AT406226B - Aus einem hauptkatheter, einem referenzkatheter/führungsdraht und einer hülse bestehendes system - Google Patents
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Description
AT 406 226 B
Die Erfindung betrifft ein aus einem Hauptkatheter, einem Referenzkatheter/Führungsdraht und einer Hülse bestehendes System.
Kathetervermittelte Verfahren haben sich im Rahmen von minimal-invasiven Eingriffen zur Behandlung von bisher nur chirurgisch sanierbaren Krankheitsformen, weitgehend etabliert. Krankheiten, insbesondere Verengungen im Gefäßsystem, sind durch die perkutane Zu- und Durchgängigkeit aufgrund der Anatomie des Gefäßsystems besonders geeignet für die kathetervermittelte Therapie (z.B. Angioplastie).
Die verschiedenen Katheter-Designs erfordern eine Reihe vom Zusatzeinrichtung, die den Ablauf des Kathetervermittelten Eingriffe optimieren. Bei einem der Katheterdesigns, dem sog. "Rapid-Exchange Catheter", verläuft der Hauptkatheter (Behandlungskatheter) neben dem Referenzkatheter (Führungsdraht) im Führungskatheter. Die beiden (Haupt- und Referenzkatheter) treten aus einer Zugangseinrichtung in parallelem Verlauf aus der Körperhöhle. Eine wichtige Voraussetzung hierbei besteht darin, dass die Körperhöhle an der Austrittsstelle der Katheter abgedichtet wird.
Bei bestimmten Manöveraktionen des Hauptkatheter ist es erforderlich, den Referenzkatheter während dieser Aktion festzuhalten; was derzeit manuell durchgeführt wird. Die in der übersetzten europ. Patentschrift AT E 93152E (12S., Schneider Inc., ferner ident mit EP 335 581 A2 od US 4 844 092 A) beschriebene Einrichtung, die dem Oberbegriff des Anspruches 1 entspricht, weist in verbundenes/verbindbares Verbindungsstück für einen Angioplastiekatheter auf, in welches neben dem Arbeitskatheter der zu diesem parallel geführte Führungsdraht hämostatisch abgedichtet einführbar ist, wobei zur relativen Verschiebung des Arbeitskatheters zum Führungsdraht letzterer im Bereich des Vervindungsstückes festklemmbar ist. Weiters wären noch die beiden europ. Anmeldungen EP 568 258 AI (Fischeil, 11S.) u. EP 440 426 A1 (C.R. Bard, 6S) zu nennen, die Führungseinrichtungen für Katheter beschreiben.
Obwohl sie die Aufgabe der Abdichtung einer Körperöhle und der Festklemmung der geführten Katheter erfüllen, können die obigen hämostatischen Einrichtungen die Verschiebung eines Katheters gegenüber eines anderen parallelveriaufenden Katheter under abdichtenden Bedingungen nicht garantieren.
Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf hin, die Verschiebung eines (Arbeits)Katheter gegenüber eines anderen, parallel-verlaufenden Katheter oder Führungsdraht unter abdichtenden Bedingungen zu garantieren, in dem die Erfindung eine Trennungsfunktion zwischen den beiden Elementen erfüllt. Durch die vorliegende Erfindung soll ermöglicht werden, zumindest einen Bereich eines Katheters in die Hülse (H) aufzunehmen, wobei der andere Katheter parallel bzw. der Führungsdraht an der Außenseite der Hülse (H) in Achsrichtung verläuft.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße System dadurch gekennzeichnet, dass die lediglich den Hauptkatheter (1) aufnehmende Hülse (H) eine distale Verlängerung (4) mit stumpfer Spitze und einen proximal verbreiterten Körper (5) aufweist, wobei die Hülse (H) mit dem Gefäßsystem beispielsweise in bekannter Weise über einen Führungskatheter (3) (Fig. 1) oder eine ein Ventilelement (8) aufweisende vaskuläre Zugangseinrichtung, (hämostatisches Ventilsystem) (3') (Fig.2) abdichtend verbindbar ist, wobei weiters die Form der Hülse (H) an ihrer Außenseite zumindest in einem Bereich (5') in axialer Richtung, einen leicht gekrümmten Verlauf aufweist, um entweder den entlang, der Außenseite der Hülse (H) parallel zum Hauptkatheter (1) geführten Referenzkatheter/Führungsdraht (2) gegenüber dem im Lumen der Hülse (H) geführten Hauptkatheter (1) knickfrei und abdichtend im z.B. Führungskatheter (3) oder in der Zugangseinrichtung (3') verschieben, bzw. den Referenzkatheter/Führungsdraht (2) in der Zugangseinrichtung, (3') festhalten zu können, oder im umgekehrten Fall den im Lumen der Hülse (H) befindlichen Hauptkatheter (1) gegenüber dem an der Außenseite verlaufenden und festgehaltenen Referenzkatheter/ Führungsdraht (2) verschieben zu können, wobei ferner in bekannter Weise die Hülse (H) in ihrem Lumen zumindest ein weiteres, mit dem Hauptkatheter (1) zusammenwirkendes hämostatisches Dichtungselement (6) aufweist.
Detaillierte Beschreibung:
Die Erfindung betrifft somit ein System mit einer etwa trichterförmigen Hülse, welche einen Hauptkatheter von einem Referenzkatheter/Führungsdraht trennt, wobei beide Elemente aus einer Körperhöhle/Gefäßsystem herauskommen.
Die Hülse hat ein inneres Lumen, das an beiden Enden Öffnungen hat. Während der Katherisierung ist die Hülse direkt (teilweise oder ganz) in einer Körperhöhle/Gefäßsystem eingebracht, das mit einer Körperhöle/Gefäßsystem kommuniziert, sodass die Hülse einen Zugang zu der Körperhöle/Gefäßsystem über ihr eigenes Lumen ermöglicht. Außerdem ist zumindest ein 2
AT 406 226 B ringförmiges Dichtungselement (mit zentraler Öffnung) im Lumen der Hülse eingebracht, sodass der Hauptkatheter hindurchgeführt werden kann, um die Abdichtung der Körperhöle/Gefäßsystem während der Benutzung sicher zu stellen.
Die erfindungsgemäße Hülse des Systems hat einen verlängerten nadelförmigen distalen Teil und einen proximalen Körper. Der nadelförmige distale Teil der Vorrichtung kann durch einen Zugang in ein Kathetersystem/ Körperhöle/Gefäßsystem eingeführt werden, wie beispielsweise durch eine Punktions- oder Körperöffnung bzw. durch einen Führungskatheter oder eine vaskuläre Zugangseinrichtung (Hämostatisches Ventilsystem etc.) eingeführt werden.
In der Höhe des Zugangs zur Körperhöle/Gefäßsystem ist Referenzkatheter/Führungsdraht lateral vom nadelförmigen distalen Teil der Hülse und parallel zu dieser eingebracht. Der longitudinal verschiebbare Hauptkatheter befindet sich im Lumen der Hülse, wobei er durch die zentrale Öffnung des ringförmigen Dichtungselements hindurchgeführt ist. Dies erzeugt den Status eines geschlossenen Zirkulationssystem, welches dem Arzt ermöglicht, dynamische Parameter zu bestimmen (z.B. intraarteriellen Druck etc.) während longitudinale Bewegungen/Verschiebungen des Hauptkatheters relativ zum Referenzkatheter durchgeführt werden können.
An Hand der Zeichnungsfiguren 1 und 2 wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Die Erfindung besteht neben dem Haupt- (1) und Referenzkatheter / Führungsdraht (2), aus einer trichterförmigen Hülse mit einem inneren Lumen. Die Hülse besitzt einen nadelförmigen länglichen distalen Teil (4) welcher sich in einen proximalen Körper (5) erweitert. Das Lumen mündet auf beiden Seiten der Hülse (H) in Öffnungen. Der distale nadelförmige Teil (4) hat eine nicht verletzende Spitze und kann in eine Körperhöhle, ein vaskuläres System, einen Führungskatheter (3) (siehe Figur 1), in eine vaskuläre Zugangseinrichtung (3) (siehe Figur 2) mit einem hämostatischen Ventil, oder durch Röhren, durch Punktionsöffnungen oder durch eigene Öffnungen derselben eingeführt werden. Im Lumen der Hülse befindet sich zumindest ein hämostatisches Dichtungselement (6) mit zentraler Öffnung welche es erlaubt, den Hauptkatheter (1) hindurchzuführen, wobei die Körperhöhle während der Katheterisierung abgedichtet wird. Der proximale Körper (5) der Hülse (H) kann jede gewünschte Form, vorzugsweise die eines Handgriffs (7), haben. Die Form des proximalen Körpers (5) der Hülse (H) sollte es dem Referenzkatheter/Führungsdraht (2), welcher lateral vom nadelförmigen Teil (4) der Hülse lokalisiert ist, jedoch weiters ermöglichen, sich weiter hinaus zu strecken, ohne wesentlich verbogen zu werden. Zu diesem Zweck weist die Außenseite der Hülse (H) zumindest in einem Bereich (5') in axialer Richtung einen leicht gekrümmten Verlauf auf. Der proximale Teil (5) der Hülse (H) kann auch ein integrierter Bestandteil anderer Vorrichtungen sein, welche z.B. den extrakorporalen Teil von einem Kathetersystem bilden und so die Katheterfunktion oder Benutzung ergänzen, verbessern oder optimieren (z.B. Flüssigkeitsschleusensystem für Katheter, Vorrichtungen für longitudinale Katheterverschiebungen, Infusionsvorrichtungen etc.)
Anwendunasmethode:
Es wird angenommen, dass während der Katheterisierung der Hauptkatheter (1) und der Referenzkatheter/Führungsdraht (2) aus einer Körperhöle/Gefäßsystem oder einem tubulären System (3, 3') hervortreten, gestützt z.B. von einem hämostatischen Ventilelement (8) einer Gefäßschleuse etc, die als Teil des tubulären Systems, angesehen werden. Wenn der Hauptkatheter (1) sich durch das Lumen der Hülse (H) erstreckt, wird die Hülse (H) durch die Punktionsöffnung oder z.B. durch das Ventilelement (8) eingeführt und hindurchgeführt, wobei der distale nadelförmige Teil (4) parallel zum Referenzkatheter/ Führungsdraht (2) zu liegen kommt. Bei Verwendung eines Ventilelements (8), können sowohl der distale nadelförmige Teil (4) als auch der Referenzkatheter/Führungsdraht (2) in Höhe des Ventilelements fixiert werden, wobei die Körperhöle oder das Gefäßsystem durch das Ventilelement (8) und durch das Dichtelement (6) oder Hülse (H) abgedichtet wird. Eine relative longitudinale Verschiebung des Hauptkatheters (1) zum Referenzkatheter / Führungsdraht (2) ist durch das Dichtelement (6) im distalen nadelförmigen Teil (4) oder im proximalen Körper (5) der Hülse (H) möglich.
In Figur 1 ist ferner mit (9) die Austrittstelle des Referenzkatheter/Führungsdraht (2) aus dem Hauptkatheter (1) bezeichnet.
Patentansprüche: 3
Claims (2)
- AT 406 226 B 1. Aus einem Hauptkatheter einem Referenzkatheter/Führungsdraht und einer Hülse bestehendes System, dadurch gekennzeichnet, dass die lediglich den Hauptkatheter (1) aufnehmende Hülse (H) eine distale Verlängerung (4) mit stumpfer Spitze und einen proximal verbreiterten Körper (5) aufweist, wobei die Hülse (H) mit dem Gefäßsystem beispielsweise in bekannter Weise über einen Führungskatheter (3) (Fig. 1) oder eine ein Ventilelement (8) aufweisende vaskuläre Zugangseinrichtung, (hämostatisches Ventilsystem) (3') (Fig.2) abdichtend verbindbar ist, wobei weiters die Form der Hülse (H) an ihrer Außenseite zumindest in einem Bereich (5') in axialer Richtung, einen leicht gekrümmten Verlauf aufweist, um entweder den entlang, der Außenseite der Hülse (H) parallel zum Hauptkatheter (1) geführten Referenzkatheter/Führungsdraht (2) gegenüber dem im Lumen der Hülse (H) geführten Hauptkatheter (1) knickfrei und abdichtend im z.B. Führungskatheter (3) oder in der Zugangseinrichtung (3') verschieben, bzw. den Referenzkatheter/Führungsdraht (2) in der Zugangseinrichtung, (3') festhalten zu können, oder im umgekehrten Fall den im Lumen der Hülse (H) befindlichen Hauptkatheter (1) gegenüber dem an der Außenseite verlaufenden und festgehaltenen Referenzkatheter/ Führungsdraht (2) verschieben zu können, wobei ferner in bekannter Weise die Hülse (H) in ihrem Lumen zumindest ein weiteres, mit dem Hauptkatheter (1) zusammenwirkendes hämostatisches Dichtungselement (6) aufweist.
- 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der proximal verbreiterte Körper (5) der Hülse (H) einen Handgriff (7) aufweist bzw. als Handgriff ausgebildet ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
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| ATE93152T1 (de) * | 1988-03-28 | 1993-09-15 | Schneider U S A Inc Formerly C | Y-verbindungsstueck fuer einen katheter mit einer klemmvorrichtung fuer den fuehrungsdraht. |
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1997
- 1997-07-18 AT AT0122497A patent/AT406226B/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ATA122497A (de) | 1999-08-15 |
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