AT407226B - Trieurmaschine zur längensortierung körniger produkte - Google Patents

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AT 407 226 B
Die Erfindung betrifft eine Trieurmaschine zur Längensortierung körniger Produkte, wobei ein rotierender Zylinder mit innenliegenden Auslesezellen, sowie eine Trieurmulde und darin eine Förderschnecke vorgesehen sind.
Trieurmaschinen werden zur Längensortierung körniger Produkte wie z.B. Getreide, Mais, Reis, Feinsämereien, Kunststoffen etc sowie zur Reinigung der Produkte von unerwünschten längeren oder kürzeren Beimengungen eingesetzt. Bei derartigen Maschinen gelangt üblicherweise das zu sortierende körnige Produkt über die Einlaufhaube in das Innere des rotierenden Zylinders. In dem Zylinder befinden sich geprägte Vertiefungen, die sogenannten Auslesezellen. Die Körner, die in den Zellen Platz finden, werden vom rotierenden Zylinder hochgehoben und fallen nach einer bestimmten Wegstrecke aus der Zelle in die Trieurmulde. Man spricht bei diesem Produkt vom Muldenprodukt. Aus der Trieurmulde werden sie von einer Förderschnecke ausgetragen. Jene Körner die größer als die Zellen sind, werden nicht vom rotierenden Zylinder mitgenommen, sondern verbleiben im Mantel, aus dem sie dann in den Auslaufkasten ausfließen. Man spricht hierbei vom Mantelprodukt.
Bekannte derartige Maschinen sind störungsanfällig. Sie verfügen über eine durchgehende gelagerte Welle, die sowohl die Förderschnecke als auch den Zylinder antreibt und auf der auch die Trieurmulde aufgehängt ist. Dadurch kommt es zu sehr massiven und komplizierten Lagerkonstruktionen. Die Reparaturen der bekannten Maschinen sind schwierig und teuer. Bei den gedrehten Teilen führen Unwuchten zu Verschlechterungen des Sortierergebnisses.
Die vorliegende Erfindung soll eine verbesserte Trieurmaschine vorsehen, die besser und billiger im konstruktiven Aufbau ist, leichter gewartet werden kann, ein besseres Sortierergebnis zeigt und leichter an die apparative und konstruktionsmäßige Umgebung angepasst werden kann.
Die erfindungsgemäße Trieurmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder auf einem Rohr gelagert ist, dass die Trieurmulde durch das Rohr gebildet ist, das über die Länge des Zylinders einen Längsschlitz mit Muldenblechen aufweist, die die Muldenkante bilden, und dass die Förderschnecke im Rohr angeordnet ist, die sich zumindest von der Produkteinlauföffnung bis zur Auslauföffnung für das Muldenprodukt erstreckt. Weitere vorteilhafte Merkmale sind den Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Trieurmaschine. Fig. 2 zeigt eine aufgebrochene Schrägansicht und Fig. 3 zeigt einen schematischen Schnitt quer durch den Zylinder.
Gemäß Fig. 1 umfasst die Trieurmaschine den Zylinder 1, der an seinen beiden Enden von der Einlaufscheibe 18 und der Auslaufscheibe 19 abgeschlossen ist. Der Zylinder 1 ist über die Lager 21 auf einem durchgehenden Rohr 4 gelagert. Das Rohr 4 ist auf dem Wellenlager 22 gelagert, und die Wellenlager nehmen eine Förderschneckenwelle 23 auf, die zum Lagern und Antreiben der Förderschnecke 3 dient.
Bevorzugt ist die Maschine, nämlich der Zylinder 1 und des Rohr 4 von der Produkteinlauföffnung 8 zur Auslauföffnung 9 etwa um 10 bis 3° nach unten geneigt. Dadurch verteilt sich das Produkt besser über die Länge des Zylinders.
Der Antrieb 10 treibt z.B. über einen Riementrieb das Antriebsrad 24, welches auf der Förderschneckenwelle 23 sitzt.
Der Antrieb 11 für den Zylinder 1 umfasst ein Reibrad, welches einen Reibring 17 antreibt, der durch die Einlaufscheibe 18 des Zylinders 1 gebildet ist, oder auf dieser Einlaufscheibe aufgesetzt ist. Die Antriebe 10 und 11 für die Förderschnecke und den Zylinder sind voneinander getrennt. Bevorzugt sind die Antriebe Elektroantriebe mit Frequenzsteuerung, sodass die Drehzahl den Erfordernissen angepasst werden kann.
Die Trieurmulde 2 ist durch das Rohr 4 gebildet, in welchem die Förderschnecke 3 läuft. Das Rohr ist im Bereich innerhalb des Zylinders 1 nach oben mit einem Längsschlitz 5 versehen, der zu beiden Seiten Muldenbleche 6 aufweist, die die Muldenkante 7 bilden. Das Rohr 4 ist beim Produkteinlauf 12 als geschlossenes Rohr 13 ausgebildet, das sich geschlossen bis zum Produkt-auswurf 14 erstreckt. Auch im Bereich des Produktauslaufes 15 ist das Rohr 4 als geschlossenes Rohr ausgebildet.
Im Betrieb gelangt das zu sortierende Produkt durch den Produkteinlauf 12 über die Produkteinlauföffnung 8 in das Rohr 4, und zwar in dessen geschlossenen Rohrbereich 13. Die 2

Claims (11)

  1. AT 407 226 B Förderschnecke 3 fördert das Produkt bis zum Produktauswurf 14, wo es nach unten in den Zylinder 1 fällt. Der von den Auslesezellen des Zylinders 1 hochgehobene Anteil des Produktes fällt über die Muldenkante 7 zwischen die Muldenbleche 6 und durch den Längsschlitz 5 in das Rohr 4, wo es von der Förderschnecke 3 weiter in Richtung zur Auslauföffnung 9 gefördert wird. Jene Körner die größer als die Auslesezeilen sind, verbleiben im Zylinder, aus dem sie durch die Auslaufscheibe 19 hindurch in den Auslaufkasten 25 fließen. In Fig. 3 ist schematisch dargestellt, wie die Körner 26 des Produktes aus der sogenannten Produktniere 27 vom Zylinder 1 nach oben gehoben werden und nach Passieren der Muldenkante 7 in die Mulde 2 fallen, wo sie von der Förderschnecke 3 abtransportiert werden. Ein Verstellhebel 20 ist am Rohr 4 befestigt, wodurch die Drehlage des Rohres und die Lage der Muldenkante 7 zum Zylinder 1 verstellbar und fixierbar ist. Ein üblicher Verstellbereich ist z.B. +/-15° gegenüber der eingezeichneten Winkelstellung von 45° der Muldenbleche 6. Die Verstellung erfolgt bevorzugt durch einen elektrischen Stellmotor 28. Der Zylinder 1 kann in vorteilhafter Weise aus Leichtmetall bestehen oder Leichtmetallsegmenten zusammengesetzt sein. Bevorzugt ist der Zylinder innen emailliert. Alternativ kann der Zylinder aus einem Kunststoffrohr oder Kunststoffrohrsegmenten bestehen und innen mit gelochten Kunststoffelementen ausgelegt sein, wodurch die Auslesezellen gebildet sind. Die so ausgebildete Trieurmaschine ist im konstruktivem Aufbau besser und billiger als herkömmliche derartige Maschinen. Sie kann leicht gewartet werden. Das Sortierergebnis ist verbessert. Weiters kann die Maschine einfacher an die apparative und konstruktionsmäßige Umgebung angepasst werden. PATENTANSPRÜCHE: 1. Trieurmaschine zur Längensortierung körniger Produkte, wobei ein rotierender Zylinder mit innenliegenden Auslesezellen, sowie eine Trieurmulde und darin eine Förderschnecke vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (1) auf einem Rohr (4) gelagert ist, dass die Trieurmulde (2) durch das Rohr (4) gebildet ist, das über die Länge des Zylinders einen Längsschlitz (5) mit Muldenblechen (6) aufweist, die die Muldenkante (7) bilden, und dass die Förderschnecke (3) im Rohr (4) angeordnet ist, die sich zumindest von der Produkteinlauföffnung (8) bis zur Auslauföffnung (9) für das Muldenprodukt erstreckt.
  2. 2. Trieurmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (10,11) für die Förderschnecke (3) und für den Zylinder (1) voneinander getrennt sind.
  3. 3. Trieurmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (4) beim Produkteinlauf (12) ein geschlossenes Rohr (13) ist, das sich geschlossen bis zum Produktauswurf (14) erstreckt.
  4. 4. Trieurmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (4) im Bereich des Produktauslaufes (15) ein geschlossenes Rohr ist.
  5. 5. Trieurmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (4) drehbar gelagert ist und durch Verstellen der Drehlage des Rohres die Lage der Muldenkante (7) zum Zylinder (1) verstellbar ist.
  6. 6. Trieurmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (11) des Zylinders (1) über einen Reibring (17) erfolgt, der durch die Einlaufscheibe (18) des Zylinders (1) gebildet ist.
  7. 7. Trieurmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung und Einstellung der Drehtage des Rohres (4) an diesem ein Stellhebel (20) befestigt ist, der bevorzugt durch einen Stellmotor (28) bewegbar und fixierbar ist.
  8. 8. Trieurmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (1) aus Leichtmetall besteht und innen emailliert ist.
  9. 9. Trieurmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (1) aus einem Kunststoffrohr oder Rohrsegmenten besteht und innen mit gelochten Kunststoffelementen ausgelegt ist. 3 AT 407 226 B
  10. 10. Trieurmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe (10,11) für den Zylinder (1) und die Förderschnecke (3) Elektroantriebe, bevorzugt frequenzgesteuerte Elektroantriebe, sind.
  11. 11. Trieurmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (1) mit dem Rohr (4) von der Produkteinlauföffnung (8) zur Auslauföffnung (9) nach unten geneigt ist, bevorzugt 1° bis 3°, abweichend von der Horizontalen. HIEZU 3 BLATT ZEICHNUNGEN 4
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