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Die Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät zum Entfernen von Wurzelstöcken aus dem gewachsenen Boden, wie es im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben ist
Es sind bereits verschiedene Ausbildungen von Vorrichtungen zum Entfernen von Wurzeln bzw zum Ausstechen, Ausheben und Herausziehen von Wurzelstöcken aus gewachsenen Boden bekannt, welches sich durch spezielle Verfahren unterscheiden.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 295 07 534 U1 bekannt, wobei hier eine händisch betätigbare Vorrichtung zum Entfernen von Pflanzenwurzeln beschrieben wird. Die Ausführung gleicht einem rohrförmigen Stanzwerkzeug, welches über eine auf einem ersten Rohr befestigte Fussraste und über das Betätigen mit dem menschlichen Fuss dieses Rohr teilweise im Bereich einer Wurzel in das Erdreich eingebracht wird und durch den rohrförmigen Aufbau die Wurzel umschliesst und sie von den übrigen Teilen der Pflanze abschneidet. Darauf wird das Rohr mit den darin befindlichen Wurzel bzw. dem diese Wurzel umgebende Erdreich aus dem Boden entnommen und nun wird der Wurzelstock durch Betätigen eines in das erste Rohr eingesetzten zweiten Rohres ausgeworfen.
Nachteilig bei dieser Ausführung einer Vorrichtung zum Entfernen von Pflanzenwurzeln ist, dass hier nur ein bestimmter, dem Rohrdurchmesser entsprechender Querschnitt aus dem Boden entfernt werden kann, bzw. dass bei verzweigten Wurzelstöcken die über den Umfang des Ausstechrohres ragenden Wurzelteile abgetrennt werden und im Boden verbleiben. Dadurch ist keine gesicherte Entfernung des Wurzelstockes gewährleistet und es kann zu neuerlichem Wachstum der vermeintlich entfernten Pflanze bzw. Wurzel kommen
Eine weitere Vorrichtung zum Ausstechen bzw.
Herausziehen von Pflanzen bzw Pflanzenwurzeln ist aus der DE 196 22 810 A1 bekannt, wobei hier diese Vorrichtung schaufelartig ausgebildet ist und die Stahlplatte in dem dem Stiel zugewandten Endbereich winkelig verläuft Wird nun die Stahlplatte über den als Stahlstift ausgebildeten Stiel in das Erdreich eingetrieben, so wird durch die schneidenförmige Ausbildung der Stahlplatte die Wurzel der Pflanze von dieser durchsetzt und vollständig abgetrennt Durch die winkelige Ausbildung der Stahlplatte wirkt diese wie ein Widerhaken auf die Wurzel und drückt nun beim Ausziehen der Stahlplatte über den Stahlstift den vom im Erdreich verbleibenden Wurzelstock abgetrennten Wurzelteil an die Aussenfläche Der Nachteil dieser Vorrichtung bzw.
dieses Verfahrens liegt darin, dass zum Einbringen der Vorrichtung ins Erdreich ein enormer Kraftaufwand notwendig ist, der von einer diese Vorrichtung bedienenden Person nur schwerlich aufgebracht werden kann. Weiters verbleibt auch bei dieser Vorrichtung zum Entfernen von Pflanzenwurzeln ein Teil der Wurzeln im Erdreich, wodurch ein neuerliches Wachsen der Pflanze bzw. der Wurzeln vorkommen kann
Weiters ist in der SU 1253-513 A1 eine Greifvorrichtung beschrieben, welche über Schliessantriebe angetriebene Greifarme verfügt, und diese Greifarme über Schwenkachsen, welche auf einem Rahmen, auf welchem auch die Schliessantriebe angeordnet sind, verschwenkbar gelagert sind.
Ein Nachteil dieser Greifvorrichtung liegt darin, dass der Rahmen, auf dem die Greifarme schwenkbar gelagert sind bzw. auf dem die Schliessantriebe befestigt sind, in keiner Weise in vertikaler Richtung verstellbar ausgebildet ist und so die Greifvorrichtung über einen Manipulator, welcher z. B. aus einem Kranarm etc. gebildet sein kann, positionsgenau in eine horizontale Ebene zur Aufnahme von zu greifenden Gegenständen zu bnngen ist Weiters ist hier keine Relatiwerstellung des die Greifarme schwenkbar lagernden Lagergehäuses gegenüber dem Rahmen möglich, wodurch die Greifarme lediglich durch den die Greifvorrichtung aufnehmenden Manipulator in den Boden eingebracht werden können, um z.
B. einen Wurzelstock zu entfernen Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass der Auswerfer für die aufzunehmenden Gegenstände gesondert über einen Hebel betätigt werden muss, sodass eine zusätzliche Ansteuerung für den Auswerfer notwendig ist.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Entfernen von Wurzelstöcken aus dem gewachsenen Boden zu schaffen, mit der ein Ausziehen des gesamten Wurzelstockes aus dem gewachsenen Boden ermöglicht wird.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Anspruches 1 wiedergegebenen Merkmale gelöst Der überraschende Vorteil dabei ist. dass die Greifarme in einer geöffneten Stellung in den gewachsenen Boden eindringen und dadurch eine Erfassung eines gesamten Wurzelstockes möglich ist. Durch eine Schliessbewegung der Greifarme wird eine Klemmung des Wurzelstockes bzw. des den Wurzelstock umgebenden Erdreiches ermöglicht und dadurch ein rückstandfreies Ausziehen des Wurzelstockes gewährleistet.
Durch die Klemmung des Wurzelstockes im Boden ergibt sich weiters der Vorteil, dass allfällige über die Länge der Greifarme hinausragende Wurzeln ebenfalls aus dem Erdreich gezogen werden können Durch
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diesen vorteilhaften Vorgang wird ein unerwünschtes Nachwachsen der Pflanzen durch im Boden verbleibende Wurzelreste vermieden.
Eine weitere vorteilhafte Ausführung wird im Anspruch 2 beschrieben, wodurch eine Anbringung des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes auf einem Fahrwerk durch die Ausbildung mit einem Hubschlitten möglich ist und dass durch die Anordnung eines Auswerfers im Bereich des Hubschlittens ein vollständiges Entfemen des Wurzelstockes aus den in einer Öffnungsstellung befindlichen Greifarmen ermöglicht wird.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind durch die Ansprüche 3 und 4 beschrieben, wodurch die Greifarme aus einer Öffnungsstellung in eine den Wurzelstock im Boden klemmenden Schliessstellung verbracht werden können, ohne eigene Schliessantriebe, sprich Hydraulikzylinder anordnen zu müssen.
Durch die vorteilhafte Ausbildung nach Anspruch 5 wird durch einen auf einem Greifarm bzw auf beiden Greifarmen angeordneten Vibrationsantrieb das Eindringen der Greifarme in harten Untergrund bzw Boden erleichtert. Gleichzeitig wird das Erdreich bzw. der Boden aufgelockert und das Ausziehen des Wurzelstockes erleichtert
Durch eine Ausbildung nach Anspruch 6 wird ermöglicht, dass durch die Abstützung des Trägerrahmens durch das Fahrwerk eines Fahrzeuges ein gesichertes Einbringen der Greifvorrichtung bzw.
der Greifarme in den Boden ohne einer Lageveränderung derselben ermöglicht wird
Weitere vorteilhafte Ausführungen beschreiben die Ansprüche 7 und 8, wodurch eine gesicherte Aufnahme der Wurzelstöcke in ihrer gesamten Ausdehnung im Boden ermöglicht wird
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung nach Anspruch 9 wird eine effizientere Entfernung von Wurzelstöcken aus den Boden ermöglicht bzw. die Anzahl der ausgestochenen Wurzelstöcke aus dem Boden erhöht.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung beschreibt Anspruch 10, wodurch ein Entfernen des mit den Wurzelstöcken ausgestochenen Bodenmaterials von denselben ermöglicht wird
Durch eine weitere Ausführung gemäss Anspruch 11wird ein Aufnehmen der ausgestochenen Wurzelstöcke ermöglicht, sodass ein nachträgliches Aufsammeln derselben vom Boden nicht mehr notwendig ist
Durch eine vorteilhafte Ausführung gemäss Anspruch 12 wird eine Rückfuhr des von den Wurzelstöcken entfernten Bodenmaterials erreicht, wodurch eine Schädigung des Bodens durch Entnahme von zu viel Bodenmaterial vermieden wird.
Durch eine Ausführungsvariante nach Anspruch 13 wird gewährleistet, dass durch den Ausstichvorgang der Wurzelstöcke deformierter Boden wieder in seine Ursprungsform rückgebildet werden kann
Die Erfindung wird im nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele naher erläutert
Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemässes landwirtschaftliches Arbeitsgerät in Stirnansicht, teilweise geschnitten und schematisch vereinfachter Darstellung;
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes nach Fig 1 in Stimansicht, teilweise geschnitten und schematisch vereinfachter Darstellung,
Fig. 3 eine andere Ausführungsform des erfindungsgemässen landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes in Stirnansicht und schematisch vereinfachter Darstellung;
Fig. 4 eine mögliche AusfOhrungsform eines das landwirtschaftliche Arbeitsgerät aufnehmenden Fahrzeuges in Seitenansicht und schematisch stark vereinfachter Darstellung,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes in schematisch vereinfachter Darstellung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können Weiters können auch Einzelmerkmale aus den gezeigten unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfindungsgemässe Lösungen darstellen.
In der Fig. 1 ist ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät 1 zum Entfernen von Wurzelstöcken 2 aus dem gewachsenen Boden 3 mit einem auf einem Fahrwerk 4 angeordneten Trägerrahmen 5 dargestellt Dieses landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 umfasst nun einen in einer Führungsbahn 6 über Führungslaschen 7 in vertikaler Richtung verfahrbaren Hubschlitten 8, welcher über einen
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Verstellantrieb 9 in vertikaler Richtung in der Führungsbahn 6 verstellt werden kann. Dieser Verstellantrieb 9 kann, wie hier dargestellt, durch einen Hydraulikzylinder 10 ausgeführt sein, wobei eine Kolbenstange des Hydraulikzylinders 10 bewegungsfest mit dem Hubschlitten 8 verbunden ist, um eine optimale Kraftübertragung zu gewährleisten.
Am dem Boden 3 zugewandten Endbereich des Hubschlittens 8 schliesst nun eine Greifvorrichtung 11 an. Diese Greifvorrichtung 11 besteht nun ihrerseits aus zwei Greifarmen 12, 13, einen diese Greifarme 12, 13 in ihrem der Führungsbahn 6 zugewandten Ende verbindenden Schliessantrieb 14 und einem Lagergehäuse 15, wobei der Schliessantrieb 14 ebenfalls als Hydraulikzylinder ausgebildet sein kann. Das Lagergehäuse 15 ist einstückig mit dem Hubschlitten 8 verbunden und weist zwei winkelig in Richtung zum Boden 3 verlaufende Schenkel 16,17 auf. In den dem Boden 3 zugewandten Endbereichen der Schenkel 16,17 sind Schwenkachsen 18, 19 angeordnet, über welche die Greif arme 12,13 drehbar bzw. schwenkbar im Lagergehäuse 15 angeordnet sind.
Die Greifarme 12,13 bestehen vorteilhafterweise aus einzelnen Gabelzinken, wodurch beim Eindringen in den Boden 3 ein geringerer Kraftaufwand benötigt wird, wobei jeder der Greifarme 12, 13 zwei oder mehrere Gabelzinken aufweist.
Der Schliessantrieb 14 ist auf dem Hubschlitten 8 bewegungsfest angeordnet und einerseits mit einer Kolbenstange 20 mit dem dem Boden 3 abgewandten Endbereich des Greifarms 12 und mit einer Befestigungsöse 21 mit dem dem Boden 3 abgewandten Endbereich des Greifarms 13 verbunden. Der Schliessantrieb 14 ist nun Ober Leitungen 22,23 unter Zwischenschaltung eines Hydraulikventils 24, welches in diesem Beispiel als 4/2 Wege-Ventil gebildet sein kann, mit einer Hydraulikpumpe 25 und mit einem Hydrospeicher 26 verbunden.
Wie weiters dargestellt, ist auch der Hydraulikzylinder 10 über Leitungen 27,28 mit einer ähnlichen Hydraulikversorgung wie der Schliessantrieb 14 verbunden Durch diese getrennte Ansteuerung des Hydraulikzylinders 10 und des Schliessantriebes 14 und durch die Beaufschlagung mit Hydraulikdruck Ober die Hydraulikpumpen 25 können der Hydraulikzylinder 10 und der Schliessantrieb 14 unabhängig voneinander angesteuert werden und so der Druck über die Hydraulikpumpen 25 derselben an die Festigkeitsverhältnisse des Bodens 3 angepasst werden
In dem von den Greifarmen 12,13 umgrenzten Bereich ist ein sich vom Hubschlitten 8 in Richtung der dem Boden 3 zugewandten Endbereiche der Greifarme 12,13 erstreckender Auswerfer 29 angeordnet,
welcher in diesem Ausführungsbeispiel im Inneren des Hubschlittens angeordnet ist und durch eine in einem Gehäuse 30 angeordnete Feder 31 in seine ursprüngliche ausgefahrene Lage rückstellbar ausgebildet ist Selbstverständlich ist es auch möglich, den Antrieb des Auswerfers 29 durch einen hydraulischen Hubantrieb auszubilden, wodurch sich höhere Auswurfkräfte erzielen lassen.
Die Greifarme 12, 13 sind nun derart über den als Hydraulikzylinder ausgebildeten Schliessantrieb 14 verbunden, dass sie über diesen um die Schwenkachsen 18,19 schwenkbar verbunden sind und so im dem Schliessantrieb 14 abgewandten Endbereich der Greifvomchtung 11 aus einer einen grösseren horizontalen Abstand voneinander aufweisenden Öffnungstellung in eine einen geringeren horizontalen Abstand aufweisenden Schliessstellung - wie diese in strichlierten Linien dargestellt ist - aufeinander zubewegbar sind.
Dadurch, dass der Hubschlitten 8 in der Führungsbahn 6 vertikal verschiebbar gelagert ist, kann der Hubschlitten 8 aus einer angehobenen Ruhestellung, bei der sich dem Boden 3 zugewandte Endbereiche 32,33 der Greifarme 12,13 oberhalb einer Aufstandsfläche 34 eines Rades 35 eines das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 aufnehmenden Fahrzeuges 36 befinden, in eine Eingriffsstellung verstellt werden, bei der die Endbereiche 32,33 der Greifarme 12,13 den Wurzelstock 2 umfassend in den Boden 3 hineinragen. Das Fahrzeug 36 kann durch alle aus dem Stand der Technik bekannten landwirtschaftlichen Fahrzeuge gebildet sein, welche mit den erforderlichen Hydraulikantrieben ausgestattet sind, kann jedoch auch durch ein eigens konstruiertes Fahrzeug für diese Anforderungen ausgeführt sein.
Von Vorteil für ein das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 aufnehmendes Fahrzeug ist ein Antrieb, der als Hydromotor ausgebildet ist, da dadurch ein exaktes Positionieren des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 in Fahrtrichtung ermöglicht wird
Wird nun der Hydraulikzylinder 10 Ober die Hydraulikpumpe 25 mit Druck beaufschlagt, so dnngen die Greifarme 12,13 durch den in der Führungsbahn 6 geführten Hubschlitten 8 vertikal in den Boden ein und umschliessen den Wurzelstock 2. Um ein leichteres Eindringen der Greifarme 12, 13 in den Boden 3 zu ermöglichen, kann es von Vorteil sein, am Endbereich des Greifarmes 13 bzw an den Endbereichen beider Greifarme 12,13 einen - wie hier in stnchpunktierten Linien angedeutet - Vibrationsantrieb 37 vorzusehen.
Durch diesen Vibrationsantrieb 37 wird ermöglicht,
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dass die Endbereiche 32, 33 der Greifarme 12,13 in in Schliessrichtung aufeinander zugenchtete Vibrationsbewegungen versetzbar sind, wodurch ein geringerer Kraftaufwand zum Schliessen der Greifarme 12,13 bzw. zum Klemmen des Wurzelstockes benötigt wird. Dieser Vibrationsantrieb 37 erleichtert auch selbstverständlich das Eindringen der Greifarme 12,13 in den Boden 3, wenn es sich um einen hoch verdichteten bzw. harten Untergrund handelt.
Von Vorteil ist es, wenn der Vibrationsantrieb 37 eine Frequenz von in etwa 10 Hz bis 40 Hz aufweist
Befinden sich nun die Greifarme 12,13 in ihrer in den Boden 3 eingedrungenen Lage, so wird der Schliessantrieb 14, welcher als Hydraulikzylinder ausgebildet sein kann, mit Druck beaufschlagt und bewirkt, dass sich ein Endbereich 32 des Greifarmes 12 auf den feststehenden Endbereich 33 des Greifarmes 13 zubewegt und so eine Klemmung des Wurzelstockes 2 zwischen den beiden Greifarmen 12,13 ermöglicht wird.
In dieser Stellung befindet sich der Auswerfer 29 in einer in das Gehäuse 30 eingefahrenen Stellung und durch die Feder 31 wird eine Kraft in vertikaler Richtung auf den geklemmten Wurzelstock 2 ausgeübt Nun wird der Hydraulikzylinder 10 entgegengesetzt mit Druck beaufschlagt, wodurch ein Herausziehen der Greifvorrichtung 11 aus dem Boden 3 ermöglicht wird, wobei jedoch durch die Klemmung des Wurzelstockes 2 ein Verbleiben desselben im Boden 3 gesichert vermieden wird.
In angehobener Stellung wird nun ebenfalls der als Hydraulikzylinder ausgebildete Schliessantrieb 14 entgegengesetzt mit Druck beaufschlagt, wodurch sich der Endbereich 32 des Greifarmes 12 vom Endbereich 33 des Greifarmes 13 durch die Führung über die Schwenkachse 18 wegbewegt und dadurch eine Öffnung der Greifvorrichtung 11 erreicht wird Nach erfolgter Öffnung der Greifvorrichtung 11drückt nun der Auswerfer 29 den aus dem Boden 3 entnommenen Wurzelstock 2 durch die Federkraft nach unten und gewährleistet ein vollständiges Entfernen desselben aus der Greifvorrichtung 11.
In der Fig 2 ist nun eine andere Ausführungsvariante des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes nach Fig. 1 dargestellt, wobei für gleiche Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet werden.
Diese Ausführungsform entspricht in etwa der Ausführung gemäss Fig 1, wobei das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 wiederum aus einem in einer Führungsbahn 6 über Führungslaschen 7 in vertikaler Richtung verfahrbaren Hubschlitten 8, welcher über einen Verstellantrieb 9 in vertikaler Richtung in der Führungsbahn 6 verstellt werden kann, besteht. Diese Anordnung ist wiederum auf einem Fahrwerk 4 angeordneten Trägerrahmen 5 gehaltert, wobei das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 quer zur Fahrtrichtung verschiebbar angeordnet ist
Der Unterschied zu der in Fig. 1 dargestellten Ausführung liegt darin, dass der Schhessantrieb 14 für die Greifarme 12, 13 hier durch zwei Hydraulikzylinder 38, 39 gebildet ist, wodurch jeder einzelne Greifarm 12,13 individuell angesteuert werden könnte.
Von Vorteil ist es jedoch, wenn beide Hydrauhkzylinder 38,39 über Leitungen 40,41 gemeinsam mit dem Hydraulikventil 24 bzw der Hydraulikpumpe 25 und dem Hydrospeicher 26 verbunden sind, da dadurch eine gleichmässige Druckbeaufschlagung der Hydraulikzylinder 38,39 ermöglicht wird. Durch diese vorteilhafte Ausbildung wird ermöglicht, dass sich die Greifarme 12, 13, welche um die Schwenkachsen 18,19 schwenkbar im Lagergehäuse 15 angeordnet sind bzw. die Endbereiche 32,33 derselben jeweils um den selben Betrag aufeinander zubewegen können und so eine gleichmässige Klemmung des Wurzelstockes 2 in der Greifvorrichtung 11gewährleistet wird.
Diese Hydraulikzylinder 38,39 sind Ober ihre Befestigungsösen 42,43 und über einen Befestigungsbolzen 44 schwenkbar auf dem Hubschlitten 8 angeordnet und verlaufen parallel oder in jeder beliebigen winkeligen Lage zum Boden 3 bzw. zur Aufstandsfläche 34 Um nun ein Eindringen der Greifarme 12,13 in den Boden 3 zu erleichtern, ist es gegebenenfalls möglich, den Schliessantrieb 14 bzw. die Hydraulikzylinder 38, 39 über einen schematisch angedeuteten Vibrationsantrieb 45, auf welchem die beiden Befestigungsösen 42,43 der Hydrauhkzylinder 38,39 gehaltert sind, mit einer Frequenz von 10 Hz bis 40 Hz anzusteuern. Durch diese vorteilhafte Anordnung des Vibrationsantriebes 45 wird ebenfalls die Verstellung der Greifarme aus der Öffnungsstellung in die Schliessstellung im Boden 3 erleichtert, da dadurch eine Auflockerung des Bodens 3 bzw. des Untergrundes ermöglicht wird.
Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich daraus, dass durch die erfolgte Auflockerung des Bodens 3 bzw. des Untergrundes ein Ausziehen des Wurzelstockes 2 durch das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 wesentlich erleichtert wird
Der Verstellantrieb 9 bzw. der Hydraulikzylinder 10 ist bei diesem Ausführungsbeispiel gleichermassen, wie in der Fig. 1 beschrieben, angesteuert.
In der Fig 3 ist nun eine weitere Ausführungsvariante des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 dargestellt, wobei für gleiche Teile die gleichen Bezugszeichen wie in den vorangegangenen Figuren verwendet werden.
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Bei dieser Ausführung ist auf dem Fahrzeug 36 bzw. auf dem Fahrwerk 4 eine Führungsanordnung 46 angeordnet, über welche ein Werkzeugträger 47 quer zu einer Fahrtrichtung verschiebbar angeordnet ist. An dem dem Boden 3 abgewandten Endbereich des Werkzeugträgers 47 ist nun ein Verstellantrieb 48 in Form eines Hydraulikzylinders 49 angeordnet, welcher sich in vertikaler Richtung erstreckt Eine Kolbenstange 50 des Hydraulikzylinders 49 bzw des Verstellantriebes 48 ist nun auf einem Schubteil 51 befestigt. Dieser Schubteil 51 wird nun über einen Führungsteil 52 auf einer auf dem Werkzeugträger 47 angeordneten Führungsanordnung 53 in vertikaler Richtung verschiebbar gelagert.
Die Führungsanordnungen 46,53 können durch alle aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen für derartige Führungen ausgeführt sein Über einen Verbindungssteg 54, auf welchem die Kolbenstange 50 des Verstellantriebes 48 befestigt ist, ist nun ein Führungsteil 55 mit dem Führungsteil 52 bewegungsfest verbunden Vom Führungsteil 55 aus sich in Richtung des Bodens 3 vertikal erstreckend, schliesst nun ein Führungsrohr 56 an, welches in seinem dem Boden 3 zugewandten Endbereich durch eine Verbindungsplatte 57 begrenzt ist.
Der Führungsteil 55 und die Verbindungsplatte 57 ragen radial über das Führungsrohr 56 vor und bilden so Anschläge für ein Schubstück 58, welches auf dem Führungsrohr 56 in vertikaler Richtung verschiebbar angeordnet bzw. geführt ist Dieses Schubstück 58 weist zwei winkelig in Richtung zum Boden 3 verlaufende Kulissenführungen 59, 60 auf, in welchen dem Boden 3 abgewandte Endbereiche 61,62 der Greif arme 12, 13 verschiebbar gelagert sind Im Führungsrohr 56 ist nun eine in vertikaler Richtung verschiebbar geführte Schubstange 63 angeordnet, welche an ihrem dem Boden 3 zugewandten Endbereich den Auswerfer 29 ausbildet Diese Schubstange 63 ist wiederum, wie hier dargestellt, über einen Verbindungsteil 64 mit einem weiteren Verstellantrieb 65, welcher als Hydraulikzylinder 66 ausgebildet ist,
verbunden Eine Kolbenstange 67 des Hydraulikzylinders 66 ist wiederum bewegungsfest in vertikaler Richtung mit der Verbindungsplatte 57 verbunden und zusätzlich ist der Hydraulikzylinder 66 bzw der Verstellantrieb 65 über einen Verbindungssteg 68 mit dem die Kulissenführungen 59,60 aufweisenden Schubstück 58 verbunden.
Wie hier dargestellt, sind die beiden Hydraulikzylinder 49,66 bzw. die Verstellantriebe 48,65 parallel in den Hydraulikkreislauf geschaltet. Wird nun der Hydraulikzylinder 49, welcher die Hauptbewegung in vertikaler Richtung durchführt, über eine Leitung 69 durch eine Hydraulikpumpe 70 über ein Hydraulikventil 71 mit Druck beaufschlagt, so wird der Schubteil 51 entlang der Führungsanordnung 53 in Richtung des Bodens 3 bewegt, bis der Auswerfer 29 auf der Aufstandsfläche 34 zur Anlage kommt Da sich durch das Eindringen der Greifarme 12, 13 in den Boden 3 der Kraftaufwand für den Hydraulikzylinder 49 erhöht,
wird über eine Leitung 72 unter Zwischenschaltung eines Druckbegrenzungsventils 73 mit einer Rückschlagsicherung der zweite Hydraulikzylinder 66 mit Druck beaufschlagt und bewirkt durch die erfindungsgemässe Ausbildung des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 eine vertikale Verschiebung der Schubstange 63 mit dem angeformten Auswerfer 29.
Diese Verstellung des Hydraulikzylinders 66 wird auch durch den am Boden aufliegenden Auswerfer, welcher mit der Schubstange 63, welche wiederum über den Verbindungsteil 64 mit dem Hydraulikzylinder 66 verbunden ist, unterstützt Durch diese erfindungsgemässe Ausbildung wird nun der Einstechvorgang der Greifvornchtung 11 1 in den Boden 3, welcher durch den Hydraulikzylinder 49 vollzogen wird, derart unterstützt, dass sich ein Gesamtgewicht des Fahrzeuges 36 verringern lässt.
Da der Hydraulikzylinder 66 ebenfalls bewegungsfest mit dem Schubstück 58 verbunden ist, wird das Schubstück 58 vertikal in Richtung des Führungsteils 55 bewegt Durch die auf dem Schubstück 58 angeordneten Kulissenführungen 59,60, in welchen die oberen Endbereiche 61, 62 der Greifarme 12,13 beweglich gelagert sind, werden die Greifarme 12, 13 bzw deren Endbereiche 32,33 durch ihre schwenkbare Lagerung um die Schwenkachsen 18,19 aufeinander zubewegt, wodurch die Schliessstellung im Boden 3 erreicht wird. Da die Kolbenstange 67 bewegungsfest mit der Verbindungsplatte 57 verbunden ist wird in diesem Fall beim Hydraulikzylinder 66 nur das Gehäuse der Bewegung unterworfen.
Soll nun der Wurzelstock 2 aus dem Boden 3 entfernt werden, so wird der Hydraulikzylinder 49 über eine Leitung 74 mit Druck beaufschlagt und dieser Hydraulikzylinder 49 bewirkt nun eine Bewegung des Führungsteils 55 bzw. der Greifvorrichtung 11 aus dem Boden 3 Ist nun der Hydraulikzylinder 49 in seine obere Endlage verfahren, so baut sich über eine Leitung 75 Druck auf und wird über ein Druckbegrenzungsventil 76 mit einer Rückschlagsicherung der Hydraulikzylinder 66 entgegengesetzt beaufschlagt und bewirkt ein Ausfahren der Schubstange 63 mit dem
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Auswerfer 29 in Richtung des Bodens 3, wodurch auch gleichzeitig die Greifarme 12,13 über das Schubstück bzw. die Kulissenführungen 59,60 in ihrer Öffnungsstellung verfahren werden.
Durch diesen erfindungsgemässen Ablauf wird der Wurzelstock 2 vollständig aus der Greifvorrichtung 11 entfernt und ein Verbleiben von in den Greifarmen 12,13 geklemmten Wurzelteilen gesichert vermieden.
Um die Effizienz bzw. die Anzahl der entfernten Wurzelstöcke 2 aus dem Boden 3 zu erhöhen, ist es selbstverständlich auch möglich, mehrere landwirtschaftliche Arbeitsgeräte 1 auf der mit dem Fahrzeug 36 verbundenen Führungsanordnung 46 anzuordnen und diese eigens über einen Hydraulikkreislauf anzusteuern.
Die Ausbildung der Hydraulikventile bzw. der hydraulischen Steuerung des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 sind in den vorhergehend beschriebenen bzw. nachfolgenden Figuren nur schematisch angedeutet bzw. beschrieben, da hier alle den selben Effekt erzielenden und aus dem Stand der Technik bekannten Hydraulikventile bzw. Steuerungen Anwendung finden können
In der Fig. 4 ist eine mögliche Ausführungsform eines das landwirtschaftliche Arbeitsgerät aufnehmenden Fahrzeuges dargestellt Das Fahrzeug 36 weist hierbei ein Fahrwerk 4, den Trägerrahmen 5 und die Führungsanordnung 46 auf.
Ober die Führungsanordnung 46 ist das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1, weiches hier schematisch in strichlierten Linien dargestellt ist, auf dem Trägerrahmen 5 quer zu einer Fahrtrichtung - gemäss Pfeil 77 - verfahrbar angeordnet
Die über die Greifvorrichtung 11 aus dem Boden 3 entfernten Wurzelstöcke 2 werden nach dem Öffnen der Greifvorrichtung 11auf der Aufstandsfläche 34 des Fahrzeuges 36 abgelagert, wobei die Wurzelstöcke 2 in ihrer Gesamtheit aus dem Erdreich entfernt wurden Um nun die Wurzelstöcke 2 maschinell aufnehmen zu können, ist in das Fahrzeug 36 eine Sammelvorrichtung 78 integriert Diese Sammelvorrichtung 78 ist nun ihrerseits aus einer vorzugsweise entlang ihrer Längserstreckung gewellt ausgeführten Förderplatte 79 gebildet und verläuft winkelig vom Boden 3 abgewandt in Richtung einer Rückseite 80 des Fahrzeuges 36.
Auf der dem Boden 3 zugewandten Seite der Förderplatte 79 ist zumindest ein Vibrationsantrieb 81 befestigt Weiters ist auf der dem Boden 3 abgewandten Seite der Förderplatte 79 eine Fördervorrichtung 82 angeordnet Diese besteht nun aus zwei entsprechend der Förderplatte 79 winkelig voneinander distanzierten Umlaufrollen 83,84, wobei einer beliebigen Umlaufrolle ein Antrieb 85 zugeordnet ist
Die Umlaufrollen 82, 83 werden von einem endlosen Fördermittel 86 umschlossen, auf welchem Förderzapfen 87 angeordnet sind. Eine dem Boden 3 zugewandte Stirnkante 88 der Förderplatte 79 ist in einer Distanz 89 von der Aufstandsfläche 34 distanziert.
Diese Distanz 89 ist so gering wie möglich zu halten, um ein Aufnehmen der am Boden 3 liegenden Wurzelstöcke 2 zu ermöglichen Auf der Rückseite 80 des Fahrzeuges 36 ist weiters ein Vorratsbehälter 90 angeordnet, um die von der Sammelvorrichtung 78 aufgesammelten Wurzelstöcke 2 transportieren zu können
Stösst nun ein auf dem Boden 3 liegender Wurzelstock 2 an die Stirnkante 88 der Förderplatte 79, so wird dieser durch die Förderzapfen 87 entlang der Förderplatte 79 verbracht und fällt an der Rückseite 80 des Fahrzeuges in den Vorratsbehälter 90.
Um an den Wurzelstöcken 2 verbliebenes Erdreich entfernen zu können, sind an der Förderplatte 79 die Vibrationsantriebe 81 angeordnet Dadurch wird das Erdreich von den Wurzelstöcken abgerüttelt und kann durch die wellige Ausführung der Förderplatte 79 und durch die Vibrationen wieder in Richtung des Boden 3 rutschen Dadurch wird eine Rückfuhr des unnötig ausgestochenen Erdreiches ermöglicht
In der Fig. 5 ist nun eine weitere AusfOhrungsvariante des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 dargestellt
Hierbei ist das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 wiederum auf einem Trägerrahmen 5 befestigt, welcher über auf einem Fahrwerk 4 befestigte Räder 35 verfahrbar auf einer Aufstandsfläche 34 verfahren werden kann.
Das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 besteht wiederum aus einem ersten Verstellantrieb 91, welcher ebenfalls als Hydraulikzylinder 92 ausgebildet ist, wobei der als Verstellantrieb 91 ausgebildete Hydraulikzylinder 92 bewegungsfest auf dem Trägerrahmen 5 angeordnet ist. Eine Kolbenstange 93 des Hydraulikzylinders 92 ist nun bewegungsfest mit einem zweiten Verstellantrieb 94 verbunden, welcher ebenfalls als Hydraulikzylinder 95 ausgebildet sein kann.
An einem, dem Boden 3 zugewandten Endbereich des Hydraulikzylinders 95 ist nun die Greifvorrichtung 11 mit ihren Greifarmen 12,13 angeordnet An einem dem Boden zugewandten Endbereich 96 des Hydraulikzylinders 95 ist nun eine Gelenksverbindung 97 befestigt Diese Gelenksverbindung 97 besteht nun ihrerseits aus zumindest zwei gelenkig am Gehäuse des Hydraulikzylinders 95 befestigten und zueinander erweiternd in Richtung des Bodens verlaufenden Profilen 98. Dem Boden 3 zugewandte
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Endbereiche der Profile 98 sind wiederum gelenkig mit Verbindungsprofilen 99 mit einer Kolbenstange 100 des Hydraulikzylinders 95 verbunden, wobei diese Verbindungsprofile 99 ihrerseits wiederum gelenkig an einem dem Boden 3 zugewandten Endbereich der Kolbenstange 100 befestigt sind.
Auf Unterkanten 101 der Verbindungsprofile 99 sind nun bewegungsfest und sich in Richtung des Bodens 3 erstreckend die Greifarme 12,13 angeordnet. Durch die derartige Ausführung der Gelenksverbindung 97 soll die Relativbeweglichkeit der Greifarme 12,13 zueinander bzw. voneinander weg ermöglicht werden.
Die beiden Verstellantriebe 91, 94 des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 sind hier wiederum, wie bereits in den vorangegangenen Figuren beschrieben, mit einer Hydraulikversorgung unter Zwischenschaltung eines Hydraulikventils verbunden Die Funktion des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes erfolgt nun folgendermassen
Der Verstellantrieb 91 bzw. der Hydraulikzylinder 92 wird nun über eine Leitung 102 mit Druck beaufschlagt und bewegt über seine Kolbenstange 93 den Verstellantrieb 94 mit der daran befestigten Gelenksverbindung 97 und Greifvorrichtung 11in Richtung des Bodens 3, sodass die Greifarme 12,13 in den Boden 3 eindringen.
Durch das Eindringen der Greifarme 12,13 in das Erdreich erhöht sich der Druck im Hydraulikzylinder 92 bzw. in der Leitung 102, wodurch über eine Leitung 103 unter Zwischenschaltung eines Druckbegrenzungsventils 104 der Verstellantrieb 94 bzw der Hydraulikzylinder 95 mit Druck beaufschlagt wird. Durch diese Druckbeaufschlagung des Hydraulikzylinder 95 wird die Kolbenstange 100 in den Zylinder eingefahren und bewirkt nun über die Verbindungsprofile 99 ein Zueinanderbewegen der Greifarme 12,13 im Boden 3 und dadurch eine Klemmung des Wurzelstocks 2. Dies wird durch die erfindungsgemässe Anordnung der Gelenksverbindung 97 ermöglicht, wodurch ein grösserer Öffnungswinkel zwischen den Profilen 98 ermöglicht wird, in dessen Freiraum sich die Verbindungsprofile 99 bei eingefahrener Stellung des Hydraulikzylinders 95 einstellen.
Ist nun der Wurzelstock 2 zwischen den Greifarmen 12,13 geklemmt, so wird nun der Verstellantrieb 91 bzw. der Hydraulikzylinder 92 Ober eine Leitung 105 umgekehrt mit Druck beaufschlagt und dies bewirkt dann ein Ausfahren der Greifvorrichtung 11aus dem Boden 3 Fährt nun der Hydraulikzylinder 92 bzw. eine Kolbenstange 93 in den oberen Endbereich, erhöht sich der Druck in der Leitung 105 und so wird Ober eine Leitung 106 wiederum unter Zwischenschaltung eines Druckbegrenzungsventils 107 wiederum der Verstellantrieb 94 bzw der Hydraulikzylinder 95 mit Druck beaufschlagt. Durch diese Druckbeaufschlagung fährt nun die Kolbenstange 100 des Hydraulikzylinders 95 aus und ermöglicht ein Offnen der Greifvorrichtung 11mit ihren Greifarmen 12, 13 über die Gelenksverbindung 97.
Durch die vorteilhafte Verbindung der Profile 98 mit der Kolbenstange 100 des Hydraulikzylinders 95 über die Verbindungsprofile 99 wird gleichzeitig ein Auswerfen eines möglicherweise an den Greifarmen 12,13 haftenden Wurzelstockes erreicht, wodurch auf eine eigene Anordnung eines Auswerfers bei dieser Ausführungsform verzichtet werden kann
Der Vollständigkeit halber wird nun erwähnt, dass die Hydrauliksteuerungen bzw die Hydraulikschaltungen, welche in den vorangegangenen Figuren beschrieben wurden, durch alle anderen Ausführungen, welche aus dem Stand der Technik bekannt sind, gebildet werden können, welche den selben Effekt erzielen und somit die Aufgabe der Erfindung lösen
Um eine exakte Führung des Verstellantriebes 94 bzw.
des Hydraulikzylinders 95 mit daran anschliessender Greifvorrichtung 11zu ermöglichen, ist es bei dieser Ausführungsvariante ebenfalls möglich, eine Führungsanordnung 6, welche bewegungsfest mit dem Trägerrahmen 5 verbunden ist, anzuordnen. Weiters ist es hier ebenfalls möglich, alle möglichen Arten von Vibrationsantrieben anzuordnen, um das Eindringen der Greif Vorrichtung 11 bzw. der Greifarme 12, 13 in den Boden 3 zu erleichtern. Dadurch wird ebenfalls der Boden 3 aufgelockert und ein Ausziehen des Wurzelstockes 2 durch die Greifvorrichtung 11 erleichtert.
Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 in allen beschriebenen Ausführungsvarianten Ober die Führungsanordnung 46 quer zur Fahrtrichtung - gemäss Pfeil 77 - stufenlos verstellbar angeordnet ist.
Selbstverständlich ist es auch möglich, das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 durch einen eigenständigen Aufbau auszubilden und Ober Leitungen mit einer zentralen Versorgungseinheit bzw. mit einer zentralen Hydraulikversorgung auszuführen. Bei dieser Ausführung kann das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 als ein schubkarrenähnliches Flurfördergerät ausgebildet sein Selbstverständlich kann auch die beschriebene Sammelvorrichtung 78 bzw die Fördervorrichtung 82 als eine Siebvorrichtung mit Vibrationsantrieben 81 ausgebildet sein, wodurch das von den Wurzelstöcken abgerüttelte Bodenmaterial durch die Siebvorrichtung hindurch wiederum auf den
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Boden 3 gelangen kann.
Auch ist es möglich, den Greifvorrichtungen 11 benachbart Auslassschurren für die Zufuhr von entferntem Bodenmaterial zuzuordnen bzw. das Bodenmaterial über diese Auslassschurren aus einem am Fahrzeug 36 mitgeführten Behälter zu entnehmen und dem Boden 3 rückzuführen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, auf die Ausbildung der Sammelvorrichtung 78 zu verzichten und diese durch ein an das Fahrzeug 36 angekoppeltes Anbaugerät zu ersetzen, welches die Wurzelstöcke 2 dem Fahrzeug 36 nachgeordnet aufnehmen kann. Um den durch die Ausstechvorgänge aufgelockerten Boden wieder in seinen Ursprungszustand zu versetzen, ist es ebenfalls möglich, auf dem Fahrzeug 36 bzw. diesem nachgeordnet Bodenverdichtungsvorrichtungen, insbesondere Walzen oder Vibrationsplatten anzuordnen.
Weiters ist es möglich, dass mehrere einander gegenüberliegende Greifarme 12,13 bzw.
Gabelzinken in mehreren winkelig zueinander verlaufenden Ebenen im Bereich einer Umhüllenden der Greifvorrichtung 11angeordnet sind.
Der Ordnung halber sei abschliessend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmassstäblich verzerrt und vergrössert dargestellt wurden. Es können auch einzelne Merkmale der in den einzelnen Ausführungsbeispielen gezeigten Merkmalskombinationen jeweils für sich eigenständig erfindungsgemässe Lösung bilden.
Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen einzelne Teile unproportional vergrössert dargestellt wurden, um das Verständnis der erfindungsgemässen Lösung zu verbessern. Des weiteren können auch einzelne Teile der zuvor beschriebenen Merkmalskombinationen der einzelnen Ausführungsbeispiele in Verbindung mit anderen Einzelmerkmalen aus anderen Ausführungsbeispielen eigenständige, erfindungsgemässe Lösungen bilden.