AT410003B - Rettungstunnel im tunnel - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf einen in einem Tunnel angeordneten, ausklappbaren, aufblasba- ren Rettungstunnel, der im Tunnel in zusammengeklapptem bzw. an die Tunnelwand angeklappten Zustand eingebaut ist, in dem Belüftung, Kühlung usw angeordnet sind und der bei Bedarf durch Ausklappen, als Rettungstunnel aktiviert werden kann. Bei Unfällen, insbesonders bei Bränden in Tunnels besteht das Problem, dass Personen die sich im Tunnel befinden auch durch die, durch den Brand in der Regel ausgeloste Rauchgasent- wicklung, zu Schaden kommen. Diesem Umstand wird beim Neubau von Tunnelanlagen dadurch Rechnung getragen, dass ein neben dem Haupttunnel parallellaufender Rettungstunnel gebaut wird. In diesem Rettungstunnel können sich die betroffenen Personen, insbesonders vor den giftigen Rauchgasen, die im Brandfall auch für die schweren Folgen der Unfälle verantwortlich sind, in Sicherheit bringen. Bei herkömmlichen, insbesonders einröhrigen Tunnelanlagen ist ein Nachrüsten mit einem ne- ben dem Haupttunnel gebautem Rettungstunnel neben baulichen Gegebenheiten, auch aus Kos- tengründen nur schwer möglich. Bei Brandereignissen in einem Tunnel kommt es durch die Erhitzung der Luft zu starken Luft- bewegungen die zusätzlich, durch das Absaugen der Abgase durch die Tunnelbelüftungsanlage, verstärkt werden Es ist daher notwendig die Bauteile eines Rettungstunnels so stabil auszulegen, dass diese die- sen Belastungen entsprechen. In den Druckschriften WO 98/40607 A1 (Maskin A Sargo) und WO 201/02056 A2 (Lafeuille Brunno), ist eine Zone beschrieben, die für die Evakuierung von Personen so ausgestattet ist, dass sie mit Frischluft und Kühlwasser versorgt werden kann Als zusätzliches Merkmal wird die Möglichkeit eines ausziehbaren, ausrollbaren Vorhanges beschrieben, der den Rauchbereich abgrenzt. Nun sind Vorhänge auf Grund ihrer Instabilität sowie den sich daraus, bei starken Luftbewe- gungen ergebenden Flatterbewegungen mit den dabei entstehenden Vermischungen der Rauch- gase mit der Frischluft, für die Anforderungen im Brandfall nicht geeignet Es sind bei den vorgenannten Anmeldungen keine Massnamen bzw. Vorrichtungen vorgesehen welche die notwendige Stabilität und damit die Funktion der Vorhange bei Luft- bzw Rauchgasbe- wegungen, wie sie bei Brandereignissen in einem Tunnel entstehen, sicherstellen würde Ausserdem ist Wasser, sollte es zum Löschen des gegenständlichen Brandes überhaupt geeig- net sein, in einem Tunnel in dem sich noch Personen aufhalten nicht unumstritten Es kommt am Brandherd durch das Wasser zur Dampfbildung, damit zu einer zusätzlichen Erhöhung der Luftge- schwindigkeit und dadurch zu einer rascheren Ausbreitung der Rauchgase sowie der Hitze Die vorgenannten Probleme werden erfindungsgemass durch den nachfolgend beschriebenen Rettungstunnel im Tunnel behoben. In einem Tunnel wird an einer Tunnelwand ein kleinerer Tunnel, der Rettungstunnel in dem sich Personen bei Gefahrensituationen in Sicherheit bringen können, angebracht. Dieser Rettungstunnel ist in Bereitschaftsposition, damit er den für den Verkehr notwendigen Tunnelquerschnitt nicht einschränkt, an der Tunnelwand zusammengeklappt angeordnet. Im Einsatzfall wird der Rettungstunnel heruntergeklappt und dadurch in Betriebsposition ge- bracht Nahe beieinander angeordnete Ein- bzw. Ausstiegsöffnungen ermöglichen ein rasches Betre- ten und Verlassen des Rettungstunnels Diese Ein- bzw Ausstiegsöffnungen konnen aus Pendeltüren aus Folienelementen oder der- gleichen bestehen Der Rettungstunnel verlauft entlang des gesamten zu versorgenden Tunnels, er verbindet Ret- tungsbuchten, Notausstiege und er fuhrt direkt ins Freie Der Rettungstunnel wird, wenn er eingesetzt werden muss, von aussen durch Gebläse mit Frischluft versorgt, die über eine Regelung in ihm so viel Überdruck erzeugen, dass ein Eindringen von giftigen Verbrennungsgasen bei den Ein- bzw. Ausstiegsöffnungen, bei den Verbindungen zwischen den Tunnelelementen usw , verhindert wird. Die Frischluftzufuhr wird, damit eine zu hohe Luftgeschwindigkeit im Rettungstunnel verhindert wird, abschnittweise geregelt. <Desc/Clms Page number 2> Der Rettungstunnel kann bei entsprechendem Anlassfall auch nur in Teilbereichen aktiviert werden. Gefertigt wird der Rettungstunnel zweckmässiger Weise in Elementen, wodurch er durch Anei- nanderreihung der einzelnen Tunnelelemente in beliebiger Länge errichtet werden kann. Der Rettungstunnel wird in Abhängigkeit vom Ausmass des Brandgeschehens im unmittelbaren Brandbereich wahrscheinlich beschädigt werden, er bleibt aber durch die abschnittweise in den Innenraum zugeführte Frischluft und durch eine eventuell eingebaute Sprinkleranlage welche die Aussenwände des Rettungstunnels kühlt, bereits in geringer Entfernung vom Brandherd wieder voll benutzbar. Nachstehend sind einige Ausführungsmöglichkeiten des Rettungstunnels im Tunnel an Hand von Zeichnungen näher erläutert. Figur 1 zeigt in einem Tunnel 1 den Rettungstunnel 2 hochgeklappt in Bereitschaftsposition, Figur 2 zeigt den Rettungstunnel 2 heruntergeklappt in Betriebsposition. Der Deckenteil 5, die vordere Tunnelwand 6 und der Bodenteil 7 können bei dieser Ausführung aus Plattenmaterial sein. Bei Verwendung von entsprechenden Stütz- oder Verstärkungsteilen konnen die Deckenteile 5 oder die Wandteile 6 auch aus flexiblem Trägermaterial gefertigt werden, bzw. können Platten und flexibles Trägermaterial kombiniert verwendet werden. Diese Ausführung nach Figur 1 und Figur 2 bindet die Wand des Tunnels 1 als Bauelement in den Rettungstunnel 2 ein. Der Bodenteil 7 ermöglicht ein einwandfreies Begehen des Rettungstunnels, wenn dieser in ei- nem Eisenbahn oder U-Bahntunnel, in denen der Boden aus Schotter und Schwellen besteht, also stark uneben ist, eingesetzt wird. Die Versorgungsleitung für Luft und Wasser 4 ist, um die Kühlung des Innenraumes zu unter- stützen, zweckmässiger im Rettungstunnel angeordnet. Figur 3 zeigt einen Rettungstunnel 2 in Bereitschaftsposition bei dem die vordere Tunnelwand 6 aus beweglich angeordneten Lamellen 8 besteht die in einem Kasten 9 zusammengelegt ange- ordnet sind. Figur 4 zeigt den Rettungstunnel 2 mit den heruntergeklappten Lamellen 8 der vorderen Tun- nelwand 6 in Betriebsposition. Der Versorgungskanal für Luft 4 ist an der Wand des Tunnels 1 angeordnet. Figur 5 und Figur 6 zeigen eine Ausführung bei der nur ein Teil des Rettungstunnels 2 hochge- klappt werden kann. Der fixe Bodenteil 10 und der hochklappbare Bodenteil 11 sind über der Leitschiene 12 angeordnet. Die Funktion der Leitschiene wird durch den Rettungstunnel nicht eingeschränkt. Der Versorgungskanal für Luft 4 ist an der Wand des Tunnels 1 angeordnet. Diese Ausführung kann auch in Eisenbahn oder U-Bahntunnel verwendet werden, da die Bo- denteile 10 und 11 über der Schotterung der Gleisanlagen bzw. der im Tunnel vorhandenen tech- nischen Einrichtungen wie Kabelführungen usw. angeordnet werden können. Figur 7 und 8 zeigen eine Ausführung, bei der die Tunnelvorderwand 6 von einer durch den Deckenteil 5 und dem zweiten Deckenteil 13 gebildeten Mechanik gesteuert wird. Der zwischen dem Deckenteil 5 und dem 2. Deckenteil 13 bestehende Hohlraum kann in Be- triebsposition zur Luftverteilung verwendet werden. Im Rettungstunnel können auch Hilfsschienen 14, auf denen Tragbaren oder Rollsessel einge- hängt und weggerollt werden können, angeordnet sein. Figur 9 zeigen einen Rettungstunnel 2 in Bereitschaftsposition bei dem die Tunnelvorderwand- teile 15 unter dem fixen Deckenteil 16 zusammengelegt sind. In Figur 10 ist der Rettungstunnel 2 in Betriebsposition und die Tunnelvorderwandteile 15 sind heruntergeklappt. Der Versorgungskanal für Luft 4 ist im Boden des Tunnels 1 angeordnet. Die Innenbelüftung des Rettungstunnels kann durch abschnittsweise Regelung der Luftzufüh- rung, durch Luftvorhänge, durch mechanische Vorrichtungen wie Schleusen, durch regelbare Luftaustrittsöffnungen usw., gesteuert werden. Eine weitere Ausführungsmöglichkeit besteht darin, den Rettungstunnel aus einen Folien- schlauch zu bauen der, da er dem Brandgeschehen nur teilweise ausgesetzt ist, aufblasbar und aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden kann. Der für die Innenbelüftung des Rettungstunnels notwendige Überdruck kann in die Stabilisie- <Desc/Clms Page number 3> rung einbezogen werden Der Schlauchtunnel kann in Bereitschaftsstellung nicht nur aufgerollt oder zusammengelegt sondern auch in Längsrichtung zusammengeschoben werden. Diese Ausführung ermöglicht eine sichere Abgrenzung der Rettungstunnelbelüftung gegenüber den Rauchgasen. PATENTANSPRÜCHE: 1 Rettungstunnel im Tunnel, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungstunnel als kleinerer Tunnel in einem Tunnel angeordnet ist, dass er in Bereitschaftsstellung ganz oder teilwei- se hochgeklappt, zusammengeklappt oder zusammengeschoben und bei Bedarf in Be- triebsstellung gebracht werden kann.
Claims (1)
- 2. Rettungstunnel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungstunnel aus Plattenmaterial, aus Lamellen, aus flexiblem Trägermaterial, aus aufblasbaren Folien bzw aus einer Kombinationen dieser Materialien gefertigt werden kann 3. Rettungstunnel (2) nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Wande und Bo- den des Tunnels (1) auch Teile des Rettungstunnels (2) sind.4 Rettungstunnel im Tunnel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rettungs- tunnel als flexibler Schlauch ausgebildet ist.HIEZU 3 BLATT ZEICHNUNGEN
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