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Die Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für medizinische Instrumente, mit einer Führungskanüle, die einen sich im wesentlichen von einem distalen Ende zu einem proximalen Ende erstreckenden Längsschlitz aufweist, wobei die Führungskanüle einen etwa halbkreisförmigen Boden und parallele Seitenwände aufweist, und mit einem Handgriff, der mit der Führungskanüle verbunden ist.
Eine derartige Führungsvorrichtung ist aus der EP 0 552 980 A 1 bekannt.
Eine Führungsvorrichtung der eingangs genannten Art dient in der Orthopädie oder in der Unfallchirurgie dazu, den Zugang für medizinische Instrumente zu Gelenken, an denen Operationen durchgeführt werden sollen, zu erleichtern.
Ein spezieller Anwendungsfall einer solchen Führungsvorrichtung ist die Arthroskopie.
Die aus der zuvor genannten EP 0 552 980 A1 bekannte Führungsvorrichtung weist eine lang- liche Führungskanüle mit einem geschlossenen distalen Ende, einem offenen proximalen Ende und einem Längsschlitz auf, der sich von einem Punkt nahe dem geschlossenen Ende bis zu einem Punkt nahe dem offenen Ende erstreckt. Der Schlitz weist einen D-förmigen Querschnitt auf, der sich Im wesentlichen über seine gesamte Länge erstreckt. Der flache Teil des D-förmigen Querschnitts liegt entlang dem Rand des Längsschlitzes, und der D-förmige Querschnitt weist eine vorbestimmte Grösse zur Aufnahme und Führung eines axial in die Führungskanüle von dem offenen Ende her eingesetzten Instrumentes auf.
Am proximalen Ende der Führungskanüle ist bel dieser bekannten Vorrichtung ferner ein Handgriff angeordnet, der sich in Verlängerung der Längsachse der Führungskanüle erstreckt.
Diese bekannte Führungsvorrichtung wird speziell im Rahmen der Karpaltunnelbehandlung verwendet, um Instrumente wie ein Endoskop oder ein Schneidinstrument mittels der Führungska- nüle an Ort und Stelle in den Operationsbereich einzuführen.
Ein Nachteil dieser bekannten Führungsvorrichtung besteht darin, dass die Führungskanüle nach dem Einsetzen in das Operationsgebiet und nach dem Einsetzen eines Instrumentes in die Führungskanüle nicht aus dem Operationsgebiet herausgezogen werden kann. Auch die Anordnung des Handgriffs der bekannten Führungsvorrichtung in axialer Verlängerung der Führungskanüle ist nachteilig, weil sie das Einführen eines medizinischen Instruments, beispielsweise eines Arthroskops, in die Führungskanüle von proximal her behindert.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Führungsvorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere dass die Führungsvorrichtung nach dem Einführen eines medizinischen Instruments mittels der Führungskanüle aus dem Operationsgebiet auf leichte Weise entfernt werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das distale Ende der Führungskanüle offen ist, und dass der Handgriff seitlich von der Führungskanüte absteht.
Durch das distal offene Ende der Führungskanüle lässt sich die Führungskanüle entlang eines mittels der Führungskanüle in das Operationsgebiet eingeführten Instruments leicht herausziehen, während das Instrument im Operationsgebiet verbleiben kann, und muss somit nicht wie übliche Kanülensysteme als Zugangssicherung im Gelenk verbleiben. Dadurch, dass der Handgriff seitlich von der Führungskanäle absteht, lässt sich ein medizinisches Instrument ungehindert von proximal entlang der Führungskanüle in das Operationsgebiet einführen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass der Zugang eines medizinischen Instruments durch den Weichteilemantel in ein Gelenk ungehindert möglich ist.
Bei einer Verwendung der erfindungsgemässen Führungsvorrichtung wird die Führungskanüle entlang eines bereits eingeführten Instrumentes in das Gelenk vorgeschoben, bis das distale Ende der Führungskanüle mit einem Endoskop zu sehen ist. Im nächsten Schritt wird das zuerst eingeführte medizinische Instrument zurückgezogen, wonach ein anderes Instrument entlang der Führungskanüle in das Gelenk vorgeschoben werden kann. Anschliessend wird die Führungskanüle aus dem Gelenk herausgezogen, während das zuletzt eingeschobene Instrument Im Gelenk verbleiben kann.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen :
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Führungsvorrichtung in einer Draufsicht ;
Fig. 2 eine Ansicht der Führungsvorrichtung in Fig. 1 auf das proximale Ende ; und
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Fig. 3 eine Seitenansicht der Führungsvorrichtung in Fig. 1 und 2, gesehen auf das freie
Ende des Handgriffs der Führungsvorrichtung.
In Fig. 1 bis 3 ist eine mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 versehene Führungsvorrichtung dargestellt. Die Führungsvorrichtung 10 dient im Rahmen der minimal-invasiven Chirurgie, insbesondere in der Arthroskopie, zum Einführen von Instrumenten in Gelenke.
Die Führungsvorrichtung 10 weist eine Führungskanüle 12 sowie einen seitlich von der Führungskanüle 12 abstehenden Handgriff 14 auf.
Die Führungskanüle 12 weist einen sich im wesentlichen von einem distalen Ende 16 bis zu einem proximalen Ende 18 erstreckenden Längsschlitz 20 auf.
Die Führungskanüle 12 weist einen halbkreisförmigen Boden 22 und parallele Seitenwände 24 und 26 auf.
Die Führungskanüle 12 weist somit insgesamt einen D-förmigen Querschnitt auf.
Der Handgriff 14 ist am proximalen Ende mit der Führungskanäle 12 verbunden.
Das distale Ende 16 der Führungskanüle 12 ist offen ausgebildet, ebenso wie das proximale Ende 18. Die Führungskanüle 12 weist somit einen axial durchgehenden Führungskanal auf.
Das distale Ende 16 der Führungskanüle 12 ist abgeschrägt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt ein Winkel 28 in Fig. 3 141 .
Der Handgriff 14 steht etwa in einem Winkel von 900 von der Führungskanüle 12 ab. Dabei steht der Handgriff 14 von einer der Seitenwände 24,26, im gezeigten Ausführungsbeispiel von der Seitenwand 26, ab.
Die Führungskanäle 12 ist aus einem Rundstab mit einem Durchmesser von 12 mm gefertigt.
Die Länge des Rundstabes liegt im Bereich zwischen 70 und 90 mm.
Zur Fertigung der Führungskanäle 12 wird der Rundstab im wesentlichen über seine gesamte Länge auf einen Durchmesser von 8 mm abgedreht. Die letzten 5 mm in einem Bereich 30 des proximalen Endes 18 der Führungskanüle 12 bleiben auf 12 mm Durchmesser erhalten. Dabei wird ein Übergang 32 von dem 12 mm-Durchmesser auf den 8 mm-Durchmesser konisch abgedreht. Anschliessend wird der Rundstab mit einem 7 mm-Bohrer hohl gebohrt. Der hohl gebohrte Rundstab wird anschliessend axial in zwei Hälften getrennt. Die Spitze, d. h. das distale Ende 16 der Führungskanüle 12, wird abgeschrägt. Die Wandstärke der Führungskanüte 12 beträgt nach seiner Herstellung 0, 5 mm.
Der Handgriff 14 wird ebenfalls aus einem Rundstab mit einem Durchmesser von 5 mm hergestellt. Dieser Rundstab verjüngt sich an einem Ende 34 konisch auf einer Länge von 27 mm von 5 mm auf 3 mm. Ein verbleibender Teil 36 von 60 mm wird auf der gesamten Länge gerändelt und an einem Ende 38 halbkugelförmig abgerundet.
Es versteht sich, dass sämtliche vorstehend genannten Massangaben jedoch für verschiedene arthroskopische Techniken modifiziert werden können.
Die halboffene Bauweise der Führungskanäle 12 kann in ihrer Form (Durchmesser der Führungskanüle 12) und hinsichtlich des Winkels des Handgriffs 14 zur Führungskanüle 12 auf verschiedene Gelenke angepasst werden.
Mit der Führungsvorrichtung 10 wird das Wechseln von arthroskopischen Instrumenten in der Orthopädie und der Unfallchirurgie erleichtert. Der Vorteil der Führungsvorrichtung 10 besteht darin, dass kein zusätzliches Gerät im Gelenk während der Operation verbleiben muss, da die Führungskanüle 12 nach dem Wechsel der Instrumente entfernt wird, wobei durch die halboffene Bauweise der Führungskanüle 12 keine Grössenbeschränkung der eingeführten Instrumente besteht. Des weiteren erlaubt die Führungskanäle 12 einen Wechsel von Instrumenten, ohne sich im Weichteil zu verhängen.
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