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Die Erfindung betrifft eine Maststützeinrichtung zum Abstützen eines abgespannten Mastes an einem Stützgestell, insbesondere zum Abstützen eines Mastes eines Kabelkranes, wobei der Mast am Stützgestell allseits gelenkig und über eine Hubelnnchtung zum Anheben des Mastes gegen- über dem Stützgestell abgestützt ist.
Beim Aufstellen eines abgespannten Mastes, der an einem Stützgestell, wie z. B. einem LKW oder einem LKW-Anhänger oder einem anderen transportablen oder ortsfesten Stützgestell abgestützt ist, kommt es bei Aufbringen von nach verschiedenen Seiten ungleichmässig wirkenden Spannkräften zu im Mast wirkenden Biegemomenten, die wiederum Reaktionskräfte an der Lagerstelle des Mastfusses des Mastes am Stützgestell hervorrufen. Solche Biegemomente können, insbesondere bei Belastung des Mastes, der z.
B. als Kranmast dienen kann, also bei Auftreten von Kräften beim Betrieb des Kranes, zu sehr hohen Belastungen im Mast bzw. seiner Stützstelle am Stützgestell fuhren, und es kann zu Schäden an der Anlage kommen, im schlimmsten Fall zu einem Mastbruch bzw. einem Bruch der Stützstelle. Diese Problematik ergibt sich insbesondere bei Kabelkrananlagen, wie sie z. B. für die Holzbringung eingesetzt werden.
Zur Lösung dieser Problematik ist es aus der AT 403 038 B bekannt, bei einer Maststützeinrichtung gemäss der eingangs beschriebenen Art den Mastfuss über ein Kugelgelenk in einer Pfanne zu lagern, wodurch eine etwa punktförmige Krafteinleitung in das Stützgestell und eine grosse Bauhöhe der Lagerung bewirkt ist.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Maststützeinnchtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei der auch hohe Kräfte einwandfrei in ein wenig aufwendiges Stützgestell eingebracht werden können, wobei die Konstruktion höhenmässig platzsparend sein soll.
Diese Aufgabe wird bei einer Maststützeinrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, dass zur Abstützung des Mastes am Stützgestell eine kardanische Lagerung vorgesehen ist.
Aus der DE-A 1 31 29 177 ist ein Kabelkran bekannt, bei dem ein Turm bzw. Mast, der ein Lastkabel trägt, zwecks Querverschwenkung mit einer seitlichen Stütze versehen ist, die mit einem Ende am Turm bzw. Mast befestigt ist und mit dem anderen Ende gegenüber dem Boden mittels einer Gewindemutter und einer Spindel, die von einem Elektromotor angetrieben ist, bewegbar abgestützt ist, wobei es bei einer Bewegung der Stütze zu einem Verschwenken des Turms bzw. des Mastes kommt. Die Spindelmutter ist in einer Doppelkardanschwinge angeordnet.
Eine besonders einfache und leicht bedienbare Konstruktion ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung in an sich bekannter Weise als Druckmittelzylinder ausgebildet ist, wobei sich der Druckmittelzylinder von der kardanischen Lagerung nach unten erstreckt.
Zweckmässig ist am Mastfuss eine Kolbenstange des Druckmittelzylinders befestigt und ist der Zylinder des Druckmittelzylinders an der Stützeinrichtung kardanisch gelagert.
Zur sicheren Abstützung des Mastes, wenn dieser noch nicht abgespannt ist, ist zweckmässig der Mastfuss in an sich bekannter Weise mit einer Abstützplatte versehen, die im eingefahrenen Zustand der Hubeinrichtung an der Stützeinrichtung aufsitzt, wobei vorteilhaft die Abstützplatte als vom Mastfuss auskragende Konsole, vorzugsweise als den Mastfuss ringförmig umgebende Konsole, ausgebildet ist.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Fig 1 zeigt eine Gesamtansicht eines abzuspannenden Mastes im abgespannten Zustand, Fig. 2 ein Detail der Fig. 1 im Schnitt, wobei die Schnittführung längs der Längsachse des Mastes verläuft. Fig. 3 zeigt einen Schnitt längs der Linie 111-111 der Flg. 2 und Fig. 4 den Mast in angehobenem Zustand.
Mit 1 ist ein Mast bezeichnet, dessen Mastfuss 2 auf einem Stützgestell 3, das transportabel ist, angeordnet ist Das Stützgestell 3 kann von einem Anhänger für einen Lastkraftwagen oder, wie in Fig 1 gezeigt, von der Ladefläche eines Lastkraftwagens 4 selbst gebildet sein Es kann aber auch auf dem Boden abgestellt sein und an diesem über Fixiereinrichtungen fixiert sein.
Der obere Endbereich 5 des Mastes 1 ist über Seile 6, vorzugsweise drei Seile 6, gegenüber dem Boden 7 fixiert, um ein Neigen des Mastes 1 bel Belastung desselben zu verhindern. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Seile 6 einerseits am Lastkraftwagen 4 befestigt, über am oberen Endbereich 5 des Mastes 1 angeordnete Umlenkrollen 8 geführt und anderseits am Boden 7 mittels nicht näher dargestellter Befestigungseinrichtungen fixiert. Diese Befestigungseinnchtungen können von Bodenankern gebildet sein, so dass ein Aufbau und Abbau des Mastes 1
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nach dem Einsatz des Mastes 1 für einen bestimmten Zweck, z. B. Holzbnngung etc., in einfacher Weise möglich ist.
Beim dargestellten Beispiel dient der Mast 1 zur Abspannung eines nicht dargestellten Lastseiles einer Holzbringungsanlage, wie sie bei Schlägerungen im Waldgebiet. insbesondere in schwer zugänglichem Waldgebiet, eingesetzt wird.
Um den Mast 1 frei von Biegekräften und damit auch die Mastabstützung am Stützgestell frei von Querkräften zu halten, ist der Mast 1 heb- und senkbar am Stützgestell 3 angeordnet sowie über eine kardanische Lagerung 15 am Stützgestell 3 befestigt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Heb- und Senkbarkeit des Mastes 1 dadurch verwirklicht, dass ein Druckmittelzylinder 9 mit seiner Kolbenstange 10 mit dem Mastfuss 11 starr verbunden ist. Der Zylinderkörper 12 des Druckmittelzylinders 9 ist an Querträgern 13, die zwischen zwei Holmen 14 des Stützgestelles 3 eingeschweisst sind, kardanisch gelagert.
Die Schwenkzapfen der kardanischen Lagerung 15 sind mit 16 bezeichnet, der Kardanring trägt das Bezugszeichen 17.
Am Mastfuss 11 ist eine vom Mastfuss 11 auskragende Abstützplatte 18 angeordnet, die den Mastfuss 11 etwa ringförmig umgibt. Mit dieser Abstützplatte 18 sitzt der Mast 1 am Stützgestell 3 auf, wenn sich der Mast 1 gegenüber dem Stützgestell 3 im abgesenkten Zustand befindet.
Beim Abspannen des Mastes 1 wird der Mast 1 so weit vom Stützgestell 3 abgehoben, bis sich der Mast 1 lediglich über die kardanische Lagerung 15 am Stützgestell 3 abstützt, also auch kein Kontakt der Abstützplatte 18 mit dem Stützgestell 3 gegeben ist. Dieser Zustand ist in Fig 4 dargestellt.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel, sondern kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden. So ist es beispielsweise möglich, anstelle eines Druckmittelzylinders 9 auch eine andere Hubeinrichtung, beispielsweise eine Hubspindel, die elektrisch betrieben sein kann, vorzusehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Maststützeinrichtung zum Abstützen eines abgespannten Mastes (1) an einem Stützgestell (3), insbesondere zum Abstützen eines Mastes (1) eines Kabelkranes, wobei der Mast (1) am Stützgestell (3) allseits gelenkig und über eine Hubeinrichtung zum Anheben des Mas- tes (1) gegenüber dem Stützgestell (3) abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur
Abstützung des Mastes (1) am Stützgestell (3) eine an sich bekannte kardanische Lage- rung (15) vorgesehen ist.