AT410269B - Mehrpolige steckvorrichtung - Google Patents

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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R29/00Coupling parts for selective co-operation with a counterpart in different ways to establish different circuits, e.g. for voltage selection, for series-parallel selection, programmable connectors

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Description

AT 410 269 B
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mehrpolige Steckvorrichtung mit einem Phasenwendesockel und Phasenwendekontaktstiften gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche Steckvorrichtungen werden zum Anschluß von Drehstrommaschinen an Drehstromleitungsnetze eingesetzt. Die drei Phasen des Drehstroms bilden dabei ein sich drehendes Magnetfeld, welches zum Antrieb der Drehstrommaschinen verwendet wird. Durch vertauschen zweier Phasen kann dabei die Drehrichtung der Drehstrommaschinen umgekehrt werden. Das Vertauschen der Phasen wird dabei durch Verdrehen des im Steckerboden gelagerten Phasenwendesockels erreicht.
Aus der DE 196 45 852 ist beispielsweise eine solche Steckvorrichtung mit Phasenwendesockel bekannt. Nachteilig erweist sich in der dort offenbarten Ausführungsform jedoch der relativ filigrane Aufbau des Phasenwendesockels mit einem federnden Arm des Sockels, der aufgrund seines langen Hebelarms und relativ dazu dünnen Wurzel mit der Zeit an Elastizität verliert und damit die Rastfunktion nicht mehr oder nur unzureichend gewährleistet. Während der Bewegung des Phasenwendesockels von einer Rastposition in die andere, ist der Federarm weiters einer ständigen Belastung ausgesetzt, wodurch das Material unnötig lange beansprucht wird, und die Federwirkung des Federarms früher nachlässt als diese bei kürzerer Belastung des Federarms der Fall ist. Bei unbeabsichtigter Mittenstellung des Phasenwendesockels, dh. zwischen den beiden Rastpositionen, kann es somit passieren, dass der Federarm für die Dauer des Nichtgebrauchs der Steckvorrichtung einer Dauerbelastung ausgesetzt ist und der Kunststoff dadurch erlahmt und im Betriebsfall dann keine Federkraft mehr zu leisten vermag, wodurch eine sichere Einrastung in den Rastpositionen nicht mehr gewährleistet ist. Außerdem ist ein Werkzeug zum Entriegeln erforderlich, mit welchem man den Federarm unter den vorhanden Einsatzkragen drücken muß, um die Drehung zu ermöglichen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden und eine Steckvorrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, welche einen für Industriezwecke ausreichend stabilen Aufbau aufweist und auch trotz vielfacher Betätigung ausreichende Einrastkraft gewährleistet. Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Steckvorrichtung vorzusehen, die das sichere Einrasten des Phasenwendesockels ermöglicht, jedoch keinerlei Werkzeug erforderlich macht, um die Rastpositionen wieder zu verlassen. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es bei möglichen unbeabsichtigten Zwischenstellungen des Phasenwendesockels zwischen den Rastpositionen, das Federeiement nicht unnötig zu belasten.
Erfindungsgemäß wird dies durch das kennzeichnende Merkmal des Anspruchs 1 erreicht. Der Einsatz des erfindungsgemäßen Rastnockens ermöglicht, dass die federnd vom Boden abstehenden Federelemente relativ kurz gehalten werden können, wodurch eine starke Federwirkung erzielbar ist. Die Federelemente sind weiters lediglich nur für einen kurzen Moment, nämlich am Beginn bzw. am Ende einer jeden Drehung einer Belastung ausgesetzt, wohingegen während der Restdauer der Drehung die Federelemente vollkommen unbelastet sind und daher das Material auch weniger schnell ermüden kann. Es ist weiters kein Werkzeug zum Verlassen der Rastposition erforderlich.
Die Merkmale des Anspruchs 2 beschreiben eine bevorzugte Ausführungsform der Rastnocke. Die Führungsschrägen ermöglichen ein sicheres Wegdrücken der Federelemente sowie ein gutes Gleiten entlang der Federelemente ohne das Material zu sehr zu beanspruchen.
Die Merkmale des Anspruchs 3 ermöglichen, dass die Federelemente auch die Raststellung des Phasenwendesockels genau bestimmen. Es sind somit keinerlei zusätzliche Anschläge, welche ein Weiterdrehen des Phasenwendesockels nach Überwinden der Federelemente verhindern, notwendig.
Gemäß Anspruch 4 verhindert eine Kante der Ausnehmung das „Überdrehen“ des Phasenwendesockels und blockiert die Drehung in Richtung dieser Kante, wohingegen die andere Kante, das Wegdrücken des Federelementes erleichtert und die Drehung in Richtung dieser Kante ermöglicht.
Anspruch 5 ermöglicht die einfache Befestigung des Phasenwendesockels im Steckerboden.
Durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 6 und 7 ergibt sich eine besonders einfache und kostengünstige Möglichkeit der Herstellung.
Im Anschluss erfolgt nun eine detaillierte Beschreibung der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels. Dabei zeigt: 2
AT 410 269 B
Fig.1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Steckvorrichtung in Richtung der Kontaktstifte
Fig.2 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Steckvorrichtung in Richtung der Anschlussstellen der Kontaktstifte
Fig.3 eine weitere perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Steckvorrichtung
Fig.4 eine Detailansicht des Federelementes
Fig.5 eine perspektivische Ansicht des Phasenwendesockels
Das Ausführungsbeispiel zeigt eine vierpolige Steckvorrichtung 1, wobei das im Folgenden Gesagte auch auf 5 und mehrpolige Steckvorrichtungen analog anzuwenden ist.
Die Steckvorrichtung 1 besteht aus einem zylindrischen Steckerkragen 1a und einem Steckerboden 1b. Im Steckerboden 1b sind Kontaktstifte 9 gehalten sowie eine Phasenwendesockel 2 in welchem wiederum Phasenwendekontaktstifte 2a gehalten sind. Der Phasenwendesockel 2 weist eine zylindrische Grundform auf mit zwei Aufnahmebohrungen für die Aufnahme der Phasenwendekontaktstifte 2a. Die zwei Aufnahmebohrungen sind jeweils von einer sich in axialer Richtung des Sockels erstreckenden zylindrischen Wand 10a und 10b teilweise umgeben, welche als Isolierung der in den Aufnahmebohrungen gehaltenen Phasenwendekontaktstifte 2a dient. Die Außenwand des Phasenwendesockels 2 ist an einer Stelle 11 unterbrochen, wodurch sich zwei entlang der Längsachse des Sockels erstreckende Schlitze ergeben, welche durch einen y-förmigen Steg 14 getrennt sind und über welche Schrauben 12 in den Sockel 2 eingebracht werden können, um mit den Phasenwendekontaktstiften 2a verschraubt zu werden und so elektrische Anschlussleitungen (nicht gezeichnet) in den Phasenwendekontaktstiften 2a zu fixieren. Es sei festgehalten, dass auch schraubenlose Verbindungen zwischen elektrischen Anschlussleitungen und Kontaktstiften möglich sind, daher die erwähnte Verschraubung keinesfalls einschränkend zu betrachten ist.
Der Steckerboden 1b weist um die Aufnahmebohrungen der Kontaktstifte 9 sich parallel zur Längsachse des zylindrischen Steckerkragens 1a erstreckende U-förmige Wände 13a, 13b auf, welche als Isolierung der Kontaktstifte 9 dienen. Über den offenen U-Abschnitt können Schrauben 14 mit den Kontaktstiften 9 verschraubt werden, um elektrische Anschlussleitungen (nicht gezeichnet) mit den Kontaktstiften 9 fix zu verbinden.
Der Phasenwendesockel 2 ist entlang seines Umfanges mit einer Ringnut 15 versehen, welche über eine entsprechende Nase im Steckerboden 1b, in diesem gehalten ist. Ebenso sind die Kontaktstifte 9 und Phasenwendekontaktstifte 2a mit Nuten versehen, die mit im Steckerboden 1 b bzw. im Phasenwendesockel 2 angeordneten Nasen im Eingriff sind wodurch sie in ihrer Position gehalten werden.
An der Außenfläche des Phasenwendesockels 2 ist eine Rastnocke 5 angeordnet, deren Haupterstreckungsrichtung parallel zu Achse des Sockels verläuft. Die Längskanten der Rastnocke 5 sind abgeschrägt ausgeführt, so dass sie Führungsschrägen 5a, 5b bilden. Im Steckerboden 1b ist weiters ein Kragen 16 angeordnet, der die Aufnahmeöffnung des Phasenwendesockels 2 U-förmig umschließt. Die beiden Endbereiche dieses Kragens 16 bilden dabei Federelemente 3a, 3b die über die Rastnocke 5 belastbar und somit in radialer Richtung bewegbar sind. Im Anschluß an die Federelemente 3a, 3b sind Ausnehmungen 6a, 6b vorgesehen. Die jeweilige Begrenzungskante 8a, 8b der Ausnehmung 6a, 6b mit dem Federelement 3a, 3b ist mit einer Führungsschräge 8a, 8b versehen. Die jeweilige Begrenzungskante der Ausnehmung 6a, 6b mit dem Rest des U-förmigen Kragens 16 ist als Anschlagfläche 7a, 7b ausgeführt. Der Kragen 16 ist weiters einstückig mit den U-förmigen Wänden 13a, 13b gefertigt, wobei jeweils ein Arm der U-förmigen Wände 13a, 13b im wesentlichen tangential in den Kragen 16 übergeht. Der Kragen 16 ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Alternativ dazu reicht es aus Federelemente 3a, 3b mit einer Ausnehmung 6a, 6b vorzusehen. Der U-förmige Kragen 16 unterstützt jedoch die Anschlagflächen 7a, 7b und verhindert, dass diese von der Rastnocke 5 zur Seite gedrückt wird und ein „Überdrehen“ des Phasenwendesockels ermöglicht.
Der Phasenwendesockel 2 ist von einer Rastposition A in eine Rastposition B drehbar. Die Drehung erfolgt dabei beispielsweise durch Ergreifen der Phasenwendekontaktstifte 2a und Drehen in eine vorgegebene Richtung. In der Ausgangsstellung A ist der Rastnocken 5 hinter dem Federelement 3a in der Ausnehmung 6a eingerastet. Die Führungsschräge 8a erlaubt eine Drehung in Richtung derselben, wobei die Führungsschräge 5b an der Führungsschräge 8a abgleitet. Die Anschlagfläche 7a verhindert eine versehentliche Drehung des Phasenwendesockels 2 in die 3

Claims (7)

  1. AT 410 269 B Richtung derselben. Der Rastnocken 5 drückt dabei das Federelement 3a kurzfristig radial nach außen. Nachdem der Widerstand des Federelementes überwunden ist, kann der Phasenwendeeinsatz 2 gedreht werden. Das Federelement 3a geht dabei gleich nach Passieren des Rastnockens 5 wieder in seine unbelastete Ausgangsposition zurück. Die Elastizität des Federelementes 3a wird durch diese lediglich kurzzeitige Belastung geschont. Der Rastnocken 5 erreicht im vorliegenden Fall nach einer Drehung von ca. 170° das zweite Federelement 3b, drückt dieses unter Belastung wieder radial nach außen, um dann in der Ausnehmung 6b einzurasten. Die Anschlagfläche 7b verhindert ein versehentliches „Überdrehen“ des Phasenwendesockels 2. Das Federelement 3b federt nach Belastung wieder zurück und verrastet den Rastnocken 5. Für den Fachmann ist klar, dass der bzw. die Drehwinkel (auch mehrere Raststellungen sind vorstellbar) bei welchen das Einrasten des Phasenwendesockels 2 erfolgt, auch kleiner oder größer den beispielhaft erwähnten 170° sein kann, je nach Auslegung des Gegensteckstückes. PATENTANSPRÜCHE: 1. Mehrpolige Steckvorrichtung (1), insbesondere Phasenwender mit einem Steckerkragen (1a) und einem Steckerboden (1b), wobei in letzterem zum Anschluss an elektrische Leitungen vorgesehene Kontaktstifte (9) angeordnet sind, sowie ein ebenfalls zum Anschluss an elektrische Leitungen vorgesehene Kontaktstifte (9) angeordnet sind, sowie ein ebenfalls zum Anschluss an elektrische Leitungen vorgesehener, Phasenwendekontaktstifte (2a) aufnehmender, Phasenwendesockel (2), der drehbar im Steckerboden (1b) gelagert ist, wobei der Phasenwendesockel (2) in mindestens zwei unterschiedlichen Drehpositionen arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Phasenwendesockel (2) mindestens einen Rastnocken (5) aufweist, welcher jeweils in Drehrichtung gesehen hinter einem vom Steckerboden (1b) federnd abstehenden Federelement (3a, 3b) einrastbar ist.
  2. 2. Mehrpolige Steckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastnocken (5) an der Außenfläche des Phasenwendesockels (2) im wesentlichen parallel zu den Phasenwendekontaktstiften (2a) verläuft und die Längskante des Rastnockens (5) mit zwei Führungsschrägen (5a, 5b) versehen ist.
  3. 3. Mehrpolige Steckvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das die federnd vom Steckerboden (1b) abstehenden Federelemente (3a, 3b) eine Ausnehmung (6a, 6b) aufweisen, in welche der Rastnocken (5) einrastbar ist.
  4. 4. Mehrpolige Steckvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine der parallel zum Rastnocken (5) verlaufende Kante (8a, 8b) der Ausnehmung (6a, 6b) eine Führungsschräge aufweist und die andere parallel zum Rastnocken (5) verlaufende Kante (7a, 7b) eine Anschlagfläche, wodurch eine Drehung des Phasenwendesockels (2) lediglich in Richtung der Kante mit der Führungsschräge möglich ist.
  5. 5. Mehrpolige Steckvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Phasenwendesockel (2) eine über den Umfang zumindest teilweise verlaufende Nut (15) aufweist, welche mit einer entsprechenden, am Steckerboden (1b) angeordneten ringförmigen Nase in Eingriff bringbar ist und den Phasenwendesockel (2) im Steckerboden (1b) fixiert.
  6. 6. Mehrpolige Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die federnd vom Steckerboden (1b) abstehenden Federelemente (3a, 3b) einstückig mit dem Steckerboden (1b) und Steckerkragen (1a) ausgeführt sind.
  7. 7. Mehrpolige Steckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die federnd vom Steckerboden (1b) abstehenden Federelemente (3a, 3b) einstückig jeweils Teil der isolierenden Einfassungen (13a, 13b) der in Aufnahmebohrungen fix im Steckerboden (1 b) angeordneten Kontaktstifte (9) sind und einstückig mit den Einfassungen (13a, 13b) ausgeführt sind. HIEZU 5 BLATT ZEICHNUNGEN 4
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