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Die Erfindung betrifft eine automatische Abzugsklappe zur Regelung des gewünschten Unter- drucks in Schornsteinen von Ölheizungen, welche Abzugsklappe eine in einem Gehause um eine horizontale Welle drehbar angeordnete Klappe aufweist und an dem Rauchabzugsrohr des Kes- sels zum Schornstein montiert ist
Moderne Ölheizungskessel in Einzelhäusern liefern eine wesentlich niedrigere Rauchgastem- peratur als altere Typen, weshalb bedeutend grössere Gefahr besteht, dass sich Kondenswasser im Schornstein bildet. Dieses wirkt sich wie bekannt insbesondere auf gemauerte Schornsteine schädlich aus, deren Mörtel vom sauren Kondensat aufgelöst wird und verwittert. Gleichzeitig verschlechtert sich die Wärmeisolierung aufgrund der Feuchtigkeit, was wiederum zu einer noch starkeren Kondensation der Rauchgase führt.
Moderne Ölheizungen haben ausserdem eine relativ kleine Luftzufuhröffnung oder sind sogar mit einer automatischen Drosselung der Luftzufuhr bei erloschenem Brenner versehen, um die Abkühlung des Kessels zu verzögern. Das bedeutet, dass der Rauchgasstrom nach Erlöschen des Brenners minimal oder gleich Null wird, und die Tempera- tur von noch im Schornstein befindlichen Rauchgasen unter den Taupunkt sinkt, was ihre Konden- sation nach sich zieht.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kondensation der Rauchgase im Schorn- stein zu verhindern Dies wird erreicht, indem man das Rauchgasabzugsrohr vom Kessel zum Schornstein mit einer automatisch wirkenden, auf einen gewünschten Unterdruck einstellbaren Abzugsklappe versieht, die es erlaubt, eine zum jeweiligen Zeitpunkt erforderliche Menge Kessel- raumluft in den Schornstein einzuführen, um den Luftzug durch den Schornstein nach Abstellen des Brenners zu stabilisieren. Eine weitere Funktion der Abzugsklappe besteht darin, den Unter- druck im Schornstein bei verschiedenen Aussentemperaturen und Windstarken zu stabilisieren, und dadurch eine günstige Wirkung auf die Verbrennung im Kessel auszuüben.
Bei einer Abzugsklappe der eingangs erwähnten Art (DE 38 20 453 A1 ) ist eine Einrichtung zur Begrenzung des Öffnungswinkels einer Klappe vorgesehen, welche aus einer senkrecht auf der Vorderwand des Gehäuserahmens neben der Klappe angeordneten Gewindestange und einem auf dieser schraubbaren Sperrnocken gebildet ist, der zur Begrenzung des Öffnungswinkels der Klappe in deren Schwenkbereich drehbar ist.
In der Patentschrift DE 40 39 676 C1 ist eine Einrichtung zur Einstellung des Öffnungswinkels einer Klappe offenbart, wobei die Klappe drehfest auf einer mit einem Ausgleichsgewicht verbun- denen Schwenkwelle angebracht ist, und mittels des Ausgleichsgewichts die Lage des Schwer- punkts der Klappe und damit das Regelverhalten der Klappe eingestellt werden kann.
Die US-PS 4 480 558 offenbart eine Klappe zur Kontrolle der Luftzufuhr, die in ihrer Geschlos- senstellung im Gleichgewicht mit einem mit ihr über eine Welle verbundenem Gegengewicht steht, welches durch entsprechende Adjustierung die Luftzufuhr reguliert.
Diese Ausführungsformen haben alle den Nachteil, dass die Gegen- bzw. Ausgleichsgewichte in einem nicht einstellbaren Winkel zu der Ebene der Klappe fixiert sind und nur dann einsetzbar sind, wenn sie in einer bestimmten Lage eingebaut sind.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Klappe mit einem Aus- gleichsgewicht versehen ist, dass die Klappenwelle an dem Ende, welches über den Mantel des
Gehauses hervorragt, um 90 Grad abgewinkelt ist und dort ein verschiebbares Gegengewicht trägt, und dass die Welle drehbar an der Klappe, z. B. mittels einer Klammer, befestigt ist Durch diese
Ausgestaltung wird bewirkt, dass das Moment des Gegengewichtes so an das Eigengewicht der
Klappe und das Ausgleichsgewicht für dieses Eigengewicht angepasst werden kann, dass unabhän- gig von der Lage der Langsachse der gesamten Abzugsklappe, unter der Voraussetzung, dass die
Klappenwelle horizontal liegt, der dem Kaminzug durch die Klappe entgegengesetzte Widerstand immer auf einen gleichen gewünschten Wert eingestellt werden kann.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht dann, dass das Gehäuse mit einer drehba- ren Sperre zur wahlweisen Arretierung der Klappe in geschlossener Stellung versehen ist. Durch eine solche Ausführungsform wird erreicht, dass die Klappe in ihrer Geschlossenstellung verriegelt werden kann und somit keine Kesselraumluft mehr in den Schornstein gelangen kann
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Abzugsklappe mit einem pla- nen Anschlussblech versehen ist, dessen Grosse mit der Reinigungstur des Rauchabzugs verschie- dener Kesseltypen übereinstimmt, und der als Ersatz für diese dient, wobei das Anschlussblech eine Öffnung aufweist, deren Lage und Grösse an die Funktion der Abzugsklappe angepasst ist,
und
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wobei die Abzugsklappe über einen Befestigungsbund mit dem Anschlussblech verschraubbar ist Durch diese Ausgestaltung wird bewirkt, dass die Abzugsklappe durch ein spezielles Anpassungs- blech an die meisten vorkommenden Typen von Rauchabzugsrohren angepasst und in jedem belie- bigen Winkel zur Horizontalen montiert werden kann, wodurch nur eine einzige universelle Ausfüh- rung der Abzugsklappe erforderlich ist, um diese mit Hilfe eines einfachen Anpassungsbleches bei allen vorkommenden Typen von Ölheizungskessel in Einzelhäusern verwenden zu können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei- spiels näher erläutert. Es zeigen, Fig 1, eine Draufsicht auf die erfindungsgemasse Abzugsklappe, Fig. 2, eine Seitenansicht von Fig. 1, teilweise geschnitten, Fig. 3, eine Draufsicht auf das erfin- dungsgemässe Anpassungsblech.
Auf Fig. 1 und 2 ist 1 ein zylindrisches Gehäuse, das an einem Ende mit einem Befestigungs- bund 2 mit vier Schraubenlöchern 3 versehen ist, die zur Befestigung mit vier Schrauben an Ge- windebohrungen in einem Anpassungsblech dienen. Am anderen Ende ist das Gehäuse mit einem Deckel 4 versehen ; besitzt eine Öffnung 5 sowie zwei aufgebogene Bleche 6 mit Löchern, die als Lager für die Welle 8 der Klappe 7 dienen. Zwischen den aufgebogenen Blechen 6 und der Kante der Klappe 7 ist die Welle 8 mit zwei runden Scheiben 19 versehen, um die so gut wie reibungslose Drehbewegung der Klappe sicherzustellen.
Die Klappe, die etwas grösser ist als die Öffnung 5, ist an der Welle dergestalt aufgebogen, dass ihr unterer Teil in geschlossener Stellung gegen eine auf der Innenseite des Deckels 4 festgeklebte Dichtung 9 abdichtet, und ihr oberer Teil (oberhalb der Welle) gegen eine auf der Aussenseite des Deckels 4 festgeklebten Dichtung abdich- tet. Weiterhin ist die Abzugsklappe mit einer Klammer 10 versehen, die mittels der Schrauben 11 die Welle 8 an der Klappe fixiert. Die Klammer 10 ist ihrerseits mittels des Schraubverbands 12 an der Klappe befestigt. Dieser hat ausserdem ein Ausgleichsgewicht 13, das so angepasst ist, dass die Klappe gewichtsmässig um die Welle 8 pendelt. An den Deckel 4 ist mit zwei Popnieten ein Stop- blech 14 befestigt, das die Klappe bei deren maximalen Öffnungswinkel stoppt.
Um die eine Niete ist fernerhin eine drehbare Sperre 16 angeordnet, mit deren Hilfe die Klappe in geschlossener Stellung verriegelt werden kann Die Welle 8 ist weiterhin in dem Teil, der aus dem zylindrischen Teil des Gehäuses 1 herausragt, dort um 90 Grad abgewinkelt, wo die Länge des abgewinkelten Teils geringer ist als die Höhe des Gehäuses. Ein Gegengewicht 17 ist verschiebbar auf dem abgewinkelten Teil der Welle angeordnet und mittels der Federsperre 18 so in ihrer Lage zu fixie- ren, dass die Abzugsklappe danach strebt, den Unterdruck im Schornstein auf dem gewünschten
Niveau zu halten
Bei der Montage der Abzugsklappe am Rauchabzugsrohr vom Kessel zum Schornstein muss die Drehwelle 8 der Klappe immer horizontal liegen.
Der abgewinkelte Teil der Welle ist bei ge- schlossener Klappe in die Horizontale zu drehen, indem man die Schrauben 11 der Klammer 10 löst und dann festzieht. Dies führt mit sich, dass die Abzugsklappe bei der Montage unabhängig von ihrem Winkel zur Horizontalen funktioniert.
Fig. 3 zeigt das Beispiel eines Anpassungsblechs 20, dessen Grösse der Reinigungstür des betreffenden Kesseltyps entspricht und als Ersatz für diese vorgesehen ist. Das Blech hat zwei
Schraubenlöcher 21, die zu den Befestigungslochern der betreffenden Reinigungstür passen.
Fernerhin hat das Anpassungsblech eine der Funktion der Abzugsklappe angepasste Öffnung 22 sowie vier Gewindebohrungen 23 in Übereinstimmung mit den Schraubenlöchern 3 des Bunds 2.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die gezeigte Ausführung begrenzt, sondern umfasst auch andere Möglichkeiten, Ausgleichsgewichte 13 oder Gegengewichte 17 anzubringen, um die beab- sichtigte Funktion der Abzugsklappe sicherzustellen. So lässt sich zum Beispiel ein drehbares und zur verlängerten Welle 8 rechtwinkelig verschiebbares Exzentergewicht auf der Welle ausserhalb des Gehäuses 1 anbringen. Als Alternative kann man eine auf rechtwinkeliger Ebene zur Klappe 7 und durch diese verlaufende Gewindestange anbringen, die vertikal drehbar ist und auf beiden
Seiten der Klappe Gewichte mit Innengewinde hat, wobei das äussere Gewicht zur Ausbalanzie- rung der Klappe dient, und die Lage des inneren Gewichts angepasst werden kann, um einen bestimmten Unterdruck im Schornstein aufrechtzuerhalten.
Die vertikale Drehbarkeit kommt zur
Anwendung, wenn die Abzugsklappe nicht vertikal montiert wird. Die Stange lässt sich selbstver- ständlich durch ein Rohr ersetzen, das innen mit verstellbaren Gewichten versehen ist.