AT408777B - Flügel-überdachungssystem - Google Patents

Flügel-überdachungssystem Download PDF

Info

Publication number
AT408777B
AT408777B AT203899A AT203899A AT408777B AT 408777 B AT408777 B AT 408777B AT 203899 A AT203899 A AT 203899A AT 203899 A AT203899 A AT 203899A AT 408777 B AT408777 B AT 408777B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
wing
joints
membrane
rods
positions
Prior art date
Application number
AT203899A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA203899A (de
Original Assignee
Ihm Margarete
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ihm Margarete filed Critical Ihm Margarete
Priority to AT203899A priority Critical patent/AT408777B/de
Publication of ATA203899A publication Critical patent/ATA203899A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT408777B publication Critical patent/AT408777B/de

Links

Landscapes

  • Tents Or Canopies (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Flügel-Überdachungssystem als bewegliches Sonnen-/Regenschutzsystem, welches aus zueinander beweglich montierten Stäben und aus Membranhäuten besteht und bei Krafteinwirkung auf den Hauptmast entlang seiner Bohrung eine eigenspezifische Bewegungsabfolge in seiner Gesamtheit auslöst. 



   Es handelt sich also um eine Erfindung auf dem Gebiet   Bauingenieurwesen/Architektur.   



   Der bisherige Stand der Technik ermöglicht viele   klapp-/falt-/schwenk-/gleitbare Sonnen-und   Regenschutzobjekte. Die erfinderische Besonderheit des vorliegenden   Flügel-Überdachungs-   sytems besteht in der Art und Weise der Klappbarkeit (Ursache und Wirkung) und deren Automatismus Der Schliess-und öffnungsmechanismus von Flügelstäben wird mittels zweier Stützstäbe gesteuert, die ihrerseits eine kinematisch selbstauslösende Schwenkung zu dieser Funktion erfahren und zwei weitere Stützstäbe als zusätzliches Trägergerüst für die Membran mitführen. Das System bietet   darüberhinaus   eine modulare Anordnungsmöglichkeit für einen weiträumigen Sonnen-und Regenschutz und ist bei Bedarf offenbar, wobei sich bei stufenloser Beweglichkeit eine Vielfalt an Stellungsmöglichkeiten ergeben (Semiotik Flügelschlag).

   Im zusammengeklappten Zustand schützt diese Funktion das System vor Windangriffen, besonders nach Einfahren der Membran (Schutzhaut) in die vorgesehenen   Hohistäbe.   



   Die Erfindung soll nunmehr anhand der beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden. Fig. 1 zeigt mehrere, modular angeordnete,   erfindungsgemässe     Flügel-Überdachungssysteme   in verschiedenen Ansichten mit und ohne Membran. Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Flügelüberdachungssystems. Fig. 3 zeigt im Detail die verschiedenen in Fig. 2 angedeuteten Gelenke. Fig. 4 zeigt ein   Ausführungsbeispiel   für den Antrieb des Hauptmastes. Fig. 5 zeigt schematisch den Bewegungsablauf des Flügelüberdachungssystems in einer Seitenansicht. Fig. 6 zeigt den schematischen Bewegungsablauf in einer Rückansicht mit leicht erhöhten Perspektive. 



   In Fig. 1 ist das Flügel-Überdachungssystem mit und ohne Membran in einer (a) Frontalansicht (b) Aufsicht (c) Perspektive gezeigt. Figur 1 zeigt die Möglichkeit einer Anordnung der einzelnen Systeme, bzw. den Stand der stufenlosen Beweglichkeit Im Moment der vollen Ausbreitung der Flügelfläche und die damit einhergehende gegenseitige Berührung mit der gänzlichen Schliessung der Gesamtfläche aller Einheiten. 



   In der perspektivische Ansicht des   Flügel-Überdachungssystems   gemäss Fig. 2 erkennt man zwölf   Einzelstäbe   sowie acht unterschiedliche Gelenke bel insgesamt vierzehn Verbindungsstellen. 



  Dabei bezeichnet a einen Fahrmast b einen Stützmast c sechs Flügelrohre (drei je Systemseite) d sechs Stützrohre (drei je Systemseite)
1, 3, 7 Gelenke in einfacher und
2,4, 5,6, 8 Gelenke in zweifacher Ausführung je System
In Fig. 3 sind im Detail die Gelenke der Vorrichtung dargestellt. 



   Die acht Gelenktypen sind sog. Kardan- oder Kreuzgelenke verbunden mit einer Drehscheibe für eine ausreichende Beweglichkeit in die vorgegebenen Richtungswinkel (Gelenke 2-6 und 8) und einem Gleitlager (Gelenke 2 und 6) ; oder sie bestehen aus einer Bolzenlagerung (Gelenke 1 und 7). Das Bezugszeichen 9 zeigt den Schnitt durch zwei   Flügelrohre   zweier benachbarter Systeme in   o. g. Schliessposition   der   Überdachungsflächen,   mit Membran und Halterung, Regenablaufrinne und ausgleichendem Kautschuk-Stossdämpfer (auch   Wasserablaufdichtung).   



   Der Antrieb besteht entweder wie im vorliegenden, in Fig. 4 gezeigten Fall aus Motor, axialem Kegellager, und Trapezspindel in einem Gehäuse, hier ein Rohr über das wiederum der Fahrmast als Hüllrohr durch Drehung der Spindel vertikal geführt wird und sich seinerseits in einem Hüllrohr als Schutzgewände gegen das Erdreich bewegt. Oder andererseits, um eine tiefere Bohrung in das Erdreich zu vermeiden, besteht die Möglichkeit, mittels Hydraulik oder Pneumatik den Weg der Krafteinwirkung mit einen doppeltwirkenden Teleskopzylinder aufzunehmen. 



   Fig. 5 zeigt in einer seitlichen Ansicht schematisch die Bewegungsabfolge in acht Schritten. 



   Die Stellungen 1 und 8 entsprechen In Reihenfolge den Stellungen 4 und 1 aus Fig. 6. Es ist 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 dies der Zustand kurz vor der maximal zusammengeklappten Form des Systems in den zwei möglichen Varianten. Stellungen 4 und 5 entsprechen den Stellungen 3 und 2 aus Fig. 6. Dies ist der Zustand der maximal aufgeklappten Form in zwei Varianten. Dabei entspricht Stellung 5 aus Fig. 5 und Stellung 2 aus Fig. 6 dem Zustand der Darstellung in Fig. 1. 



   Der   Öffen- und Schliessvorgang lässt   sich wie folgt beschreiben :
Der Fahrmast a (Fig. 2) ist höhenverstellbar und der einzige direkt aktivierte Stab, der in Abfolge simultan alle restlichen elf Stäbe und die vierzehn Gelenke indirekt in Bewegung versetzt. Seine maximale Ausfuhrhöhe führt zu Stellung 1 bzw. 4 (Fig. 6). Seine minimale Ausfuhrhöhe führt zu Stellung 8 bzw. 1 (Fig. 6)   w. o.   beschrieben. Er wird wie unter Fig. 4 erläutert betätigt und überträgt seine Kraft zuerst in das Gelenk 7B (Fig. 2) auf zwei direkt befestigte Flügelrohre. Diese sind ausserdem an einem zweiten Punkt über das gleiche Gelenk 7A an dem Stützmast b befestigt, der wiederum am Fusspunkt in einem Gelenk 1 gelagert ist.

   Dessen Funktion besteht darin, das dritte Paar der Flügelrohre ebenfalls zu lagern (über Gelenk 3), jedoch an einem tiefer versetzten Punkt,   d. h.   die Flügelflächen verlaufen nicht in einer Ebene, sondern als hyperbolische Flächen zufolge der windschiefen Anordnung der Rohre. Diese gibt dem System die Fähigkeit der spezifischen Agilität und klappbaren Einheit. Während die am Fahr- und Stützmast direkt gelagerten Flügelrohre die restlichen vier über die Gelenke 8 und 5 antreiben, werden diese durch die Stützrohre d mit den Gelenken 4 gehalten und gleichzeitig durch einen selbsttätigen Mechanismus (Kinematik) in die geöffnete oder geschlossene Form geklappt.

   Dabei bleiben die Gelenke 2 an der Gleithülse für den Fahrmast fix am Boden plaziert, die Gelenke 4 fixiert, und die Gelenke 6 an den Gleithülsen zu zwei Flügelrohre im fixen Abstand zu den Gelenken 4 plaziert. Beschriebene Gelenke sind mit gleicher Nummerierung in Fig. 3 ersichtlich. 



   Fig. 6 zeigt schematisch in einer Rückansicht mit leicht erhöhter Perspektive die vier Grundstellungen des Flügelüberdachungssystems. 



   Das Flügel-Überdachungssystem als frei stehende Sonnen- und Regenschutzvorrichtung ist in zwei Richtungen zusammenklappbar, wobei die dazwischenliegende Offnungspositionen die Schutzfunktion   erfüllen.   Die Beweglichkeit wird von mindestens zehn Stäben und zwölf Gelenken ausgeführt, wobei lediglich die Betätigung des Hauptstabes in   Vertikairichtung   die zusammenhängenden restlichen Stäbe bewegt und einen charakteristischen Flügelschlag-Mechanismus auslöst. 



   Während die Stellunge 1 und 4 die Zustände kurz vor den zwei möglichen geschlossenen Klappstellungen darstellen, indem der Hauptmast auf maximale oder minimale Länge fährt, zeigen die Stellungen 2 und 3 die weitestgeöffneten Stellungen in wahlweise zwei Varianten (entspricht Stellungen 5 und 4 in Fig. 5). Ermöglicht wird diese Agilität bei Betrachtung einer Systemhälfte durch die Anordnung der   flügelflachetragenden   Stäbe zu einem windschiefen Viereck mit voneinander versetzten Ansatzpunkten, und von einem Stützstab, der den Flügel durch kinematischen Einfluss in die stufenlose Palette der Stellungsmöglichkeiten führt. 



   Die befestigte Membran muss entweder eine besonders hohe Bruchdehnungszahl aufweisen oder gegen eine Überspannung ihrer Fläche rechtzeitig in die Flügelrohre eingezogen werden. 



  Letztgenannter Mechanismus ist bei grösseren Windstärken zum Schutz der Konstruktion vorzusehen. 



   Alternativen :
Im Falle einer Umkehrung der Gelenke 4 und 6 (Fig. 2) dahingehend, dass Gelenk 4 an einer Gleithülse und Gelenk 6 ohne Gleitlager fixiert sind, funktioniert die Klappbarkeit ebenso. Die Anzahl der Stäbe lässt sich unter Wegfall der zwei oberen Stützrohre einschliesslich Gelenke 6 und teilweise 4 minimieren, und zwar ohne Einschränkung der Funktionsfähigkeit. Damit werden auch die zwei kleineren Membrannebenhäute hinfällig. Die Fixierung der Hauptmembrane an das Funktionsgrundgerüst kann demzufolge entlang der Flügelrohre weitergeführt werden und von deren äusserstem Punkt ab frei verlaufend erst wieder im Bereich des Gelenks (5) befestigt werden. Der Einzug der Membrane bei grösseren Windstärken kann in wahlweise zwei verschiedenen Flügelrohren pro Systemseite erfolgen. 



   Die Längen der einzelnen Rohre sind in Grenzen variabel. Vorzugsweise sind die Längen so abgestimmt, dass die Flügelrohre in waagrechter, bzw. rechtwinkeliger Position zum benachbarten System stehen, wenn sie im Falle der maximal aufgeklappten Stellung eine kraftschlüssige Verbindung eingehen sollen. Die Regenwasserabführung verläuft in dieser Stellung in Richtung Stützmast b und in diesem hinab. Die   flächenvergrössemde   Wirkung auf die Membran versus Stellung 1 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 (Fig. 5) erfordert eine sehr hohe Bruchdehnungszahl (Dehnbarkeit) bei gleichzeitiger Wasserundurchlässigkeit. Beide Eigenschaften der Membrane zugleich stellen einen Innovationsbedarf dar. 



  Bisherige Membrane wären überbeansprucht, und sind daher trotz optimaler   Flächenabwicklung   bei Stellungswechsel vorzeitig einzuziehen. 



   Die vorgelegte Konstruktion wurde in Form eines Modells erprobt, der TU Wien vorgestellt und als   voll funktionsfähig   bewertet, wie auch die Umsetzbarkeit in die Praxis bestätigt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCH : FlügelÜberdachungssystem als bewegliches Sonnen- 1 Regenschutzsystem, welches aus zu- einander beweglich montierten Stäben und aus Membranhäuten besteht und bei Krafteinwir- kung auf den Hauptmast entlang seiner Bohrung eine eigenspezifische Bewegungsabfolge in seiner Gesamtheit auslöst, gekennzeichnet dadurch, dass der Schlless- und Öffnungsmecha- nismus (Fig. 5 und 6) der F) ügeistäbe (Fig.
  2. 2/c) mittels zwei Stützstäben (Fig. 2/d, zwischen den Gelenken (2) und (4)) gesteuert wird, die ihrerseits eine kinematisch selbstauslösende Schwenkung zu dieser Funktion erfahren und die restlichen zwei Stützstäbe (d) (zwischen den Gelenken (4) und (6)) mitführen als zusätzliches Trägergerüst für die Membran
AT203899A 1999-12-03 1999-12-03 Flügel-überdachungssystem AT408777B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT203899A AT408777B (de) 1999-12-03 1999-12-03 Flügel-überdachungssystem

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT203899A AT408777B (de) 1999-12-03 1999-12-03 Flügel-überdachungssystem

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA203899A ATA203899A (de) 2001-07-15
AT408777B true AT408777B (de) 2002-03-25

Family

ID=3526466

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT203899A AT408777B (de) 1999-12-03 1999-12-03 Flügel-überdachungssystem

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT408777B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA203899A (de) 2001-07-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69602224T2 (de) Automatische Aufrichtvorrichtung für einen Kran mit zusammenklappbarem Ausleger
DE10022600B4 (de) Teleskopkran
EP1428788B1 (de) Teleskopausleger
DE19849747C5 (de) Verteilervorrichtung für Dickstoffe, insbesondere für Beton
DE69106006T2 (de) Hubvorrichtung.
DE2747048A1 (de) Zusammenklappbarer ausleger fuer einen ausfahrbaren kran
AT514191B1 (de) Radial raffbares Membrandach
AT408777B (de) Flügel-überdachungssystem
AT506952B1 (de) Instandhaltungssystem
EP0057002B1 (de) Teleskopierbarer Tragmast
EP1053124A1 (de) Entfaltbare dachkonstruktion
DE2134083A1 (de) Waagerecht zusammenklappbarer Turmkran
DE3541130A1 (de) Landwirtschaftliche feldspritze mit einem spritzgestaenge
DE2742417A1 (de) Rohrmast
DE1684226A1 (de) Bauelement und daraus hergestellte Konstruktionen
DE4445165C2 (de) Verfahren und Stockbaum zum Errichten von Gittermasten
DE3217907A1 (de) Teleskopmast mit einer vorrichtung zum selbstausgleichenden abspannen des mastes bei dessen aufstellen und ausfahren
DE102006052096A1 (de) Windschott und Cabriolet mit einem solchen Windschott
WO1999005931A1 (de) Standschirm
DE102023125885B3 (de) Markise mit Absenkmechanismus
EP4650552A1 (de) Mobiles zelt mit scherengliedern
DD293094A5 (de) Zusammenklappbarer auslegerkran, bestehend aus drei gelenkartigen miteinander verbundenen teilen
EP0081706A1 (de) Leichtbauhalle mit Planenabweiser
DE1927728C (de) Mast in Fachwerkkonstruktion
DE2406507A1 (de) Kran mit teleskopierbarem hauptausleger und spitzenausleger

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee