AT408056B - Steckverbindung zum lösbaren kuppeln von möbelteilen - Google Patents

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   Die Erfindung   betrifft   eine Steckverbindung zum   losbaren   Kuppeln von Möbelteilen bzw Dekor- elementen, wobei die   Mobeltelle entlang   der Verbindungskanten periodisch angeordnete Vor- bzw
Rücksprunge aufweisen   Eine Vielzahl derartiger Mobelverbindungen sind   im Bereich der Selbstbaumobel bekannt geworden,   wobei Industriell vorgefertigte Möbelteile   vom Konsumenten an Ort und Stelle montiert werden Meist sind unterschiedlichste Montagehilfselemente aus unterschiedlichen Materialien vor- gesehen, welche in Ausfrasungen bzw.

   Bohrungen der Möbelelemente eingesetzt werden, wobei nach dem Koppeln der Elemente zumindest eines der Montagehilfselemente beispielsweise durch Verdrehen In eine   Halte- oder Schliessstellung   gebracht wird Derartige Verbindungen können mit
Hilfe geeigneter Montagewerkzeuge auch wieder gelöst werden, sodass die Möbel zerlegt und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden   konnen  
Nachteilig bel derartigen   Mobelverbindungen   ist die grosse Zahl unterschiedlichster Montage- hilfselemente und der   Zeitaufwand diese richtig in   die vorgesehenen Bohrungen, Nuten und Ausfräsungen einzusetzen, wozu meist auch unterschiedlichste Werkzeuge verwendet werden müssen. 



   Die DE 25 20 046 Al zeigt eine Steckverbindung der eingangs genannten Art zum   losbaren  
Kuppeln von tafelförmigen Elementen, wobei auf gegenüberliegenden Seiten jeder Tafel zwei Rei- hen von Ausnehmungen angeordnet sind. Weiters sind Verbindungsleisten vorgesehen, welche in die Ausnehmungen passende Nasen zeigen Zwei der Tafeln können daher nicht direkt miteinander gekoppelt werden, da jeweils zwei Reihen von Ausnehmungen aufeinander treffen würden und kein Halt gegeben wäre.

   Nachteiligerweise sind zur Herstellung dieser unterschiedlichen Ausnehmungen bzw Nasen der Tafel bzw der Verbindungsleiste zwei unterschiedliche Werkzeugeinsteilungen nötig Welters Ist auch die Haltekraft der Verbindung eher gering, da die einzelnen Teile nur reibschlüssig ineinander greifen
Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach herzustellende Steckverbindung zum   losbaren   Kup-   peln   von   Mobeltellen   bzw Dekorelementen vorzuschlagen, welche ohne Montagehilfselemente das Auslangen findet, wobei sowohl bel der Montage, als auch bel der Demontage keine, bzw wenige, einfache Werkzeuge zur Anwendung kommen Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, das System der Möbeielemente   vanabel   und ausbaufähig zu gestalten
Diese Aufgabe wird   erfindungsgemäss   dadurch gelöst,

   dass jedes der Möbelteile an zumindest einer Verbindungskante jeweils zwei Reihen periodisch angeordneter   Vor-und Rucksprünge   aufweist, wobei die beiden Reihen in Richtung der Verbindungskante um eine halbe Penode versetzt sind, sodass im Bereich eines Vorsprunges einer Reihe, ein Rucksprung der anderen Reihe angeordnet ist und die Vor-und Rücksprunge in an sich bekannter Welse etwa die halbe Wandstarke des   Möbelteiles   aufweisen, sowie dass die Vorsprunge zweier Mobelteile auf den einander zugewandten Flächen formschlussig ineinandergreifende Vertiefungen und Erhebungen aufweisen Erfindungsgemass werden somit die   Möbelteile   einfach durch Zusammenstecken gekuppelt,

   wobei jeweils die Vorsprunge eines   Möbelteiles In   die Rucksprünge des anderen Möbelteiles ragen und die Erhebungen auf den Vorsprüngen eines Möbelteils in die Vertiefungen des anderen   Möbelteiles   einrasten Die Mobelteile werden entweder durch leichtes Klopfen mit dem Handballen oder unter Zuhilfenahme eines leichten Hammers, vorzugsweise eines Gummihammers, zusammengefügt Zum Trennen der Verbindung   genugt   meist ein ruckartiges Auseinanderziehen, wobei zur Demontage auch ein Schraubenzieher mit breiter Klinge verwendet werden kann, welcher an der Möbelinnenseite in den Spalt zwischen zwei Mobeltellen eingesetzt wird
In einer ersten Ausführungsvariante der Steckverbindung ist vorgesehen, dass die äussere Kontur der   Vor- und Rucksprünge jeder Reihe wellenförmlg   ausgebildet ist,

   wodurch sowohl an der Aussen-, als auch an der Innenseite der Mobel dasselbe, optisch sehr ansprechende Erscheinungsbild entsteht
In einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die aussere Kontur der Vorund Rücksprünge jeder Reihe aus unmittelbar aneinandergefügten Kreisabschnitten besteht bzw, dass die aussere Kontur aus aneinandergefügten, rechteckformigen oder   trapezformigen   Abschnitten besteht, wobei die Ecken jeweils abgerundet sind, sodass ein stetiger, fliessender Übergang entsteht, welcher einfach durch Fraswerkzeuge herstellbar ist
Obwohl die Vertiefungen und Erhebungen auf den Vorsprungen der einzelnen   Möbelteile   im wesentlichen beliebig ausgeführt sein   konnen,   und lediglich formschlussig ineinander greifen 

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 müssen,

   ergeben sich besondere Herstellungsvorteile, wenn jeder Vorsprung einer Reihe eine flache Nut als Vertiefung aufweist, welche der Kontur des Rucksprunges der anderen Reihe folgt, wobei die Breite der Nut etwa der halben Hohe des Vorsprunges entspncht. Der bei diesem Fräs- vorgang auf jedem Vorsprung verbleibende Oberflächenbereich kann ohne weitere Bearbeitung als
Erhebung verwendet werden, so dass durch einen Frasvorgang alle Vertiefungen und Erhebungen auf einer Reihe von Vorsprungen hergestellt werden können. 



   Schliesslich ist es   erfindungsgemäss   von Vorteil, wenn die Erhebungen 0, 1 bis 0, 3 mm über die
Basis der Vertiefungen ragen und eine zur Oberflache des   Mäbeltelles   planparallele oder in einem
Winkel von weniger als 30 geneigte Deckfläche aufweisen. Eine geringe Neigung der Deckfläche der Erhebungen erleichtert das Zusammenfügen der Mobelteile. 



   Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen naher erläutert. Es zeigen Flg 1 eine erfindungsgemässe Steckverbindung kurz vor dem Zusammenfügen der   Mobelteile In   Drauf- sicht, 2a die Steckverbindung gem. Flg. 1 geschnitten nach der   Linie 11-11 in Fig   1,   Flg.   2b dieselbe
Steckverbindung bei gekoppelten   Möbelteilen,   Flg 3   eine Ausführungsvariante   der Steckverbin- dung gem Flg 1, Fig. 4 das Endstuck eines Möbelteiles   In vergrösserter Darstellung,   Fig. 5 eine räumliche Eckverbindung unter Verwendung von zwei erfindungsgemassen Steckverbindungen,
Fig 6 eine flächige Eckverbindung, sowie die Figuren 7 und 8 weitere Ausführungsvarianten einer
Steckverbindung gem Fig.

   1
Die in Flg 1 dargestellte Steckverbindung dient zum   losbaren   Kuppeln der beiden   Möbelteile   1 und 2, welche vorzugsweise aus schichtverleimtem Holz bestehen Jedes der Möbelteile 1 und 2 weist an zumindest einer Verbindungskante l'bzw 2'jeweils zwei Reihen periodisch angeordneter
Vorsprunge 3 und Rücksprünge 4 auf Die beiden Reihen von   Vor-und Rücksprüngen   3,4 sind in
Richtung der Verbindungskante   l'bzw 2'um   eine halbe Periode versetzt, sodass im Bereich eines Vorsprunges 3 einer Reihe, ein Rucksprung 4 der anderen Reihe angeordnet ist.

   Wie insbesonde- re aus Figur 2a und 2b ersichtlich ist, weisen die Vor- und Rucksprünge die halbe Wandstarke des
Möbelteiles auf, wobei die Vorsprunge 3 zweier   Möbettote   1,2 auf den einander zugewandten Fla- chen formschlussig ineinandergreifende Vertiefungen 5 und Erhebungen 6 aufweisen. 



   Bei der Ausführung   gemäss   Flg 3 weisen die Erhebungen 6 Abflachungen 6'an der den Vertiefungen 5 zugewandten Kante auf, wodurch eine besonders stabile Verbindung entsteht   Wie Im Deta ! ! n Flg   4 dargestellt, uberragen die Erhebungen 6 die Basis der Vertiefungen 5, um ca 0, 1 bis 0, 3 mm, (siehe H In Fig 4) wobei zum leichteren Aneinanderfügen der   Möbeitelle   die Deckflache 7 der Erhebung 6, um einen Winkel a von weniger   als 30 zur   Oberfläche 8 des   Möbelteiles   1 geneigt sein kann
Die äussere Kontur der   Vor-und Rucksprünge   3,4 jeder Reihe ist vorzugsweise wellenförmig ausgebildet, insbesondere kann die   äussere   Kontur aus aneinandergefugten Kreisabschnitten bestehen,

   welche z B einen Radius von 3 bis 15 cm aufweisen
Die Vertiefungen   konnen, - wie In Flg   1 dargestellt - als flache Nut 9 ausgeführt sein, welche der Kontur des Rucksprunges 4 am selben Möbelteil folgt Die Breite b der Erhebung 6 bzw., der Nut 9 entspricht etwa der halben Hohe h des Vorsprunges 4
Fig 5 zeigt eine räumliche Eckverbindung, welche die zwei Mobelteile 1 und 2 mit Hilfe eines Eckteiles 10 weiches an zwei Verbindungskanten jeweils zwei Reihen vom Vor- und Rucksprungen 3,4 aufweist, verbindet
Fig 6 zeigt eine flächige Eckverbindung, in welcher die Möbelteile 1 und 2 uber ein Eckteil 11, welches an zwei aufeinander normal stehenden Verbindungskanten Vor-und Rücksprünge 3,4 aufweist, miteinander verbunden sind Die beiden Schenkel des Eckteiles 10 bzw die beiden Verbindungskanten des Eckteiles 11 können auch andere.

   vom rechten Winkel abweichende Winkel einschliessen, sodass auf diese Art beliebige Winkelverbindungen herstellbar sind. Beispielsweise im Zusammenhang mit Dekorelementen oder   Wandvertäfelungen ist   es denkbar, auch Elemente einzusetzen, welche an mehr als zwei Verbindungskanten periodisch angeordnete Vor- und Rücksprunge aufweisen
Als Alternative zur wellenförmigen Kontur der   Vor- und Rücksprünge   3,4 werden in den Aus-   führungsvarianten     gemäss   Figuren 7 und 8 Steckverbindungen gezeigt, bei weichen die aussere Kontur aus   aneinandergefugtem   rechteck-, oder trapezförmigen Abschnitten besteht, wobei die Ecken abgerundet ausgebildet sind

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1 Steckverbindung zum losbare Kuppeln von Mobeltellen (1,2, 10,11) bzw. Dekorelemen- ten, wobei die Möbeiteile entlang der Verbindungskanten periodisch angeordnete Vor- bzw. Rücksprünge aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Möbeltelle (1,2, 10,11) an zumindest einer Verbindungskante (1', 2') jeweils zwei Reihen periodisch ange- ordneter Vor-und Rücksprünge (3,4) aufweist, wobei die belden Reihen in Richtung der Verbindungskante um eine halbe Periode versetzt sind, sodass Im Bereich eines Vor- sprunges (3) einer Reihe, ein Rucksprung (4) der anderen Reihe angeordnet ist und die Vor- und Rücksprünge (3, 4) In an sich bekannter Weise etwa die halbe Wandstarke des Möbelteiles aufweisen,
    sowie dass die Vorsprunge (3) zweier Mobelteile auf den einander zugewandten Flächen formschlüssig ineinandergreifende Vertiefungen (5) und Erhebun- gen (6) aufweisen 2 Steckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aussere Kontur der Vor- und Rucksprunge (3,4) jeder Reihe wellenförmig ausgebildet Ist 3 Steckverbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die aussere Kontur der Vor- und Rucksprunge (3,4) jeder Reihe aus unmittelbar aneinandergefugten Kreisab- schnitten besteht 4.
    Steckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aussere Kontur der Vor-und Rücksprunge (3,4) jeder Reihe aus aneinandergefügten rechteck- oder trapez- formigen Abschnitten besteht, wobei die Ecken (12) abgerundet ausgebildet sind (Fig 7, 8) 5 Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Vorsprung (3) einer Reihe eine flache Nut (9) als Vertiefung (5) aufweist, welche der Kon- tur des Rücksprungs (4) der anderen Reihe folgt, wobei die Breite (b) der Nut (9) etwa der halben Hohe (h) des Vorsprunges (3) entspricht (Fig.
    1) 6 Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (6) 0, 1 bis 0, 3 mm über die Basis der Vertiefungen (5) ragen und eine zur Oberflache (8) des Mobelteiles planparallele, oder in einem Winkel (a) von weniger als 30 geneigte Deckfläche (7) aufweisen (Fig 4)
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2520046A1 (de) * 1974-09-06 1976-03-25 Giuseppe Rovere Aus einzelnen elementen z.b. baukastenartig zusammengesetzter moebelaufbau, insbesondere regal, buechergestell oder mehrere behaelterartige aufnahmen besitzendes moebelstueck

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2520046A1 (de) * 1974-09-06 1976-03-25 Giuseppe Rovere Aus einzelnen elementen z.b. baukastenartig zusammengesetzter moebelaufbau, insbesondere regal, buechergestell oder mehrere behaelterartige aufnahmen besitzendes moebelstueck

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