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Die Erfindung bezieht sich auf einen Flachentrockner, insbesondere zum Trocknen von Kürbiskemen od. dgl., mit einem oberhalb warmluftbeaufschlagbarer Luftkammern verlegten Siebboden und einem längsverfahrbaren, den Siebboden quer überbrückenden Trocknerwagen, wobei der Siebboden und Langsseitenwande des Siebbodens ein Trocknerbett bilden und der Trocknerwagen von oben in das Trocknerbett vorragende, sich über die Trocknerbettbreite erstreckende Förderwerkzeuge für das Trocknungsgut trägt.
Bei diesen Flächentrocknem wird das Trocknungsgut auf das Trocknerbett aufgebracht und mittels von unten über die Luftkammern durch das Trocknungsgut gedrückter Warmluft getrocknet Der Trocknerwagen mit seinen Förderwerkzeugen dient zum Einhalten einer bestimmten Höhe der Trocknungsgutschicht im Trocknerbett, zur Vergleichmässigung des Trocknungsgutes und zum Wenden während des Trocknungsvorganges und schliesslich auch zum Ausfördern des Gutes nach dem Trocknungsvorgang.
Die bekannten Fiächentrockner bilden nun ein über die ganze Länge durchgehendes Trocknerbett und die Förderwerkzeuge des dem Trocknerbett entlang verfahrbaren Wagens bestehen aus Wendern, die um eine siebbodenparallele Querachse drehbare, entlang einer Schraubenlinie um die Drehachse angeordnete, radial abstehende Wendeschaufeln aufweisen. Mit diesen bekannten Fiachtrocknem lassen sich demnach vor allem lockerere, rieselfähige Produkte, wie Getreide, Mais, Grassamen, Schnitzelgut od. dgl einwandfrei einem Trocknungsverfahren unterziehen, welche Produkte auch durchwegs in grösseren Mengen zu trocknen sind und eine einheitliche und ausreichende Beschickung des Flächentrockners ermöglichen.
Schwierigkeiten gibt es allerdings bei einem Trocknen von Kürbiskernen oder ähnlichen kömigen Produkten, die wahrend des Trocknens verkrusten und verklumpen, so dass die üblichen Wender unzureichend sind und es zu keinem ordnungsgemässen Trocknungsvorgang kommt. Darüber hinaus fallen Kürbiskeme meist nur in kleineren Mengen zum Trocknen an, wodurch beim Kürbiskemtrocknen od. dgl. die Flächentrockner unausgelastet sind und neben den schlechten Trocknungsergebnissen noch ein recht unwirtschaftlicher Trocknerbetneb In Kauf genommen werden muss.
Gemäss der DE 19 37 117 B wurde auch schon eine Trocknungsanlage für Getreide vorgeschlagen, bei der sich das Trocknerbett aus einer Mehrzahl einzelner Paletten in Form von das Getreide aufnehmenden, oben und unten offenen Behältern mit Siebzwischenboden zusammensetzen lässt, die in Reihen auf klappengesteuerten Verteilerkanälen für die Warmluftbeaufschlagung aufgestellt werden, wodurch zwar die gesamte Trocknerbettgrösse von der Palettenanzahl abhängig und damit variierbar wird, doch ist bei dieser Mehrzahl von Paletten der Einsatz von Trocknerwagen von vornherein kaum möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Flächentrockner der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sich rationell an unterschiedliche Trocknungsgutmengen anpassen lässt und vor allem auch ein ordnungsgemässes Trocknen von Kürbiskernen und ähnlichen heiklen Produkten gewährleistet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Trocknerwagen als Förderwerkzeuge ein Rührwerk mit um zum Siebboden normale Drehachsen drehbaren Rührzeugen und vorzugsweise eine Förderschnecke mit zum Siebboden paralleler Drehachse aufnimmt und dass das Trocknerbett durch wahlweise versetzbare Querwände in seiner Länge variabel und/oder in einzelne Zellen unterteilbar ist, wobei die Förderwerkzeuge der Höhe nach bis über die Querwände hinauf hubverstellbar am Trocknerwagen lagern.
Das Rührwerk mit seinen sich siebbodenparallel bewegenden Rührzeugen Ist In seiner Wirkung speziell auf ein Umschichten des Trocknungsgutes während des Trocknungsvorganges ausgelegt und führt neben einem Auflockern des Trocknungsgutes während des Trocknungsvorganges vor allem auch zu einem Aufbrechen entstehender Krusten und ein Auflösen sich bildender Gutklumpen u. dgl.
Ist der Trocknerwagen zusätzlich mit einer Förderschnecke bestückt, kann diese gezielt zum Vergleichmässigen des aufgebrachten Trocknungsgutes und zum Austragen des getrockneten Gutes eingesetzt werden, so dass ohne händisches Zutun oder eigene Fördereinrichtungen auch diese Auf- und Abtragsfunktionen einwandfrei erfüllt werden, womit sich Rührwerk und Förderschnecke bestens ergänzen Ausserdem erlauben die wahlweise einsetzbaren Querwände, die beispielsweise als Steckwände vorgesehen sind, das Trocknerbett in seiner Lange zu vergrössern oder zu verkleinern und das Aufnahmevolumen des Trocknerbettes an die jeweilige Charge des Trocknungsgutes optimal anzupassen Auch ist es durch die Querwände möglich, das Trocknerbett in zwei oder mehrere Zellen zu unterteilen,
so dass gleichzeitig verschiedene Chargen von Trocknungsgut aufgebracht und behandelt werden können, was zu einem besonders rationellen Betneb führt Die
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Förderwerkzeuge, die jeweils for sich arbeiten, lassen sich mit ausreichender Hubhöhe Hubverstellen und dadurch mit dem Trocknerwagen auch über die Querwände hinwegverfahren, womit sie einzeln abgesenkt den gesamten Trocknerbettbereich bis zu den begrenzenden Querwänden erfassen oder problemlos nacheinander von Zelle zu Zelle eingesetzt werden können.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst das Rührwerk nebeneinandergereihte, paarweise gegensinnig antreibbare Rührzeuge, die jeweils aus einem von einem Rotor frei abwärtsragenden Rührarmpaar bestehen. Diese ineinandergreifenden, gegensinnig drehenden Rührarmpaare führen während eines Langsvorschubes mit dem Trocknerwagen zu einem gleichmässigen Umschichten und Durcheinanderbewegen des Trocknungsgutes, wobei unter schonender Gutbehandlung gegebenenfalls entstehende Klumpen aufgelöst und Krusten um die einzelnen Gutkömer aufgebrochen werden.
Bilden die Rührarme gegen die Drehrichtung schräg angestellte Schaufelflächen, wobei die Schaufelflächen vorzugsweise ein unteres, flacher angestelltes Auflaufende aufweisen, wird der Umschichtvorgang verbessert und dafOr gesorgt, dass beim Umschichten die unten liegenden, schon trockeneren Bereiche des Trocknungsgutes nach oben gefördert und die noch feuchteren oberen Bereiche des Trocknungsgutes nach unten gefördert werden, wodurch der Trocknungsvorgang vergleichmässigt und vor allem auch beschleunigt wird
Ist der Förderschnecke ein seitlicher Abstreifer mit einer im Bereich der unteren s) ebbodenpara) ! eien Tangentialebene an die Förderschnecke verlaufenden Abstreifkante zugeordnet, ergibt sich einerseits beim Befüllten des Trocknerbettes ein Höhenabstreifer für ein sauberes,
gleichmässiges Aufbringen des Trocknungsgutes und anderseits beim Entleeren ein Austragsabstreifer, der auch Restmengen des Trocknungsgutes mitnimmt und der Förderschnecke zubringt
An sich könnte die Förderschnecke direkt mit einem Absaugförderer od. dgl. Austragsförderer verbunden sein, um das Trocknungsgut nach dem Trocknungsvorgang vom Trocknerbett abnehmen zu können, doch besonders zweckmässig ist es, wenn zumindest eine Längsseitenwand des Trocknerbettes abklappbare Wandabschnitte aufweist, da so die Förderschnecke das Trocknungsgut direkt seitlich aus dem Trocknerbett ausfördern kann, wo es dann auf ein
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entsprechende Zuordnung der Luftkammem zu erreichen, sind die Querwände über den die Luftkammem voneinander trennenden Trennwänden einsetzbar,
so dass aufgrund einer entsprechenden Luftkammerbeaufschlagung auch die einzelnen Zellen jeweils für sich oder gemeinsam warmluftbeaufschlagbar sind. Durch geeignete Steuerklappe In der Luftzuführung können dabei die jeweiligen Luftmengen auf die einzelnen Trocknungsverfahren abgestimmt werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispieles rein schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen
Fig 1 und 2 einen Teil eines erfindungsgemassen Flächentrockneres In teilgeschnittener
Seitenansicht bzw. in teilgeschnittener Untersicht und die
Fig. 3 und 4 ein Rührwerksdetail dieses Fllchentrockneres in Vorderansicht bzw in Draufsicht
Ein Flächentrockner 1 besteht aus einem Trocknergestell 2, auf dem oberhalb von Luftkammem 3 ein Siebboden 4 abgestützt ist Die durch querverlaufende Trennwände 5 begrenzten Luftkammem 3 sind über an nicht weiter dargestellte Lufterhitzer und Gebläse angeschlossene Luftleitungen 6, in denen zur Strömungsregelung Steuerklappe 7 sitzen, mit Luft beaufschlagbar,
die von unten nach oben durch den Siebboden 4 als warme Trocknungsluft oder unerwärmt als Kühlluft strömt (Pfeile L). Der Siebboden 4 weist seitliche Längsseitenwände 8 auf und bildet mit diesen ein Trocknerbett 9 zur Aufnahme des Trocknungsgutes, wobei das Trocknerbett 9 durch wahlweise einsetzbare Querwände 10, die sich über den Trennwänden 5 anordnen lassen, in seiner Länge variabel bzw. in einzelne Zellen 11 untertellbar ist.
Oberhalb der Längsseitenwände 8 sind Laufschienen 12 für einen längsverfahrbaren, den Siebboden 4 quer überbrückenden Trocknerwagen 13 verlegt, welcher Trocknerwagen 13 mittels eines Antriebsmotors 14 in beiden Längsrichtungen bewegt werden kann und von oben in das Trocknerbett 9 vorragende Förderwerkzeuge 15 aufnimmt. Als Förderwerkzeuge sind eine Förderschnecke 16 mit zum Siebboden 4 paralleler Drehachse 17 und ein Rührwerk 18 mit um zum Siebboden 4 normale Drehachsen 19 drehbaren Rührzeugen 20 vorgesehen, welche
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Förderwerkzeuge über nur angedeutete Stelltriebe 21,22 hubverstellbar am Trocknerwagen 13 lagen.
Die Hubhöhe der unabhängig voneinander verstellbaren Stelltriebe 21,22 ! st grösser a ! s die Höhe der Querwände 10, so dass der Trocknerwagen 13 bei angehobenen Förderwerkzeugen 15 unabhängig von der Anordnung der Querwände 10 dem Trocknerbett 9 entlang längsverfahren kann.
Der Förderschnecke 16 ist ein seitlicher Abstreifer 23 zugeordnet, der mit der Förderschnecke
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seiner Abstreifkante 24 bis zur unteren siebbodenparallelen Tangentialebene an die Förderschnecke ragt Dieser Abstreifer 23 dient beim Befüllen als Höhenabstrelfer und beim Entleeren als Austragsabstreifer, wobei auch die Förderschnecke 16 in beiden Drehrichtungen antreibbar ist und als Befülleinrichtung wie als Austragseinrichtung wirkt. Zum seitlichen Austragen des Trocknungsgutes wird die austragsseitige Längsseitenwand 8 bereichsweise geöffnet, die sich dazu aus einzeln abklappbaren Wandabschnitten 25 zusammensetzt.
Das Rührwerk 18 umfasst nebeneinandergereihte, paarweise gegensinnig antreibbare Rührzeuge 20, die jeweils aus einem von einem Rotor 26 frei abwärts ragenden Paar Rührarmen 27 bestehen. Diese Rührarme 27 bilden gegen die Drehrichtung R schräg angestellte Schaufelflächen 28, die ein unteres Auflaufende 29 mit flacherem Anstellwinkel aufweisen
Zum Trocknen von Kürbiskemen od. dgl. wird vorerst das Trocknerbett 9 in seiner Länge durch einen entsprechenden Versatz der Querwände 10 auf die zu erwartende Kernmenge abgestimmt bzw In Zellen unterteilt und dann diese Kernmenge mittels Containern, Kippern oder speziellen Förderern von oben auf das Trocknerbett 9 bzw. die Zelle 11 aufgeschüttet, wobei der Grossteil der waschungsbedingten Kemfeuchtigkeit bereits abgetropft ist.
Durch ein Längsverfahren des Trocknerwagens 13 mit auf die jeweilige Schichthöhe des Trocknungsgutes abgesenkter Förderschnecke 16 samt Abstreifer 23 wird das Trocknungsgut gleichmässig über dem Siebboden 4 verteilt und auf die eingestellte Höhe abgezogen. Das Rührwerk 18 Ist in seiner obersten Ausgangslage, so dass die Förderschnecke unabhängig von der Anordnung der Querwände 10 jeweils bis zu diesen Querwänden herangefahren werden kann. Auf diese Weise lassen sich ein oder mehrere Zellen mit Trocknungsgut beschicken.
Anschliessend wird die Förderschnecke 16 mit dem Abstreifer 23 in die obere Ausgangslage angehoben und das Rührwerk 18 abgesenkt und eingeschaltet. Die Rührarme 27 tauchen dabei in die Trocknungsgutschicht ein und arbeiten die gesamte aufgeschüttete Menge von einer Querwand 10 zur anderen durch. Es entsteht eine homogene, gleichmässig verteilte Trocknungsgutschicht, die Voraussetzung für eine einwandfreie Trocknung Ist Nun werden die Luftkammern 3 durch Offnen bzw. Verstellen der Steuerklappe 7 warmluftbeaufschlagt und die Warmluft strömt von unten durch den Siebboden 4 und die Trocknungsgutschicht nach oben (Pfeil L), auf welchem Weg sie dem Trocknungsgut Feuchtigkeit entzieht.
Während des Trocknungsvorganges entstehende Verklumpungen und Verkrustungen der Kürbiskerne werden durch mehrmaliges Hin- und Herfahren des Rührwerks 18 mit dem Trocknerwagen 13 aufgelöst und aufgebrochen, wobei durch die spezielle Schaufelform der Rührarme 27 eine Umschichtung des Trocknungsgutes gleichzeitig mit dem Entkrusten und Entklumpen erfolgt und es dennoch zu einer schonenden Gutbehandlung kommt.
Ist die gewünschte Restfeuchtigkeit im Trocknungsgut erreicht, wird mit dem Gutaustrag begonnen, wozu nach dem Anheben des Rührwerks 18 in die obere Ausgangslage ein oder mehr Wandabschnitte 25 einer Längsseitenwand 5 abgeklappt werden Ausserdem wird der Trocknerwagen 13 zu der dem Abstreifer 23 zugewandten Querwand 10 gefahren und die Förderschnecke 16 samt Abstreifer 23 abgesenkt. Während des Längsvorschubes mit dem Trocknerwagen zur anderen Querwand hin tragen nun Abstreifer und Förderschnecke das Trocknungsgut seitlich aus, wo es mittels eines Förderers zur weiteren Verarbeitung abtransportiert wird. Selbstverständlich wäre es auch möglich, das Trocknungsgut vor dem Austragen im Trocknerbett zu kühlen, indem die Luftkammem 3 statt mit Warmluft mit Kaltluft beaufschlagt werden.
Bei schonender Trocknungsgutbehandlung wird ein auf das jeweilige Trocknungsgut bestens abgestimmter Trocknungsvorgang erreicht, wobei durch die Zellenaufteilung bzw. Längenänderung des Trocknerbettes unabhängig von der jeweiligen Trocknungsgutmenge ein wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet ist und die Möglichkeit besteht, gleichzeit unterschiedliche Produkte nebeneinander zu trocknen und dabei sogar unterschiedliche Trocknungsverfahren anzuwenden