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Die Erfindung betrifft einen Werbeträger mit einer aufblasbaren Hülle und einem Gebläse, das auf einer, gegebenenfalls auf einer Grundplatte drehbaren Bodenplatte angeordnet ist, wobei im Inneren der aufblasbaren Hülle eine Lichtquelle angeordnet ist.
Derartige Werbeträger sind aus der WO 00/31716 A1 oder der AT 0 003 608 U1 seit längerem bekannt und haben sich im wesentlichen bewährt.
Als nachteilig hat sich herausgestellt, dass diese Werbeträger, genauer gesagt, die aufblasbare Hülle dieser Werbeträger, in Brand geraten kann, wenn sie längere Zeit so deformiert wird, dass sie auf der nach wie vor eingeschalteten Lichtquelle anliegt. Eine solche Deformation kann aus verschiedenen Gründen erfolgen, In den meisten Fällen handelt es sich um Beschädigungen der Hülle (Vandalismus), wodurch das Gebläse nicht mehr in der Lage ist, den betriebsmässig notwendigen Überdruck im Inneren des aufblasbaren Werbeträgers aufrecht zu erhalten, manchmal handelt es sich um Probleme des Gebläses, beispielsweise um eine Verstopfung der Ansaugöffnung des Gebläses, jedenfalls bewirkt dies, dass die aufblasbare Hülle in sich zusammenfällt und in längeren Kontakt mit der noch eingeschalteten Lichtquelle kommt.
In seltenen Fällen kann es auch beim Umkippen des Werbeträgers zu den gefährlichen Deformationen kommen, doch spielen diese Fälle in der Praxis keine merkliche Rolle.
Die GB 2 297 532 A offenbart einen Heissluftbalion mit elektrischer Heizung, der als Werbeträger verwendet wird, und der mittels einer Halte- und Versorgungsleitung dauerhaft mit einer Stelle am Erdboden in Verbindung gehalten wird. Zum Abbau wird die Heizung und die Beleuchtung abgeschaltet und die Leitung eingezogen. Nach dem Erreichen des Bodens wird die Drehrichtung des Ventilators umgekehrt und so die Luft aus dem Ballon geblasen, um ihn rasch sturmfest zu entleeren. Wenn dabei die Hülle auf einen am oberen Bereich des Heizelements angeordneten Sensor anliegt, wird der Ventilator abgeschaltet.
Gegen das "ausserordentliche" Zusammenbre- chen der Ballonhülle zufolge Versagen des Ventilators oder Auftreten eines Lecks od. dergl. ist nichts vorgesehen Das wäre auch nicht sinnvoll, da der Ballon in der Luft schwebt und jeder Zusammenbruch der Hülle zwangsläufig zum Absturz führt. Ob der Sensor am oberen Bereich des Heizelementes auch während des normalen Betriebes und nicht nur während des Leersaugens aktiviert ist, ist nicht geoffenbart. Selbst wenn er es wäre, würde er gemäss der Offenbarung nur den Ventilator abschalten, aber nicht die Heizung oder Beleuchtung stromlos schalten. Es löst somit diese Druckschrift das oben dargelegte Problem nicht.
Die DE 199 50 552 A 1 betrifft das Auslösen eines Airbags eines KFZs in Abhängigkeit davon, ob der zugeordnete Sitzplatz leer ist, von einem Kind eingenommen wird oder von einem Erwachsenen. Zur Unterscheidung dieser Situationen wird ein auf komplizierte Weise mit dem Sitzgurt verbundener Zugschalter verwendet.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen Werbeträger der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die genannten Probleme nicht auftreten und der somit auch beim Zusammenfallen der Hülle Mangels innerem Druck nicht in Brand gerät.
Zur Lösung dieser Probleme ist erfindungsgemäss vorgesehen, einen sogenannten Zugschalter in der Stromversorgung der Beleuchtungseinrichtung vorzusehen, dessen Zugelement mittels eines Fadens bzw. einer Schnur od. dergl. mit einem, einen vertikalen Abstand zum Zugschalter aufweisenden Befestigungspunkt der aufblasbaren Hülle verbunden ist.
Auf diese Weise erreicht man, dass der Zuschalter bei ordnungsgemäss gefülltem und aufgeblasenem Werbeträger auf Zug gehalten wird und so den Stromdurchfluss zur Beleuchtungseinrichtung ermöglicht, während er beim Zusammenbrechen der aufblasbaren Hülle durch das Erschlaffen der Schnur nicht mehr auf Zug gehalten wird und so den Stromzufluss zur Lampe bzw. zur Beleuchtungseinrichtung zuverlässig unterbricht.
Zugschalter, wie sie erfindungsgemäss verwendet werden, sind aus dem Stand der Technik bekannt und arbeiten praktisch als umgekehrte Taster : Das bedeutet, dass sie den Strom leiten, solange auf ihr Zugelement Zug ausgeübt wird und dass sie den Stromfluss unterbrechen, wenn der Zug nachlässt oder völlig aufhört. Bei den sogenannten Tastern ist es genau umgekehrt, diese leiten den Strom weiter, wenn auf ein Druckelement Druck ausgeübt wird und unterbrechen den Stromfluss, wenn der Druck unter einen vorgegebenen Wert sinkt.
Bevorzugt liegt der Befestigungspunkt im oberen Bereich der aufblasbaren Hülle. Dadurch wird eine sensible und zuverlässige Abschaltung der Lichtquelle bzw. Beleuchtungseinrichtung geschaffen.
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In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass entweder die Zugschnur elastisch dehnbar ist oder über einen elastischen dehnbaren Abschnitt verfügt, der beispielsweise durch eine Schraubfeder gebildet sein kann. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Länge der Schnur im Vergleich zur Höhe der aufblasbaren Hülle bzw. zum Abstand zwischen dem Zugschalter und dem Befestigungspunkt der Schnur keine kritische Grösse mehr darstellt, da durch die Dehnbarkeit des elastischen Bereiches bzw. der Feder die Funktionsweise der Vorrichtung gesichert ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt die Fig. 1 einen erfindungsgemässen Werbeträger im ordnungsgemäss aufgeblasenem Zustand und die Fig. 2 den Werbeträger der Fig. 1 während des Zusammenfallen durch Druckverlust.
In Fig. 1 ist, in einer Art schematischer Phantomzeichnung ein In seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneter Werbeträger dargestellt, der im wesentlichen die folgenden Elemente aufweist : Eine Bodenplatte 2, die gegebenenfalls drehbar auf einer Grundplatte montiert sein kann und ihrerseits ein Gebläse 3 und eine Beleuchtungseinrichtung 4 trägt. Üblicherweise sind noch Schalt-, Regelund/oder Steuerelemente vorhanden, die aus Gründen der Übersichtlichkeit hier aber nicht dargestellt worden sind.
An der Bodenplatte 2 ist eine aufblasbare und zumindest bereichsweise durchscheinend ausgebildete Hülle 9 befestigt. Diese Befestigung kann entweder fix durch Antackern, Ankleben, Anheften od. dergl erfolgen. Es kann aber auch eine lösbare Verbindung, beispielsweise mittels Klettband oder Reissverschluss vorgesehen sein. Die Hülle 9 weist in den meisten Fällen im wesentlichen zylindrische Form auf und ist an ihrem oberen Ende mehr oder weniger flach oder kuppelförmig ausgebildet. Dieser obere Abschluss kann, beispielsweise gemäss dem AT 003 608 U1 abnehmbar oder gemäss dem AT 002 816 U2 mittels einer Befestigung mit einem bodennahen Bereich der Hülle 9 verbindbar sein.
Es gibt selbstverständlich auch Sonderformen, die einen Torbogen bilden u. dgl., bei diesen kann die Erfindung ebenfalls angewandt werden, wie in der Folge beschrieben werden wird.
Im Betrieb wird mittels des Gebläses 3 Luft durch eine Öffnung der Bodenplatte 2 (oder auch, in seltenen Fällen in der Hülle 9) angesaugt und ins Innere des Werbeträgers geblasen Dadurch bildet sich im Inneren der Hülle 9, genauer gesagt, im Raum zwischen ihr und der Bodenplatte, ein Überdruck aus, der dazu führt, dass sich der Werbeträger aufrichtet und dementsprechend auffällig wird. Durch die Lichtquelle 4 wird die auf der Hülle 9 angebrachte Werbebotschaft erleuchtet und erfüllt so ihren Zweck.
Erfindungsgemäss ist nun vorgesehen, dass in der Stromversorgung 5 für die Beleuchtung 4 ein sogenannter Zugschalter 6 angeordnet ist, dessen Betätigungsorgan 7 mittels einer dünnen Schnur, eines dünnen Drahtes od. dgl. 8, während des ordnungsgemässen Betnebes des erfindungsgemässen Werbeträgers 1 auf Zug gehalten wird, sodass die Beleuchtungseinrichtung 4 mit Strom versorgt werden kann. Zu diesem Zweck ist die Schnur 8 mit ihrem einen Ende am Zugelement 7 des Zugschalters 6 befestigt und mit ihrem anderen Ende an einem Befestigungspunkt 10 der aufblasbaren Hülle der merklich oberhalb der Bodenplatte 2 liegt. Ein in Längsrichtung der Schnur elastischer Abschnitt, beispielsweise die dargestellte Schraubfeder 12, kann hier auf einfache Weise für einen Längenausgleich sorgen.
Bevorzugt wird, dass der vertikale Abstand zwischen dem Zugelement 7 und dem Befesti- gungspunkt 10 grösser ist als der Durchmesser der Bodenplatte 2, bei nicht kreisförmigen Bodenplatten grösser als die grösste Abmessung der Bodenplatte 2. Besonders bevorzugt wird, dass dieser vertikale Abstand zumindest dem Dreifachen dieser Abmessung der Bodenplatte entspricht.
Die Funktionsweise der Vorrichtung ist folgende : Wenn, wie in Fig. 2 dargestellt, im Inneren der aufblasbaren Hülle 9 ein Druckverlust auftritt, beispielsweise durch Ausfall des Gebläses 3 oder durch einen Riss in der Hülle 9, wie es verschiedentlich als Resultat von Vandalismus schon geschehen ist, fällt die Hülle 9 in sich zusammen und ist nicht mehr in der Lage, die Schnur 8 zu straffen. Dadurch übt diese keinen Zug mehr auf das Zugelement 7 aus und dieser gelangt zufolge
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erlischt.
Es fällt somit auch bei erfindungsgemässen Werbeträgern die Hülle 9 im drucklosen Zustand auf die Beleuchtungseinrichtung 4, doch kühlt diese dank des Abschaltmechanismus so rasch auf Temperaturen unterhalb des Flammpunktes der aufblasbaren Hülle 9, dass die Gefahr
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von Bränden zuverlässig vermieden Ist
Es ist nicht notwendig, dass der Zugschalter 6 für sich allein auf der Bodenplatte 2 befestigt ist, bevorzugterweise wird er mit der Steuer-, Regel- und/oder Schalteinrichtung, die aus den oben genannten Gründen nicht dargestellt wurde, so vereint, dass sein Betätigungsorgan bzw. Zugele- ment 7 (oder ein damit verbundener Befestigungsteil für die Schnur 8) aus dieser Einrichtung ragt.
Es ist selbstverständlich auch möglich, mit dem Zugschalter 6 nicht direkt die Stromzufuhr zur Beleuchtungseinrichtung 4 zu unterbrechen, sondern mittels des Zugschalters 6 auf die Steuer-, Regel- und/oder Schalteinnchtung so einzuwirken, dass dort die Stromzufuhr zur Beleuchtungseinnchtung 4 unterbrochen wird. Es liegt sodann aber der Zugschalter 6 ebenfalls im Versorgungskreis der Beleuchtungseinrichtung 4, wobei unter Versorgungskreis eben nicht nur die direkte Stromzufuhr, sondern auch die zugehörigen Schalt-und Regelkreise verstanden werden.
Im gezeigten Beispiel ist, wie es auch bevorzugt ist, der Zugfaden 8 nahe des oberen Endes des aufblasbaren Werbeträger 1 im Bereich einer Rundnaht 11 befestigt, da dort die mechanisch besten Voraussetzungen für die Montage des Zugfadens 8 gegeben sind. Dies ist aber nicht notwendig, es kann, wie weiter oben dargelegt, der Zugfaden 8 auch an anderen Stellen der aufblasbaren Hülle 9 befestigt sein, solange nur der Befestigungspunkt 10 einen nicht zu geringen vertikalen Abstand von der Bodenplatte 2 aufweist Aus diesem Grund ist auch die Ausrüstung von Werbeträgern, die keine Säulenform aufweisen, sondern eine andere Form haben, mit der erfindungs- gemässen Sicherheitsvorrichtung möglich.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, muss der Zugfaden 8 eine gewisse Länge einhalten, um einerseits im aufgeblasenen ordnungsgemässen Zustand des Werbeträgers 1 zuverlässig den Zugschalter auf Zug zu halten und dabei anderseits aber die aufgeblasene Hülle 9 nicht zu deformieren. Um hier nicht zu enge Toleranzen einhalten zu müssen, ist vorteilhafterweise entweder der Zugfaden 8 aus elastischem Material gefertigt, so dass er von den Kräften, die die aufgeblasene Hülle 9 über den Befestigungspunkt 10 auf ihn überträgt, leicht gedehnt werden kann und weder das Zugelement 7 überlastet, noch die Hülle 9 merklich deformiert oder es ist, wie in Fig.
1 eingezeichnet, eine Zugfeder, bevorzugt eine Schraubenfeder 12 an beliebiger Stelle zwischen dem Zugelement 7 und dem Befestigungspunkt 10 (im Extremfall auch zwischen dem Zugschalter und seiner Montagestelle) vorgesehen, die die notwendigen Längenänderungen und Anpassungen erlaubt.
Die Erfindung ist nicht auf das ausgestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann verschiedentlich abgewandelt werden. So können zusätzliche Beleuchtungsvorrichtungen vorgesehen sein, die beispielsweise auf Rohren od. dgl. im Abstand von der Bodenplatte 2 angeordnet sind, erfindungsgemäss werden selbstverständlich auch solche Beleuchtungseinrichtungen mittels des Zugschalters 6 oder mittels eines eigenen Zugschalters entsprechend abgesichert.
Selbstverständlich ist es auch möglich, dass überhaupt nur solche erhöht vorgesehenen Beleuchtungseinrichtungen im Werbeträger vorgesehen sind, es kann sodann der Zugschalter 6 und mit ihm die Zugschnur 8 im Bereich dieser Beleuchtungseinnchtung angeordnet sein, es darf die Massgabe, dass der Zugschalter 6 auf der Bodenplatte 2 befestigt ist, nicht so eingeengt gesehen werden, dass er direkt daran befestigt ist, wesentlich ist, dass er im funktionsbereiten Zustand bezüglich der Bodenplatte 2 eine im wesentlichen feste Position aufweist.
Es ist aber selbstverständlich möglich und insbesondere bei Beleuchtungsvorrichtungen, die an Gestellen oberhalb der Bodenplatte 2 angeordnet sind, auch leicht zu verwirklichen, eine Feder zwischen dem Gerüst und dem Zugschalter anzubringen und den Zugang des Zugschalters ohne Feder oder mit einer starken Feder mit der aufblasbaren Hülle 9 zu verbinden.
Es kann auch ein Zugschalter verwendet werden, der beispielsweise über ein Relais auf die eigentliche Stromversorgung der Beleuchtungseinrichtung 4 wirkt. In diesem Fall ist es auch möglich, dass der Zugschalter bei Ausüben von Zug den Schaltstrom unterbricht und das verwendete Relais in diesem Zustand den Beleuchtungsstromkreis schliesst, während beim Erschlaffen der Hülle 9 der Zugschalter den Schaltstrom durchschaltet und das Relais den Beleuchtungsstromkreis unterbricht. Letztlich ist nur von Bedeutung, dass beim Erschlaffen der Hülle ein Zugorgan wie die Schnur 8 (mechanisch) spannungslos wird und dass dadurch die Beleuchtungseinrichtung 4 stromlos geschaltet wird.
Es sind auch exotische Varianten denkbar, bei denen der Zugschalter im Bereich des Befestigungspunktes 10 aufgehängt ist und die Schnur 8 mit ihrem unteren Ende an einem Haken od. dergl. der Bodenplatte 2 eingehängt ist, aber dies sind. wie die verschiedenen Anordnungen der
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Feder 12 nur Varianten der Erfindung.
Es ist auch möglich, die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Auslösung eines beispielsweise akustischen Alarms zu verwenden, um möglichst umgehend auf den nicht ordnungsgemässen Zustand des Werbeträgers aufmerksam zu machen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Werbeträger (1) mit einer aufblasbaren Hülle (9) und einem Gebläse (3), das auf einer, gegebenenfalls auf einer Grundplatte drehbaren, Bodenplatte (2) angeordnet ist, wobei im
Inneren der aufblasbaren Hülle (9) eine Lichtquelle (4) angeordnet ist, dadurch gekenn- zeichnet, dass in der Stromversorgung (5) der Lichtquelle (4) ein mit der Bodenplatte (2) verbundener Zugschalter (6) vorgesehen ist, dessen Zugelement (7) mittels eines Fadens (8) bzw. einer Schnur od. dergl. mit einem, einen vertikalen Abstand zum Zugschalter (6) aufweisenden Befestigungspunkt (10) der aufblasbaren Hülle (9) verbunden ist, und dass der Zugschalter (6) bei Ausüben von Zug auf sein Zugelement (7) die Stromversorgung (5) schliesst und bei fehlendem Zug auf sein Zugelement (7) die Stromversorgung (5) unter- bricht.