AT410482B - Kälteanlage, betrieben mit einem zwei- oder mehrstoffgemisch, mit mindestens einer kompressoreinheit - Google Patents

Kälteanlage, betrieben mit einem zwei- oder mehrstoffgemisch, mit mindestens einer kompressoreinheit Download PDF

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AT410482B
AT410482B AT0086901A AT8692001A AT410482B AT 410482 B AT410482 B AT 410482B AT 0086901 A AT0086901 A AT 0086901A AT 8692001 A AT8692001 A AT 8692001A AT 410482 B AT410482 B AT 410482B
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    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B25/00Machines, plants or systems, using a combination of modes of operation covered by two or more of the groups F25B1/00 - F25B23/00
    • F25B25/02Compression-sorption machines, plants, or systems

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Description


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   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kälteanlage mit mindestens einer Kompressoreinheit, einem Verflüssiger im Hochdruckbereich, einem Verdampfer im Niederdruckbereich sowie gas- und flüssigkeitsdurchströmten druckfesten Verbindungsleitungen. 



   Gattungsgemässe Anlagen sind beim Stand der Technik bekannt und werden allgemein als 
Kompressionskälteanlagen bezeichnet. Generell wird hierbei das Kältemittel im verdampften Zustand von niedrigen auf hohen Druck gebracht, durch Wärmeentzug von überhitzten Zustand auf 
Nassdampfeintrittstemperatur gebracht, bei konstanter Nassdampftemperatur verflüssigt und even- tuell noch etwas unterkühlt. Das flüssige Kältemittel geht über eine Drossel auf ein niedriges 
Druckniveau, wobei die Temperatur absinkt und ein Teil verdampft. Nun wird Wärme bis zur voll- ständigen Verdampfung aufgenommen und der Kreislauf beginnt von neuem. Kälteanlagen dieser Art können auf mehrfache Weise eingesetzt werden. Aufgrund der Wärmezufuhr bei niedriger Temperatur dienen sie vorzüglich als Kühlanlagen.

   Andererseits dienen sie zur Wärmegewinnung als Wärmepumpen, wobei die Wärme die im Niederdruckbereich aufgenommen wird, zusätzlich mit der zugeführten Kompressorenergie als nutzbare Wärme bei entsprechend hoher Temperatur abgegeben wird. Ideal ist der Einsatz bei doppeltem Nutzen, sowohl zu Kühl- als auch Heiz- zwecken. Der Wirkungsgrad dieser Anlagen definiert sich nach dem Verhältnis der aufgenomme- nen Wärme im Niederdruckbereich zur eingesetzten Kompressorenergie. 



   Um die Effizienz möglichst hoch zu halten, ist man bestrebt das flüssige Kältemittel vor Eintritt in die Drossel möglichst weit zu unterkühlen und somit die Wärmeaufnahme zu erhöhen. Des weiteren ist man bestrebt die Kompressorarbeit möglichst niedrig zu halten. Im allgemeinen bietet sich an, die Temperatur des flüssigen Kältemittels vor Eintritt in die Drossel durch Kühlung im dampfförmigen Kältemittelstrom nach Verdampferaustritt weiter zu senken, sowie die Kompression über ein oder mehrere Zwischenkühler zu bewerkstelligen. Diese Massnahmen erfordern aufwendi- ge Wärmetauscher und werden daher nur selten realisiert.

   Dabei ist zu berücksichtigen dass bei noch so guter Wärmetauscherauslegung die Zwischenkühlung maximal bis ins Nassdampfgebiet bzw. bis zur Kühlmitteltemperatur erfolgen kann und die Abkühlung des flüssigen Kältemittels vor Eintritt in die Drossel nicht bis zur Kältemitteltemperatur im Niederdruckbereich erfolgen kann, da das flüssige Kältemittel in etwa die doppelte Wärmekapazität besitzt als das gasförmige Kältemit- tel. 



   Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Anlage ohne die oben genannten prozess- technischen Einschränkungen zu schaffen und vergleichsweise eine verbesserte Energieausbeute bei kompakter Bauweise zu erzielen. 



   Dies wird dadurch erreicht, dass die Kompressionskälteanlage mit Baueinheiten einer Absorpti- onskälteanlage gekoppelt wird. Die Verschaltung erfolgt erfindungsgemäss in der Weise, dass ein oder mehrere Teilströme des Kältemitteldampfes von der Kompressoreinheit abgezweigt werden und jeweils in einen Anlageteil gehen, in dem eine Beimischung von Absorbermittel stattfindet und eine vollständige Verflüssigung erfolgt. Die Auskopplung der einzelnen Teilströme aus der Kom- pressoreinheit erfolgt erfindungsgemäss nicht unbedingt bei niedrigstem Druckniveau, sondern kann betriebsbedingt bei höheren Druckstufen erfolgen. Der übrige Anteil an Kältemitteldampf durchläuft die Kompressoreinheit bis zum Hochdruckniveau und wird in eine Mischkammer im Austreiber geleitet. 



   Der von der Kompressoreinheit vor Hochdruck abgezweigte Kältemitteldampf geht in minde- stens eine, nach dem allgemeinem Stand der Technik für Absorptionskälteanlagen bekannte, in weiterer Folge als Absorbereinheit bezeichnete Anordnung, bestehend aus Mischkammer und Wärmetauscher. In der Mischkammer wird dem Kältemitteldampf Kondensat mit hoher Absorber- mittelkonzentration beigemischt. Im nachfolgenden Wärmetauscher erfolgt eine Wärmeabgabe an das Kühlmedium bis zur vollständigen Verflüssigung. Nach dem für Absorptionskälteanlagen allgemein bekannten Funktionsprinzip wird dieses Kondensat durch Pumpen auf Hochdruck ge- bracht und in den Austreiber geleitet. Üblicherweise geht ein Teil dieses Kondensats in die Misch- kammer des Austreibers, wobei zuvor ein Wärmeaustausch mit dem austretenden Kondensat mit hoher Absorbermittelkonzentration stattfindet.

   Der restliche Anteil geht über den Deflegmator, ein Wärmetauscher zur Dampfrückkühlung, in den Austreiber. 



   Nach dem für Absorptionskälteanlagen üblichen Stand der Technik bestehen solche Austrei- bermodule grundsätzlich aus den vier Funktionseinheiten, Deflegmator, Rektifikator, Mischkammer und Kocher. Deflegmator und Rektifikator dienen zur Reinigung des Kältemitteldampfes von 

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Absorptionsmittel vor Austritt aus dem Austreiber. Die Mischkammer soll idealerweise ein Gleich- gewicht von flüssiger und gasförmiger Phase herstellen. Im Kocher wird Wärme zur Verdampfung des Gemisches aus Kälte- und Absorbermittel zugeführt. Diese Wärmezufuhr ist grundsätzlich die treibende Energie für den Betrieb einer Absorptionskälteanlage. Generell erfolgt im Austreiber eine 
Trennung von Absorber- und Kältemittel.

   Dies darf nicht im engen Sinne einer vollständigen Sepa- rierung gesehen werden sondern ist auf einen konzentrationsmässigen Schwerpunkt ausgerichtet. 



   Dabei wird angestrebt, dass einerseits möglichst reiner Kältemitteldampf und andererseits ein 
Gemisch mit hoher Konzentration an Absorbermittel den Austreiber verlässt. Üblicherweise wird 
Kondensat mit mittlerem Konzentrationsverhältnis von Kälte- und Absorbermittel eingeleitet. 



   Erfindungsgemäss unterscheidet sich der Austreiber gegenüber der oben beschriebenen Aus- führung durch die zusätzliche Möglichkeit der Einleitung von Kältemitteldampf bei Hochdruck. Im 
Gegensatz zu üblichen Absorptionskälteanlagen kann bei dieser Anlage der als Kocher bezeichne- te Wärmetauscher zur Wärmezufuhr gänzlich wegfallen, und die Anlage ausschliesslich durch 
Zufuhr von technischer Arbeit betrieben werden. In diesem Fall ist, was die Leistungskennwerte der Anlage betrifft, ein direkter Vergleich zu einer reinen Kompressionskälteanlage zulässig. Da- durch, dass vergleichsweise weniger Kältemitteldampf auf Hochdruckniveau gebracht wird, sinkt der Anteil an technischer Arbeit beträchtlich. 



   Zur zusätzlichen Senkung der Kompressorleistung gibt es das allgemein bekannte Verfahren, durch Kondensateinspritzung zwischen mindestens zwei Kompressorstufen den überhitzten Dampf vor der weiteren Kompression auf Sattdampfzustand zu bringen. Trotz Massenzunahme führt dies aufgrund der Temperaturabsenkung zu einer Verminderung der technischen Arbeit für die weitere 
Kompression des Dampfes auf Hochdruck. Im Gegensatz zu einer Kompressionskälteanlage mit dem Nachteil, kein Kondensat prozesstechnisch günstig für diese Massnahme abzuzweigen zu können, kann dank der beschriebenen, erfindungsgemässen Kompressorverschaltung Kondensat aus den für Absorptionskälteanlagen typischen Anlageteilen entnommen werden. Idealerweise entnimmt man dazu Kondensat aus dem Austreiber unmittelbar nach Austritt aus dem Rektifikator. 



  Verglichen mit den Massnahmen zur Zwischenkühlung bei Kompressionskälteanlagen ist dieser Aufwand relativ gering. 



   Zur Erhöhung der Wärmeaufnahme aus dem zu kühlenden Medium, bei Wärmepumpen als Sole bezeichnet, wird allgemein üblich versucht das flüssige Kältemittel so weit als möglich vor Eintritt in die Drossel zu unterkühlen. Dies lässt sich durch zusätzliche Abkühlung im Kältemittel- dampf bei Niederdruck erreichen. Bei Kompressionskälteanlagen nach dem Stand der Technik ist diese Massnahme nicht allzu effizient, da beim Wärmeaustausch zwar gleich grosse Massenströme von Flüssigkeit und Dampf vorliegen, der Kältemitteldampf aber nur in etwa die halbe Wärmekapa- zität besitzt. Dies bedeutet einerseits, dass das flüssige Kältemittel nicht allzuweit abgekühlt werden kann, andererseits steigt die Kompressorleistung aufgrund des überhitzten Eintrittszustands des Dampfes.

   Nun gibt es das allgemein bekannte Verfahren, Kondensat zur Erhöhung der Wärmeauf- nahme beizumischen. Idealerweise wird dieses Kondensat stetig während der Wärmeaufnahme zur Verdampfung beigemischt, wobei angestrebt wird, stets geringfügig im Nassdampfgebiet zu sein. Durch diese Massnahme steigt die Wärmeaufnahmefähigkeit so weit, dass das flüssige Kälte- mittel beinahe bis zur Sattdampftemperatur bei Niederdruck abgekühlt werden kann. Zudem wird der Aufwand für den Wärmetauscher mit Kondensateinspritzung gegenüber dem Wärmetauscher mit Dampfüberhitzung aufgrund des besseren Wärmeübertragungsverhalten entscheidend verrin- gert.

   Im Gegensatz zu einer Kompressionskälteanlage mit dem Nachteil, kein Kondensat prozess- technisch günstig für diese Massnahme abzweigen zu können, kann dank der beschriebenen, erfindungsgemässen Kompressorverschaltung Kondensat aus den für Absorptionskälteanlagen typischen Anlageteilen entnommen werden. Idealerweise entnimmt man das Kondensat, das nach der Verflüssigung aus der Absorbereinheit, bei mehreren Absorbereinheiten aus jener mit dem niedrigsten Druckniveau, anfällt. 



   Prozesstechnisch ist der Massenanteil des auf Hochdruck verdichteten Dampfes im Verhältnis zur Masse des bei niedrigerem Druck abgezweigten Dampfes durch den jeweiligen Betriebszu- stand genau festgelegt. Je niedriger das Verhältnis von höchstem zu niedrigstem Druck ist, desto geringer wird die aus der Kompressoreinheit auszukoppelnde Dampfmenge zur Verflüssigung. Da ein Teil dieses Kondensates für die Reinigung des Kältemitteldampfes vor Austritt aus dem Austreiber genutzt wird, indem es durch Deflegmator und Rektifikator geleitet wird, muss eine 

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Mindestmenge durch diese Einheiten durchgeleitet werden. Wie sich nach genauer Berechnung zeigt, ist es sinnvoll eine bestimmte Menge des flüssigen Kältemittels aus dem Verdampfer zu entnehmen und dem Kondensat, das zum Deflegmator geht, beizumischen.

   Dadurch ergeben sich im wesentlichen zwei positive Effekte. Da zum einen mehr Masse durch Deflegmator und Rektifika- tor geleitet wird, wobei diese eine höhere Konzentration an Kältemittel hat, findet im Austreiber eine bessere Reinigung des austretenden Kältemitteldampfes von Absorbermittel statt. Zum ande- ren bewirkt die Abzapfung von Kondensat aus dem Verdampfer entsprechend der Massenbilanz von ein- und abfliessendem Kälte- und Absorbermittel eine nochmalige Abscheidung von Absor- bermittel aus dem Kältemitteldampf, da Dampf und Kondensat im Gleichgewicht eine unterschied- liche Konzentration an Absorbermittel beinhalten. Während der Dampf fast ausschliesslich Kältemit- tel enthält, beinhaltet das Kondensat eine beträchtliche Menge an Absorbermittel. Je nach Be- triebszustand lässt sich eine optimale Abzapfmenge festlegen.

   Der augenscheinliche Nachteil einer geringeren verdampfbaren Kältemittelmenge im Niederdruck, mit der damit verbundenen geringe- ren Wärmeaufnahmefähigkeit, wird durch die oben beschriebenen positiven Effekte aufgehoben. 



  Die Massnahme der Abzapfung führt gesamtgesehen zu besseren Leistungsdaten der Anlage. 



   Durch die erfindungsgemässe Verschaltung der Kompressionskälteanlage mit den für Absorpti- onskälteanlagen typischen Baueinheiten und der zusätzlichen Nutzung der dadurch gegebenen Möglichkeiten zur Senkung der Kompressorarbeit sowie Erhöhung der Wärmeaufnahmefähigkeit durch die oben beschriebenen Massnahmen, sind die wesentlichen Kriterien für die Erhöhung der Anlageneffizienz bei verhältnismässig geringem Mehraufwand in kompakter Bauweise erfüllt. Der gegenüber normalen Kompressionskälteanlagen zusätzliche bauliche Aufwand für die angekoppel- ten Anlagenteile wird zum Grossteil durch die kompaktere Ausführung des Dampfwärmetauschers mit Kondensateinspritzung sowie durch Wegfall der aufwendigen Kompressorzwischenkühlung kompensiert.

   Diese Anlage ist einer Kompressionskälteanlage mit bester Ausführung weit überle- gen, insbesondere dann, wenn zwischen Wärmeabgabe und Wärmeaufnahme hohe Temperatur- differenzen vorliegen. 



   Eine günstige Variante einer solchen Anlage sieht vor, dass die Rückkondensation des in der Mischkammer mit Absorbermittel angereicherten Kältemittels bei zwei unterschiedlichen Druckstu- fen stattfindet. Dies kann erfindungsgemäss realisiert werden indem von der Kompressoreinheit zwei Massenströme bei unterschiedlichen Druckstufen abgezweigt werden. Die Beimischung von Kondensat mit hoher Absorbermittelkonzentration und die anschliessende Verflüssigung erfolgt jeweils in zwei getrennten Absorbereinheiten. Idealerweise wird jenes Kondensat das bei höherem Druck anfällt über Deflegmator und Rektifikator in den Austreiber zurückgeleitet. 



   Eine besonders günstige Ausführung sieht vor, die Wärmetauscher in den Absorbereinheiten so auszulegen, dass das Kühlmittel möglichst hohe Temperaturen erreichen kann. Dazu dienen eigene Kondensationswärmetauscher mit Möglichkeit zur Nutzung des Temperaturgefälles wäh- rend der Kondensation, sowie eine spezielle Einrichtung zur Vorwärmung des Kondensats vor Eintritt in die Mischkammer. Die Erwärmung erfolgt erfindungsgemäss in der Weise, dass das Kon- densat parallel zum Kühlmittel die Wärmetauscherkanäle durchströmt und dem Dampf/Kondensat- Gemisch Energie entzieht, welche es schliesslich wieder in die Mischkammer einbringt. Nach Aussen betrachtet bleibt die über das Kühlmittel abgeführte Energie die selbe.

   Es steigt lediglich der Temperaturunterschied von Kondensationsbeginn bis Kondensationsende und somit die Möglich- keit zur Maximierung der Kühlmittelaustrittstemperatur. 



   Eine Abwandlung der obigen Variante sieht erfindungsgemäss eine Auskopplung bei einer ein- zigen Kompressorstufe aus der Hauptkompressoreinheit vor, wobei in der ersten Absorbereinheit keine vollständige Verflüssigung erfolgt. Die weitere Kondensation bis zur vollständigen Verflüssi- gung erfolgt in einer zweiten Absorbereinheit bei höherem Druck. In die Mischkammer dieser Absorbereinheit wird über eine Pumpe Kondensat aus der ersten Druckstufe eingeleitet. Der restli- che noch nicht kondensierte Dampf aus der ersten Druckstufe wird über eine weitere Kompressor- einheit auf entsprechend hohen Druck gebracht und ebenfalls in diese Mischkammer eingeleitet. 



  Prinzipiell bringt diese Anordnung gegenüber der zuvor beschriebenen Ausführung prozesstech- nisch keinen erkennenswerten Vorteil und ist baulich eher aufwendiger. Dies einerseits durch die zusätzlich erforderliche Pumpe sowie durch die grössere Auslegung der ersten Absorbereinheit, da mehr Dampfvolumen durchgeht. Die Abspaltung dieser Kompressoreinheit aus der Hauptkompres- soreinheit ist eine aus der obigen Beschreibung zur erfindungsgemässen Verschaltung der 

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Kompressoreinheit mit Baueinheiten einer Absorptionskälteanlage naheliegende Abänderung, die grundsätzlich auf der selben prozessgestaltenden Idee, des Einsatzes von zwei Absorbereinheiten bei unterschiedlichem Druck, beruht. 



   Anlagen der oben beschriebenen Art sind sowohl für Kleinanlagen in der Haustechnik als auch für Grossanlagen ideal ausführbar. Aufgrund des ausserordentlich hohen Wirkungsgrades bietet sich ein besonders wirtschaftlicher Einsatz in kalten Gebieten als Wärmepumpe, vorzugsweise mit dem 
Zweistoffgemisch Ammoniak/Wasser. Denkbar ist eine vermehrte Nutzung von Aussenluft zur 
Wärmeentnahme. 



   Eine günstige Variante sieht darüber hinaus vor, zusätzlich zur technischen Arbeit auch Wärme in den Prozess einzubringen. Die Anlage ist weder als Kompressionskälteanlage noch als Absorpti- onskälteanlage zu betrachten. Dazu wird, wie allgemein bei Absorptionskälteanlagen üblich, der als Kocher bezeichnete Wärmetauscher im Austreiber angeordnet. Ähnlich wie bei der Kondensa- tion liegt bei der Verdampfung des Ein oder Mehrstoffgemisches ein Temperaturgefälle vor, das idealerweise durch entsprechende bauliche Ausführung des Wärmetauschers genutzt wird. Je mehr Wärme dem Prozess zugeführt wird desto weniger Dampf wird auf Hochdruck komprimiert und an die Mischkammer im Austreiber geleitet.

   Im Grenzfall arbeitet die Anlage ohne Hochdruck-    kompression, wobei sämtlicher Kätemitteldampf in die Absorbereinheit (en) geht.Ideal vorstellbar   ist der Einsatz solcher Anlagen zur Nutzung thermischer, aus Sonnenkollektoren bereitgestellter 
Energie, wobei die üblichen Lastschwankungen des Wärmeangebotes durch die Möglichkeit des variablen Einsatzes von Wärme und technischer Energie ideal ausgeglichen werden können. Diese 
Variante, mit Ankopplung von Sonnenkollektoren, lässt sich besonders nutzbringend in Grossanla- gen zur Versorgung von Kälte zur grossräumigen Gebäudeklimatisierung bei gleichzeitiger Nutzung der abgeführten Wärme zum Betrieb von Meerwasserentsalzungsanlagen einsetzen.

   Gegenüber üblichen Ausführungen von Absorptionskälteanlagen ist bei diesen kombinierten Anlagen ein durchgehender Betrieb mit Ausgleich der Schwankungen der zugeführten Wärme gewährleistet. 



   Durch die speziellen Massnahmen zur Erhöhung der Wärmeabgabetemperatur kann die abgeführte 
Wärme nutzbringend anderweitig eingesetzt werden, wobei die Gesamtanlageneffizienz weit über der von üblichen Absorptionskälteanlagen liegt. 



   Weitere Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfol- genden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt: 
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer allgemein bekannten Kompressionskälteanlage mit der besonderen Ausführung eines zusätzlichen Wärmetauschers zur Kühlung des aus dem 
Hochdruckverflüssiger kommenden Kondensats. 



   Fig. 2 eine Prozessdarstellung dieser Anlage im Entropie/Temperatur- Diagramm. 



   Fig. 3 eine einfache Ausführungsvariante mit Ankopplung von den für Absorptionskälteanlagen typischen Baueinheiten, Austreiber und Absorbereinheit, an die in Fig. 1 gezeigte Ausführung einer Kompressionskälteanlage. 



   Fig. 4 eine erweiterte Variante der in Fig. 3 gezeigten Ausführung mit Einsatz von zwei Absor- bereinheiten. 



   Fig. 5 eine verbesserte Variante der in Fig. 4 gezeigten Ausführung mit zusätzlichen effizienz-    steigernden Massnahmen wie : aus dem Verdampfer, Beimischung von Kon-   densat in den Dampfwärmetauscher, Kondensateinspritzung zwischen den Kompressionsstufen, besondere Ausführung der Wärmetauscher zur Hebung der Kühlmittelaustrittstemperatur. Zusätz- lich wird die Variante in Fig. 4 durch den Einbau eines Wärmetauschers zur Wärmezufuhr von Aussen erweitert. 



   Fig. 6 eine leicht abgeänderte Ausführungsvariante der in Fig. 5 gezeigten Ausführung mit Unterteilung der Kompressoreinheit. 



   Fig. 7 einen konstruktiven Vorschlag für die Bauweise eines Kondensationswärmetauschers in einer Absorbereinheit mit Nutzung des Temperaturgefälles während der Verflüssigung. 



   Fig. 8 ein Diagramm mit dem Wärme/Temperatur- Verlauf von Kondensat und Kühlmittel. 



   Fig. 9 ein konstruktiver Vorschlag für die Bauweise des Wärmetauschers zur externen Wärme- zufuhr im Austreiber. 



   Der in Fig. 1 dargestellte Stand der Technik ist ein allgemein bekannter Kälteprozess einer Kompressionskälteanlage mit den grundlegenden Funktionseinheiten, Kompressoreinheit 1, Verflüssiger 2, Drossel 3 und Verdampfer 4, sowie den druckfesten Leitungen für Hochdruckdampf 

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 21, Hochdruckflüssigkeit 15 und Niederdruckdampf 31. Unter Kompressoreinheit kann im weitesten 
Sinne eine Einheit aus mehreren Kompressoren mit ein oder mehreren Druckstufen in allen mögli- chen Kombinationen von parallelen und seriellen Verschaltungen verstanden werden. In diesem 
Beispiel ist, zum besseren Verständnis für die weitere Argumentation ein Dampfwärmetauscher 5 zur Kühlung des aus dem Verflüssiger kommenden Hochdruckkondensats 15 vorgesehen.

   Dieser Wärmetauschers bringt prozesstechnisch keinen besonderen Vorteil, ist in Relation zum Aufwand eher unwirtschaftlich und wird meist gar nicht, oder nur schwach ausgelegt, eingesetzt. 



   In Fig. 2 wird der in Fig. 1 dargestellte Prozess im Temperatur/Entropie- Diagramm gezeigt. Be- ginnend bei Kompressoreintritt a erfolgt die Kompression des Kältemitteldampfes 31 von a nach b. 



   Nach Kompressoraustritt b erfolgt durch Wärmeabgabe an das Kühlmedium eine Abkühlung vom überhitzten Zustand bis zum Eintritt in das Nassdampfgebiet c. Des weiteren erfolgt eine vollständi- ge Verflüssigung bis d und eventuell noch eine Kondensatunterkühlung bis e. Im Dampfwärmetau- scher 5 findet eine weitere Abkühlung von e nach f statt. Über eine Drosseleinrichtung 3 erfolgt eine Druckabsenkung von f nach g, wobei die Temperatur sinkt und ein Teil des Kältemittels ver- dampft. Nun erfolgt im Verdampfer 4 die Wärmeaufnahme von h nach i bis hin zur vollständigen Verdampfung. Nach einer Dampfüberhitzung im Dampfwärmetauscher 5 von i nach a beginnt der Kreislauf von neuem. Wie man sieht, kann das flüssige Kältemittel im Dampfwärmetauscher 5 von e nach f nicht allzuweit abgekühlt werden, andererseits steigt die Kompressorarbeit durch die Dampfüberhitzung.

   Der Aufwand der Kondensatabkühlung vor Eintritt in die Drossel 3 bringt durch die damit verbundene Dampfüberhitzung selbst bei bester Wärmetauscherauslegung gesamt gesehen nur eine geringfügige Effizienzsteigerung. 



   Fig. 3 zeigt eine einfache Ausführungsvariante mit Ankopplung der für Absorptionskälteanlagen typischen Baueinheiten, Austreiber 7 und Absorbereinheit 6, an eine wie in Fig. 1 dargestellte Kompressionskälteanlage. Erfindungsgemäss wird aus der Kompressoreinheit ein Teilstrom 10 bei niederem oder mittlerem Druckniveau abgezweigt und an eine Absorbereinheit 6, bestehend aus Mischkammer 8 und Kondensationswärmetauscher 9 weitergeleitet. Idealerweise sind an der Kompressoreinheit, wie hier schematisch dargestellt, mehrere Ausgänge für die Dampfabzweigung 10 bei verschiedenem Druckniveau vorgesehen. Der übrige Dampfstrom 11 wird auf Hockdruck komprimiert und in eine Mischkammer 12 im Austreiber geleitet.

   Nach dem allgemeinen Verschal- tungsprinzip von Absorptionskälteanlagen wird das Kondensat 16 das aus der Absorbereinheit über eine Pumpe 32 auf Hochdruck gebracht und in den Austreiber 7 zurückgeführt. Ein Teilstrom dieses Kondensats 18 wird durch den Deflegmator 14, ein Wärmetauscher zur Dampfrückkühlung, und weiter durch den Rektifikator 13, eine Vorrichtung zur Dampfwäsche, durchgeleitet. Beide Vorrichtungen dienen grundsätzlich zur Reinigung des Kältemitteldampfes von Absorbermittel bevor dieser an den Verflüssiger 2 weitergeleitet wird. Der restliche Teilstrom 17 geht, vorzugswei- se nach Wärmeaustausch 22 mit Kondensat 20, das den Austreiber verlässt, zurück in die Misch- kammer 12 des Austreibers 7.

   Das Kondensat 20 aus dem Austreiber 7 hat einen hohen Konzen- trationsanteil an Absorbermittel und erwirkt nach Einleitung in die Mischkammer 8 der Absorber- einheit 6 einen beträchtlichen Temperaturanstieg des Dampf/Flüssigkeits- Gemisches. Naturge- mäss für Zwei- oder Mehrstoffgemische weist das Nassdampfgebiet ein Temperaturgefälle auf. Dies kann bei entsprechender Auslegung des Kondensationswärmetauschers 9 dazu genutzt werden, möglichst hohe Kühlmittelaustrittstemperaturen zu erreichen.

   Entscheidend für die Funktion der Kälteanlage ist die Tatsache, dass das Kältemittel/Absorbermittel- Gemisch im flüssigen Zustand eine Verdampfungstemperatur hat, die in Abhängigkeit vom Konzentrationsgehalt an Absorbermit- tel entsprechend über jener des reinen Kältemittels liegt und dadurch die Möglichkeit zur Wärme- abfuhr an des Kühlmittel bis hin zur vollständigen Kondensation gegeben ist. Dies ist das grundle- gende Funktionsprinzip für Absorptionskälteanlagen, wobei anstatt der Anhebung des Druckes eine Anreicherung an Absorbermittel stattfindet um die Wärme bei genügend hoher Temperatur nach aussen abgeben zu können.

   Während bei reinen Absorptionskälteanlagen der zu bewältigen- de Temperaturbereich zwischen Wärmeabgabe und Wärmeaufnahme nicht allzu hoch ist, kann erfindungsgemäss durch Ableitung des Kältemitteldampfes 10 bei einer höheren Druckstufe dieser Nachteil behoben werden. Die Menge an Kältemitteldampf 11, die durch die Hochdruckkompressi- on geht ist prozesstechnisch durch die über den Austreiber 7 erhobene Energiebilanz von aus- und eingehenden Massenströmen mit den entsprechenden Enthalpien genau festgelegt.

   Nachdem sich die zu- und abfliessenden Kondensatströme 17,18, 20, energiemässig in etwa ausgleichen, und 

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 überhitzter Kältemitteldampf 11mit hoher spezifischer Enthalpie einströmt, während Kältemittel- dampf 21 im Sättigungszustand bei wesentlich niedrigerer spezifischer Enthalpie den Austreiber verlässt, ist ersichtlich, dass die einzubringende Menge an überhitztem, energiereichem Kältemittel- dampf 11geringer als jene des hinausgehenden Kältemitteldampfes 21 ist. Nachdem die Kom- pressorarbeit der entscheidende Faktor für den Aufwand an technischer Energie ist, ergeben sich gegenüber der in Fig. 1 gezeigten Kompressionskälteanlage wesentlich bessere Leistungsdaten. 



   Die Massnahme der Kühlung des flüssigen Kältemittels mit der damit verbundenen Dampfüberhit- zung im Dampfwärmetauscher 5 führt zu keiner wesentlichen Erhöhung der Kompressorarbeit, da dadurch weniger Masse auf Hochdruck komprimiert werden muss. Im Gegensatz zur der in Fig. 1 beschriebenen Kompressionskälteanlage führt der Einsatz des Dampfwärmetauschers 5 hier zu einer entscheidenden Prozessverbesserung. 



   Fig. 4 zeigt erfindungsgemäss eine erweiterte Variante der in Fig. 3 gezeigten Ausführung mit 
Einsatz von zwei Absorbereinheiten 6 und 26. Die Auskopplung der Massenströme 10 und 23 erfolgt bei unterschiedlichen Druckstufen. Dabei wird das Kondensat 18 aus der Absorbereinheit 26 mit dem höheren Druck über Deflegmator 14 und Rektifikator 13 in den Austreiber 7 zurückge- leitet, während das Kondensat 16 aus der Absorbereinheit 6 mit dem niedrigeren Druck in die 
Mischkammer 12 des Austreibers 7 zurückgeht. Durch die Massnahme der zweistufigen Kondensa- tion können von der Anlage höhere Temperaturdifferenzen zwischen Wärmeabgabe an das Kühl- medium und Wärmeaufnahme aus der Sole bewältigt werden, wobei die Kompressorarbeit mög- lichst gering gehalten wird.

   In dieser Ausführung sind für die Dampfauskopplung 10 zu den einzel- nen Absorbereinheiten jeweils drei Ausgänge bei unterschiedlichen Druckstufen vorgesehen, wobei je nach Betriebsanforderung die optimale Stufe geöffnet werden kann. Prozesstechnisch von besonderem Vorteil ist dabei, dass das Kondensat 23 aus der Absorbereinheit 26 mit der höheren Druckstufe eine geringere Konzentration an Absorbermittel aufweist und besser für die Rektifikati- on geeignet ist. Zudem ergibt sich, wie die Bilanz der in den Austreiber ein- und ausgehenden Massenströme von Absorbermittel und Kältemittel zeigt, für das aus dem Austreiber 7 weggehende Kondensat 20 eine geringere Konzentration an Absorbermittel, was zu niedrigeren Temperaturen im Austreiber 7 führt.

   Eine diesbezügliche Temperaturbegrenzung kann wichtig sein, wenn zu verhindern ist, dass das Kältemittelgemisch eine chemische Veränderungen eingeht, was ab einer bestimmten Grenztemperatur möglich sein kann. Ein weiterer Vorteil ist gegeben, wenn im Austrei- ber 7 ein Wärmetauscher Fig. 5,35 für eine Wärmezufuhr von Aussen vorgesehen ist, da diese Wärmezufuhr bei niedrigerer Temperatur erfolgen kann. 



   Fig. 5 zeigt eine verbesserte Variante der in Fig. 4 gezeigten Ausführung mit zusätzlichen effi- zienzsteigernden Massnahmen wie, Kondensatabzapfung aus dem Verdampfer 4, Beimischung von Kondensat 27 in den Dampfwärmetauscher 5, Kondensateinspritzung zwischen den Kompressi- onsstufen 34, besondere Ausführung 28 der Kondensationswärmetauscher 9 zur Anhebung der Kühlmittelaustrittstemperatur und zusätzlichem Wärmerückgewinnungstauscher 25. Eine besonde- re Variante in Erweiterung zu Fig. 4 sieht einen Wärmetauscher 35 zum Zwecke der Wärmezufuhr von Aussen vor. 



   Kurzgefasst dient die Kondensatabzapfung zur Reinigung des Kältemitteldampfes 30 im Ver- dampfer 4 von, wenn, auch nur in geringem Ausmass vorhandenem, Absorbermittel. Da schon geringste Anteile an Absorbermittel eine starke Erhöhung der Verdampfungstemperatur hervorru- fen, reagiert der Prozess äusserst sensibel auf diese Verunreinigung an Absorbermittel und fordert eine entsprechende Drucksenkung im Verdampfer 4 um die Wärme aus der Sole aufnehmen zu können. Dies führt zu einer erhöhten Kompressorleistung und somit schlechteren Leistungsdaten der Anlage. Da bereits sehr geringe Abzapfmengen eine grosse Reinigungswirkung haben, wird der Nachteil, dass dadurch weniger Kondensat zur Verdampfung zur Verfügung steht und dadurch weniger Wärme aus der Sole entzogen werden kann, durch die positiven Auswirkung bei weitem aufgehoben.

   Eine weitere, sehr effiziente Massnahme zur Verbesserung der Leistungsdaten der Anlage besteht darin, Kondensat 27 in den Dampfwärmetauscher 5 einzuspritzen. Mit dieser zusätzlichen Verdampfungswärme kann das Hochdruckkondensat 15 weiter abgekühlt werden und somit mehr Wärme aus der Sole entzogen werden. Zudem ergibt sich prozesstechnisch der Vorteil, dass der Dampfeintritt in die Kompressoreinheit 1 im Sattdampfzustand erfolgt, was trotz Massen- zunahme die Kompressorarbeit verringert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur Senkung der Kompres- sorarbeit ergibt sich durch weitere Kondensateinspritzung zwischen den höheren Druckstufen. 

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  Idealerweise entnimmt man jenes Kondensat 34, unmittelbar bei Austritt aus dem Rektifikator 13. 



  Die besonderen Ausführungen 28 der Kondensationswärmetauscher 9 in den Absorbereinheiten 6, 26 dienen dazu um höhere Kühlmitteaustrittstemperaturen zu erzielen, und führen zu keiner direk- ten Erhöhung der Leistungsdaten der Kälteanlage, sondern zu einer besseren Nutzbarkeit der abgeführten Wärme. Bei bestimmten Betriebsbedingungen, insbesondere bei grossen Unterschie- den von Kondensationstemperatur im Verflüssiger 2 zu Verdampfungstemperatur im Verdampfer 4 ist es sinnvoll einen Wärmetauscher 25 mit Wärmeentnahme aus dem Verflüssiger 2 zur Erwär- mung des Kondensates 19 vor Eintritt in den Austreiber 7 einzusetzen. Dieser Wärmetauscher 25 dient ebenso wie der Wärmetauscher 22 zur Energierückgewinnung und senkt den in die Anlage einzubringenden Energiebedarf.

   Bei geringeren Temperaturunterschieden ist zu beachten, dass weniger Dampf aus der Kompressoreinheit ausgekoppelt wird und in weiterer Folge eine geringere Kondensatmenge durch Deflegmator 14 und Rektifikator geleitet werden kann. Dadurch ergibt sich das Problem, dass durch die Kondensaterwärmung 25 die Rückkühlung im Deflegmator 14 sehr schlecht wird und der Gesamtprozess durch diese Massnahme schlechter statt besser werden kann. 



  Je nach Einsatzzweck kann es sinnvoll sein, eine Anlagenvariante mit einem Wärmetauscher 35 im Austreiber 7 vorzusehen. Dadurch ist ein Mischbetrieb mit mehr oder weniger Kompressorarbeit bei entsprechender Wärmezufuhr möglich. Dies kann so weit gehen, dass die Anlage hauptsächlich mit Wärmeenergie bei geringer oder gar keiner Kompressorarbeit betrieben werden kann. 



   Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Variante der in Fig. 4 gezeigten Ausführung mit getrennten Kom- pressoreinheiten, welche bezüglich der Betrachtung als Gesamtkompressoreinheit jeweils mit 1 bezeichnet sind. Prozesstechnisch wird mit der zweistufigen Kondensation bei unterschiedlichen Druckstufen genau das selbe Ziel wie in Fig. 5 mit den damit verbundenen, oben genannten Vortei- len verfolgt. Baulich gesehen ist kein Vorteil erkennbar sondern durch die zusätzliche Pumpe 36 eher ein Mehraufwand gegeben. Diese Verschaltung beruht grundsätzlich auf dem selben erfin- dungsgemässen Prinzip, der Auskopplung von Kältemitteldampf aus einer Kompressoreinheit und Weiterleitung an eine Absorbereinheit. Die Absorbereinheit besteht in diesem Fall aus zwei Unter- einheiten, 6 und 26, mit jeweils einer Mischkammer und einem Kondensationswärmetauscher. 



  Diese beiden Untereinheiten sind in der Weise verschaltet, dass ein Teil des Kondensats 16, sowie der restliche Dampf 23 aus der ersten Einheit 6 in die zweite Einheit 26 geleitet wird, wo die weite- re vollständige Verflüssigung stattfindet. Da zwischen den Absorberuntereinheiten 6 und 26 ein Druckunterschied vorliegt, ist ein Kompressor 1 und eine Pumpe 36 zwischengeschaltet. 



   Fig. 7 zeigt eine mögliche Ausführung eines Kondensationswärmetauschers 9. Im wesentlichen wird das Ziel verfolgt, die Wärme bei möglichst hoher Temperatur an das Kühlmedium abzugeben. 



  Um dies zu erreichen, muss, um den Gleichgewichtszustand der Phasen sicherzustellen, das Dampf/Kondensat- Gemisch während der Kondensation stets gut durchmischt sein, und darf keinesfalls in eine vorhergehende Kondensationsstufe rückgemischt werden. Wie allgemein üblich durchläuft das Dampf/Kondensat- Gemisch eine grosse Anzahl von Böden, wo es die Wärme an die Leitbleche 42 abgibt, welche diese Wärme an die Rohrbündel 43 mit dem Kühlmedium weiterleiten. 



  Diese mit den Leitblechen verbundenen Rohrbündeleinheiten 43 samt Verteiler und Sammler sind üblicherweise in einem Druckbehälter 41 untergebracht. Die Besonderheit dieses Wärmetauschers liegt darin, dass zwei unterschiedliche Kühlmedien durch separate Rohrbündeleinheiten 43 mit den entsprechenden Verteiler und Sammlereinheiten 44,45 durchgeleitet werden. Während das Kühl- medium aus der Wärmeschiene einen geschlossenen Kreislauf durchläuft und über den Aus- lassstutzen 47 den Druckbehälter wieder verlässt, geht das zweite Medium, ein Kondensat aus dem Austreiber mit hoher Konzentration an Absorbermittel, in die direkt darüber liegende Mischkammer 8. Dieses Kondensat aus Kälte- und Absorbermittel dient für den Kondensationsprozess als Kühl- medium, wobei durch die Erwärmung eine höhere Energie in die Mischkammer 8 eingebracht wird. 



  Da die Wärmeabgabe nun im Nassdampfgebiet bei einem höheren Energiezustand beginnt, muss zur vollständigen Verflüssigung mehr Wärme entzogen werden, wobei die Temperatur bei Konden- sationsbeginn höher ist. Die Wärmemenge, die tatsächlich nach aussen geht, bleibt laut Energiebi- lanz unverändert, da die zusätzliche Kondensationswärme über das Kondensat zurück in die Mischkammer 8 gebracht wird. Der eigentliche Vorteil dieser erfindungsgemässen Verschaltung liegt darin, dass das Kühlmedium aus der Wärmeschiene auf eine höhere Austrittstemperatur gebracht werden kann. 



   Fig. 8 zeigt ein Diagramm mit dem Wärmeverlauf von Kondensat und Kühlmittel. Dabei wird ein 

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 Wärmetauscher ohne die erfindungsgemässe Kondensatvorwärmung mit der Temperatur b' zu Kondensationsbeginn und einer mit der entsprechenden Verschaltung mit der Temperatur b zu Kondensationsbeginn betrachtet. Wie man sieht kann durch die besondere Verschaltung die Kühl- mittelaustrittstemperatur von d' auf d angehoben werden. 



   Fig. 9 zeigt die mögliche Ausführung eines Wärmetauschers zur Verdampfung von Zwei- oder Mehrstoffgemischen, wobei die Konzentrations- und die damit verbundenen Temperaturänderun- gen während der Verdampfung gezielt genutzt werden um die Wärmezufuhr bei möglichst niedri- gen Temperaturen bewerkstelligen zu können. Im wesentlichen geht es bei der Verdampfung darum, den ausgeschiedenen Dampf nicht in das Kondensat einer vorhergehenden Verdamp- fungsstufe durchgehen zu lassen. Dies wird dadurch erreicht, dass das Kondensat über eine An- ordnung von Böden 52 mit Kondensatauffangvorrichtungen 56 geleitet wird, wobei der Dampf am Rand zur Behälterummantelung 51 ausströmt und sich in den Dampf, der sich weiter unten ausge- schieden hat, dazumischt. Ein Rückfluss in weiter oben liegende Wärmetauscherkanäle ist durch diese Anordnung nicht möglich.

   Die Wärmeabgabe an die Leitbleche 52 erfolgt über Rohrbündel 53 mit Sammler- und Verteilereinheiten 54. Dieser, wie in Fig. 9 gezeigte Wärmetauscher eignet sich besonders für den Einsatz in Kälteanlagen mit Nutzung des Absorptionsprinzips und ist an Stelle des üblicherweise eingebauten Kochers, ein Wärmetauscher mit einer direkt im siedenden Kondensat liegenden Heizvorrichtung ohne entsprechende Nutzung des Temperaturgefälles, im Austreiber 7 angeordnet. 



   Bei den in allen Figuren schematisch dargestellten erfindungsgemässen Merkmalen ist darauf hinzuweisen, dass die einzelnen Bauteile sowie Zuleitungen in allen möglichen verschiedenen, beim Stand der Technik bekannten Ausführungsvarianten gefertigt sein können. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Kälteanlage -, betrieben mit einem Zwei- oder Mehrstoffgemisch, mit mindestens einer 
Kompressoreinheit (1), mindestens einem Verflüssiger (2), mindestens einem Verdampfer (4), mindestens einer Absorbereinheit (6), vorzugsweise unterteilt in Mischkammer (8) und 
Kondensationseinheit (9), einem Austreiber (7), vorzugsweise bestehend aus den drei 
Funktionseinheiten, Deflegmator (14), Rektifikator (13) und Mischkammer (12), dadurch gekennzeichnet, dass aus der Kompressoreinheit (1) ein oder mehrere Teilströme (10,23) von Dampf mit hoher Kältemittelkonzentration bei einem Druck, der unter dem Hochdruck- niveau der Anlage liegt, abgezweigt werden und jeweils in ein oder mehrere Absorberein- heiten (6,26) geleitet werden, in denen eine Beimischung von Absorbermittel und eine 
Verflüssigung stattfindet, und dass der von der Kompressoreinheit (1 )

   auf Hochdruck kom- primierte Dampfstrom (11) in den Austreiber (7) geleitet wird, in welchem eine Trennung von Kälte- und Absorbermittel in der Weise stattfindet, dass ein aus dem Austreiber (7) an- nähernd reiner Kältemitteldampf   (21)   im Sattdampfzustand austritt.

Claims (1)

  1. 2. Kälteanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Teilströme (10,23) aus der Kompressoreinheit (1) vor Hochdruck bei jeweils unterschiedlichem Druck abge- führt werden und in getrennte Absorbereinheiten (6,26), in denen jeweils eine Anreiche- rung von Absorbermittel und eine vollständige Verflüssigung stattfindet, geleitet werden.
    3. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kon- densat in die Kompressoreinheit (1) geleitet wird und dort dem überhitzten Dampf beige- mischt wird.
    4. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kon- densat (34), welches dem Austreiber (7) nach Austritt aus dem Rektifikator (13) entnom- men wird dem überhitzten Dampf zur Beimischung innerhalb der Kompressoreinheit (1) dient.
    5. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kälte- mitteldampf (30) in einem Dampfwärmetauscher (5) Kondensat, welches vorzugsweise der Absorbereinheit (6) entnommen wird, beigemischt wird.
    6. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beimi- schung von Kondensat (27) mit dem Kältemitteldampf (30) im Dampfwärmetauscher (5) <Desc/Clms Page number 9> während der Wärmeaufnahme kontinuierlich erfolgt.
    7. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Verdampfer (4) eine geringe Menge an Kondensat (24) abgezapft wird.
    8. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kon- densat (20) aus der Austreibereinheit (7) in der Absorbereinheit (6), vorzugsweise in den Absorbereinheiten (6,26) vor Eintritt in die Mischkammern (8) in den Kondensationswär- metauschern (9) erwärmt wird.
    9. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der im Verflüssiger (2) abzuführenden Wärme über einen Wärmetauscher (25) an das Kon- densat (19), welches in den Deflegmator (14) eingeleitet wird, abgegeben wird.
    10. Kälteanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Austreibereinheit (7), in der eine Trennung von Kälte- und Absorbermittel stattfindet, zu- sätzlich ein Wärmetauscher (35) zur Wärmezufuhr von aussen angeordnet ist.
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