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Die Erfindung betrifft ein laufschienenloses Tor, dessen Torblatt durch eine Hebe-KippBewegung geoffnet werden kann und in Torblattmitte durch ein Lenkerpaar aus zwei Lenkern getragen ist, wobei die Lenker des Lenkerpaares im Abstand voneinander einerseits in Stockmitte oberhalb der Toroffnung verschwenkbar gelagert, und anderseits mit einem Querlenker im Abstand voneinander verschwenkbar verbunden sind, wodurch ein Parallelogramm-Lenkersystem gebildet wird, wie es auch von den Parallelogramm-Zeichenmaschinen her bekannt ist
Derartige Tore werden in erster Linie als Garagenkipptore verwendet.
Aus der DE 33 07 407 C2 ist ein Garagenkipptor bekannt, das an einem Lenker gehalten ist, der am Stock des Garagentores etwa in halber Stockhöhe befestigt ist Zur Fuhrung des Garagentores der DE-C 33 07 407 ist em Führungslenker vorgesehen, der an seinem freien Ende eine Rolle trägt, die in eine Laufbahn am Rand des Torblattes eingreift.
Aus der DE 21 44 616 A1 ist ein Kipptor bekannt, dessen Torblatt über zwei aus je zwei Lenkern bestehende Lenkerpaare gehalten ist. Im Bereich der unteren Ecken des Torblattes sind Fuhrungsrollen vorgesehen, die in vertikale Laufschienen eingreifen und in diesen beim Öffnen des Tores nach oben laufen
Das in der EP-0 265 416 A2 beschriebene laufschienenlose Kipptor weist ebenfalls ein Lenkerpaar an den beiden Seitenrändern des Torblattes auf, jedoch sind diese trapezförmig angeordnet Die Torblattlage wird dabei über eine Bolzen-Schlitzverbindung gesteuert
Ein Nachteil aller Kipptore mit Laufschienen ist neben dem Aufwand, Laufschienen am Stock der Toröffnung anzubringen, auch das sich beim Öffnen und Schliessen des Torblattes ergebende Laufrollengeräusch.
Es sind laufschienenlose Garagenkipptore bekannt, bei denen der Anlenkpunkt des unteren Lenkers am Stock etwa in halber Stockhöhe liegt, wobei der untere Lenker bei geöffnetem Tor auf der Torinnenseite schräg nach oben verläuft, wodurch in Stocknähe die Durchgangshöhe unter dem Lenker sehr gering ist (vgl. DE 30 26 612 C2)
Die US 4 601 131 A beschreibt ein laufschienenloses Kipptor der eingangs erwähnten Gattung.
Das aus der US 4 601 131 A bekannte Kipptor hat den Nachteil, dass aufgrund der Lagerung der Lenker etwa am Ende des oberen Drittels der Toröffnung der untere Rand des Tores beim Öffnen des Tores eine weit nach vorne ausladende Bewegung ausführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Vorteil der grossen Durchgangshöhe der Laufschienenkipptore mit dem Vorteil der Geräuschlosigkeit und der einfachen Konstruktion der laufschienenlosen Kipptore zu vereinen.
Erfindungsgemäss wird dies mit einem Tor mit den Merkmalen des Anspruch 1 erreicht Bei dem erfindungsgemässen Tor sind die beiden, vorzugsweise gleichlangen, Lenker des Lenkerpaares miteinander durch einen Querlenker verbunden, der den gleichen SchwenklagerAbstand hat wie die Schwenklager am Stock, wodurch ein Parallelogramm gebildet wird. Einer der beiden Lenker des Lenkerpaares ist mit dem Torblatt um eine torblattfeste Achse verschwenkbar verbunden.
Der andere der beiden Lenker des Lenkerpaares ist mit dem Torblatt mittels einem Steuerlenker oder einem Zahnradsegment-Paar gekuppelt
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des laufschienenlosen Tores ergibt sich beim Öffnen ein Bewegungsablauf, der sich dadurch auszeichnet, dass der untere Rand des Torblattes, selbst bei der Variante des zur Erzielung des maximalen Innenraumes beliebig bis zu einem Drittel nach aussen vorstehenden geöffneten Torblattes, auch am Beginn der Öffnungsbewegung über die Toröffnung nicht weit vorsteht. Bei vollständig geöffnetem Tor befindet sich sowohl das Torblatt als auch die Lenker des das Torblatt tragenden Lenkerpaares in einer Höhe, die dem oberen Rand der Toröffnung entspricht, so dass der Durchgang nicht behindert ist.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der untere der beiden Lenker des Lenkerpaares einen Bolzen aufweist, der das Torblatt in mittlerer Höhe, also in Schwerpunktnähe, verschwenkbar trägt, und ein Steuerlenker einmal am Torblatt in einem Abstand von diesem Bolzen und zum anderen mit dem oberen Lenker des Lenkerpaares gekuppelt ist Anstatt des Steuerlenkers kann ein torblattfestes Zahnradsegment in ein mit dem oberen Lenker drehfest verbundenes Zahnradsegment eingreifen.
Alternativ hiezu besteht die Möglichkeit, dass der obere der beiden Lenker des Lenkerpaares
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einen Bolzen aufweist, der das Torblatt in mittlerer Hohe, also In SchwerpunktnÅahe, verschwenkbar trägt, und ein Steuerlenker einmal am Torblatt in einem Abstand von diesem Bolzen und zum anderen mit dem unteren Lenker des Lenkerpaares gekuppelt ist Anstatt des Steuerlenkers kann ein torblattfestes Zahnradsegment in ein mit dem unteren Lenker drehfest verbundenes Zahnradsegment eingreifen.
Das erfindungsgemässe Tor kann auch mit einem Gewichtsausgleich ausgestattet sein, der bevorzugt so gestaltet ist, dass entweder eine Schraubendruckfeder, die ein geringeres Sicherheitsrisiko als eine Zugfeder aufweist, oder eine Gasdruckfeder innerhalb der beiden Lenker angeordnet wird, die vorzugsweise aus U-Profil bestehen und dadurch in der Lage sind, die Feder geschützt in sich aufzunehmen.
Bei der erfindungsgemassen Ausbildung des Tores Ist das Lenkerpaar im Bereich der oberen Öffnung der Toröffnung und insbesondere der obere Lenker des Lenkerpaares oberhalb derselben angeordnet. Diese Ausfuhrungsform hat auch den Vorteil, dass ein Antrieb zum Öffnen und Schliessen des Kipptores angebaut werden kann. Gemäss einem Vorschlag der Erfindung ist hiezu vorgesehen, dass der obere Lenker des Lenkerpaares mit einem Antrieb zum Öffnen und Schliessen des Tores gekuppelt ist Anstelle der bisher zum Öffnen und Schliessen von Garagentoren benötigten Linearmotore kann erfindungsgemäss als Antrieb zum Öffnen und Schliessen des Tores ein einfacher elektrischer Getriebemotor vorgesehen werden. Stattdessen kann aber auch der Einbau eines Hydraulikzylinders, der ebenso wie die Gewichtsausgleichfeder innerhalb des Lenkerpaares Platz findet, diese Aufgabe lösen.
Diese Anordnung kann auch bei engsten Raumverhältnissen angewendet werden.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der in den Zeichnungen jeweils in schematisierter Seitenansicht gezeigten Ausfuhrungsbeispiele. In den Zeichnungen zeigt
Fig 1 ein Tor in der geschlossenen Stellung,
Fig 2 ein vergrössertes Detail der Torblattkuppelung mit dem oberen Lenker entsprechend Fig 1.
Fig. 3 das Tor aus Fig 1 halb geöffnet,
Fig. 4 das Detail aus Flg 2 entsprechend Fig 3,
Fig. 5 das Tor aus Fig 1 vollständig geöffnet,
Fig. 6 das Detail aus Fig. 2 entsprechend Flg 5.
Fig. 7 das Prinzip der planetengetnebeartigen Funktion des Steuerhebels in Schliessstellung des Tores,
Fig. 8 das Tor von Fig. 7 in geöffneter Stellung,
Fig. 9 die Variante des Drehlenkers in Zuglenker-Ausführung geschlossen,
Fig. 10 das Detail aus Fig 2 entsprechend Fig 9,
Fig. 11 das Tor aus Fig 9 geöffnet,
Fig. 12 das Detail aus Fig 2 entsprechend Fig 11,
Fig. 13 den Raumbedarf der Variante eines nach vorne herausragenden Torblattes gegenüber der eingezeichneten Linie des Raumbedarfes der Variante nach Fig.
14,
Fig. 14 den Raumbedarf der Variante eines nach vorne nicht herausragenden Torblattes,
Fig. 15 das Torblatt
Fig. 16 eine Schrägansicht eines halb geöffneten Tores
Nachstehend wird die Erfindung am Beispiel von Garagenkipptoren erläutert, obwohl die Erfindung nicht auf die Anwendung bei Garagentoren beschränkt ist.
In einer Toröffnung 1 einer Garage 2 ist ein Tor 3 mit einem Torblatt 4 vorgesehen, das in der in Fig. 1 gezeigten Schliessstellung die Toröffnung 1 der Garage 2 verschliesst. Im Bereich seiner in der Schliessstellung vertikalen Mittellinie ist das Torblatt 4 über ein Lenkerpaar 5 gehalten. Die beiden Lenker 6 und 7 des Lenkerpaars sind an einem Festlagerschild 8, das im oberen Bereich und in der Mitte der Toröffnung 1 einer Garage 2 befestigt ist, um Schwenklager 9 bzw. 10 verschwenkbar gelagert. Die anderen Enden der beiden Lenker 6 und 7 sind mit dem Querlenker 11 verschwenkbar verbunden.
Hiebei ist bei der in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungsform das Schwenklager 13 des oberen Lenkers 6 als normales Lager ausgebildet, wogegen das
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Schwenklager 12 des unteren Lenkers 7 mit seinem Tragzapfen in die Bohrung 12 des Torblattes 4 verschwenkbar eingreift.
Gemäss einer alternativen Ausführungsform kann das Schwenklager 12 des unteren Lenkers 7 als normales Lager ausgeführt sein und das Schwenklager 13 des oberen Lenkers 6 mit seinem Tragzapfen in die Bohrung 13 des Torblattes 4 verschwenkbar eingreifen
Ein Steuerlenker 17 hat die Aufgabe, die entsprechend der Bewegung des Torblattes 4 erforderliche Kipplage desselben zu steuern. Bel der in Fig 1 bis 6 gezeigten Ausfuhrung ist der Steuerlenker 17 mit dem Gelenk 19 am Lenker 6 und über ein Gelenk 18 am Torblatt 4 befestigt. Die Fig. 2,4 und 6 zeigen den Bewegungsablauf in 3 Phasen von der geschlossenen bis zur geöffneten Stellung des Torblattes 4.
Der Querlenker 11 erfährt infolge der ParallelogrammAuslegung des Lenkerpaares 5 keine Drehbewegung Der Lenker 6 erfährt bezogen auf das Schwenklager 13 eine Drehung nach links Im gleichen Ausmass versetzt nun der Steuerlenker 17 bezogen auf das Schwenklager 12 das Torblatt 4 in eine Drehung nach rechts. Somit führt das Torblatt 4 eine Planetenbewegung aus, denn bezogen auf das Schwenklager 9 im Festlagerschild 8 bewegt es sich in einer Kreisbahn um dieses und dreht sich im Schwenklager 12 dabei um die eigene Achse. Die Fig. 7 und 8 verdeutlichen diese Bewegung. Dabei wird die Steuerung der Torblattbewegung durch den Zahneingriff des mit dem Torblatt 4 drehfest verbundenen Zahnradsegmentes und des mit dem Lenker 6 drehfest verbundenen Zahnradsegmentes bewirkt.
Bei der Zahnradsegment-Variante ist die Drehbewegung des Torblattes 4 und des Lenkers 6 winkelgeschwindigkeitskonstant, was bei der Steuerlenker-Variante nicht der Fall ist. Die Genauigkeit der Getriebesynthese der Steuerlenker-Variante ist jedoch für die Torblattsteuerung ausreichend. Diese Eigenschaft hat den Vorteil, dass Varianten der Höhe des Torblattes 4 oder der oberen, geöffneten Lage des Torblattes 4 (zur Gänze innerhalb der Garage 2 oder nach aussen vorstehend) allein auf die Länge des Lenkerpaares 5 Einfluss nehmen, und alle übrigen Bauteile der Konstruktion gleich bleiben.
Die Fig. 13 zeigt den Bewegungsablauf des Torblattes 4 von der geschlossenen bis zur geöffneten Endlage (bzw. umgekehrt) in 10 Phasen jener Variante, bei der das Tor in der oberen Endlage zu ca. einem Drittel über die Innenkante der Garage 2 hervorsteht, und macht die bessere Innenraumnutzung gegenüber der Variante nach Fig. 14 durch die eingezeichnete Linie der Innenraumnutzung nach Fig. 14 sichtbar. Fig. 14 zeigt eine mögliche Variante, bei weicher das Torblatt 4 nicht über die Innenkante der Garage 2 hervorsteht, was z. B. bei einer bogenförmig gestalteten Toröffnung 1 zutrifft. Beim Öffnen wird dabei der Steuerlenker 17 auf Druck beansprucht.
Eine Variante, bei welcher der Steuerlenker 17 beim Öffnen auf Zug beansprucht wird, zeigt Fig. 9 bis 12. Dabei liegt die Befestigung des Gelenkes 19 des Steuerlenkers 17 in einer Verlängerung des Lenkers 6. Das Gelenk 18 des Steuerlenkers 17 liegt innerhalb des Torblattes 4.
Dem Prinzip der Planetenbewegung entsprechend wird das geschlossene Torblatt 4 am Beginn der Offnungsphase an der Unterkante angehoben und an der Oberkante Richtung Garageninnenseite bewegt. Damit ist zwangsläufig die Verriegelung der Schlossstange des Torblattes 4 an der Oberkante gegeben (nicht abgebildet). Dies bietet noch den Vorteil, dass die Schlossfalle nicht durch Steinchen verlegt werden kann und eine für Automatiktore erforderliche Entriegelung schmutzgeschützt an der Toroberkante vorgesehen werden kann.
Die Gewichtsausgleichfeder 14 ist als Druckfeder wirksam und kann als Schraubenfeder oder Gasdruckfeder ausgeführt sein. Diese wird an einem Ende mit dem Querlenker 11 mittels Bolzen 16 und an ihrem anderen Ende mit dem Bolzen 15 mit dem unteren Lenker 7 verschwenkbar verbunden, wobei die Zugkraft des Gewichtsausgleiches so eingestellt ist, dass das Torblatt 4 in der Mittelstellung (etwa Fig. 3) in Schwebe gehalten ist und durch Bewegung in die geschlossene oder geöffnete Lage durch leichten Federdruck in der jeweils gewünschten Lage gehalten wird. Dabei erfolgt die Torbewegung von der einen in die andere Lage mangels Laufschienen praktisch geräuschlos.
Für die genaue Justierung der Federkraft sind im Querlenker 11 mehrere Bohrungen 16 angebracht, in Fig. 1,3 und 5 beispielsweise 4 Bohrungen. Eine dem Schwenklager 12 näher liegende Bohrung 16 erfordert eine stärkere Feder als eine entfernter liegende. Dies ist nützlich, wenn als Gewichtsausgleichfedern 14 Gasdruckfedern vorgesehen sind.
Wenn beim Neutor eine Gasfeder mit der grösstmöglichen Federkraft eingebaut wird, kann eine bei Gasverlust verringerte Federkraft durch Umhängen der Feder ausgeglichen werden, was auf den grösseren Federweg bei
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den von Schwenklager 12 weiter entfernten Bohrungen zurückzufuhren ist, wodurch die Federarbeit rechnerisch konstant gehalten werden kann
Es besteht eine einfache Möglichkeit, einen Antrieb für Automatiktore anzubringen, da der Antrieb entweder als einfacher Elektro-Getriebemotor (nicht abgebildet), der am Lenker 6 eine 90 Drehung ausfuhrt, oder als hydraulischer Antrieb vorgesehen werden kann Der Hydraulikzylinder 20 wird im Schwenklager 9 und mit Bolzen 21 im oberen Lenker 6 gelagert, und wird in Ruhestellung hydraulisch so geschaltet,
dass er bei manueller Torbetätigung nicht blockiert.
Bezugszeichenliste
1 Toröffnung
2 Garage
3 Tor
4 Torblatt
5 Lenkerpaar
6 Lenker oben
7 Lenker unten
8 Festlagerschild am Stock
9 Schwenklager unten
10 Schwenklager oben
11 Querlenker
12 Schwenklager unten
13 Schwenklager oben
14 Gewichtsausgleichfeder
15 Bolzen
16 Bolzen
17 Steuerlenker
18 Gelenk
19 Gelenk
20 Hydraulikzylinder
21 Bolzen
22 Zahnrad-Segment PATENTANSPRÜCHE :
1.
Laufschienenloses Tor (3), dessen Torblatt (4) durch eine Hebe-Kipp-Bewegung geöffnet werden kann und in Torblattmitte durch ein Lenkerpaar (5) aus zwei Lenkern (6,7) getragen ist, wobei die Lenker (6,7) des Lenkerpaares (5) im Abstand voneinander einerseits mittig am Stock oberhalb der Toröffnung (1) verschwenkbar gelagert, und anderseits mit dem Querlenker (11) im Abstand voneinander verschwenkbar verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Lenker (6,7) des Lenkerpaares (5) mit dem Torblatt (4) um eine torblattfeste Achse (12) verschwenkbar verbunden ist, und dass der andere der beiden Lenker (6,7) des Lenkerpaares (5) mit dem Torblatt (4) planetengetriebeartig gekuppelt ist.