmischungen, gebildet ist.
  10. 10. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Grösse der Partikel (10) des Zuschlags, Zusatzes, Füllers od. dgl. der Aussenbeschichtung (1) um zumindest eine Zehnerpotenz, bevorzugt um zumindest zwei Zehnerpotenzen, unter jener der Blähmineral-Partikel (20) des Basiskörpers (2) liegt.
  11. 11. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bindemittelmasse der Aussenbeschichtung (1) als weitere Zusatzstoffe Abbinde- und Erhärtungsbeschleuniger, -regler, viskositätsverändernde Substanzen und/oder Anreger enthalten sind.
  12. 12. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer Aussenbe- schichtung (1) auf Basis eines im wesentlichen nicht geschäumten, organischen Bindemittels bzw.
    Klebers derselbe aus bzw. mit einer wässerigen Kunstharz-Dispersion gebildet ist.
  13. 13. Bauteil nach Anspruch 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer Aussenbeschichtung (1) auf Basis eines organischen Bindemittels bzw. Klebers das-bzw. derselbe auf einem lösungsmittel- freien bzw. -armen, bevorzugt feuchtigkeitsvemetzenden, Einkomponenten-Harz, z. B. Epoxy-oder Polyurethan-Harz, beruht. <Desc/Clms Page number 7>
  14. 14. Bauten ! nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass, unabhängig von der Materialstärke (db) des Basiskörpers (2), die mittlere Dicke (da) der Aussenbeschichtung (1) 0, 2 bis 6 mm, bevorzugt 0, 5 bis 2, 5 mm, beträgt.
  15. 15. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Basiskörper (2) mittels eines an seine Unterseite (U) gebundenen und/oder mindestens eines in denselben inkorporier- ten Verstärkungs-Gitters, -Netzes oder -Gewebes (3), beispielsweise aus Mineral- oder Glasfasern, und/oder mittels in ihn direkt integrierten Mineral-, Insbesondere Glasfasern, z. B. Stapetfasern mit etwa 4 bis 16 mm Länge, armiert ist.
  16. 16. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) im Nahbereich von Kanten oder Ecken eine grössere Dicke (da) aufweist als in flächigen Bereichen desselben
  17. 17. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenbeschichtung (1) durch einen Prägungsvorgang verdichtete Flächenbereiche aufweist.
  18. 18. Verfahren zur Herstellung von Bauteilen bzw. Bauelementen gemäss einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass - In einem 1. Schritt auf die - einer jeweils gewünschten Gestaltung der Sichtseite entsprechend geformte - innenfläche einer Kunstharz-Form eine, bevorzugt wasserhaltige, Beschichtungs- Masse aus nicht schäumendem Bindemittel, Zuschlag und eventuellen Zusatzstoffen, bevorzugt mit einer Schichtdicke im Bereich von 0, 3 bis 6, 5 mm, insbesondere von 1 bis 3 mm, aufgetragen wird und dass danach - in einem 2.
    Schritt - und zwar noch vor einem vollständigen Abbinden der genannten, die Innenseite der Form bedeckenden Aussenbeschichtungs-Masse - - eine schäumfähige oder nicht-schäumende Basiskörper-Masse auf Basis von in mindestens einem, bevorzugt durch Wasserzusatz, aufschäumenden organischen Kunstharz oder von in einem nicht-schäumenden Kunstharz-Kleber verteilten Blähmineral-Partikeln, insbesondere Bläh- silikat-, bevorzugt Blähglas-Partikeln, eingebracht wird und dass - nach Schliessen der Form und/oder in einer Presse unter Druckaufbau und/oder Druckbeaufschla- gung nach einer eventuellen Schäumung die Härtung von miteinander grenzflächen-verzahnender Basiskörper-Masse und Aussenbeschichtungs-Masse unter Bildung des fertigen Bauteils bzw Bauelementes vorgenommen wird.
  19. 19. Verfahren zur Herstellung von Bauteilen bzw. Bauelementen gemäss einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass - zur Herstellung der genannten Bauteile in "Endlos-Form", insbesondere von Leisten, Profilen od. dgl., in einem kontinuierlichen Verfahren auf die einer jeweils gewünschten Gestaltung der Sichtseite der genannten Bauteile entsprechend geformte Innenfläche einer, gegebenenfalls beheizbaren und/oder druckbeaufschlagbaren, kontinuierlich bewegten Mitlauf- Form, - eine bevorzugt wasserhaltige, Beschichtungs-Masse aus nicht schäumendem Bindemittel, Zu- schlag und eventuell Zusatzstoffen, bevorzugt In einer Schichtdicke im Bereich von 0, 3 bis 6, 5 mm, insbesondere von 1 bis 3 mm, aufgetragen wird,
    - dass in die derart mit der Aussenbeschichtungs-Masse beaufschlagte Form noch vor einem vollständigen Abbinden der schon eingebrachten Aussenbeschichtungs-Masse, bevorzugt in einem Abstand von der Einlaufseite der Mitlauf-Form stromabwärts, eine Basiskörper-Masse auf Basis von entweder in mindestens einem, bevorzugt durch Wasserzusatz, aufschäumenden organi- schen Kunstharz - oder von in einem im wesentlichen nicht-schäumenden Kunstharz-Kleber verteilten Blähmineral-, insbesondere Blähsilikat, vorzugsweise Blähglas-Partikeln, eingebracht wird und - dass nach jeweils entsprechender Lauf- bzw.
    Verweilzelt der Masse in der Mitlauf-Form zumindest bis zum Abbinden und/oder Vorerhärten der Aussenbeschichtungs-Masse und bis zum Ende eines eventuellen Schäumvorgangs der so gebildete Bauteil kontinuierlich aus der Mitlaut- Form ausgebracht und abgelängt wird.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbringung der Aussenbe- schichtungs-Masse auf die Mitlaut-Form-Innenfläche durch Aufwalzen, Aufspritzen bzw. Aufsprühen <Desc/Clms Page number 8> erfolgt.
  21. 21. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20. dadurch gekennzeichnet, dass beim Formen mit oder ohne Schäumen der Basiskörper-Masse zur Bildung des Basiskörpers in der Schäum-Form der Druck auf 5 bis 20 bar, bevorzugt auf 7 bis 12 bar, insbesondere auf etwa 10 bar, eingestellt wird.
  22. 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass beim Formen bzw beim eventuellen Schäumen der Basiskörper-Masse - infolge der Druckbeaufschlagung und/oder des Druckaufbaus in der Form - im Nahbereich der Kontaktzone zur im 1. Schritt in die Form eingetragenen, zumindest noch nicht voll abgebundenen, noch plastischen Aussenbeschichtungs-Masse befindliche EMI8.1 Masse eingepresst werden.
  23. 23. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur in der Schäumform auf 50 bis 100. C, insbesondere auf 60 bis 90C, gebracht bzw. gehalten wird.
  24. 24. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle des Einsatzes einer Basiskörper-Masse auf Basis eines Polyurethan- oder Epoxy-Harzes die Form während des Druckaufbaues auf 50 bis 90. C. insbesondere auf 60 bis 70. C, erhitzt wird
  25. 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass eine Basiskörper- Masse aus 100 Gew.-Teilen Blähsilikat-, insbesondere Blähglas-Partikeln mit einer Körnung von 0, 25 bis 4 mm, 10 bis 30 Gew.-Teilen eines handelsüblichen Polyurethanharz-Klebers und 1 bis 4 Gew.- Teilen Wasser eingebracht wird.
  26. 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Blähsilikat-, insbesondere Blähglas-Partikel in der Basiskörper-Masse im wesentlichen folgende Kornverteilung aufweisen : EMI8.2 <tb> <tb> Anteil, <SEP> Masse-% <SEP> bevorzugter <SEP> Anteil, <SEP> Masse-% <SEP> Partikelgrösse, <SEP> mm <tb> 25 <SEP> - <SEP> 40 <SEP> 30 <SEP> - <SEP> 35 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 1 <SEP> <tb> 25-40 <SEP> 30-35 <SEP> 1-2 <tb> 25 <SEP> - <SEP> 40 <SEP> 30-35 <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 4. <SEP> <tb>
  27. 27. Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass - zur Herstellung von fein-strukturierten Oberflächen - in der Basiskörper-Masse Blähglas-Partikel einer Partikelgrösse von 0, 25 bis 0, 5 mm Im Ausmass von zumindest 75 Masse-%, insbesondere von zumindest 90 Masse-%. vorliegen.
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