AT409567B - Schaltungen zur veränderung des induktivitätswertes einer induktivität mit elektronischen mitteln - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Um eine Induktivität mit elektronischen Mitteln zu verändern, wird in Serie zur Induktivität eine spannungsgesteuerte Spannungsquelle mit dem Steuerfaktor b geschaltet, deren Spannung proportional zur Spannung an der Induktivität UL ist. Die Spannung am wirksamen Zweipol ergibt sich (Fig. 1) somit zu
EMI1.1
Mit dem Spannungsstromzusammenhang an der Spule
EMI1.2
ergibt sich zwischen den Klemmen des Gesamtzwelpols
EMI1.3
Die Induktivität wird daher um den Faktor 1+b (mit b eM und b > -1) verändert. Bei b = -1 kommt es zu einer Kompensation. Der Strom des Ersatzzweipols ist nur durch den Serienwiderstand begrenzt. Für b < -1 wird die Induktivität negativ.
Dies kann dann in einem sinusförmigen Netz als Kapazität betrachtet werden
Die gesteuerte Spannungsquelle kann mit bidirektionalen Wandlerstrukturen realisiert werden.
Wird die Spule nur für Gleichspannungsanwendungen verwendet, genügt ein DC/DC Konverter, bei Wechselspannungsanwendungen ist ein DC/AC Konverter erforderlich.
Die Bilder zeigen das Grundprinzip (Fig. 1), eine mögliche Realisierung der gesteuerten Span- nungsquelle (Fig. 2).
Figur 1 stellt das Grundprinzip dar Die elektronisch veränderte Induktivität wirkt nach aussen über die beiden Klemmen (4,5) und besteht aus einer Serienschaltung einer Induktivität (2) und
EMI1.4
Figur 2 stellt eine mögliche Realisierung der gesteuerten Spannungsquelle dar : Es handelt sich dabei um einen bidirektionalen DC/AC Wandler (6), der durch entsprechende gegengleiche Ansteuerung der beiden aktiven Schalter S1 (16) und S2 (17) aus einer zwischen den Klemmen (7) und (8) liegenden Gleichspannung (9) eine Wechselspannung (10), die zwischen den Klemmen (11) und (12) abgegriffen werden kann, erzeugt. Die Energieumsetzung geschieht in bekannter Weise mit Hilfe der magnetischen (L1, L2) und elektrischen (C1, C2) Speicher und der strombidirektionalen Schalter (S1, D1) und (S2, D2). In der Steuer/Regeleinrichtung (18) werden die Steuersignale (13,14) für die jeweiligen aktiven Schalter (16,17) z. B. durch eine Pulsbreitenmodulation erzeugt.
Die Schalter werden im Gegentakt angesteuert, wobei eine kleine Verriegelungszeit, während der beide Steuersignale auf AUS stehen, sinnvoll ist. Durch die parallel liegenden Dioden (D1, D2) ist jedenfalls eine sofortige Kommutierung sichergestellt Der Steuer/Regeleinrichtung (18) werden das Messsignal des Spannungssensors über den Eingang (19) und die Spannungswerte der Gleichspannungsseite (aus der die Hilfsenergie fur den gesteuerten Strom entnommen bzw. wieder ruckgespeist wird) und die Spannung an der Wechselspannungsseite über die Eingänge (20,21) zugeführt. Die Berechnung des erforderlichen Tastverhältnises kann mit Hilfe eines Mikrocontrollers, der auch weitere Überwachungs- und Steuerfunktionen übernehmen kann, oder durch eine analog/digitale Schaltung erfolgen.
Der Ausgangskondensator (C2) des Wandlers (6) liegt in Serie zur zu vergrössernden Induktivität (2). Die erforderliche Hilfsenergie für die Gleichspannungsseite (9) wird entweder aus einem Netzteil oder aus einer Batterie (Akkumulator) zu entnehmen sein.
Als bldirektionale Wandier sind neben üblichen Wechseinchterstrukturen besonders die in der österreichischen Patentanmeldung A 1247/96 (Schaltungen zur Umformung von Gleichspannungen in Wechsel-, Gleich- oder Mischspannungen) angeführten (vgl. z. B. Fig. 2), geeignet.
Die Möglichkeit der raschen Veränderung des nduktivitätswertes legt auch die Verwendung des Verfahrens bei der Blindleistungskompensation und in aktiven Netzfiltern nahe Auch die Variation von Betriebsinduktivitäten ist ein erfolgversprechender Einsatzbereich.
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Bezugszeichenaufstellung 1 Spannungserfassung 2 Induktivität 3 spannungsgesteuerte Spannungsquelle 4 Klemme, Anschluss 5 Klemme, Anschluss 6 DC/DC Konverter oder DC/AC Konverter 7 Klemme, Anschluss 8 Klemme, Anschluss 9 Gleichspannungsseite 10 Wechselspannungsseite 11 Klemme, Anschluss 12 Klemme, Anschluss 13 Steuereingang für Schalter S1 14 Steuereingang für Schalter S2 16 aktiver Schalter S1 (z. B. als MOSFET realisiert) 17 aktiver Schalter S2 (z.
B. als MOSFET realisiert) 18 Steuer/Regeleinrichtung 19 Signaleingang für den Spannungssensor 20 Signaleingang für die Spannungsmessung an Seite (9) 21 Signaleingang für die Spannungsmessung an Seite (10) 22 bidirektionaler Wandler mit zugehöriger Steuer/Regelelektronik 23 Kondensator 24 Kondensator 25 Klemme, Anschluss PATENTANSPRÜCHE : 1. Schaltung zur Veränderung des Induktivitätswerts einer Induktivität mit elektronischen Mit- teln dadurch gekennzeichnet, dass eine Spannungsquelle (3) in Serie zu einer Induktivität (2) hegt und eine Spannungserfassung (1) parallel zur Induktivität (2) liegt (Flg 1).
Claims (1)
- 2. Schaltung gemäss Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung an der Spannungsquelle (3) proportional dem durch die Spannungserfassung (1) gemessenen Wert ist.3. Schaltung gemäss Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsquelle (3) durch eine bidirektionale Wandlerstruktur (Fig. 2) realisiert Ist, deren Wechselspan- nungsseite in Serie zur Induktivität (2) liegt und an deren Gleichspannungsseite eine Gleichspannungsquelle z. B. eine Batterie oder ein Schaltnetzteil liegt.4. Schaltung gemäss Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass sie In Serie oder pa- rallel zu einem induktiven Bauelement (z. B. Transformator, Drossel, Aktuator) liegt.5. Schaltung gemäss Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass sie in Serie oder pa- rallel zu einem kapazitiven Bauelement liegt.6. Schaltung gemäss Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Blindleis- tungskompensator eingebaut ist.7. Schaltung gemäss Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Veränderung einer Betriebsinduktivität (z. B. Filter) verwendet wird.8. Schaltung gemäss Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass sie in Mehrphasen- spannungssystemen verwendet wird.
Priority Applications (1)
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| AT136699A AT409567B (de) | 1999-08-09 | 1999-08-09 | Schaltungen zur veränderung des induktivitätswertes einer induktivität mit elektronischen mitteln |
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|---|---|
| ATA136699A ATA136699A (de) | 2002-01-15 |
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ID=3512332
Family Applications (1)
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| AT136699A AT409567B (de) | 1999-08-09 | 1999-08-09 | Schaltungen zur veränderung des induktivitätswertes einer induktivität mit elektronischen mitteln |
Country Status (1)
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|---|---|
| AT (1) | AT409567B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005005260B4 (de) * | 2005-02-04 | 2012-06-21 | Puls Gmbh | Schaltung, insbesondere zur Nachbildung eines frequenzabhängigen Widerstands, und Verfahren zum Betrieb der Schaltung |
| AT524426B1 (de) * | 2021-01-20 | 2022-06-15 | Himmelstoss Dipl Ing Dr Felix | Flexible Konverterstruktur mit kontinuierlichem Eingangsstrom |
-
1999
- 1999-08-09 AT AT136699A patent/AT409567B/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005005260B4 (de) * | 2005-02-04 | 2012-06-21 | Puls Gmbh | Schaltung, insbesondere zur Nachbildung eines frequenzabhängigen Widerstands, und Verfahren zum Betrieb der Schaltung |
| AT524426B1 (de) * | 2021-01-20 | 2022-06-15 | Himmelstoss Dipl Ing Dr Felix | Flexible Konverterstruktur mit kontinuierlichem Eingangsstrom |
| AT524426A4 (de) * | 2021-01-20 | 2022-06-15 | Himmelstoss Dipl Ing Dr Felix | Flexible Konverterstruktur mit kontinuierlichem Eingangsstrom |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| ATA136699A (de) | 2002-01-15 |
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