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Die Erfindung bezieht sich auf eine Scheibenreinigungsvorrichtung mit einem einen Auflagedruck erzeugenden Arm, einem daran angeordnetem Ausgleichselement mit einem Ruckenteil, mit Seitenteilen und einer Bodenplatte sowie einer daran angeordneten Wischerleiste, wobei das Ausgleichselement ein gasartiges oder flüssiges Medium enthält.
Bei herkömmlichen Scheibenwischern wird der, zum Abstreifen des Wassers notwendige Anpressdruck auf die Scheibe, vom Wischerarm über ein Gelenkstück auf das Wischerblatt übertragen.
Vom Wischerblatt wird der Druck in der Regel, über bewegliche Bugel verteilt, auf den Wischergummi mit eingelegten Federschienen weitergegeben.
Bei dieser Anordnung wird also der Anpressdruck punktweise und dadurch ungleichmässig auf den Wischergummi verteilt
Dadurch entsteht eine unterschiedliche Belastung der W ! scher ! eiste, es kommt zu einer ungleichen Abnützung und dadurch zu einer schlechten Wischleistung
Auf Grund des unterschiedlichen Auflagedrucks entstehen Laufgeräusche und es kommt auch an den Endstellen des Wischers bei der Richtungsänderung, durch das Umschlagen der Abstreiflippe von einem Schleppwinkel in den anderen zu Gerauschen, die dann über die Scheibe in den Innenraum des Fahrzeuges übertragen werden
Ausserdem ist im Winter, bedingt durch die vielen beweglichen Einzelteile des Wischerblattes und des Wischergummis,
eine Enteisung durch eine Heizung schlecht möglich
Bei verschmutzten Scheiben wird das Wasser zum Reinigen bisher nicht gezielt an die in Wischrichtung liegende Seite des Wischers gespntzt.
In der amerikanischen Patentschrift US 3 048 872 A wird ein derartiges Verfahren, bei dem ein mit Flüssigkeit gefüllter Schlauch zur Übertragung des Anpressdruckes beschrieben, bei dem aber keine, für eine entsprechende Wischleistung unbedingt notwendige Seitenführung vorgesehen ist
Erfindungsgemäss werden die vorgenannten Mängel durch die Merkmale gemäss dem Kennzeichen des Anspruches 1 behoben
Dadurch, dass zwischen dem Arm und der Wischleiste an Stelle der bishengen Wischerblattausführung ein Ausgleichselement, welches zur Auflagedruckverteilung mit einem gasartigem oder flüssigen Medium gefüllt ist, angeordnet ist, wird der vom Arm ausgeübte Druck gleichmässig auf die Wischleiste übertragen.
Diese gleichmässige Auflagedruckverteilung gewährleistet ein gleichmässiges Wischverhalten im gesamten Arbeitsbereich der Wischerleiste, es verbessert die Laufruhe und es reduziert den Verschleiss. Die im Ausgleichselement angeordneten Seitenführungen gewährleisten die für eine einwandfreie Funktion des Wischers notwendige Seitenführung der Wischerleiste, sowie die Bestimmung des Winkels mit dem die Wischerleiste zur Scheibe steht
Die im Rückenteil angeordneten Düsen bringen in Verbindung mit der Umschaltvorrichtung das Waschwasser nur in Wischrichtung vor der Wischerleiste auf die Scheibe auf, so dass der Bereich der Scheibe, der vom Waschwasser bespritzt wird und in dem sich dadurch eine Sichtbeeinträchtigung ergibt, möglichst klein gehalten wird.
Um den Schleppwinkel, mit dem die Wischerleiste zur Scheibe steht zu steuern und dadurch dem Scheibenverlauf anpassen zu können, kann der Arm axial verdrehbar ausgeführt werden Dadurch kann sowohl das Umschlagen der Wischerleiste in den Endstellungen, sowie der Schleppwinkel, besonders bei stärker gewölbten Scheiben, über eine geeignete Steuerung, im gesamten Scheibenverlauf beeinflusst werden
Gemäss einer weiteren Ausführungsvariante nach Anspruch 2 ist die Bodenplatte des Ausgleichselementes als Aufnahmeteil fur die Wischerleiste ausgebildet.
Dies bewirkt, dass die Wischerleiste gegenüber bisherigen Ausführungen, bei denen die Wischerleiste in zwei Federschienen eingefädelt und mit Klammem montiert ist, wesentlich genauer geführt wird und einfacher ausgewechselt werden kann.
Gemäss der Ausführung nach Anspruch 3 sind die Seitenfuhrungselemente direkt zwischen dem Rückenteil und der Bodenplatte angeordnet, wodurch sich eine exakte Führung der Bodenplatte mit der montierten Wischerleiste gegenüber dem Rückenteil ergibt
Es kann dadurch der Schleppwinkel, der die Wischleistung wesentlich beeinflusst, genauer übertragen werden.
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Gemäss einer weiteren Ausführungsvariante nach Anspruch 4 sind die stabartig ausgebildeten Seitenführungselemente zwischen dem Ruckenteil und der Bodenplatte, am Rückenteil drehbar und In der Bodenplatte verschiebbar angeordnet, wodurch ein Langsausgleich, der bei einer Abstandsänderung zwischen dem Rückenteil und der Grundplatte notwendig ist und der sich durch die Anpassung an einen Scheibenverlauf ergibt, ermöglicht wird
Gemäss der Ausführung nach Anspruch 5 Ist das Ausgleichselement heizbar, wodurch das die Wischleistung beeinträchtigende Vereisen der Wischerleiste im Winterbetrieb verhindert werden kann.
Nachstehend sind einige Ausführungsmöglichkeiten der Scheibenreinigungsvorrichtung an Hand von Zeichnungen näher erläutert Darin zeigt
Fig 1 den Arm, der über ein Gelenkstück mit dem Ausgleichselement verbunden ist
Fig 2 den verdrehbaren Verbundarm der mit dem Ausgleichselement als eine Baueinheit
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Führungsschiene am Ruckenteil zum Langenausgleich verschoben werden konnen,
Fig 4 den Umschalter mit dem die in Wischrichtung liegenden Dusen durch das wechselweise
Abquetschen der Leitungen durch den Steuerhebel mit Wasser versorgt werden
Zwischen dem Arm 2 und der Wischerleiste 6 wird an Stelle der bisherigen Wischerblattausführung ein Ausgleichselement 1 angeordnet.
Dieses Ausgleichselement besteht aus einem Hohlraum, der zwischen dem Rückenteil den elastischen Seitenwänden und der Bodenplatte gebildet wird.
Dieser Hohlraum ist mit einem druckausgleichendem Medium wie Gas, Flüssigkeit, Gel, mit festen Körpern, wie zum Beispiel kleinen Kugeln, die ein Fliessvermögen haben und bei entsprechender Konstruktion, eventuell auch mit Vakuum gefüllt.
Diese druckausgleichende Füllung des Ausgleichselementes überträgt nun den, durch den Arm übertragenen Auflagedruck stufenlos auf die auswechselbare Wischerleiste.
Die auswechselbare Wischerleiste kann sich dadurch bei gleichmässigem Auflagedruck optimal dem Scheibenverlauf anpassen.
Das Ausgleichselement 1 kann wie bisher mit dem Arm 2 über einem Gelenkstück 7 verbunden werden.
Wenn es der Scheibenverlauf ermöglicht, kann wie in Fig 2, der Arm 2 mit dem Rückenteil 3 als Verbundarm 8 ausgebildet sein.
Die Anpassung der Wischerleiste an die Scheibe wird dabei ausschliesslich vom Ausgleichselement übemommen.
Der Verbundarm 8, in Fig 2, und das Ausgleichselement 1 kann bei Bedarf gebogen sein.
Der Verbundarm kann, um sich dem Scheibenvenauf anzupassen, auch federnd ausgebildet sein.
Das Ausgleichselement 1 kann in Kammem unterteilt sein, welche, um einen eventuell gewünschten Druckausgleich herzustellen, durch entsprechende Membranen getrennt sind. Bei Bedarf kann das Ausgleichselement 1 auch mit Federelementen kombiniert und um grössere Schwankungen aufzunehmen, mit einem Volums - oder Druckausgleichssystem ausgestattet werden.
Die elastischen Seitenteile 4 können, um die bei der Anpassung an den Scheibenverlauf entstehenden Ausbuchtungen zu reduzieren durch Versteifungen ergänzt werden.
Durch das Ausgleichselement 1 wird in Verbindung mit dessen Füllung, neben einem gleichmässigen Auflagedruck, auch eine Dämpfung der Laufgeräusche die zwischen der Scheibe und der Wischerleiste 6 entstehen, erreicht
Die Schleppwinkeländerung an den Endstellungen des Wischers, kann wie bisher durch umschlagen der Wischerleiste 6 geschehen.
Sie kann ebenso durch eine Beweglichkeit im Ausgleichselement 1, die ein Umschlagen des Ausgleichselementes mit der Wischerleiste an den Endstellungen ermöglicht, erfolgen
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Die Schleppwinkeländerung kann aber auch durch eine Steuerung, die einen verdrehbar ausgeführten Verbundarm 8 (Fig 2) oder einen verdrehbar ausgeführten Arm 2 (Fig 1) an den Endstellungen entsprechend umsteuert erfolgen, wobei es bei dieser Ausführung auch moglich Ist, nachdem der Verbundarm 8 bzw.
der Arm 2 bereits drehbar ausgeführt und die technischen Vorrichtungen zur SchleppwinkelÅanderung schon vorhanden sind, den Schleppwinkel, durch eine Vorrichtung gesteuert, dem Scheibenverlauf anzupassen
Diese gesteuerte und dadurch kontrollierte Anpassung des Schleppwinkels, reduziert die bisher durch das Umschlagen der Wischerleiste 6 in den Endstellungen entstehenden Geräusche
Die Steuerung des verdrehbaren Armes 2 bzw des Verbundarmes 8 kann mechanisch, hydraulisch, elektrisch usw erfolgen.
Die notwendige Seitenführung wird durch eine in oder ausserhalb des Ausgleichselementes angeordneten Führung erreicht
In Fig 3 ist eine innenliegende Seitenfuhrung, bei der die Führungselemente 13 an der Bodenplatte 5 drehbar bzw in Längsrichtung leicht verbiegbar befestigt und in der Fuhrungsschiene 14 Im Rückenteil 3 verschiebbar angeordnet sind, dargestellt
Die Führungselemente 13 können selbstverstandlich auch am Rückenteil 3 fix und in der Bodenplatte 5 verschiebbar angeordnet werden
Durch diese Anordnung der Führungselemente 13 können Längs-und Seitenkrafte zur Führung der Bodenplatte 5 ubertragen werden, ohne dass der Auflagedruck beeinflusst wird
Das für die Scheibenreinigung notwendige Wasser wird, zu beidseitig am Arm 2,
am Verbundarm 8 oder am Ruckenteil 3 angeordneten Düsen 9 geführt Diese Düsen sind durch getrennte Leitungen 10 und 11 (Fig. 4) verbunden und werden vom Umschalter 15 von der Wischbewegung, durch das Abquetschen jeweils der Leitung 10 oder 11, durch den Steuerhebel 12, der die entgegen der Wischrichtung liegenden Düsen versorgt, gesteuert
In Fig. 4 ist schematisch eine mögliche Ausführung des Umschalters 15 mit dem Umschalthebel 12 und den Leitungen 10 und 11 dargestellt
Dabei wird der Umschaltvorgang von der Wischbewegung, durch das Abquetschen jeweils der Leitungen 10 oder 11 durch den Steuerhebel 12, der die entgegen der Wischrichtung liegenden Düsen 9 versorgt, gesteuert.
Das Ausgleichselement bildet mit der Wischerleiste eine geschlossene Baueinheit und ermoglicht dadurch den Einbau einer Heizvorrichtung, mit der der gesamte Bauteil geheizt und dadurch enteist werden kann
Die geschlossene Bauart des Arms, des Ausgleichselementes und der Wischerleiste ermöglichen ausserdem eine aerodynamische Gestaltung des Wischers.
Patentansprüche :
1. Scheibenreinigungsvorrichtung mit einem einen Auflagedruck erzeugenden Arm (2), einem daran angeordnetem Ausgleichselement (1) mit einem Rückenteil (3), mit Seitenteilen (4) und einer Bodenplatte (5) sowie einer daran angeordneten Wischerleiste (6), wobei das
Ausgleichselement (1) ein gasartiges oder flüssiges Medium enthält, dadurch gekennzeichnet, dass im Ausgleichselement (1) Seitenführungselemente (13) angeordnet sind und dass im Rückenteil (3) Düsen (9) zur Waschwasserzuführung angeordnet sind, welche durch einen Steuerhebel (12) eines Umschalters (15) jeweils in der Wischrichtung mit Waschwasser beaufschlagt werden und dass gegebenenfalls der Arm (8) und der
Rückenteil (3) als Verbundarm (8) ausgebildet ist und der Schleppwinkel der Wischerleiste (6) durch axiales Verdrehen des Armes (3) verändert wird.