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Die Erfindung bezieht sich auf ein plattenförmiges Sandwichelement für den Innenausbau, das aus einer rückseitigen Abdeckplatte aus einem Werkstoff hoher Festigkeit, einer raumseitigen Abdeckplatte oder Putzschicht und einer zwischen raumseitiger Abdeckplatte oder Putzschicht und rückseitiger Abdeckplatte angeordneten Trägerplatte aus wärme-und schalldämmenden Werkstoff besteht, wobei eine Lage des Elementes Ausnehmungen zur Aufnahme von Installationsleitungen aufweist.
Plattenförmige Sandwichelemente mit Vertiefungen oder Kanälen, auch als Klimaplatten oder Systemplatten bezeichnet, sind für den Einsatz als Trägerplatten für Rohrregister und Anschlussleitungen bekannt.
Beispielsweise offenbar die EP 666 383 B1 eine Klimaplatte, die aus einer Trägerplatte besteht, auf der in Vertiefungen bzw. Kanälen fluidführende Leitungen in einer gut wärmeleitenden Füllschicht vorgesehen sind und die mit einer Gipskartonplatte od. dgl. abgedeckt ist. Eine andere solche Klimaplatte ist aus der FR 2 390 684 A bekannt geworden, bel der die Abdeckung der fluidführenden Leitungen aus einem Blech besteht. Zu der AT 392 107 A wird vorgeschlagen, bei einer derartigen Klimaplatte zwischen Montageplatte und Blechabdeckung einen Luftraum zu belassen.
Die DE 41 31 797 zeigt ein Flächenelement für die Raumklimatisierung in Sandwichbauweise, das vorgefertigt werden kann, wobei zwischen oberer und unterer Platte Rohrleitungen in einer wärmeleitenden Schicht eingebettet sind. Heiz- oder kühlbare Bauplatten sind ferner aus der CH 600 259, dem DE 1 798 942 U und der FR 2 394 648 A bekannt. Ähnliche Platten sind auch für Fussbodenheizungen bekannt und z. B. In der EP 886 109 A2 und der DE 25 03 006 A beschrieben. Alle diese Systemplatten betreffen Heiz- undloder Kühlelemente, die mit Wasser führenden Leitungen ausgerüstet sind oder, wie z. B. aus der DE 32 45 889 A1 hervorgeht, von Heissluft durchströmt sind.
Aus der DE 30 43 136 A 1 ist ein geschosshohes Wandelement bekannt, das aus einer tragfähigen Stützplatte, einer oder mehrere Wärmedämmplatten, die auf wenigstens einer Seitenflache der Stützplatte angebracht sind und in der oder denen Ausnehmungen zur Aufnahme von Installationsleitungen geformt sind, und aus mit den Wärmedämmplatten verbundenen Abdeckplatten besteht.
In der DE 42 01 552 A 1 ist ein Wandverkleidungselement beschrieben, das aus einer mit einer Wärmeisolierschicht versehenen oder selbst als Isolierschicht wirkenden Putzträgerplatte, die mehrere parallele, über die gesamte Platten länge reichende Nuten aufweist, besteht. Das an seiner einen Oberfläche mit Nuten versehene Wandverkleidungselement kann als Rohrleitung-, Schla- uch- oder Elektrokabelleitungsträger verwendet werden.
In der WO 93/09308 sind Fertigbauelemente beschneben, die aus einem tragfähigen Kernelement, das eine oder mehrere kanalförmige Nuten aufweist, und einem Sichtflächenelement an mindestens einer Seitenfläche des Kernelementes besteht. Die kanalförmigen Nuten dienen als Hinterlüftungskanäle.
Die AT 1906 U1 offenbart einen plattenartigen Formstein, der zumindest auf einer Seite parallel zueinander verlaufende, nach oben offene Rinnen zur Aufnahme von Rohren aufweist. Der Formstein dient für Heizanlagen.
Im modernen Wohnungsbau und der Altbausanierung Ist die Technik der bekannten Systemplatten nicht mehr ausreichend, denn die Anforderungen an die Wärme- und Schallisolation von Wohn- oder Bürogebäuden steigen ständig.
Die Nachteile der Massivbauweise, meist mit aufgemauerten Ziegelwänden mit einer derzeit üblichen Dicke von 36, 5 cm liegen insbesondere in den unvermeidlichen Herausstemmen von Schlitzen für die nacheinander erfolgende Montage von Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallatio- nen und der sich an deren Einbau jeweils anschliessenden Arbeiten für das Zumauern der Installa- tionsschittze und das Verputzen derselben Danach ist die Wanddicke geschwächt und die Leitungen sind nicht mehr zugänglich. Auch Elektroleitungen, die auf dem Mauerwerk verlegt sind, sind nach dem Verputzen meist nicht mehr lokalisierbar. Ein weiterer Nachteil Ist der durch die Stemmarbeiten anfallende Bauschutt, der entsorgt werden muss.
Durch die Stemmarbeiten tritt insbesondere bei Aussenwänden eine erhebliche Qualitätsminderung durch Wanddickenschwächung ein, da sich dadurch die Wärmedämmeigenschaften, aber auch deren Statik verschlechtern.
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von plattenförmigen Sandwichelementen für den Innenausbau, bei denen Rohrführungskanäle für die Elektro-, Heizungs-, Küh ! ungs- und Santtännstaiiati- onen bereits weitgehend vorgesehen sind, sodass nach deren Einbau Stemmarbeiten auf ein Mini-
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mum reduziert sind, und durch die die Wärme- und Schalldammeigenschaften eines Gebäudes verbessert werden.
Dieses Ziel wird mit einem plattenförmigen Sandwichelement der eingangs angegebenen Art erreicht, bei dem erfindungsgemäss die Trägerplatte in ihrer Vorderseite horizontale und vertikale Kanäle für die Aufnahme von fluidführenden Leitungen und In ihrer Rückseite horizontale und vertikale Kanäle für die Aufnahme von Elektroleitungen, Schwachstrom- und Antennenkabel aufweist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen einerseits im Trockenbauverfahren, in der erheblichen Minderung des Aufwandes bei der Erstellung der Ziegelwande, die von bisher üblichen 36, 5 cm auf 25 cm reduziert werden konnen, da keine Wanddickenschwächung durch Stemmarbeiten und die Verlegung der Leitungen mehr erfolgt, anderseits im Wegfall der Entsorgung des Bauschuttes und jeglicher Baufeuchtigkeit durch Verputz und der Verkürzung der Bauzeit. Schliesslich ist ein weiterer erheblicher Vorteil der Erfindung dann zu sehen, dass wegen des hohen Grades an Vorfertigung der Elektro-, Heiz- bzw.
Kühl- und Sanitànnstallation in einem vorgegebenen Installations- und Verrohrungsraster der sonst erforderliche Montageaufwand auf der Baustelle wegfällt
Vorzugsweise weist die Trägerplatte Anschlüsse für Beleuchtungskörper und Aufnahmen fur Steckdosen, Schalter sowie für Zuluft und Abluft auf Dadurch wird der Montageaufwand auf der Baustelle noch weiter vermindert Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist in der Trägerplatte in an sich bekannter Weise raumseltig mindestens ein Heiz-/Kühirohrregister integriert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist in der Abdeckplatte mindestens ein fluidführendes Heiz-/Kühirohrregister oder ein Elektroheizregister integriert Durch die Integration eines Heiz- /Kühirohrregisters ist der Trägerplatte oder in der Abdeckplatte bzw. eines Elektroheizregisters in der Abdeckplatte erhält man Sandwichelemente für den Innenausbau, bei deren Verwendung der Aufwand für Installationen auf ein Minimum vermindert ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung enthält die raumseitige Abdeckplatte abnehmbare Abdeckteile. Auf diese Weise Ist ein eventuell notwendiger Zugang zur Trägerplatte ohne Zerstörung der Abdeckplatte möglich. Erfindungsgemäss sind auf der Oberfläche des plattenförmigen Sandwichelementes Markierungen, z. B. metallische Markierungsplättchen angebracht. Diese Markierungen geben Hinweise auf die Art und den Ort der in der Trägerplatte verlegten Rohre und Kabel. Die Lokalisierung gestaltet sich besonders einfach, wenn diese Markierungen aus Metallplättchen bestehen uns so mittels eines Magneten geortet werden können. Bevorzugt sind die rückseitigen Kanäle der Trägerplatte mit einer dünnen Abdeckung verschlossen sind.
Bei den erfindungsgemässen Sandwichelementen ist eine Veränderung des Leitungsverlaufes zu einem späteren Zeitpunkt völlig unproblematisch, da jede Leitung durch Planaufzeichnungen des Rasters Installations- und Verrohrungsraster und die zusätzlichen Markierungen jederzeit lokalisiert werden kann. Auch die Wärmedämmeigenschaften des Gebäudes werden durch den Einbau der erfindungsgemässen Innenausbauelemente verbessert, da die Wärmedämmeigenschaft dieser beispielsweise raumhohen Sandwichplatten bei einer Dicke derselben von beispielsweise 6 cm einer Ziegelmauer von 12 cm entspricht. Die erfindungsgemässen Innenausbauelemente konnen mit Vorteil sowohl als Wandelemente als auch als Fussboden- bzw.
Deckenelemente eingesetzt werden, was eine sehr intensive und ökonomische, Klimatisierung des damit ausgerüsteten Raumes mit sich bringt und ausserdem die Versorgung des Raumes mit elektrischen Leitungen aller Art vereinfacht.
Die erfindungsgemässen Sandwichelemente können Raumhohe aufweisen. Sie können aber auch kürzer ausgebildet sein, um sie beispielsweise unter bzw uber Fenstern, Türen, In Nischen oder in Kachelöfen anbnngen zu können.
Wenn die Trägerplatte mit einer gut warmeleitenden Putzschicht abgedeckt ist, so ergibt sich eine innige Verbindung der Rohrregister mit der Oberfläche des Elementes, sodass die Regelfähigkeit besonders gut ist, was für den Einsatz der Elemente fur Klimaanlagen, bzw als Heiz-und/oder Kühlelemente vorteilhaft ist,
Soweit nicht werksseitig bereits vorgenommen, wird nach der Montage der Elemente an der Aussenwand mittels Verkiebung, Verschraubung oder mittels eines Einhängesystems mit der Installation der Kabel und/oder Rohre gewonnen.
Die He) z-/Kühirohre werden, falls nicht bereits werksseltlge geschehen, in die raumseitig
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offenen und horizontalen vertikalen Kanäle der Trägerplatte eingelegt.
Für die Elektroinstallationen werden die rückseitigen Kanäle der Trägerplatte mit den entsprechenden Kabeln belegt werden. Es können Starkstromkabel, Schwachstromkabel, wie Steuert)- tungen, Telefonkabel oder Antennenkabel in jeweils getrennten Kabelkanälen verlegt werden. Erforderliche Abzweigungen werden, wie üblich, mittels eingesetzter Abzweigdosen durchgeführt. Dabei wird auf einfache Weise mittels eines sogenannten Dosenbohrers die entsprechende Öffnung hergestellt und die Abzweigdose eingesetzt. Entsprechendes gilt für die Anordnung von Lichtschaltern, Steckdosen oder Beleuchtungsanschlüssen.
Das erfindungsgemässe Innenausbauelement stellt ein vorgefertigtes, trockenes multifunktionelles Montagesystem dar, welches gleichermassen in Neubauten und bei der Altbausanierung Anwendung finden kann. Dabei wird in einem Arbeitsgang auch die Wärmedämmung der Aussenwand nach den gesetzlichen Bestimmungen verbessert, bei Altbauten zusätzlich die notwendigen Instal- lationen erneuert und durch den Einsatz der raumseitgen Abdeckplatten gleichzeitig eine anstreich-bzw. tapezierbare Oberfläche zur Verfügung gestellt.
Die einzelnen Trägerplatten, die mit Abdeckungen versehen sind, werden, je nach Bedarf, in unterschiedliche Abmessungen, vorgefertigt mit einem vorgegebenen Raster der Kanäle, an die Baustelle geliefert. Die Abmessungen sind dabei an die Raumhöhe oder Fenstereinbauten ohne weiteres anpassbar. Beispielsweise können bei deren Herstellung auch Leerrohre in die Trägerplatte eingebettet werden, in die dann bei Bedarf Kabel oder Drähte eingezogen werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand in der In den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert
Es zeigt :
Fig 1 eine perspektivische Darstellung eines Sandwichelementes,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsvariante,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsvanante als Fensterbrustungselement,
Fig. 4a - 4c eine Ausführungsvanante mit vorgehangtem Heizkörper in Vorderansicht, Langsschnitt und Querschnitt,
Fig. 5a - 5e eine auf Ausführungsvariante mit integriertem Rohrregister In Vorderansicht, Rückansicht, Längsschnitt und Querschnitt,
Fig. 6a - 6e eine weitere Ausführungsvariante mit Zuluftelement In Vorderansicht, Rückansicht, Längsschnitt und Querschnitt,
Fig.
7a - 7e eine Ausführungsvariante mit Abluftelement, In Vorderansicht, Rückansicht, Langsschnitt und Querschnitt,
Fig 8a und Fig. 8b eine Trägerplatte mit zwei horizontalen und einem vertikalen InstallatIonskanal in Vorderansicht und Langsschnitt und
Fig. 9a und Fig. 9b eine weitere Ausführungsvariante mit einem horizontalen und drei vertikalen Installationskanälen in Vorderansicht und Längsschnitt
Die In der Fig. 1 gezeigte perspektivische Darstellung des Sandwichelementes S lässt den Aufbau aus einer mittig vorgesehenen Trägerplatte 1, einer raumseitig angeordneten Abdeckplatte 2 aus gut wärmeleitenden Werkstoff und einer unteren rückseitig angeordneten Abdeckplatte 3 aus festem, Zugspannungen aufnehmenden Werkstoff erkennen.
Die Trägerplatte 1 weist rückseitig vertikale Kanäle 5 und honzontalen Kanäle 7,8 vorzugsweise für Elektrokabel, und raumseitig horizontale verlaufende Kanäle 9 auf. Gemäss Fig. 2 sind raumseitig zusätzlich vertikal verlaufende Kanäle 6 vorgesehen. Die Kanäle 6 und 9 sind für He < z-/Kühtrohre 10, wie In Fig. 7c gezeigt, vorgesehen Anstelle der Heiz-/Kühlrohre 10 können selbstverständlich auch andere fluidführende Rohrleitungen In diesen Kanälen 6 und/oder 9 verlegt werden. Mit 16 sind Markierungen bezeichnet, die beispielsweise aus Metall bestehen und so Hinweise auf die Art und den Ort der in der Tragerplatte 1 verlegten Rohre und Kabel geben
Die Fig. 2 zeigt anschaulich die Variattonsmoghchkeiten der Anordnung von Kanälen 6 und 9.
Während das Element S nach Fig. 1 und 2 Raumhöhe aufweist, ist die Ausführungsvariante gemäss Fig. 3 und 4a - 4c kurzer ausgebildet. Solche Elemente S können beispielsweise unter Fenstern angebracht werden, um, wie in Fig. 4 dargestellt, auch mit Heizkörpern 11, die mit den Rohrleitungen 10 verbunden sind, installieren zu können.
Die Tragerplatte 1 gemäss Flg. 5a - 5c ist mit Rohrregistern 12 belegt, die mit den als Zu- und Ablauf dienenden Rohrleitungen 10 verbunden sind. Die einzelnen Rohrabschnitte der Rohrregister
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12 sind dabei beispielsweise in die Wellentäler der auf ihrer Vorderseite wellenförmig ausgebildeten Trägerplatte 1 eingebettet und mit einer gut wärmenden Putzschicht 4 anstelle einer Abdeckplatte überdeckt.
Bei der in Fig. 6a - 6e gezeigten Ausführungsform sind Abluftanschlüsse 15 vorgesehen.
Die in Fig. 7a - 7e dargestellte Ausführungsform weist eine Zulufteinrichtung 14 auf. Im Kanal 9 sind Heiz-/Kühlrohre 10 angeordnet, In der Abdeckplatte 2 sind Heiz-/Kühirohre 12 vorgesehen
Eine weitere Ausführungsvariante der Trägerplatte 1 Ist in Fig. 8a und 8b dargestellt, welche Kanäle 5,6 und 7 aufweist und waagrecht angeordnet wird. Weiters ist in Fig. 9a und 9b eine Tragerplatte 1 gezeigt, welche vertikale Kanäle 5 und einen horizontalen Kanal 8 beinhaltet, weicher mit einer Abdeckung 27 abgeschlossen ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Plattenförmiges Sandwich element für den Innenausbau, das aus einer rückseitigen Ab- deckplatte aus einem Werkstoff hoher Festigkeit, einer raumseitigen Abdeckplatte oder
Putzschicht und einer zwischen raumseitiger Abdeckplatte oder Putzschicht und rückseiti- ger Abdeckplatte angeordneten Tragerplatte aus wärme- und schalldämmenden Werkstoff besteht, wobei eine Lage des Elementes Ausnehmungen zur Aufnahme von Installations- leitungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (1) in ihrer Vorder- seite horizontale und vertikale Kanäle (6,9) für die Aufnahme von fluidführenden Leitun- gen (10) und in ihrer Rückseite horizontale und vertikale Kanäle (5,7, 8) für die Aufnahme von Elektroleitungen, Schwachstrom- und Antennenkabel aufweist.