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Die Erfindung bezieht sich auf eine Begrünungsmatte aus zwei miteinander vernadelten Vliesschichten, die zwischen sich Saatgut für eine Begrünung aufnehmen.
Um freie Bodenflächen einerseits vor Erosionseinflüssen zu schützen und anderseits einfach begrünen zu können, werden diese Bodenflächen mit Begrünungsmatten abgedeckt (AT 402 749 B), die aus zwei miteinander vernadelten Vliesschichten bestehen und zwischen den Vliesschichten entsprechendes Saatgut und allenfalls Nährstoffe für dieses Saatgut aufnehmen.
Zusätzlich können an der Unterseite der Begrünungsmatte Bewässerungsschläuche vorgesehen werden, die über eine Trägerschicht befestigt sind, wobei die Begrünungsmatte mit der Trägerschicht vernadelt wird. Über die Bewässerungsschläuche kann das Saatgut zum Auskeimen mit Wasser versorgt werden, was jedoch entsprechende Wasseranschlüsse und eine Steuerung der Wasserzufuhr erfordert. Abgesehen davon sind solche Begrünungsmatten mit integrierten Bewässerungsschläuchen konstruktiv aufwendig und schwierig zu verlegen, so dass sich der Einsatz dieser Begrünungsmatten auf Einzelfälle beschränkt.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Begrünungsmatte der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass ohne aufwendige Bewässerungsschläuche für ein vorteilhaftes Feuchtigkeitsangebot insbesondere während der Ankeimperiode des Saatgutes gesorgt werden kann, und zwar unabhängig von der Art des jeweils zu begrünenden Untergrundes.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die beiden Vliesschichten auf eine offenporige, wasserspeichernde Schicht aufgebracht und mit dieser Schicht vernadelt sind.
Die Verbindung der beiden das Saatgut zwischen sich aufnehmenden Vliesschichten mit einer wasserspeichernden Schicht bietet die einfache Möglichkeit, nach einer Bewässerung der auf einen zu begrünenden Untergrund aufgelegten Begrünungsmatte einen Wasservorrat bereitzustellen, aus dem das Saatgut nach und nach mit der für die Keimung erforderlichen Feuchtigkeit versorgt werden kann. Die Offenporigkeit dieser wasserspeichernden Schicht bringt im Zusammenwirken mit den durch die Vernadelung in diese Schicht eingetragenen Vliesfasern vorteilhafte Voraussetzungen für einen günstigen Flüssigkeitsaustausch zwischen diesen Schichten mit sich, weil zu diesem Zweck die Kapillarwirkungen der offenporigen Schicht und der in diese Schicht eingenadelten Vliesfasern erfolgreich ausgenützt werden können.
Die wasserspeichernde Schicht kann unterschiedlich aufgebaut sein. Einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn sie aus einer Schaumstoffmatte besteht, die je nach ihrer Dicke und ihrem Porenvolumen für die jeweils erforderliche, von der Art des zu begrünenden Untergrundes abhängige Wasseraufnahme sorgt. Soll eine wasserspeichernde Schicht vorgesehen werden, die einer Durchwurzelung nur wenig Widerstand entgegensetzt, so kann anstelle einer durchgehenden Schaumstoffmatte eine wasserspeichernde Schicht aus wasserspeichernden Teilchen aufgebaut werden, die zwischen den Viiesschichten einerseits und einer mit den Vliesschichten durch eine Vernadeiung verbundenen Deckschicht anderseits gehalten werden.
Diese wasserspeichernden Teilchen können aus einem Schaumstoffgranulat oder aus anderen wasserspeichernden Materialien bestehen, da es ja vor allem auf die Fähigkeit der wasserspeichernden Schicht ankommt, ausreichend Wasser aufzunehmen, um es anschliessend nach Bedarf wieder abgeben zu können.
Muss damit gerechnet werden, dass der zu begrünende Untergrund einen Teil des gespeicherten Wassers aus der wasserspeichernden Schicht absaugt, so kann die wasserspeichernde Schicht auf der Unterseite mit einer wasserundurchlässigen Sperrschicht beispielsweise aus Latex versehen werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird eine erfindungsgemässe Begrünungsmatte in einem schematischen Querschnitt ausschnittsweise dargestellt.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel weist die Begrünungsmatte zwei Viiesschichten 1 und 2 auf, die jeweils aus einem vorgenadelten Vlies gebildet werden und beispielsweise aus einer Faser- mischung aus Hanf- und Schafwollefasern bestehen. Zwischen diesen Vliesschichten 1 und 2 lagert körniges Saatgut 3. Zur Herstellung der Begrünungsmatte wird das körnige Saatgut 3 auf eine der beiden vorvernadelten Vliesschichten 1,2 aufgestreut, bevor die jeweils andere Vlies- schicht aufgelegt und die beiden Vliesschichten 1,2 mit den dazwischen befindlichen Saatgut- körnern gemeinsam vernadelt werden.
Zum Unterschied von bekannten Begrünungsmatten dieser Art sind die belden Vliesschichten
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2 und 3 jedoch zusätzlich mit einer weiteren Schicht 4 vernadelt, die beispielsweise aus einer offenporigen Schaumstoffmatte besteht, um einen Wasserspeicher für das Saatgut 3 zu erhalten.
Das nach einer Bewässerung der auf einen Untergrund aufgebrachten Begrünungsmatte durch die Vliesschichten 1 und 2 in die Schicht 4 einsickernde Wasser wird in den offenen Poren der Schaumstoffmatte gespeichert und kann wieder an das zwischen den Vliesschichten 1 und 2 eingebettete Saatgut 3 abgegeben werden. Durch die Vernadelung der Vliesschichten 1 und 2 mit der wasserspeichernden Schicht 4 werden durch die aus den Vliesschichten 1 und 2 in die Schicht 4 eingenadelten Fasern Faserbrücken 5 gebildet, wie sie In der Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels schematisch angedeutet sind.
Ober diese Faserbrücken 5 kann ein entsprechender Wasseraustausch zwischen den Schichten stattfinden, und zwar aufgrund einer Kapillarwirkung, die für eine gleichmässige Feuchtigkeitsversorgung des Saatgutes 3 über die Fläche der Begrünungsmatte aus der wasserspeichernden Schicht 4 sorgt.
Um nicht einen unnötigen Flüssigkeitsverlust aus der wasserspeichernden Schicht 4 an den zu begrünenden Untergrund in Kauf nehmen zu müssen, kann beispielsweise bei einem sandigen Untergrund die wasserspeichernde Schicht 4 auf der Unterseite mit einer wasserundurchlässigen Sperrschicht 6 versehen werden, die aus einer aufgesprühten Latexschicht bestehen kann.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
So könnte die wasserspeichernde Schicht 4 anstelle einer Schaumstoffmatte eine Lage aus wasserspeichernden Teilchen bilden, die zwischen den Vliesschichten 1 und 2 und einer Deckschicht gehalten werden, die mit den Vliesschichten 1,2 durch eine Vernadelung verbunden wird. Diese Deckschicht kann aus einem Textilgewebe oder einer Vliesschicht bestehen, die allenfalls als Sperrschicht 6 wirkt. Die Vernadelung der Vliesschichten 1 und 2 mit der wasserspeichernden Schicht 4 kann entweder gemeinsam mit der Vernadelung der beiden Vliesschichten 1 und 2 oder gesondert davon erfolgen. Mit dem Saatgut 3 kann naturgemäss auch Nährstoff für das Saatgut 3 zwischen die Vliesschichten 1 und 2 eingebracht werden, die unterschiedlich aufgebaut sein können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Begrünungsmatte aus zwei miteinander vernadelten Vliesschichten, die zwischen sich
Saatgut für eine Begrünung aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Vlies- schichten (1,2) auf eine offenporig, wasserspeichernde Schicht (4) aufgebracht und mit dieser Schicht (4) vernadelt sind.