<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trocknen von Holz, insbesondere Schnittholz, bestehend aus einer mit Warmluft betreibbaren Trockenkammer und aus einer Steuereinrichtung für die WarmluftfOhrung in Abhängigkeit von der Holzart und der über Messfühler erfassbaren Holzfeuchte, wobei den Messfühlern je ein Gehäuse mit einer Energiequelle für den Messfühler und mit einem Sender zur drahtlosen Datenübertragung der digitalisierten Messwerte sowie einer Messstellenkennung an eine Auswertestufe der Steuereinrichtung zugeordnet ist.
Um eine vorteilhafte Holztrocknung mit Hilfe von Warmluft zu ermöglichen, ist es notwendig, die Holzfeuchte zu erfassen, um in Abhängigkeit von der erfassten Holzfeuchte die Warmluftführung entsprechend steuern zu können. Zur Erfassung der Holzfeuchte werden üblicherweise Messfühler eingesetzt, die aus zwei an eine elektrische Spannungsquelle angelegten Elektroden bestehen, über die der von der Holzfeuchte und der Temperatur abhängige elektrische Widerstand des Holzes zwischen den Elektroden gemessen wird. Da die in das Holz einzuschlagenden Elektroden eine Kabelverbindung zur Energieversorgung benötigen, die von einer zentralen Messstelle aus erfolgt, wird eine entsprechende Kabelverlegung erforderlich, die nicht nur aufwendig ist, sondern auch eine erhebliche Fehlerquelle für die Messwerte darstellen kann.
Zur Vermeidung der mit einer solchen Verkabelung der Messfühler verbundenen Nachteile wurde bereits vorgeschlagen, die Elektroden der Messfühler über kurze Kabel an je ein Gehäuse anzuschliessen, das neben einer Energiequelle für den Messfühler einen Sender zur drahtlosen Datenübertragung der digitalisierten Messwerte an eine Auswertestufe der Steuereinrichtung aufweist. Über die den einzelnen Messwerten zugeordneten Sender können somit die digitalisierten Messwerte der Messfühler periodisch an die Steuereinrichtung für die Warmluftführung weitergeleitet werden Da die Sender mit einer Messstellenkennung versehen sind, kann aufgrund der mit den Messwerten übertragenen Messstellenkennung die erfasste Holzfeuchte den jeweiligen Messstellen eindeutig zugeordnet werden.
Nachteilig bei dieser bekannten drahtlosen Datenübertragung ist allerdings, dass ähnlich wie bei verkabelten Messfühlern die für die Steuerung des Trocknungsverlaufes mitbestimmenden, auf die Holzart bezogenen Parameter den einzelnen Messstellen nur über die übergeordnete Steuereinrichtung zugeordnet werden können. Ausserdem stehen die Messdaten ausschliesslich in der Steuereinrichtung zur Verfügung, was bei einem Ausfall der Steuereinrichtung zu einem Verlust der bezüglich des Trocknungsverlaufes gespeicherten Messwerte führen kann
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Trocknen von Holz, insbesondere Schnittholz, der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass eine einfache Zuordnung der holzbezogenen Kenndaten zu den jeweiligen Messstellen möglich wird, und zwar unter vorteilhaften, betriebssicheren Bedienungsverhältnissen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Sender der Gehäuse jeweils als Teil einer Sende- und Empfangseinrichtung ausgebildet sind, die über eine Steuereinheit an im Gehäuse vorgesehene, ein- und auslesbare Speicher für die Messwerte und für holzbezogene Kenndaten angeschlossen ist.
Durch die den einzelnen Messfühlern zugeordneten Speicher für die digitalisierten Messwerte ergibt sich zunächst der Vorteil, dass diese Messwerte nicht nur im Bereich der Steuereinrichtung, sondern auch im Bereich der Messstellen zur Verfügung stehen und bel Bedarf abgefragt werden können. Dieser Umstand erhöht nicht nur die Betriebssicherheit, sondern vereinfacht auch den Arbeitsablauf In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass bei einer drahtlosen Datenübertragung die Messfühler mit den zugehörigen Gehäusen bereits bei der Bildung von Schnittholzstapeln auf einem Lagerplatz versetzt werden können, so dass es für die Verwaltung eines solchen
Lagerplatzes besonders hilfreich sein kann, im Bereich der einzelnen Schnittholzstapeln selbst entsprechende Daten über den Stapel zu erhalten.
Mit dem Vorsehen eines Speichers für holz- bezogene Kenndaten wird darüber hinaus die einfache Möglichkeit geschaffen, der übergeordneten Steuereinrichtung die Zuordnung der holzbezogenen Kenndaten zur Messstelle mitzuteilen, ohne die Messstellenkennung zu kennen. Die Messstellenkennung wird ja mit den ausgelesenen
Kenndaten an die Steuereinrichtung automatisch übertragen. Schliesslich erlaubt die Anordnung einer Sende- und Empfangseinrichtung in jedem Gehäuse eine gezielte Abfrage der In den einzel- nen Gehäusen abgespeicherten Daten, je nach Bedarf, womit die Anzahl der zu verarbeitenden
Daten im Bereich der Steuereinrichtung vorteilhaft eingeschränkt werden kann, ohne eine Infor- mationseinbusse in Kauf nehmen zu müssen.
Obwohl es möglich Ist, die holzbezogenen Kenndaten für die Speicher der einzelnen Messfühler
<Desc/Clms Page number 2>
über die übergeordnete Steuereinrichtung in die hiefür vorgesehenen Speicher einzulesen, ergeben sich besonders vorteilhafte Bedienungsverhältnisse, wenn die Gehäuse mit einer Eingabeeinrichtung für die Speicher der holzbezogenen Kenndaten versehen oder verbindbar sind, weil in diesem Fall beim Setzen eines Messfühlers die holzbezogenen Kenndaten bzw. die den jeweiligen Holzstapel betreffenden Daten vor Ort eingelesen werden können, was Fehleingaben erschwert.
Um die Verwaltung eines Lagers für zu trocknende Hölzer zu vereinfachen, kann zur Messstellenkennung eine Einrichtung zur Erfassung der Lagekoordinaten beispielsweise über Funk vorgesehen werden. Über die Sende- und Empfangseinrichtungen der einzelnen Messfühler können dann deren LagekooFdinaten abgerufen werden, so dass neben den erfassten Messdaten und den holzbezogenen Kenndaten auch der Lagerort beispielsweise eines Schnittholzstapels angegeben werden kann.
Bestehen die Messfühlern aus zwei an eine elektrische Spannungsquelie anschliessbaren Elektroden, so kann das Versetzen der Messfühler mit den zugeordneten Gehäusen dadurch erleichtert werden, dass die Elektroden in den den Messfühlern zugehörigen Gehäusen gelagert werden. Zum Versetzen ist daher lediglich das Gehäuse mit den vorstehenden Elektroden in entsprechende Bohrungen einzusetzen oder in das Holz einzuschlagen.
Da der elektrische Widerstand des Holzes nicht nur von der Holzfeuchte, sondern auch von der Holztemperatur abhängt, kann es zu Fehlmessungen kommen, wenn die Temperatur nicht ausreichend berücksichtigt wird. Die Temperatur innerhalb des Trockenraumes wird zwar überwacht, doch kann es durchaus zu Temperaturdifferenzen im Bereich der zu trocknenden Hölzer kommen.
Um eine weitgehende Temperaturkompensation sicherstellen zu können, können daher die Gehäuse einen Temperaturfühler mit einem ein- und auslesbaren Speicher für die Temperaturmesswerte aufweisen, so dass die jeweilige Ist-Temperatur im Bereich der Messstellen für die Temperaturkompensation der Messergebnisse verfügbar wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Trocknen von Holz, insbesondere Schnittholz, in einem schematischen Blockschaltbild gezeigt.
Von der Vielzahl der mit einer übergeordneten Steuereinrichtung 1 für die Warmluftführung einer Trockenkammer verbundenen, untereinander gleichen Messfühler für die Holzfeuchte ist lediglich ein Messfühler 2 mit dem zugehörigen Gehäuse 3 dargestellt. Dieses Gehäuse 3 umfasst eine Energiequelle 4, vorzugsweise wenigstens eine aufladbar Batterie, zur Spannungsversorgung der beiden Elektroden 5 des Messfühlers 2, der über eine elektrische Widerstandsmessung die jeweilige Holzfeuchte erfasst und in einem Messwertgeber 6 digitalisiert zur Verfügung stellt.
Diese Messwerte werden in einen Speicher 7 eingelesen, der über eine Steuereinheit 8 ein- und ausgelesen werden kann. Zur Übertragung der im Speicher 7 abgespeicherten Messwerte ist im Gehäuse 3 eine Sende- und Empfangseinrichtung 9 vorgesehen, die über eine Funkstrecke 10 zur drahtlosen Datenübermittlung mit einer der übergeordneten Steuereinrichtung 1 zugeordneten Sende- und Empfangseinheit 11 verbunden ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Sende- und Empfangseinheit 11 die übertragenen Daten an eine Auswertestufe 12 weiterleitet, die an die Steuereinrichtung 1 angeschlossen ist. Nach einer programmbedingten Datenverarbeitung in der Steuereinrichtung 1 werden die für die Steuerung des Trocknungsvorganges erforderlichen Steuersignale an einem entsprechenden Ausgang 13 zur Verfügung gestellt.
Für die Steuerung der Holztrocknung notwendige Parameter können über eine Eingabe 14 der Steuereinrichtung 1 vorgegeben werden. Zur Anzeige der abgerufenen und verarbeiteten Daten kann die Steuereinrichtung 1 zusätzlich mit einer Anzeige 15 verbunden werden.
Soll die Holzfeuchte von verschiedenen Messfühlern abgerufen werden, so kann die Sendeund Empfangseinheit 11 über die Steuereinrichtung 1 mit einem entsprechenden Abfragebefehl beaufschlagt werden, der über die Sende- und Empfangseinrichtungen 9 der Messfühler 5 an die Steuereinheit 8 zur Auswertung weitergegeben wird. Zufolge dieser Auswertung wird für den Fall, dass die Messstellenkennung des jeweiligen Messfühlers 2 ausgewählt wurde, das Auslesen des Speichers 7 für die Messwerte in die Sende- und Empfangseinrichtung 9 und in weiterer Folge die Übertragung der ausgelesenen Messwerte an die Sende- und Empfangseinheit 11 der Steuerein- richtung 1 veranlasst.
Das Gehäuse 3 umfasst neben dem Speicher 7 für die Messwerte einen weiteren Speicher 16 für holzbezogene Kenndaten, die über eine Eingabeeinrichtung 17 eingelesen werden können.
<Desc/Clms Page number 3>
Vorzugsweise bildet die Eingabeeinrichtung 17 ein Schreib- und Lesegerät, das mit einer Anzeige verbunden ist, so dass über die Eingabeeinrichtung 17 auch die gespeicherten, auf das Holz bezogene Kenndaten abgefragt werden können. Mit der Eingabe dieser Kenndaten wird eine eindeutige Zuordnung dieser Kenndaten zu der jeweiligen Messstelle sichergestellt, weil diese Kenndaten aus dem Speicher 16 über die Sende- und Empfangseinrichtung 9 zusammen mit der Messstellenkennung an die Steuereinrichtung 1 übertragen werden können.
Durch das Vorsehen sowohl eines Speichers 7 für die Messdaten als auch eines Speichers 16 für holzbezogene Kenndaten in jedem Gehäuse 3 für die einzelnen Messfühler 2 werden in vorteilhafter Welse alle für die Steuerung der Holztrocknung erforderlichen Daten zur Verfügung gestellt, und zwar nicht nur im Bereich der übergeordneten Steuereinrichtung 1, sondern auch im Bereich der einzelnen Messstellen, was eine wesentliche Voraussetzung für eine einfache Verwaltung eines Lagers für zu trocknende Schnitthölzer darstellt, die im allgemeinen stapelweise gelagert werden, so dass nicht nur die einzelnen Stapel voneinander zu unterscheiden sind, sondern auch für jeden Stapel die über verteilte Messfühler erfassten Feuchtigkeitswerte erfasst werden müssen. Von den einzelnen Schnittholzstapeln sollten zusätzlich die jeweiligen Lagerorte erfassbar sein.
Zu diesem Zweck können zumindest ausgewählte Gehäuse eine Einrichtung zur Erfassung der Lagekoordinaten beispielsweise über Funk aufweisen, so dass über diese an sich bekannten Einrichtungen zur Erfassung der Lagekoordinaten über die ermittelten Ortskoordinaten der Lagerort eines jeden Schnittholzstapels angezeigt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Trocknen von Holz, insbesondere Schnittholz, bestehend aus einer mit
Warmluft betreibbaren Trockenkammer und aus einer Steuereinrichtung für die Warmluft- führung in Abhängigkeit von der Holzart und der über Messfühler erfassbaren Holzfeuchte, wobei den Messfühlern je ein Gehäuse mit einer Energiequelle für den Messfühler und mit einem Sender zur drahtlosen Datenübertragung der digitalisierten Messwerte sowie einer
Messstellenkennung an eine Auswertestufe der Steuereinrichtung zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sender der Gehäuse (3) jeweils als Teil einer Sende- und Emp- fangseinrichtung (9) ausgebildet sind, die über eine Steuereinheit (8) an im Gehäuse (3) vorgesehene, ein- und auslesbare Speicher (7,16)
für die Messwerte und für holzbezogene
Kenndaten angeschlossen ist.